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Flashcards

9. Klinische Psychologie - Ätiologie III - Neurobiologische Faktoren

arne.doebler Klinische Psychologie Bachelor German 15 cards

Cards in this deck (15)

  1. 1Neurobiologie psychischer Störungen1. Alle normalen wie gestörten psychischen Prozesse an die
    Intaktheit neurobiologischer Prozesse (Reizübertragung, Neurotransmitter, Hormone, Proteine) gebunden
    2. hirnorganische Störungen verändern Bewusstsein, Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Gedächtnis, Denken und Emotionen in oft dramatischer Weise
    3. Auch psychische Störungen
    sowie aktute Stresszustände weisen in der Regel Veränderungen neurobiologischer Prozesse und Funktionen auf
    4. solche Veränderungen können durch genetische Einflüsse, Lernerfahrungen oder Reizverarbeitung induziert und moderiert werden
    5. psychopharmakologisch wird versucht, diese Prozesse gezielt zu beeinflussen, z.B. durch Einsatz förderlicher (Agonisten) oder blockierender Substanzen (Antagonisten)
  2. 2Effizienz der Signalübertragung hängt unter anderem ab von ...dem Ausmaß der Rezeptorstimulation, also:
    1. von Rezeptoranzahl, die sich vermehren (Up-Regulation) oder verringern (Down-Regulation) kann
    2. der Verfügbarkeit der Transmittermoleküle
  3. 3Verfügbarkeit der Transmittermoleküle hängt unter anderem ab von ...1. dem Ausmaß der Herstellung (Synthese) und der Freisetzung (Release) der Transmitter
    2. der enzymatischen Inaktivierung im synaptischen Spalt (Milieu, Metaboliten)
    3. der Wiederaufnahme (Reuptake) in das präsynaptische Axonterminal
  4. 4(3) Ebenen der Neurobiologie psychischer Störungen1. Biochemische Aspekte:
    Neurotransmitter
    2. Neuro-physiologische-Aspekte/
    kognitive Aspekte:
    Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Emotion
    3. psychophysiologische Aspekte:
    Reaktionsmuster, Schlüsselmechanismus Stress
  5. 5Neurotransmitter: Aminosäuren1. Glutamat
    2. GABA
    (Gamma-Amino-Buttersäure)
    3. Glyzin
  6. 6Neurotransmitter: Biogene Amine1. Azetylcholin
    2. Dopamin (DA)
    3. Noradrenalin (NA)
    4. Adrenalin
    5. Serotonin (5-HT
    = 5-Hydroxy-Tryptamin)
  7. 7Neurotransmitter: Neuropeptide1. Met-Enkephalin
    2. Leu-Enkephalin
    3. β-Endorphin
    4. Dynorphin A
    5. Oxytozin
    6. Substanz P
    7. Cholezystokinin
    8. Vasopressin
    9. Neuropeptid Y
    10. Hypothalamische Releasing-Hormone
  8. 8Was sind die bedeutsamsten Botenstoffe im ZNS?Biogene Amine:
    1. Katecholamine:
    Dopamin (DA)
    Noradrenalin (NA)
    Adrenalin (A)
    2. Indolamine:
    Serotonin (5-HT
    = 5-Hydroxy-tryptamin)
  9. 9Mit welchen Verhaltensfunktionen korrelieren Dopamin- und Serotoninrezeptoren? (Beispiele)Dopamin- und Serotoninrezeptoren (im Gehirn unterschiedich dicht regional verteilt), korrellieren mit bestimmten Verhaltensfunktionen:
    1. funktionale und morphologische Veränderungen des Dopamin-Systems: bei Parkinson und verwandten neurologischen Erkrankungen,
    bei Schizophrenie und Suchterkrankungen
    2. bei Ängsten spielt Noradrenalin besondere Rolle
    3. Serotoninveränderungen an einer Vielzahl von Störungen beteiligt,
    vor allem an affektiven Störungen,
    aber auch an Zwängen, Phobien, PTBS, Bulimie und anderen
  10. 10Lage: Noradrenerges SystemKonzentriert im Hirnstamm
    (Locus coeruleus = LC)
    auf- und absteigende Äste in viele Regionen,
    vor allem Hypothalamus (H)
  11. 11Funktionen: Noradrenerges Systembreit gefächterte Projektion lässt auf vielfältige Funktionen schließen (aktivierende, synchronisierende):
    1. wesentlich beeinflusst: Aufmerksamkeit, Konzentration, Emotionalität
    2. Stress und konditionierte Furcht
    => deutliche Aktivierung,
    Beziehungen zu Aggressivität, Ärger stressbezogenen Erkrankungen,
    Typ-A Aktivierung
    3. Störungen des dorsalen noradrenergen Systems werden als Ursache der Depression diskutiert
  12. 12Funktionen: Serotonerges System1. wechselseitige Beeinflussung von Locus coeruleus und Raphe-Kernen
    => funktionell bedeutsam
    serotonerge System scheint oft gegenläufige Effekte zum Noradrenalin auszuüben
    2. kognitive und affektive Aktivierung werden gedämpft, parasympathische Aktivität nimmt zu
    5. Störungen des Serotonergen Systems zu sehr vielen psychischen Störungen berichtet (wesentlicher Vulnerabilitätsmarker?)
  13. 13Endokrine Systeme und Neuropeptide1. Gehirn und Transmitterstoffwechsel beeinflusst Funktionen über Hormone der Hirnanhangdrüse (Hypophyse)
    und der Zirbeldrüse (Epiphyse)
    2. Freisetzung der Hypophysenhormone vom Hypothalamus kontrolliert
    3. spezifische Hypothalamusneurone haben lange Axone, die in den Hypophysenhinterlappen und an den Nervenendigungen, Hormone dirket in die Blutbahn abgeben
    4. dieses komplexe System als Hypothalamus-Hypophse-Nebennierenrinden-Achse
    (HPA-Achse) bezeichnet
    5. HPA-Achse zentral bedeutsam:
    alle Stress-, Verhaltens und Leistungsfunktionen
  14. 14Perspektiven1. Interdisziplinäre Konvergenz:
    moderne neurobiologische Forschung überlappt sich in weiten Teilen mit moderner klinisch-psychologischer Forschung:
    zentrale Annahmen der
    HPA-Achsen Modelle in nahezu identischer Weise von Psychiatrie, klinischer Neuropsychologie, Neuropharmakalogie und klinischer Psychologie benutzt
    ... passen auch gut zu modernen verhaltentherapeutischen Modellen
    z.B. Expositionstherapie
    2. Reziprozität:
    Neurobiologische Prozesse bestimmen psychische Funktionen
    ABER: psychische Vorgänge verändern umgekerhrt auch neurobiologische Prozesse und Strukturen (Neuroplastizität)
    => Psychotherapie induziert, über Lernvorgänge neurobiologische Veränderungen im Gehirn
  15. 15Lage: Serotonerges System(wie Noradrenerges System) konzentriert in dorsalen und medialen Raphe-Kernen
    auch Auf- und absteigende Bahnen ähneln denen des Noradrenergen Systems
    bislang über 20 bekannte Serotonin-Rezeptoren

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Bachelor Klinische Psychologie Flashcards on 9. Klinische Psychologie - Ätiologie III - Neurobiologische Faktoren, created by arne.doebler on 25/01/2016.
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arne.doebler
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