Flashcards
16 Soziale Kognition und Beziehungen
Cards in this deck (83)
- 1internale Kausalitätdispositionale Kausalität
Ursache des Verhaltens:
Person - 2externale Kausalitätsituative Kausalität
Ursache des Verhaltens:
Situation - 3AttributionstheorieAllgemeiner Ansatz zur Beschreibung der Art und Weise, in der ein sozial Wahrnehmender Informationen nutzt, um kausale Erklärungen zu generieren,
Ursprung: Fritz Heider (1958) - 4SozialpsychologieArt und Weise, wie Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen und Transaktionen zwischen Menschen beeinflusst werden, Verhalten im sozialen Kontext
Hauptdeterminate des Verhaltens:
Beschaffenheit der sozialen Situation - 5sozialer KontextLeinwand, auf der sich die Bewegungen, Stärken und Schwächen des sozialen Wesens Mensch abzeichnen,
schließt reale, imaginäre, symbolische Präsenz anderer Menschen ein,
Aktivitäten/Interaktionen, die zwischen Menschen stattfinden,
Merkmale der Umgebungen, in denen Verhalten auftritt,
Erwartungen/Normen, die Verhalten in gegebene Umgebung lenken - 6soziale Kognitionsteuert Auswahl, Interpretation, Erinnerung sozialer Informationen
- 7soziale Konstruktion der Realitätentsteht durch selektives enkodieren
im Hinblick auf das, was man erwartet/sehen will - 8soziale WahrnehmungProzess, durch den menschen das Verhalten anderer verstehen und kategorisieren
- 9KausalattributionenKräfte, die das Verhalten beeinflussen
- 10Fritz Heider1985 - Attributionstheorie
Menschen als intuitive Psychologen (ständiges kausales analysieren)
internale oder externale Kausalität? - 11Harold Kelley(1967) formailisierte Heider Gedanken durch die Spezifikation der Variablen, die Menschen für ihre Attributionen bzw. Zuschreibungen verwenden
- 12KovariationsprinzipVerhalten wird auf einen Kausalfaktor zurückgeführt, wenn dieser Faktor immer beim Auftreten des Verhaltens gegeben war, nicht aber, wenn das Verhalten nicht aufgetreten ist
- 13Kovariation dreier Dimensionen (Harold Kelley)Distinktheit
Konsistenz
Konsens - 14Distinktheitbezieht sich darauf, ob das Verhalten spezifisch für eine bestimmte Situation ist - schreit Ihr Freund jedes mal, wenn er ein Pferd sieht?
- 15Konsistenzbezieht sich darauf, ob das Verhalten wiederholt als Reaktion auf diese Situation auftritt -
hat Ihr Freund in der Vergangenheit beim Anblick dieses Pferdes geschrien? - 16Konsensbezieht sich darauf, ob andere Menschen in der gleichen Situation das gleiche Verhalten zeigen -
zeigen und schreien alle? - 17fundamentaler Attributionsfehlermenschliche Tendenz, dispositionale Faktoren überzubewerten (Menschen verantwortlich machen) und situative Faktoren unterzubewerten (die Umwelt verantwortlich machen)
Lee Ross - 18Lee Ross1977
fundamentaler Attributionsfehler - 19"barmherzige Attribution"Versuch fundamentalen Attributionsfehler zu vereiden, indem die Ursache der Situation zugeschrieben werden kann
- 20Interdependente Konstruktion des SelbstKonzeptualisierung des Selbst als Teil einer umfassenden sozialen Beziehung; die Auffassung, dass das eigene Verhalten davon abhängt und zu weiten Teilen dadurch organisiert ist, welche Gedanken, Gefühle und Handlungen der Handelnde bei anderen wahrnimmt
östliche Kulturen - 21Independente Konstruktion des Selbstwestliche Kulturen
häufig: fundamentaler Attributionsfehler - 22kulturelle AttributionsstileMedien geben kulturelle Attributionsstile weiter und halten sie aufrecht
- 23Self-serving BiasVerzerrung zugunsten der eigenen Person;
Annehmen von Anerkennung für Erfolge
Leugnen von Verantwortung für Miserfolge - 24Theorie zu Ursprüngen der DepressionMenschen nehmen zu viele negative Attributionen auf sich selbst statt auf situative Gründe
- 25Self-fulfilling Propheciesselbsterfüllende Prophezeihungen
Merton, 1957
Vorhersagen über ein zukünftiges Verhalten oder Ereignis, welche die Interaktionen auf Verhaltensebene so verändern, dass sie das Erwartete hervorbringen - 26soziale Rollesozial definiertes Verhaltensmuster, das von einer Person erwartet wird, wenn sie in einer bestimmtem Umgebung oder Gruppe funktioniert
- 27Regeln explizit impizitSituationen durch Gültigkeit von Regeln charakterisiert
explizit gelehrt/auf Schildern
durch Transaktionen gelernt - 28soziale Normenspezifische Erwartungen bezüglich sozial akzeptierten Einstellungen und Verhaltensweisen, die in den expliziten oder impliziten Regeln einer Gruppe verankert sind
können grobe Richtlinien sein/spezifische Verhaltensstandards beinhalten - 29Konformitätmenschliche Tendenz, das Verhalten und die Meinungen anderer Gruppenmitglieder zu übernehmen
Informationseinfluss
Normeneinfluss - 30InformationseinflussBedürfnis, sich in einer bestimmten Situation richtig zu verhalten und die richtige Handlungsweise zu verstehen
- 31NormeneinflussBedürfnis, von anderen gemocht, akzeptiert und geschätzt zu werden
- 32Teil der Zugehörigkeit zu einer Gruppe Weisen der AnpassungHerausfinden der Menge sozialer Normen, die das gewünschte Verhalten in der Gruppenumgebung regeln;
Uniformität bestimmter Verhaltensweisen
negative Konsequenzen bei Verletzen der sozialen Norm - 33Macht der Gruppe (bei Abweichen der Norm)Lächerlichmachen, Umerziehung, Zurückweisung
- 34Muzafar Sherif(1935)
autokinetischer Effekt
Informationseinfluss -
Normenkristallisierung - 35NormenkristallisierungNormbildung und Verfestigung
- 36Solomon Asch(1940, 1956)
Normeneinfluss
Asch-Effekt - 37Serge MoscoviciMinderheiten
Macht der vielen < Überzeugung
wenig Normeneinfluss
Potenzial an Informationseinfluss - 38suizidale KulturenUmstände, unter denen Mitglieder einer Kultur Gruppennormen internalisierten
März 1997 "Heaven's Gate", Sand Diego - 39GruppenpolarisiserungGruppen weisen eine Tendenz zu Entscheidungen auf, die extremer als die Entscheidungen sind, welche die Mitglieder alleine getroffen hätten
Informationseinfluss+sozialer Vergleich - 40Modell des InformationseinflussGruppenmitglieder tragen unterschiedliche Information zu einer Entscheidung bei
- 41Modell des sozialen VergleichsGruppenmitglieder suchen die Achtung der anderen, indem sie ein Gruppenideal repräsentieren, das etwas extremer als die wahre Gruppennorm ist
- 42Irving Janis1982
Groupthink - 43GroupthinkTendenz einer Gruppe, die Entscheidungen treffen muss, unerwünschten Input auszufiltern. Durch dieses Ausfiltern kann ein Konsens erreicht werden, insbesondere dann, wenn dieser Konsens mit dem Standpunkt des Anführers übereinstimmt
- 44Stanley Milgram(1965, 1974)
Student Salomon Aschs
Blinde Gehorsam weniger ein Resultat dispositionaler Charakteristika als ein Ergebnis der situativen Kräfte - 45Gründe für Gehorsam gegenüber AutoritätNormeineinfluss
Informationseinfluss - 46Gehorsam gegenüber Autorität als..tief verwurzelte Gewohnheit,
die von Kindern in vielen unterschiedlichen Umgebungen gelernt wird - 47AggressionVerhalten von Menschen, das anderen einen psychologischen oder physischen Schaden verursacht
- 48Impulsive AggressionReaktion auf Situationen
emotionsgeleitet - 49Instrumentelle Aggressionzielgerichtet/wissensbasiert
als Mittel zu einer Zielerreichung - 50Frustrations-Aggressions-HypotheseDollard, 1939
Frustration entsteht in Situationen, in welchen Menschen in ihrer Zielerreichung behindert oder von ihr abgehalten werden
Anwachsen der Frustration führt dann mit einer größeren Wahrscheinlichkeit zum AUftreten von Aggression - 51direkte Provokationkann Aggressionverursachen
- 52Aggressionsmodellerklärt Beziehung zwischen dem Konsum gewalttätiger Medien (Fernsehen, Filme) und aggressivem Verhalten
Menschen legen allgemeinen Vorrat an aggressionsbezogenen Wissensstrukturen durch ihre Erfahrungen mit medial vermittelter Gewalt an - Lernvorgang - 53Daniel Batson1994
vier Kräfte, die Menschen dazu anhalten, zum Wohl der Gesellschaft zu handeln:
Altruismus, Egoismus,
Kollektivismus, Prinzipien - 54AltruismusHandeln aufgrund eines Motivs, anderen etwas Gutes zu tun
- 55EgoismusProsoziales Verhalten wird ausschließlich im eigenen Interesse gezeigt; Hilfe wird geleistet, um im Gegenzug eine ähnliche Gefälligkeit (beispielsweise einer Bitte nachzukommen) oder eine Belohnung (Geld/Lob) zu erhalten
- 56KollektivismusProsoziales Verhalten wird gezeigt, um einer bestimmten Gruppe Gutes zu tun; Menschen leisten Hilfe, um die Bedingungen in ihrer Familie, Verbindungen unter Studierenden, politischen Parteien zu verbessern
- 57PrinzipienProsoziales Verhalten wird gezeigt, um moralischen Prinzipien zu entsprechen; eine Person verhält sich prosozial aufgrund einer religiösen oder ethischen Richtlinie
- 58service learning"eine pädagogisch eingebundene Aufgabe, bei der Studierende die akademischen Lernziele durch ein ehrenamtliches Engagement erreichen"
- 59reziproker AltruismusMenschen verhalten sich altruistisch, weil sie auf gewisse Art und Weise erwarten, im Gegenzug altruistisches Verhalten von anderen zu erhalten
- 60indirekte ReziprozitätMenschen handeln altruistisch, weil sie glauben, dass sie in der Zukunft selbst Nutznießer altruistischer Akte werden
- 61Empathie-Altruismus-HypotheseWenn man einer anderen Person empathisch gegenübersteht, wecken diese Gefühle altruistische Motive, Hilfe zu lesiten
- 62Bibb Latané John Darley1970
Eingreifen Umstehender abhängig von den genauen Eigenschaften einer Situation - 63bystandersEingreifen Umstehender
Bereitschaft, Fremden in Not zu Helfen - 64VerantwortungsdiffusionWenn mehr als eine Person in einer Notfallsituation helfen könnte, dann gehen Menschen oft davon aus, dass jemand anderes helfen wird oder helfen sollte - daher halten sie sich zurück und lassen sich nicht verwickeln
- 65Informationen, die zu Einstellungen führenKognitiv. Welche Gedanken kommen Ihnen in den Sinn?
Affektiv. Welche Gefühle werden ausgelöst?
Behavioral. Wie verhalten sie sich? - 66Einstellungnegativ/positive Bewertung von Menschen, Objekten, Vorstellungen.
nicht offen sichtbar, unbewusst - 67VerfügbarkeitMerkmal von Einstellungen, das Verhalten vorhersagt
Stärke der Assoziation zwischen einem Einstellungsobjekt und der Bewertung dieses Objektes durch eine Person - 68unmittelbare ErfahrungEinstellung leichter verfügbar
- 69BeeinflussungPersuasion
bewusste Anstrengung
Einstellung zu ändern - 70Elaboration-Likelihood-ModellUnterscheidung zwischen zentraler&peripherer Route
- 71zentrale RouteUmstände, unter denen Menschen sorgfältig über persuasive Kommunikation nachdenken, sodass eine Einstellungsänderung von der Stärke der Argumente abhängt
sorgfältige Nachdenken=high elaboration - 72periphere RouteUmstände, unter denen Menschen sich nicht kritisch mit der Botschaft auseinandersetzen, sondern auf oberflächliche Hinweisreize in der Situation reagieren
Verzicht auf Kritisches Nachdenken=
low elaboration - 73Kognitive DissonanztheorieKonfliktzustand, den eine Person erlebt, nachdem sie eine Entscheidung getroffen hat, eine Handlung vorgenommen hat oder in Kontakt mit Informationen gekommen ist, die im Widerspruch zu ihren Überzeugungen, Gefühlen und Werten stehen. Leon Festinger, 1957
- 74Leon Festinger1957
Kognitive Dissonanztheorie - 75Dissonanzbesitzt motivierende Kraft
Motivation zur Reduktion der Dissonanz steigt mit der Stärke der Dissonanz, die durch die kognitive Inkonsistenz geschaffen wird. - 76Daryl Bem1972
Selbstwahrnehmungstheorie - 77SelbstwahrnehungstheorieUmstände, unter denen Verhaltensweise Einstellungen beeinflussen
innere Zustände/innerer Sollzustand erschließt sich durch aktuellen Handeln und vergangener Handlungen - 78ComplianceFolgsamkeit
Verhaltensänderung, die zu ihrem Ansinnen passt - 79ReziprozitätsnormWenn etwas für Sie tut,
tun sie auch etwas für diese Person - 80Mit-der-Tür-ins-Haus-fall-TechnikWenn Menschen zu einer
großen Bitte "Nein" sagen, bejahen sie oft eine kleinere Bitte - 81Fuß-in-der-Tür-TechnikMenschen wollen in ihrem Verhalten konsistent scheinen
Wenn Menschen Sie zu einer kleinen Konzession bewegen, werden sie es wahrscheinlich auch schaffen, Ihnen etwas Größeres schmackhaft zu machen - 82Fuß-in den-MundMenschen dazu bringen, eine einfache erste Frage zu beantworten - erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Anschluss einer Bitte entsprechen werden
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Information
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- Psychologie Flashcards on 16 Soziale Kognition und Beziehungen, created by clarissa-anne on 23/08/2015.
- Created by
- clarissa-anne · Aug 2015
- Updated
- Feb 19, 2016
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