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Flashcards

Klinische Neuropsychologie - Grundlagen visueller Wahrnehmung

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie German 10 cards

Cards in this deck (10)

  1. 1Nucleus/Corpus geniculatum laterale-Wesentlicher Vermittler retinaler Informationen im visuellen Cortex => Läsion führt zu vollständigem Verlust bewusster visueller Wahrnehmung
    -Erste Instanz, in der Modulation der visuellen Information stattfindet; Afferenzen aus Retina und V1
    -Sakkadische Supression:
    Ansatz im CGL
    Unterdrückung der Wahrnehmung einer Bildverschiebung
    Differentielle Wirkung => nur Signale magnozellulären Pfads unterdrückt (kortikale Bewegungszentren)
    -CGL ist selektiver Filter, der nur der Situation angemessene Signale durchlässt => Berücksichtigung des Zustands (z.B. Müdigkeit) des Betrachters
    -2 Entladungsmuster: reguläres (normale Datenübertragung) und Salven (wahrsch. antizipatorische Komponenten, die bei rhythmischer Stimulation auftreten)
    -Klare räumliche Trennung des parvozellulären vom magnozellulären System => experimentell gezielte Abschaltung manipulierbar
  2. 2PulvinarAufbau:
    -Teil des Thalamus; 4 Hauptkerne: oral (somatosensorisch), medial, lateral und inferior (visuell)
    -Visuelle Afferenzen aus Hirnstamm, Kortex (Colliculus superior, Prätektum etc.), frontaler Kortex, Amygdala
    -Projiziert in distinkte Teile des extrastriären visuellen, parietalen und temporalen Kortex
    -Je Kern komplette Karte des kontralateralen Gesichtsfeldes, rezeptive Felder, farb-, richtungs oder orientierungsselektiv; allerdings wenig Auswirkung als Sehstörung bei Läsion
    Funktion:
    -Keine elementare visuelle Analyse
    -Objektauswahl für genauere Analyse, Filter irrelevanter Aspekte
    Läsion:
    Einschränkung der Aufmerksamkeitszuwendung zu umschriebenen Gesichtsfeldorten (kontralateral); Schwierigkeiten bei Objektidentifikation nach Far- oder Formmerkmalen zwischen Distraktoren
  3. 3Colliculus superior/Superiorer colliculusAufbau:
    -Teil des Tectums
    -Paarige Struktur, gestaffelte Schichten mit unterschiedlichen Verbindungen und Eigenschaften
    1. Oberste Schicht: visuelle Neurone mit retinotop geordneten rezeptiven Feldern => verstärkte visuelle Entladung bei Reizpräsentation und Aufmerksamkeitsverschiebung in entsprechenden Teil des Gesichtsfeldes durch Hinweisreiz
    2. Tiefere Schichten: Dominanz okulomotorischer Signale => Bewegungsfelder (vergleichbar mit perzeptiven Feldern) für Augenbewegung auf definierte Position im Gesichtsfeld
    Karten der beiden Schichten sind kongruent (gleiche Raumrepräsentation)
    Funktion:
    -Ausführung sakkadischer Augenbewegung auf umschriebene Position im Gesichtsfeld hin
    -Wesentliches Substrat der Fähigkeit der schnellen Zuwendung neuer visueller Objekte
  4. 4BasalganglienFunktion:
    -Entscheidende Rolle in der Organisation, der Anpassung und Bewertung motorischen Verhaltens einschließlich seiner okulomotorischen und sprachlichen Aspekte
    -Interaktion mit frontalen Substraten des Arbeitsgedächtnisses
    -Kognitive Kontrolle von Augenbewegungen
    -Rechtes Striatum: Funktion bei Exploration des Raumes
    Läsionen:
    Im rechten Striatum, ähnlich wie rechtes Pulvinar und superiorem temporalem Gyrus => Vernachlässigung des kontralateralen Raumes
  5. 5Primärer (striärer) visueller Kortex-Stellt das Hauptzielgebiet der Projektionen aus dem CGL dar
    -Exakte Repräsentation des kontralateralen Gesichtsfeldes (homonyme Repräsentation)
    -Axonverlauf der Ganglienzellen der temporalen Retina in ipsilaterale Hemisphäre; der nasalen Retina in kontralaterale Hemisphäre => Mehrheit der Neuronen in V1 erhält Informationen aus beiden Augen (=binokularer Eingang)
    -Fovea in beiden Hemisphären repräsentiert
    Die scharfe Trennung der Gesichtsfeldhälften wird als Primatenschema bezeichnet
    Bei Vertebraten werden Axone im chiasma opticum nicht nach Gesichtsfeld, sondern nach Augen getrennt
  6. 6Radiatio opticaAuch: Gratiolet-Sehstrahlung
    -Projiziert vom CGL zu V1
    Retinotope Organisation:
    Unteres Gesichtsfeld => dorsaler Verlauf zu V1
    Oberes Gesichtsfeld => ventraler Verlauf zu V1
  7. 7GesichtsfeldrepräsentationUnteres Gesichtsfeld:
    Repräsentation in dorsaler Wand des sulcus calcarinus
    Oberes Gesichtsfeld:
    Repräsentation in ventraler Wand des sulcus calcarinus
    Fovea:
    Repräsentation äußerst okzipital
    Die inneren 10° des Gesichtsfeldes werden auf die Hälfte der Fläche von V1 abgebildet
  8. 8Neuronenstruktur visueller Kortex-Großer Abstand zwischen primärem somatosensorischem Kortex und visuellem Kortex bietet mehr Platz für höhere visuelle Areale und Assoziationsareale
    V1:
    Typische 6-stufige Schicht wie Neokortex, granulär und heterotypisch (dadurch Streifenform) aufgebaut; massive Eingänge aus CGL enden in Schicht IV; räumliche Trennung des parvo- und magnozellulären Pfades bleibt erhalten; die über Schicht IV gelegenen supragranulären Schichten senden Informationen an alle höheren kortikalen Areale
    V2, V3, V4, V5:
    V2 (sekundärer visueller Kortex), V3 (tertiärer visueller Kortex), V4 und V5 (mediales temporales Areal (MT)) sind homotypisch => keine Streifenstrukturen; daher auch als extrastriärer Kortex bezeichnet
    Rezeptive Felder:
    Radial-symmetrischer Aufbau rezeptiver Felder der Retina sowie des CGL
    Elliptischer Aufbau rezeptiver Felder der V1-Neurone, Einteilung in:
    1. einfache (hemmende und erregende Regionen im rezeptiven Feld differenzierbar)
    2. komplexe (keine Differenzierung möglich)
    3. hyperkomplexe (rezeptive Felder mit inhibitorischen Seitenflanken; End-Stopping)
    einteilen
  9. 9Weg der visuellen Verarbeitung-Verarbeitung von visuellen Informationen vom visuellen Kortex bis hin zum Assoziationskortex durch parallelität geprägt
    -Genauigkeit retinaler Korrespondenz nimmt mit zunehmender Entfernung von primärer Sehrinde ab
  10. 10Retinale Pfade-Retina in 2 Untersysteme einteilbar:
    1. magnozelluläres System:
    -Ursprung in großen Ganglienzellen
    -Neuronen mit großen rezeptiven Feldern
    -Geringes räumliches Auflösungsvermögen
    -keine Farbempfindlichkeit
    -Hohe zeitliche Auflösung
    -Hohe Kontrastempfindlichkeit
    => Stellt Eingang für dorsalen Pfad visueller Verarbeitung: Bewegungssehen und räumliches Sehen auf Basis der Disparitätsverarbeitung in V5 und höhere Areale der Raumwahrnehmung im Parietalkortex ("Wo-System")
    2. Parvozelluläres System:
    -Ursprung in kleinen Ganglienzellen
    -Neuronen mit kleinen rezeptiven Feldern
    -Geringe Kontrastempfindlichkeit
    -Geringe zeitliche Auflösung
    -Hohe räumliche Auflösung
    -Hohe Farbsensitivität
    => Stellt Eingang des ventralen Pfads:
    -Verarbeitung von Form (V3) und Farbe (V4) eines Objekts bis zu Verarbeitung von Gesichtern, mimische Ausdrücke, Erkennen biologischer Bewegung im inferioren Temporalkortex
    Koniozelluläres System:
    -Funktion gegenwärtig noch unklar
    -Koniozelluläre Ganglienzellen erhalten Eingänge von Zapfen, die im kurzwelligen Bereich aktiv sind (blaues Licht)

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Zellbiologie Psychologie (Klinische Neuropsychologie) Flashcards on Klinische Neuropsychologie - Grundlagen visueller Wahrnehmung, created by Joney Stoney on 13/07/2018.
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Joney Stoney
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