Aufgabe 1 - Stefan Aufenanger - Medienpädagogik

Klaudia Weber
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Description

Begriffsdefinitionen - Glossar

Resource summary

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    Begriffe fürs Glossar
    Auf Basis des Textes von Stefan Aufenanger werden hier Begriffsdefinitionen in Form eines Glossars angelegt.LINKS  steht der Originaltext, RECHTS mein Versuch, die Begriffe anders zu formulieren.
    Caption: :
    Caption: : Aufenanger, Stefan. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors. Titel: Medienpädagogik.Quelle: Krüger, Heinz-Hermann/ Grunert, Cathleen (Hg.): WörterbuchErziehungswissenschaft. Wiesbaden 2004, S.302-307.

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    Medienpädagogik - Teil I
    O-TEXTMedienpädagogik kann als eine Teildisziplin der Erziehungswissenschaft bezeichnet werden, die von der Annahme ausgeht, dass zum einen das Verhältnis des Menschen zur Welt in modernen Gesellschaften größten Teils durch Medien vermittelt ist, zum anderen pädagogisches Handeln nur als ein Handeln in einer durch Medien geprägten Welt gedacht werden kann.
    IN EIGENEN WORTENMedienpädagogik ist ein Teil der Erziehungs-wissenschaften. Sie geht davon aus, dass unser "Bild" der Welt und unser Verhältnis zu ihr durch Medien geprägt wird. Und deshalb kann pädagogisches Handeln nur in diesem "medial geprägten Kontext" gedacht werden.

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    O-TEXTDie Medienpädagogik entwickelt zum einen wissenschaftlich begründete Konzepte und gibt Orientierung für den praktischen Umgang der Praxis mit Medien. Sie muss diese Konzepte in der Praxis auf ihre pädagogische Umsetzbarkeit und auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen. Zum anderen beschäftigt sich die Medienpädagogik aber auch mit einer kritischen Reflexion der bestehenden Praxis im Umgang mit Medien in der Alltagswelt von Menschen und von Institutionen. Sie hat die Ergebnisse dieser kritischen Betrachtung zur Aufklärung von Praxis an diese zurückzugeben, ohne diese aber bevormunden zu wollen.Die Medienpädagogik als eine wissenschaftliche Disziplin muss dazu mit der Praxis in einen Dialog treten.
    IN EIGENEN WORTENDie Medienpädagogik entwickelt auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechende Konzepte. Zudem bietet sie eine Orientierungshilfe, welche Konzepte in welchen pädagogischen Zusammenhängen umsetzbar und wirksam sind.Eine weitere Aufgabe der Medienpädagogik ist die kritische Reflexion darüber, wie Menschen und Institutionen im Alltag mit Medien umgehen.  Die Erkenntnisse darüber werden in einem steten Austausch in die Praxis "zurückgespielt", allerdings ohne Bevormundung. 
    Medienpädagogik - Teil II

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    Medienpädagogik - Teil III
    O-TEXTKonkret umfasst Medienpädagogik zum einem die Frage nach der Rolle von Medien in Prozessen des Erziehens, Unterrichtens und Informieren, also nach dem sinnvollen Einsatz von Medien in Prozessen pädagogischen Handelns. Zum anderen befasst sich die Medienpädagogik auch mit den Einflüssen von Medien auf die Persönlichkeit und damit verbunden mit entsprechenden erzieherischen Konzepten, wie darauf unter der Maßgabe der Stärkung der Autonomie und der Kompetenz der Subjekte zu reagieren ist. Medienpädagogik selbst stellt die theoretische, systematische und konzeptionelle Ausarbeitung der Antworten zu diesen Fragen dar, während Medienerziehung eher auf die Praxis dieser Konzepte zielt.
    IN EIGENEN WORTENDie Medienpädagogik geht auch der Frage nach, welche Rolle Medien  bei pädagogischen Handlungsprozessen spielen - wie beispielsweise in der Erziehung, beim Unterrichten und bei Informationen -, welchen Einfluss bestimmte Medien auf die Persönlichkeit haben und wie man Menschen darin bestärken kann, mit Medien eine entsprechende Kompetenz und Autonomie zu erlangen. 

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    Medium
    O-TEXTUnter Medien werden in einem weiten Sinne alle Vermittlungsformen von Welt verstanden, wie etwa die Sprache, in einem engeren und gebräuchlicheren Sinne alle technisch produzierten - wie etwa das Buch - oder mit Hilfe von Technik ermöglichten Formen der Kommunikation - wie etwa das Fernsehen oder das Internet. Dabei werden Medien eingebunden in politische, gesellschaftliche, ökonomische, kulturelle und lebensweltliche Zusammenhänge gesehen, wozu die Medienpädagogik Stellung nehmen muss.
    IN EIGENEN WORTENAlles, was dazu beiträgt, zwischen uns Menschen und dem "Verständnis" über die Welt zu vermitteln, wird als Medium bezeichnet. Als Beispiele seien hier die Sprache, Bücher, das Fernsehen oder das Internet genannt, die politische, gesellschaftliche, kulturelle und lebensweltliche Zusammenhänge aufzeigen. Auf die Einbindung dieser Medien  muss die Medienpädagogik Stellung nehmen. 

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    Medienkompetenz I
    Der Begriff der Medienkompetenz versucht diese Zielvorstellungen - konkret: Menschen das kompetente, selbstbestimmte, sozialverantwortliche, kritische und solidarische Handeln in einer durch Medien geprägten Welt zu ermöglichen - zu bündeln. 

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    O-TEXT: Die Medienpädagogik fragt zum einen nach den möglichen Einflüssen von Medien auf Menschen, auf ihr Denken und Handeln, und versucht dabei die jeweiligen Stärken und Schwächen, positiven und negativen Aspekte von Medien herauszuarbeiten und in ein pädagogisches Konzept zu integrieren. Zum anderen hat sie aber auch die Absicht, die Medien den Menschen vertraut zu machen, ihnen zu helfen, sich mit Medien auszudrücken, sie zur Informationsübermittlung, für kreative Zwecke als auch als Werkzeug zu benutzen. Auch hierbei kommt es dabei darauf an, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen dem Möglichen und dem pädagogisch Sinnvollen im Zusammenhang der Arbeit mit Medien herzustellen. In Zukunft werden neue Aufgabenbereiche zur Medienpädagogik hinzukommen, die sich u.a. mit Fragen der Virtualität von Medien und den neuen Medien als Bildungsmedium stärker befassen werden.
    Medienpädagogik IV

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    Medienerziehung I
    Die Praxis, die sich mit Medien beschäftigt, wird Medienerziehung genannt. Sie setzt medienpädagogische Konzepte um und versucht, die in der Medienpädagogik erarbeiteten Ziele mit den unterschiedlichsten Methoden zu erreichen.Dabei sollen diese Ziele und Methoden selbst wiederum einer kritischen Betrachtung im Handeln mit Medien unterworfen werden. Ziel der Medienerziehung ist es, Menschen das kompetente, selbstbestimmte, sozialverantwortliche, kritische und solidarische Handeln in einer durch Medien geprägten Welt zu ermöglichen. Der Begriff der Medienkompetenz versucht diese Zielvorstellungen zu bündeln.

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    Bewahrpädagogischer Ansatz
    Die Bewahrpädagogik sieht vor allem die negativen Einflüsse von Medien und will deshalb die Menschen vor deren schädlichen Einflüssen schützen. Historisch ist sie mit die älteste Position und hat sich jeweils mit den ,neuen‘ Medien kritisch auseinandergesetzt. Sie ist heute noch in vielen Köpfen von Pädagoginnen und Pädagogen und den entsprechenden pädagogischen Institutionen wirksam, wenn etwa elektronische Medien in der pädagogischen Arbeit nicht zugelassen werden, da man ihre negativen Einflüsse fürchtet oder etwa meint, dies sei nur Zeitver-schwendung. Ein typisches Kennzeichen der bewahrpädagogischen Position ist, dass sie die Menschen und insbesondere Kinder und Jugendliche als hilflose Opfer der entsprechenden Medien sieht. 
    Die Bewahrpädagogik will die Menschen vor den schädlichen Einflüssen der Medien "bewahren". Sie ist die älteste Position im Zusammenhang mit Medien und nach wie vor in den Köpfen von vielen PädagogInnen bzw. in den Institutionen verankert. Das zeigt sich, indem das pädagogische Arbeiten mit elektronischen Medien aus Angst vor negativen Einflüssen abgelehnt bzw.  als Zeitverschwendung angesehen wird. Ein typisches Kennzeichen dieses Ansatzes ist, dass vor allem Kinder und Jugendliche als "Medien-Opfer" angesehen werden. 

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    Kulturkritisch geisteswissensch. Position
    Sie ist durch zwei Strömungen bestimmt: die Bewahrpädagogik und die Filmerziehung. siehe dazu Glossar: Bewahrpädagogik und Filmerziehung

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    Filmerziehung
    In eine ähnliche Richtung wie der "bewahrpädagogische Anastz" hat auch der Ansatz der Filmerziehung gedacht, der aber nun nicht alle schlechten Medien verbieten wollte, sondern vielmehr die Stärken und das Gute mancher Medien nutzte, um an positiven  Beispielen orientiert sich entwickeln zu können

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    Medienerziehung II
    Medienerziehung, wird als die Praxis der Medienpädagogik verstanden wird.

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    Mediendidaktik
    Die Mediendidaktik fragt nach dem pädagogisch-didaktisch sinnvollen Einsatz von Medien in Lehr- und Lernprozessen.

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    Die Medientheorie ist notwendig, um eine Bestimmung der Struktureigenschaften unterschiedlicher Medien vorzunehmen und legt dabei eine wesentliche Grundlage für die Medienpädagogik hinsichtlich des darin enthaltenen  Begriffs von Medien.
    Medientheorie

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    Medienethik
    Fragen des verantwortungsvollen Umgangs mit Medien durch  Menschen als auch durch Institutionen und Gesellschaft thematisiert die Medienethik. 

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    Medienkunde
    In der Medienkunde soll Wissen über Medien und ihre Handhabung vermittelt werden. Sie spielte  traditionell in der Medienpädagogik eine große Rolle, muss heute aber erweitert um das Wissen über Mediensysteme, also die gesellschaftliche, ökonomische, kulturelle und politische Dimension von Medien gesehen werden. 

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    In der Mediensozialisation wird .untersucht, wie die Medien sich auf psychische und soziale Aspekte der Mediennutzer auswirken.
    Mediensozialisation

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    Medienrezeptionsprozess
     Charlton und Neumann (1986) kennzeichneten den Medienrezeptionsprozess als thematisch voreingenommen. Sie meinten damit, dass Mediennutzung nicht zufällig oder willkürlich geschieht, sondern durch die Spiegelung symbolischer Themen in den Medien in Bezug auf die eigenen zu bearbeitenden Themen gesehen werden muss. Damit wurde deutlich, dass Konzepte der Medienerziehung zuerst die handlungsleitenden Themen‘ (Bachmair) der Mediennutzer beachten müssen, bevor konkrete Interventionen durchgeführt werden.

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    Ansatz d. strukturanalyt. Rezeptionsforsch.
    Mehr auf die Bedeutung und Funktion von Medien für die Lebensbewältigung als auch für die Identitätsentwicklung gehen Charlton, Neumann-Braun und Aufenanger in ihrem Ansatz der strukturanalytischen Rezeptionsforschung ein. Medienerziehung darf aus dieser Perspektive nicht einfach nur auf Wirkungen von Medien zielen, sondern sollte berücksichtigen, welche Funktionen Medien im Leben von Kindern und Jugendlichenausüben und welche positive Bedeutung diese haben können. Medien, Mediengeschichte und Mediencharaktere können aus dieser Position zur Identifikation, zur Projektion als auch zur Regulierung von Kommunikation und Interaktion dienen. 

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    Sozialökologischer Ansatz
    Baacke (1997) und Mitarbeiter haben einen sozial-ökologischen Ansatz entwickelt, der die verschiedenen Medienwelten von Kindern und Jugendlichen bei der Konzeption medienpädagogischen Handelns einbezieht.

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    Sie war in den 1960er- und 1970er-Jahren besonders aktiv und forderte schon recht früh den Einsatz elektronischer Medien in den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Dazu  gehörten etwa das Lesenlernen mit Hilfe des Computers, der Einsatz des Schulfernsehens als auch des Schulfunks sowie das Sprachlabor. Die mangelnde technische Entwicklung dieser Medien im Vergleich zu den heutigen Möglichkeiten sowie die doch sehr einfache Lerntheorie, die diesen Ansätzen zugrunde lag, führten zu keinen großen Erfolgen. Glaubte man damals noch, dass eine einfache Verstärkung von Lernerfolgen ausreichen würde, sieht man heute Lernen doch als einen kognitiv komplexeren als auch sozialen Prozess. In dieser Position stand mehr das Medium und nicht die Menschen im Zentrum
    Technologisch-funktionale Position

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    Ideologie- & gesellschaftskritischen Positionen
    Eine Reaktion auf diese technologische Position war die Ausbildung von ideologie- und Position gegenüber Medien zu entwickeln. Die vor allem in den 1970er-Jahren mit der Studentenbewegung aufkommenden Ansätze stellten die Massenmedien unter einen Manipulationsverdacht, glaubten also, dass die Menschen bewusst nicht alle Informationen, die für die politische Willensbildung notwendig seien, bekommen würden.Sie forderten eine Medienerziehung, die sich kritisch mit den Massenmedien wie Zeitungen und Fernsehen auseinandersetzt und die die Medien selbst zur Herstellung einer Gegenöffentlichkeit nutzt. Die ideologiekritische Position sah zwar auch den Menschen als Opfer der Medien ähnlich wie der bewahr-pädagogische Ansatz, sie unterstellte aber die Möglichkeit, mit Hilfe von und der Arbeit mit Medien eine kritische  Position gegenüber Medien zu entwickeln.

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    Handlungsorientierte Medienpädagogik
    Durch aktive und erfahrungs-bezogene Auseinandersetzung mit den Medien - vor allem durch so genannte handhabbare Medien wie Fotoapparat, Filmkamera oder Video - sollten die positiven Aspekte von Medien sowie ihre Stärken für gestalterische Momente und zum Ausdruck der eigenen Befindlichkeit be- und genutzt werden.

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    Medienkompetenz II
    Mit dem Aufkommen des Begriffs der Medienkompetenz wurden  Ansätze entwickelt, die aufbauend auf dem sozialwissenschaftlichen Kompetenzbegriff und dessen Rezeption in der Medienpädagogik (Baacke 1975) das, worauf Medienerziehung zielen soll, näher bestimmen wollen. Dabei werden kognitive, soziale, ethische, affektive und ästhetische Aspekte ins Spiel gebracht.
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