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Flashcards

4. Bedürfnis und Motivationstheorien

arne.doebler Persönlichkeitspsychologie Bachelor German 36 cards

Cards in this deck (36)

  1. 1Welche Schöpfer bedeutender Bedürfnis- und Motivationstheorien kennst du?Henry A. Murray
    1893-1988
    Verhalten determiniert durch needs und presses
    Maslow
    1908-1970
    Bedürfnispyramide (Bedürfnisse hierarchisch geordnet)
    Carl R. Rogers
    1902-1987
    Streben nach Selbstaktualisierung
  2. 2Welche Gemeinsamkeiten haben die Bedürfnis- und Motivationstheorien von Murray, Maslow und Rogers?1. Art und Stärke zielgerichteten Verhaltens multideterminiert durch Bedürfnisse und Motive
    2. Wechselwirkung von Person und Umwelt
    3. Maslow und Rogers als zentrale Vertreter der humanistischen Psychologie (betont u. a. Streben nach Selbstverwirklichung)
  3. 3Welche Instanzen gibt es in dem an Freud orientierten Persönlichkeitsmodell von Henry A. Murray1. ES
    Sitz aller Antriebe (Sexualität und Aggression sowie zahlreiche weitere)
    2. ICH
    Sitz bewusster Planung und Durchführung konkreten Verhaltens
    3. ÜBER-ICH
    Sitz der durch wichtige Andere und die Kultur bestimmten Werte und Normen
    4. ICH-IDEAL
    Sitz der Ziele, die die Basis bilden für kurz-, mittel- und langfristige Handlungspläne
  4. 4Was versteht Henry A. Murray unter Bedürfnissen?Organisch verankerte "regierende Kräfte", welche die Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Verhaltensplanung steuern
    Ziel der Verhaltenssteuerung:
    Reduktion von Bedürfnisspannung
  5. 5Welche Klassen von Bedürfnissen unterscheidet Henry A. Murray?1. Viszerogene Bedürfnisse:
    angeboren, auf Selbsterhaltung orientiert
    2. Psychogene Bedürfnisse:
    Entwicklung im Verlauf der Sozialisation
  6. 6Wie ist Henry A. Murray zufolge Verhalten erklärbar?durch Interaktion von Merkmalen der Person (needs) und Merkmalen der Situation (presses)
  7. 7Wie unterteilt Henry A. Murray "presses"? (situative Bedingungen, die Bedürfnisbefriedigung erleichtern oder erschweren)1. Alpha-press:
    objektive Merkmale der Situation
    2. Beta-press:
    subjektive Wahrnehmung der Situation
  8. 8Welche Methode schlägt Henry A. Murray zur Erfassung von Bedürfnissen vor? Was ist ihre Funktionsweise?Thematischer Apperzeptionstest (TAT)
    = Bildtafeln mit mehrdeutigen Zeichnungen von Szenen, zu denen Personen eine Geschichte erzählen sollen
    Annahme: Interpretation der Szene von der Persönichkeit des Betrachters beeinflusst, (eigene needs und presses werden auf Szene projiziert
    = projektives Verhalten)
  9. 9Welche Fragen werden dem Teilnehmer beim Thematischen Apperzeptionstest (TAT) gestellt?Wie kam es zu der Szene?
    Was passiert im Moment?
    Wie geht es weiter?
    Was denken und fühlen Akteure?
  10. 10Welche Kritikpunkte können den Thematischen Apperzeptionstest (TAT) betreffend angeführt werden?1. Mangelnde Ökonomie
    2. Mangelnde Objektivität
    3. Mangelnde Reliabilität
    3. Mangelnde Validität
  11. 11Wie hat man versucht den Thematischen Apperzeptionstest (TAT) zu optimierendurch einen Standardisierten Auswertungsschlüssel von McClelland (1953)
  12. 12Was enthält das Personality Research Form? (Stumpf et al. 1985) Wozu wird es eingesetzt?Aufwändige und sorgfältige Testkonstruktion
    14 Inhaltsskalen analog zu den "needs" von Murray
    Items, die mit richtig oder falsch zu beantworten sind
    Einsatz:
    in erster Linie zu Forschungszwecken und im Beratungskontext
  13. 13Welche 20 "needs" unterscheidet Henry A. Murray?1. Erniedrigung / Abasement
    2. Leistung / Achievement
    3. Affiliation / sozialer Anschluss
    4. Aggression / Aggression
    5. Unabhängigkeit / Autonomy
    6. Widerstandsfähigkeit / Counteraction
    7. Unterwürfigkeit / Defence
    8. Defendence / Selbstgerechtigkeit
    9. Dominance / Machtausübung
    10. Selbstdarstellung / Exhibition
    11. Leidvermeidung / Harmavoidance
    12. Misserfolgsvermeidung / Infavoidance
    13. Fürsorglichkeit / Nurturance
    14. Ordnung / Order
    15. Spiel / Play
    16. Zurückweisung / Rejection
    17. Sinnhaftigkeit / Sentience
    18. Sexualität / Sex
    19. Hilfesuchen, Abhängigkeit / Succorance
    20. Verstehen, Einsicht / Understanding
  14. 14Ist Henry A. Murray's Unterteilung in 20 "needs" noch aktuell?nein, einzelne needs werden aber weiterhin stark beforscht, v.a. Leistunsgmotiv
    Beispiel: Risikowahlmodell von Atkinson
    (Erfolgsmotiv mit TAT gemessen)
  15. 15Wozu dient das Motive Superiority Measure (MSM) von Eichstaedt (2004)? Wovon wird dabei Ausgegangen?zur indirekten Erfassung von Motiven
    Annahme:
    ,dass bspw. machtmotivierte Personen bei Wortdarbietung am PC Wörter, die mit Machtmotiv assoziiert sind schneller Erkennen als motivthematisch neutrale Wörter
  16. 16Wer war Abraham Maslow? Was waren seine Überzeugungen? Was seine Vorgehensweise?Vertreter der Humanistischen Psychologie
    Ablehnung:
    psychodynamischer und lerntheoretischer Erklärung für Verhalten und Erleben
    Befürwortung:
    eines optimistischen Bildes vom Menschen als einer nach Autonomie, Sinnfindung und Selbstverwirklichung strebenden Individualität
    Methodischer Zugang:
    phänomenologische Analyse des subjektiven Erlebens des Individuums (Gegensatz: "objektive" Realität)
  17. 17Was ist die hierarchische Ordnung der Bedürfnisse in Abraham Maslow's Bedürfnispyramide (1908-1970)?1. Selbstbverwirklichung
    (Wachstumsbedürfnisse)
    2. Ich Bedürfnisse:
    Annerkennung, Geltung
    (Wachstums- & Defizitbedürfnisse)
    3. Soziale Bedürfnisse:
    Freundschaft, Liebe, Gruppenzugehörigkeit
    (Defizitbedürfnisse)
    4. Sicherheitsbedürfnisse:
    Meterialle und berufliche Sicherheit, Wohnen, Arbeit
    (Defizitbedürfnisse)
    5. Grundbedürfnisse
    Essen, Trinken, Schlafen
    (Defizitbedürfnisse)
  18. 18Welche Kritik kann an Abraham Maslow's Bedürfnishierarchie geübt werden?1. Zu strenge Abfolge der Bedürfnisbefriedigung in Stufen
    (von Maslow selbst anerkannt)
    2. konkrete Konsequenzen für Verhaltensvorhersage unklar
  19. 19Wer war Carl R. Rogers? Was waren seine Überzeugungen? Was seine Vorgehensweise?Vertreter der Humanistischen Psychologie
    Betonung der subjektiven Erfahrung des Individuums
    Ausgangspunkt zum Verständnis des Verhaltens, ist das innere Bezugssystem des Individuums
    Bezugssystem der Person setzt sich zusammen aus ihren Erfahrungen ("allles, was sich innerhalb eines Organismus zu einer bestimmten Zeit ereignet und potentiell dem Bewusstsein zugänglich ist.")
  20. 20Von wem stammt folgendes Zitat: "der beste Ausgangspunkt zum Verständnis des Verhaltens, ist das innere Bezugssystem des Individuums selbst"Carl R. Rogers (1995)
  21. 21Was versteht Carl R. Rogers unter "Erfahrungsfeld"?Erfahrungsfeld
    = Gesamtheit der Erfahrungen des Individuums
  22. 22Welche Bedeutung schreibt Rogers subjektiven Erfahrungen zu?subjektive Erfahrungen sind nur der erfahrenden Person selbst zugänglich und real insofern, als sie real erlebt werden und somit Verhalten beeinflussen
  23. 23Von wem stammt folgendes Zitat: "Es ist die Wahrnehmung der Umwelt, die diese als Umwelt konstituiert, wobei es gleichgültig ist, wie sich die Umwelt zu einer "realen" Wirklichkeit verhält, die wir philosophisch postulieren können."Carl R. Rogers
  24. 24Was versteht Carl R. Rogers als "Aktualisierungstendenz"? Welche Rolle spielen Spannungsreduktion und Spannungsförderung?Motivationssystem: Aktualisierungstendenz
    = Tendenz des Organismus all seine Möglichkeiten in einer Weise zu entwickeln, die dazu dient, ihn zu erhalten und zu erhöhen
    Spannungsreduktion:
    Aufrechterhaltung des Organismus
    Spannungsförderung:
    Weiterentwicklung des Organismus
  25. 25Was meint Carl R. Rogers mit dem "organismischen Bewertungsprozess"?Regulationssystem:
    organismischer Bewertungsprozess
    = Gefühle geben Auskunft darüber, ob Erfahrungen positiv und für die Anregung bzw. Aktualisierungstendenz förderlich
    => Aufsuchen von Erfahrungen
    oder nicht
    => Vermeidung von Erfahrungen
  26. 26Was versteht Carl R. Rogers unter "Verhalten"?Verhalten:
    zielgerichteter Versuch des Organismus, die erfahrenen Bedürfnisse nach Aktualisierung in der Realität, so wie sie wahrgenommen wird, zu befriedigen
  27. 27Wie sorgt nach Rogers die Selbstaktualisierungstendenz dafür, dass der Organismus für sein Verhalten Belohnt wird?Selbstaktualiserungstendenz
    (= Aktualisierung jenes Teils der Erfahrungen des Organismus, der im Selbst symbolisiert (=repräsentiert ) ist)
    sorgt dafür dass das Selbstkonzept der Person aufrechterhalten und vervollkommnet wird
  28. 28Worauf basieren nach Carl R. Rogers "Positive Beachtung" & "Positive Selbstachtung"? (im Kontext der Selbstaktualisierungstendenz)Positive Beachtung:
    Basiert auf Erfahrungen mit externen Belohnungsquellen
    Positive Selbstachtung:
    Basiert auf Erfahrungen mit verinnerlichten Belohnungsquellen
  29. 29Was versteht Carl R. Rogers unter "unbedingter" und "bedingter positiver Wertschätzung"Unbedingte positive Wertschätzung:
    Person erfährt, dass sie von anderen akzeptiert/geliebt wird, auch wen diese sich mit bestimmtem Verhalten der Person nicht einverstanden zeigen
    Bedingte positive Wertschätzung:
    Person erfährt, dass sie nur akzeptiert/geliebt wird, wenn sie bestimmtes Verhalten zeigt
  30. 30Woraus entstehen Carl R. Rogers zufolge Verhaltensstörungen?aus einer Diskrepanz zwischen den Bewertungssystemen des Selbst und übernommenen Wertungen
  31. 31Was versteht Carl R. Rogers unter Subzeption? Was resultiert aus ihr?Subzeptio
    = unscharfe, vorbewusste Wahrnehmung der Inkongruenz von Selbst und Erfahrungen filtert Wahrnehmung und lässt nur ins Bewusstsein, was mit Selbstkonzept vereinbar
    Resultat: Angst, fehlangepasstes Verhalten
  32. 32Was ist nach Carl R. Rogers eine "voll funktionierende Persönlichkeit"?1. Zustand der Kongruenz zwischen Selbst und Erfahrungen durch:
    1.1 Angemessene Symbolisierung von Selbsterfahrungen
    1.2 Offenheit für Erfahrungen
    1.3 Optimale psychologische Anpassung
    1.4 Differenziertheit der Wahrnehmung
    1.5 Reife
  33. 33Wie ist die Vorgehensweise und was ist Idee der Klient-zentrierten (non-direktiven) Gesprächstherapie nach Rogers?nichts soll von außen korrigiert oder in bestimmte Richtung gebracht werden
    Selbstheilungskräfte der Person sollen geweckt werden, damit Klient zu mehr Kongruenz zwischen Selbstkonzept und Erfahrungen findet, d.h. Erfahrungen angemessener symbolisiert
    Psychotherapie als Hilfe zur Selbstverwirklichung
  34. 34Was sind drei Bedingungen für gutes Therapie-Klima/erfolgreiche Therapie nach Rogers ?1. Transparenz (Offenheit)
    Therapeut soll Klienten mit Aufmerksamkeit und Wärme begegnen, ohne zu bewerten
    2. Akzeptanz
    Therapeut soll sich selbst anzunehmen gelernt haben, damit seine Angst oder seine Abwehr den Klienten nicht verstören, als auch die Probleme der Klienten ernst nehmen
    3. Empathie
    Therapeut soll Gefühle des Klienten widerspiegeln, um ihn zur Einsicht in sein eigenes Erleben zu ermuntern
  35. 35Welche Kritik kann an Rogers Theorie- und Therapieansatz geübt werden?Theorie:
    hoher Subjektivismus, daher eingeschränkte empirische Überprüfbarkeit von Rogers Konstrukten
    Therapie:
    Selbst als alleiniger zuverlässiger Kompass der Bewertung und Korrektur von Verhalten, ist die Non-Direktivität der Therapie immer angemessen?
  36. 36—

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Bachelor Persönlichkeitspsychologie Flashcards on 4. Bedürfnis und Motivationstheorien, created by arne.doebler on 14/01/2016.
Created by
arne.doebler · Jan 2016
Updated
Feb 19, 2016
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