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Flashcards

06_Aktiengesellschaft (Karteikarten)

Stefan Kurtenbach Unternehmensformen Jahrgangsstufe 1 German 4.5Average rating 4.5 out of 5 (6 ratings) 93 cards 1,418 views

Cards in this deck (93)

  1. 1Was ist eine Aktiengesellschaft?Die Aktiengesellschaft ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), die über ein in Aktien zerlegtes Grundkapital verfügt und für deren Verbindlichkeiten nur das Gesellschaftsvermögen haftet.
  2. 2Anderes Wort für Eigenkapitalgeber?Aktionäre
  3. 3Ist die Gründung einer AG auch durch eine einzige Person möglich?Ja
  4. 4Firmierung der AG?Sachfirma, Personenfirma, Mischfirma oder Fantasiefirma, außerdem muss "Aktiengesellschaft" oder eine allgemein verständliche Abkürzung enthalten sein.
  5. 5Wie erlangt die Aktiengesellschaft ihre Kaufmannseigenschaft?kraft Rechtsform (Formkaufmann)
  6. 6Anderes Wort für Satzung?Gesellschaftsvertrag
  7. 7Was ist das Grundkapital?Es ist der in der Satzung festgelegte Kapitalbetrag.
  8. 8Wie hoch muss das Grundkapital mindestens sein?50.000 EUR
  9. 9Wie wird das Grundkapital in der Bilanz ausgewiesen?In der Bilanzposition "Gezeichnetes Kapital"
  10. 10In was ist das Grundkapital einer Aktiengesellschaft zerlegt?in Aktien
  11. 11Was sind Aktien?Kapitalwertpapiere (Effekten), die einen Anteilswert (Mitgliedschaftsrecht) an einer AG verbriefen
  12. 12Warum werden Aktien auch Teilhaberpapiere genannt?Der Eigentümer einer Aktie ist auch gleichzeitig Teilhaber an der AG.
  13. 13Haften die Aktionäre gegenüber den Gläubigern der Aktiengesellschaft?Nein
  14. 14Wer haftet gegenüber den Gläubigern der Aktiengesellschaft?die Aktiengesellschaft als juristische Person
  15. 15Nach welchen Kriterien lassen sich Aktienarten unterscheiden?- Unterscheidung nach der Art der Beteiligung
    - Unterscheidung nach der Übertragbarkeit
    - Unterscheidung nach den Rechten
  16. 16Welche Aktienarten gibt es bei der Unterscheidung nach der Art der Beteiligung?Nennbetragsaktien und Stückaktien
  17. 17Was sind nennwertlose Aktien?Stückaktien
  18. 18Was sind Quotenaktien?anderer Begriff für Stückaktien
  19. 19Wie hoch ist der Mindestnennbetrag einer Aktie?ein Euro
  20. 20Wie müssen höhere Nennbeträge einer Aktie gestaltet sein?Sie müssen auf volle Euro lauten.
  21. 21Können die Nennwerte der ausgegebenen Aktien unterschiedlich sein?Ja
  22. 22Was entspricht dem Grundkapital?die Summe der Nennwerte aller ausgegebenen Aktien
  23. 23Was sind Stückaktien oder Quotenaktien?Sie verkörpern einen anteiligen Betrag (Quote) am Grundkapital.
  24. 24Wie ermittelt man den Beteiligungswert einer Stückaktie?Grundkapital/Anzahl der Aktien
  25. 25Anderes Wort für Beteiligungswert?fiktiver Nennwert einer Stückaktie
  26. 26Welchen Wert darf der auf eine Stückaktie entfallende Anteil am Grundkapital nicht unterschreiten?einen Euro
  27. 27Was wird als Agio oder Aufgeld bezeichnet?Der Betrag, zu dem die Aktien meistens ausgegeben werden, der höher ist als der Nennwert
  28. 28Wo wird das Agio oder Aufgeld in der Bilanz einer AG erfasst?in der Eigenkapitalposition
    "Kapitalrücklage"
  29. 29Welche Aktienarten können bei der Unterscheidung nach der Übertragbarkeit festgestellt werden?Inhaberaktien oder Namensaktien
  30. 30Was sind Inhaberaktien?Auf den Inhaber ausgestellte Aktien, die nicht auf einen bestimmten Eigentümer lauten.
  31. 31Wie wird das Eigentum bei einer Inhaberaktie übertragen?wie bei beweglichen Sachen durch Einigung und Übergabe
  32. 32Was sind Namensaktien?Aktien, die auf einen bestimmten Eigentümer lauten
  33. 33Wo sind Namensaktien einzutragen?In das Aktienregister, das bei der Aktiengesellschaft geführt wird
  34. 34Wie wird das Eigentum an Namensaktien übertragen?durch Einigung und Übergabe und Indossament (Übertragungsvermerk)
  35. 35Was ist eine vinkulierte Namensaktie?wenn die Übertragung einer Aktie an die Zustimmung der Aktiengesellschaft gebunden ist
  36. 36Welche Aktienarten gibt es bei der Unterscheidung nach den Rechten?Stammaktien und
    stimmrechtlose Vorzugsaktien
  37. 37Was sind Stammaktien?Dem Inhaber einer Stammaktie stehen hinsichtlich des Stimmrechts in der Hauptversammlung und der Höhe der Dividende die normalen Rechte zu. (keine Sonderrechte)
  38. 38Was sind stimmrechtslose Vorzugsaktien?Der Inhaber einer Vorzugsaktien erhält zum Beispiel eine höhere Dividende als der Inhaber einer Stammaktie. Dafür hat er aber kein Stimmrecht in der Hauptversammlung.
  39. 39In welchen Schritten erfolgt die Gründung einer AG?- Abschluss eines Gesellschaftsvertrages zwischen den Gründern, notarielle Beurkundung nötig
    - Übernahme der Aktien durch die Gründer
    - Bestellung des Aufsichtsrats und der Abschlussprüfer mit anschließender Bestellung des ersten Vorstandes durch den Aufsichtsrat
    - Erstellung eines Gründungsberichts
    - Einbringung der Einlagen
    - Eintragung in das Handelsregister
  40. 40Welche Wirkung hat die Eintragung der Aktiengesellschaft in das Handelsregister?Mit der Eintragung ins Handelsregister entsteht die AG als juristische Person (konstitutive Wirkung der Eintragung).
  41. 41In welcher Höhe müssen Bareinlagen vor der Anmeldung einer AG zum Handelsregister mindestens eingezahlt worden sein?25 %
  42. 42In welcher Höhe muss ein Agio mindestens eingezahlt worden sein?in voller Höhe
  43. 43In welcher Höhe müssen Sacheinlagen vor der Anmeldung einer AG zum Handelsregister geleistet worden sein?in voller Höhe
  44. 44Wie handelt die Aktiengesellschaft als juristische Person?durch ihre Organe
  45. 45Wie lauten die Organe der Aktiengesellschaft?- Vorstand (leitendes Organ)
    - Aufsichtsrat (kontrollierendes Organ)
    - Hauptversammlung (beschließendes Organ)
  46. 46Wer bestellt den Vorstand mit welcher Mehrheit für wie viele Jahre?Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand mit einfacher Mehrheit für fünf Jahre.
  47. 47Wer wählt den Aufsichtsrat mit welcher Mehrheit für wie viele Jahre?Die Hauptversammlung wählt mit einfacher Mehrheit für vier Jahre den Aufsichtsrat.
  48. 48Aus wie vielen Personen besteht der Vorstand einer Aktiengesellschaft?aus einer Person oder mehreren Personen
  49. 49Was gilt bezüglich Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis, wenn der Vorstand aus mehreren Personen zusammengesetzt ist?Gesamtgeschäftsführungsbefugnis und Gesamtvertretungsbefugnis
  50. 50Kann beim Vorstand einer Aktiengesellschaft auch Einzelvertretungsbefugnis vereinbart werden?Ja, dann muss sie aber ins Handelsregister eingetragen werden.
  51. 51Welche Aufgabe hat der Vorstand bei einer Aktiengesellschaft bezüglich der Hauptversammlung?Er muss mindestens einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung einberufen.
  52. 52Wann muss der Vorstand bei einer Aktiengesellschaft zu einer außerordentlichen Hauptversammlung einladen?bei drohenden hohen Verlusten,
    bei Überschuldung oder
    bei Zahlungsunfähigkeit
  53. 53Was bedeutet das gesetzliche Wettbewerbsverbot für die Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft?Sie dürfen keine Geschäfte im Geschäftszweig der Aktiengesellschaft betreiben und kein eigenes Handelsgewerbe betreiben.
  54. 54Aus wie vielen Mitgliedern besteht der Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft im Normalfall?aus drei Mitgliedern
  55. 55Kann in der Satzung auch eine höhere Zahl als drei Mitglieder im Aufsichtsrat festgesetzt werden?Ja, bis zu 21 Mitgliedern, je nach Höhe des Grundkapitals, die Zahl muss jedoch stets durch Drei teilbar sein.
  56. 56Welche Aufgaben hat der Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft?- Bestellung und gegebenenfalls Abberufung des Vorstandes
    - Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes
    - Prüfung des Jahresabschlusses samt Lagebericht und Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
    - Festlegung des Jahresabschlusses
  57. 57Kann ein Aufsichtsratsmitglied im selben Unternehmen zugleich Vorstandsmitglied sein?Nein
  58. 58Kann ein Mitglied des Vorstandes einer AG gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats bei einer anderen Kapitalgesellschaft sein?Ja
  59. 59Wie viele Aufsichtsratsmandate pro Person sind erlaubt?10
  60. 60Was versteht man unter Überkreuzverflechtung?Die Entsendung von Vorstandsmitgliedern anderer Kapitalgesellschaften in den Aufsichtsrat einer AG ist nicht möglich, wenn ein Vorstandsmitglied dieser AG bereits dem Aufsichtsrat der anderen Kapitalgesellschaft angehört.
  61. 61Was gilt bei der Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, wenn die Aktiengesellschaft bis zu 500 Arbeitnehmer hat?Die Arbeitnehmer haben im Normalfall kein Recht auf eine Mitbestimmung über die Zusammensetzung des Aufsichtsrates. In diesen Unternehmen setzt sich der Aufsichtsrat ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen.
  62. 62Was gilt bei der Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft bei mehr als 500 Arbeitnehmern?Der Aufsichtsrat muss zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern bestehen.
  63. 63Was versteht man unter Drittelparität?Der Aufsichtsrat muss zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern bestehen.
  64. 64Nach welchem Gesetz wird die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat bei mehr als 500 Arbeitnehmern in eine Aktiengesellschaft geregelt?Drittelbeteiligungsgesetz
  65. 65Was gilt bei der Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft mit mehr als 2.000 Arbeitnehmern?Der Aufsichtsrat setzt sich paritätisch (zu gleichen Teilen) aus Vertretern der Kapitaleigner und der Arbeitnehmer zusammen.
  66. 66Nach welchem Gesetz wird die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat bei einer Aktiengesellschaft mit mehr als 2.000 Arbeitnehmern geregelt?Mitbestimmungsgesetz
  67. 67Welche Rechte stehen der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft zu?- Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Kapitaleigner
    (einfache Mehrheit)
    - Beschlüsse über die Verwendung des Bilanzgewinns
    - Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates
    - Bestellung der Abschlussprüfer für das laufende Geschäftsjahr
    - Beschlüsse über Satzungsänderungen
  68. 68Wie kommen Beschlüsse in der Hauptversammlung in der Regel zustande?durch einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen
  69. 69Welche Mehrheiten in der Hauptversammlung gelten für Eigenkapitalbeschaffungen und andere Satzungsänderungen?eine qualifizierte Mehrheit
    (drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals)
  70. 70Welche Mehrheit benötigt man für die Wahl des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung?einfache Mehrheit
  71. 71Welche Mehrheit benötigt man für die Feststellung des Jahresabschlusses in der Hauptversammlung?einfache Mehrheit
  72. 72Welche Mehrheit benötigt man für die Verwendung des Bilanzgewinns in der Hauptversammlung?einfache Mehrheit
  73. 73Welche Mehrheit benötigt man für Satzungsänderungen wie zum Beispiel Kapitalerhöhung in der Hauptversammlung?qualifizierte Mehrheit
  74. 74Welche Mehrheit benötigt man für die Auflösung der Gesellschaft in der Hauptversammlung?qualifizierte Mehrheit
  75. 75Welcher Form bedürfen Beschlüsse der Hauptversammlung börsennotierter Aktiengesellschaften?notarieller Beurkundung
  76. 76Welche Pflichten hat ein Aktionär?- Leistung der Einlage
    - Risiko des Verlustes des Aktienwertes
  77. 77Welche Rechte hat ein Aktionär?- Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung, damit Stimmrecht und Auskunftsrecht
    - Recht auf Einberufung der Hauptversammlung auf Verlangen einer Minderheit
    - Anfechtung eines Beschlusses der Hauptversammlung
    - Anspruch auf Dividende
    - Bezugsrecht bei der Ausgabe neuer Aktien
    - Anspruch auf Beteiligung am Liquidationserlös
  78. 78Wie viele Stimmen gewährt eine Aktie?eine
  79. 79Anderer Begriff: Anteil am Gewinn?Dividende
  80. 80Was bedeutet Bezugsrecht bei der Ausgabe neuer Aktien?Wird in der Hauptversammlung die Erhöhung des Grundkapitals beschlossen, steht den Aktionären ein Recht auf den Bezug neuer Aktien zu.
  81. 81Was ist ein Börsenprospekt?Ein Papier, das alle wesentlichen Informationen für zukünftige Anleger enthält.
  82. 82Was ist der Kurs einer Aktie?Preis, zu dem diese Aktie einer Wertpapierbörse gehandelt wird
  83. 83Von was hängt der Kurswert einer Aktie ab?- Gewinnerwartungen
    - politische Lage
    - Konjunkturverlauf
    - spekulative Überlegungen
    - persönliche Einschätzungen der Anbieter und Nachfrager
  84. 84Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? wegen umfangreicher Vorschriften für kleine und mittlere Unternehmen nicht geeignet.Nachteil
  85. 85Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? Durch Aufteilung des Grundkapitals in kleine Kapitalanteile ist Aufbringung große Kapitalmengen möglich.Vorteil
  86. 86Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung möglich.Vorteil
  87. 87Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? Kapitalgeber haben keine Verpflichtung zur Geschäftsführung und Vertretung.Vorteil
  88. 88Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? Bildung eines Aufsichtsrates zwingend vorgeschrieben.Nachteil
  89. 89Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? Vorstandsmitglieder haben kein Kapitalrisiko.Nachteil
  90. 90Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft: Konzentration in der Wirtschaft (Missbrauch von Marktmacht)Nachteil
  91. 91Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? Starke Marktstellung großer Kapitalgesellschaften ermöglicht häufig hohe Sozialleistungen für die Belegschaft.Vorteil
  92. 92Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? Pflicht zur Veröffentlichung des JahresabschlussesNachteil
  93. 93Vorteil oder Nachteil einer Aktiengesellschaft? Möglichkeit der Kapitalbeteiligung der ArbeitnehmerVorteil

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Jahrgangsstufe 1 Unternehmensformen (2 Kapitalgesellschaften) Flashcards on 06_Aktiengesellschaft (Karteikarten), created by Stefan Kurtenbach on 09/06/2014.
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