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Flashcards

Kaugummi-Artikel: Analyse basierend auf Inhalten der 3 VO von Spiel

Julia Lester Psychologie German 45 cards

Cards in this deck (45)

  1. 14 Hauptziele der wissenschaftlichen Psychologie- Beschreiben
    - Erklären
    - Vorhersagen
    - Verändern
  2. 2BeschreibenErhebung von kognitiver Leistungsfähigkeit + Lernleistung
  3. 3ErklärenInterpretation der Daten der 2 Experimente anhand bereits vorhandener Theorien + Hypothesen
  4. 4VohersagenBeleg positiver Kaueffekte unter schulalltäglichen Bedingungen
  5. 5VerändernSteigerung der Leistungsfähigkeit durch Kaugummikauen nicht möglich
    - von Geburt an anregende Lernumgebung
    - möglichst viel sprechen, möglichst viele Sprechanlässe
    - intensive vorschulische + schulische Förderung
  6. 64 Kriterien von Hypothesen- Empirie
    - All-Satz
    - Konditionalsatz: wenn-dann, je-desto
    - Falisifizierbarkeit
    - (theoretisch begründbar)
  7. 7Fragestellungen der 2 ExperimenteAuswirkungen von Kaufgummikauen auf INTELLIGENZTESTVARIABLEN (distale Variablen):
    Sind bei Kindern der 5. + 6. Klasse zumindest kurzzeitige Effekte des Kaugummikauens auf kognitive Leistungsmaße, durch Subtests verschiedener Intelligenztests operationalisiert, zu belegen?
    Auswirkungen auf proximale Leistungsvariablen: Ist bei Kindern der 5. + 6. Jahrgangsstufe ein kurzzeitiger Effekt des Kaugummikauens auf Aufmerksamkeits-, kurzfristige Gedächtnis- bzw. Konzentrationsleistungen nachweisbar?
  8. 8Empirie + All-Satz- realer Sachverhalt, der empirisch überprüfbar ist - Erhebung durch bestimmte Tests + Fragebögen
    - keine Einzelfälle, Stichproben von Schüler/innen 5. + 6. Klassen aus Real- + Gymnasialschulen (Hessen)
  9. 9Konditionalsatzdistal: Wenn Kaugummi gekaut wird, dann steigern sich die kognitiven Leistungsmaße.
    proximal: Wenn Kaugummi gekaut wird, dann steigern sich die kurzfristigen Effekte bezüglich erhöhter Aufmerksamkeits- + Gedächtnisleistungen.
  10. 10FalsifizierbarkeitHypothesen sind durch Erfahrungen bzw. durch Überprüfungsmethoden potenziell widerlegbar
    - Kaugummi kauen hat KEINEN Einfluss auf kognitive Leistungsfähigkeit
  11. 11Richtung von Hypothesenje nach Erkenntnisstand
    Lehrl, Allen: Wenn man Kaugummi kaut, dann wird die Lernleistung massiv gesteigert. = gerichtet
    Wilkinson: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Effekten des Kaugummikauens und Aufmerksamkeit, AG + LZG. = ungerichtet
    Baker: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Kontexteffekten und der Gedächtnisleistung. = ungerichtet
    heute: Auswirkungen des Kaugummikauens auf kognitive Leistungsfähigkeit von Schüler/innen = ungerichtet
  12. 12Verifikation + Falsifikationnie komplette Überprüfung bzw. Widerlegung
  13. 13Stichprobe548 Kinder aus 5. + 6. Klassen hessischer Realschulen + Gymnasien
    nach Ausschluss 544 in Analyse
    486 Datensätze
  14. 14Operationalisierung: 2 Experimente - 2 unterschiedliche OperationalisierungenExperiment 1: Operationalisierung des kognitiven Leistungsmaßes durch Subtests verschiedener Intelligenztests (Bsp.: Subtest 3 aus Grundintelligenztest Skala 2)
    Experiment 2: Operationalisierung der Aufmerksamkeits-, Konzentrations- + kurzfristigen Gedächtnisleistungen durch Subtests verschiedener Aufmerksamkeits-, Intelligenz- + Konzentrationstests
    (Bsp.: Subtests "Zeichenlernen", "Wörterfeld" + "Zahlenpaare" aus kombiniertem Lern- + Intelligenztest für 4. + 5. Klassen nach Schröder [1986])
    Problem bei vorigen Studien: fehlende Angaben bezüglich Operationalisierung der AV
  15. 15Variablen- stetig vs. diskret
    - manifest vs. latent
    - UV bzw. AV
    - Störvariable, Kontrollvariable, Moderatorvariable
  16. 16stetig vs. diskretIntelligenz + Lernleistungen als stetige Variable
    - theoretisch unendlich feine Abstufungen + Differenzierungen innerhalb Intervall möglich
  17. 17manifest vs. latentGedächntisleistungen, Leistungsfähigkeit = latent
    - Erfassung durch hypothetische Konstrukte, Notwendigkeit der Operationalisierung, Erfassung durch entsprechend ausgewählte Tests/Fragebögen
  18. 18UV - AVBsp.: Lehrl
    UV = Kaugummi kauen
    AV= Aktivationszustand, Lernleistung bzw. Wissenszuwachs
    allgemein:
    UV = Kaugummi kauen
    AV = kognitive Leistungsfähigkeit + entsprechende Operationalisierung
  19. 19Störvariablen, Kontrollvariablen, ModeratorvariablenStörvariablen:
    Kontrollvariablen:
    Moderatorvariablen:
  20. 20Schritte im Forschungsprozess- Entstehen eines Erkenntnisinteresses
    - Sammlung verfügbaren Wissens
    - Entwicklung einer Fragestellung bzw. Hypothese
    - Planung einer Untersuchung
    - Durchführung der Untersuchung
    - Auswertung der Daten
    - Interpretation/Schlussfolgerungen aus Untersuchung
    - Mitteilung der Untersuchung in Form des wissenschaftlichen Artikels
  21. 21Entstehen eines Erkenntnisinteresses + Sammlung vorhandenen Wissensaufbauend auf bisherige Studien auf Zusammenhang zwischen Kaugummi kauen + kognitiver Leistungsfähigkeit
    - mangelhafte Ergebnisdarstellungen, methodische Schwächen, unsorgfältige methodische Umsetzung
    Bestätigung oder Widerlegung der Effekte des Kaugummikauens
  22. 22quantitative vs. qualitative Herangehensweise= quantitative Herangehensweise (Zuordnung von Merkmalsausprägungen zu ZAHLEN)
    Mittelwerte, SD, Korrelationen etc. der jeweils erhobenen Subtests
  23. 23Labor- vs. Feldstudiefür Bestätigung der Kaugummi-Hypothese Überprüfung der Leistungen von kaugummikauendes bzw. völlig ruhigen Schüler/innen in Laborsituation NICHT ausreichend
    2 Experimente = FELDSTUDIEN
    - nur ökologisch valide + pädagogisch psychologisch relevant bei Durchführung unter schullalltäglichen Bedingugnen
  24. 24experimenteller Ansatz + Logik des Experiments- Manipulation der vermuteten Ursache (UV, Kaugummi kauen) + Registrierung der Auswirkungen auf AV (kognitive Leistungsfähigkeit + entsprechende Operationalisierung je nach Experiment)
    - künstliche Herstellung der Variation der UV (Kaugummi, kein Kaugummi, simulierende Kauer etc.)
    - randomisierte Zuteilung in Gruppen
  25. 25Voraussetzungen für kausale Schlussfolgerungen- Kovariation von UV + AV
    = Zusammenhang zwischen Kaugummi kauen + kognitiver Leistungsfähigkeit
    - zeitliche Vorgeordnetheit der UV
    (Kaugummi kauen zuerst!)
    - Ausschluss von Alternativerklärungen (Störvariablen ausgeschalten, für alle Kinder dieselben Umgebungsbedingungen, Lärmbelastungen, Versuchszeiten etc.)
  26. 26interne + externe ValiditätFeldstudie: hohe externe Validität (Umlegung auf natürliche Umgebung = Schulalltag), geringere interne Validität (weniger Einfluss auf Störvariablen etc.)
  27. 27quasi-experimenteller Ansatzkeine zufällige Zuteilung zu Untersuchungsbedinungen möglich
    - nicht vorhanden
    Lehrl, Wilkinson + Baker = randomisierte Zuteilung!!
  28. 28Kontrolle von Störvariablen- Einbezug Vortests - Messwiederholung
    - Aggregation über mehrere Beobachtungseinheiten
    - statistische Kontrolle (Auspartialisieren)
    - Parallelisierung/Matching
  29. 29Längsschnitt- bzw. QuerschnittstudieQuerschnittstudien!!
  30. 30korrelativer Ansatz, Sekundäranalyse, MetaanalyseNICHT VORHANDEN
  31. 31Gütekriterien- Objektivität: gleiche Ergebnisse bez. Widerlegung des Kaugummi-Effekts durch 2 Experimente (unterschiedliche Versuchsleiter etc.)
    - Reliabilität: Genauigkeit + Verlässlichkeit
    - gegeben!
    - Validität: Gültigkeit + Aussagekraft
    - gegeben!
  32. 32deskriptive StatistikMaße der zentralen Tendenz
    - Mittelwert = arithmetisches Mittel
    Streuungsmaße = SD
  33. 33Inferenzstatistikstatistische Hypothesenprüfung - Überprüfung, ob Ergebnisse statistisch signifikant!
    Angabe der Effektstärke (d)
    Wunsch: Analyse der Daten der Stichprobe mit Fokus der Generalisierung auf gesamte Population (ALLE Schüler/innen 5. + 6. Klassen von Realschulen + Gymnasien)
  34. 34PopulationGrundgesamtheit = N
    Vollerhebung nicht möglich aufgrund Größe
  35. 35StichprobeAuswahl aus Population, die untersucht wird
    repräsentative Stichprobe, keine Verzerrungseffekte durch verschiedene Prinzipien - keine Konsequenzen + Einschränkungen der Generalisierbarkeit
    bei vorangegangen Studien (Lehrl, Allen): fehlende Stichprobenbeschreibung
  36. 36ForschungshypotheseUnterschiedshypothese: Kauer + Nicht-Kauer unterscheiden sich in ihren kognitiven Leistungsmaßen (distal + proximal)
    Zusammenhangshypothese:
    Es besteht ein Zusammenhang zwischen Kaugummi kauen und kognitiver Leistungsfähigkeit.
  37. 37operationale HypotheseStichprobe genau ausgesucht + randomisierte Zuteilung in Gruppen (Kaugummi kauen oder nicht Kaugummi kauen)
    Gedächtnisleistung, kognitive Leistungsfähigkeit: spezifische Tests (Subtests, Fragebögen etc.)
  38. 38statistische Hypothese- prognostiziert Ergebnis
    - erklärt untersuchten Effekt
    - komplementäre Hypothesenpaar
    H0 = es gibt keinen Unterschied zwischen Kaugummi-Kauern + Nicht-Kauern
    H1= es gibt einen Unterschied bez. der 2 Untersuchungsbedingungen
  39. 39Arten von Hypothesen: gerichtet vs. ungerichtet, spezifisch vs. unspezifischungerichtete Hypothesen
    unspezifische Hypothesen
  40. 40Signifikanztest: 4 Schritte- Formulierung H0 + H1
    - Auswahl der statistischen Prüfgrößen (ANOVA, MANOVA etc.)
    - Festlegung des Signifikanzniveaus (1% bzw. 5%
    - Berechnung der Teststatistik + Entscheidung über Ablehnung bzw. Annahme der H0
    - Widerlegung der H1!!!
  41. 41(nicht) signifikante Ergebnissesignifikant: Ablehnung H0, (vorläufige) Annahme der H1
    nicht signifikant: Annahme H0, Verwurf H1
  42. 42Festlegung alpha + ß-Fehleralpha-Fehler: hier bei Experimenten 1%
    keine Konvention bei ß-Fehler: i.A. Verhältnis alpha:ß=4:1
  43. 43Hypothesenprüfung + HypothesenerkundungPrüfung der Hypothesen der 2 Experimente
    weitere Forschungsanregungen in Diskussion = Weiterentwicklung der Theorien, genaue Beobachtung + Beschreibung von Besonderheiten
  44. 44Aufgabe der empirischen Forschung- systematische Erweiterung von Wissen
    = kumulativ Wissen erweitern
    - Basis schaffen für wichtige pol. Entscheidungen
    - Schulalltag + Bildung als wichtiger Bestandteil der Diskussionen in Politik + Gesellschaft
  45. 45Grenzen der empirischen Forschung- empirische Zugänglichkeit
    - Ethik + Gesetze
    - Kontrolle von Störvariablen
    - Beweisbarkeit
    - Wirklichkeitsanspruch

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Steigert Kaugummikauen das kognitive Leistungsvermögen?
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Julia Lester
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