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Flashcards

Entwicklungspsychopathologie

evasophie Klinische Psychologie German 38 cards

Cards in this deck (38)

  1. 1Entwicklungspsychopathologie- Fragestellung: Warum kommt es zu einer Abweichenden Entwicklung? Wie kommt es zu unterschiedlichen Entwicklungsverläufen trotz gleicher Ausgangsbedingungen?
    —> menschliche Entwicklung unter dem Blickwinkel gelungener & misslungener Anpassung
    - Entstehung, Ursachen & Verlauf des abweichenden Verhaltens über gesamte Lebensspanne
    - Interdisziplinarität: biologische, psychische & soziale Ursachen von Verhalten werden
    berücksichtigt
    - Vergleich pathologischer und unauffälliger (normativer) Entwicklungsverläufe
    - nur wenn man weiß, was „normal“ ist, kann man Abweichungen definieren
    - auch Rückschlüsse von Abweichungen auf Wichtigkeit normaler Entwicklungsschritte
    - Berücksichtigung von Risiko- und Schutzfaktoren ( & Vulnerabilität & Resilienz)- Berücksichtigung von Kontinuität und Diskontinuität im Verhalten
    - Welche Faktoren erhalten eine Störung aufrecht und führen zu kontinuierlichen Fehlanpassungen?
    - Betonung des Prozesscharakters des pathologischen Geschehens - Fehlanpassung als Ergebnis einer Entwicklung
  2. 2Störungsbild der Entwicklungspsychopathologie- Störungsbild: kein kausales Störungsmodell, mit dem Ziel, die Störung zu beheben und zum Ausgangszustand zurück zu kehren —> sondern: wie kann die Entwicklung des Kindes unter günstiger Beeinflussung der Störfaktoren optimal weiter gefördert werden?
    - unter Entwicklungsaspekt gibt es keine Rückkehr zum Ausgangszustand, sondern nur eine Weiterentwicklung im Zusammenhang mit oder nach einer Störung
    - Klärung von Vorboten einer zukünftigen Entwicklung: Produktion & Prognose - möglichst früh erkennen & mit Gegenmaßnahmen beginnen
  3. 3KontinuitätDer Zusammenhang interindividueller Unterschiede in der Ausprägung von Merkmalen mit vorherigen interindividuellen Unterschieden in diesen (oder analogen) Merkmalen.
    Kontinuität kann bei direkt beobachtbaren Merkmalen (homotypische Kontinuität) und bei indirekt erschlossenen Merkmalen (heterotypische Kontinuität) auftreten.
    Kontinuität ≠ absolute Stabilität & ≠ immer dasselbe Verhalten
  4. 4Entwicklungsaufgaben- = lebensaltertypische Herausforderungen, die an ein Individuum gestellt werden (Bsp.: Aufbau einer Bindung im frühen Kindesalter)
    - biologisch determinierte (Laufen lernen) und soziokulturelle (Übernahme Geschlechterrolle)
    Entwicklungsaufgaben
    - bei der Bewältigung sind Anpassungsleistungen und Ressourcen gefragt
    - erfolgreiche Bewältigung führt zu Fertigkeiten und Kompetenzen, die zukünftige
    Entwicklungsaufgaben (Anforderungen) erleichtern
    —> Ressourcen verändern sich und passen sich steigenden Anforderungen an
    - erfolgreiche Bewältigung = Grundlage für angepassten Entwicklungsverlauf & psy. Wohlbefinden
    - nicht-erfolgreiche Bewältigung —> Komplikationen für weitere Entwicklungsschritte &
    möglicherweise Fehlanpassung
  5. 5Risikofaktoren der Entwicklung- = Erhöhung der Wahrscheinlichkeit einer Entwicklungsabweichung & Begünstigung einer psychischen Störung als Folge
    • eines spezifischen Merkmals (Frühgeburt, Depression der Mutter)
    • besonderer Erfahrungen (körperliche Handicaps, soziale Derivation, Drogenkonsum) • einschneidende Ereignisse (Tod Bezugsperson, schwere Krankheit)
    - Entwicklungsphase eines Kindes ist wichtig für Einschätzung
    - für die Entstehung einer psy. Störung sind nicht die Art, sondern die Anzahl, die Dauer und die psychosozialen Beeinträchtigungen der Risikofaktoren entscheidend
    - Risikokonstellationen interagieren mit der Vulnerabilität & Resilienz eines Kindes
    - Erforschung der Risikofaktoren:
    - Auffinden von Bedingungen, die ein Risiko für eine Störung erhöhen
    - Betrachtung zugrunde liegender Prozesse und Mechanismen
  6. 6interne Risikofaktoren- interne Risikofaktoren: -Vulnerabilitätsfaktoren —> personenbezogen
    —> biologische & psychologische Merkmale eines Kindes
    - Bsp. in Schwangerschaft, Geburt & Säuglingszeit: Fehl- und Missbildungen,
    Chromosomenanomalien, Geburtskomplikationen, Frühgeburt, Stoffwechselerkrankungen
    - chronische Krankheiten, kognitive Defizite, ADHS, Defizite der sozialen & emotionalen
    Kompetenz, Teilleistungsstörungen
  7. 7externe Risikofaktoren- externe Risikofaktoren: Stressoren
    —> umgebungsbezogen; Risikofaktoren aus dem sozialen Umfeld
    - Bsp.: Armut, aversives Wohnumfeld, Kriminalität, Eheprobleme & psy. Störungen der Eltern - besondere Rolle der Summton der Einzelfaktoren (multiple Belastung)
    - biologische Risiken verlieren mit fortschreitenden Alter zu Gunsten psychosozialer Risikofaktoren an Bedeutung
  8. 8Ressourcen- = Faktoren, welche die Gesundheit schützen und fördern (Vorhandensein & Ausprägung) - zu den Ressourcen eines Kindes gehören Kompensations- und Schutzfaktoren
    = aktuell verfügbare Potenziale, die die Entwicklung unterstützen
  9. 9Schutzfaktoren- bestehen schon vor dem Auftreten von Störungen werden durch das Auftreten von Risikofaktoren aktiv, indem sie deren Wirkung abmildern oder aufheben
    - wirken nicht universell, sondern Schutz vor einer spezifischen Fehlentwicklung o. Abweichung
    - personenbezogene (angeborene Merkmale) u. umgebungsbezogene (erworbene Resilienzen)
  10. 10Kindbezogene Schutzfaktoren- kognitive Fertigkeiten, u.a. Problemlösefertigkeiten und Konzentrationsfähigkeit
    - unproblematisches Temperament in der frühen Kindheit
    - positive Selbstwahrnehmung, Selbstwirksamkeit
    - Vertrauen und eine Vorstellung vom Sinn des Lebens; positive Lebenseinstellung - effektive Selbstkontrolle über emotionale Erregung und eigene Impulse
    - besondere Begabungen, die persönlich und von der Umwelt geschätzt werden
    - Sinn für Humor
    - allgemeine Beliebtheit
  11. 11umgebungsbezogene Schutzfaktoren- Stabile Beziehung zu anderen Erwachsenen und zu Gleichaltrigen
    - gute Schulen & Qualität der Nachbarschaft
  12. 12familienbezogene Schutzfaktoren- enge Beziehung zu den Eltern oder betreuenden Personen
    - autoritativer Erziehungsstil (viel emotionale Wärme, elterliche Aufsicht/Strukturierung und
    klare Erwartungen)
    - positives Familienklima mit wenig Uneinigkeit zwischen den Eltern
    - gut organisierte häusliche Umgebung
    - hohes Bildungsniveau der Eltern
    - protektive Persönlichkeitseigenschaften der Eltern
    - elterliches Engagement hinsichtlich Ausbildung der Kinder
  13. 13Schutzfaktoren bezogen auf das Geschlecht- Jungen im Kindesalter häufiger Störungen; umgekehrtes Verhältnis in der Jugend —> unterschiedliche Schutzfaktoren für m/w in unterschiedlichen Entwicklungsstufen
    - Unterscheidung in der Widerstandsfähigkeit gegenüber spezifischen Faktoren - biologische Mechanismen daran beteiligt
    - weibliches Geschlecht: individuelle Schutzfaktoren bedeutend
    - protektiv im Hinblick auf externalisierende Störungen (ADHS, aggressiv-dissozial)
    - männliches Geschlecht: familiäre und soziale Ressourcen
    - protektiv im Hinblick auf internalisierende Störungen (Essstörungen, Depression)
  14. 14Kompensationsfaktoren- = Faktoren, die zur Bewältigung entstandener psychischer Störungen eingesetzt werden
    - Ziel: Fehlentwicklungen ausgleichen
    - erst nach Störungsbeginn wirksam
    - = aktuell verfügbare Mittel, die angeboren sind oder im Rahmen psychosozialer Prozesse
    Klinische Zusammenfassung Sommersemester 2015 Entwicklungspsychopathologie
    erworben worden sind Resilienzfaktoren
  15. 15Wichtige SchutzbedingungenResilienzfaktoren:
    - positives Sozialverhalten
    - positives Selbstwertgefühl
    - Selbstwirksamkeitsüberzeugung - aktives Bewältigungsverhalten
    Schutzfaktoren im Umfeld:
    - soziale Unterstützung
    - positive Freundschaftsbeziehungen
    - positive Gleichaltrigenbeziehungen
    - positive Schulerfahrungen
  16. 16Anforderungen & Belastungen > Ressourcenunterschiedliche Folgen je nach Ausmaß und Dauer
    - kleines, kurzfristiges Ungleichgewicht —> Ausgleich durch erhöhte Anstrengung
    - positiv für weitere Entwicklung durch Entwicklung von Resilienzen
    - große Diskrepanz (Über- oder Unterforderungen) —> langfristige Fehlentwicklungen
  17. 17Vulnerabilität- besondere Empfindlichkeit gegenüber Umweltbedingungen
    - genetische Disposition, chronische Krankheiten, niedrige Intelligenz, Umgebungsfaktoren
  18. 18primäre und sekundäre Vulnerabilität- Primäre Vulnerabilität: angeboren
    - Sekundäre Vulnerabilität: in Interaktion mit Umwelt erworben (negatives Bindungsverhalten)
    - können bewirken ob und in welchen Ausmaß Risikofaktoren die Entwicklung beeinflussen
    - Vulnerabilitätsfaktoren wirken indirekt (durch Interaktion mit auftretenden Risikomechanismen)
  19. 19Resilienz- = Widerstandsfähigkeit einer Person gegenüber belastenden Umständen
    - = Fähigkeit eines Kindes, relativ unbeschadet mit widrigen Umständen umzugehen und
    Bewältigungskompetenzen entwickeln zu können
    - werden durch Interaktion mit der Umwelt von der Person aktiv erworben
    - situationsspezifisches und Kontextabhängiges Konzept —> variable große
    - kein Kind ist resilient, keine universelle Resilienz
    - ein Kind zeigt je nach Entwicklungsphase, Kontext und Situation mehr oder weniger
    resilientes Verhalten
    - Gegenstück zur Vulnerabilität: Resilienz macht gegenüber Risikofaktoren unempfindlich oder
    schränkt ihre ungünstige Wirkung ein
  20. 20Drei Grundbausteine der Resilienz1.sichere Basis (Zugehörigkeit, Sicherheit, Explorieren der Umwelt)
    2. gutes Selbstbild (Selbstwert, etwas können)
    3. Gefühl der Selbstwirksamkeit (pos. Einfluss nehmen können, Stärken & Schwächen kennen)
  21. 21Resilienz & Vulnerabilität - stabil oder variabel?Resilienz & Vulnerabilität
    ≠ absolute, stabil überdauernde Merkmale
    = entwickeln sich in Abhängigkeit von aktuellen Anforderungen und Ressourcen, unterliegen dabei einer gewissen Variabilität
  22. 22Allgemein: Ressourcen + BelastungenRessourcen:
    Schutzfaktoren, Kompensationsfaktoren, Resilienz
    Belastungen:
    Vulnerabilität, Risikofaktoren (Stressoren)
  23. 23Isle-of-Wight Study- Sechs psychosoziale Faktoren, die mit Störungen im Alter von 10 Jahren verbunden sind:
    • schwere Eheprobleme
    • geringer sozialer Status
    • beengte Wohverhältnisse oder große Anzahl von Familienmitgliedern
    • Kriminalität der Eltern
    • psychische Störung der Mutter
    • häufiger Kontakt zu Gesundheits- und Sozialämtern
    0-1 Faktor: Wahrscheinlichkeit einer psychischen Störung = 2%
    2-3 Faktoren: Wahrscheinlichkeit einer psychischen Störung = 6%
    4 Faktoren: Wahrscheinlichkeit einer psychischen Störung = 20%
  24. 24Interaktionistische Entwicklungstheorie- Entwicklung eines Kindes ≠ Anlageprogramm
    = durch die selbstmotivierte Aktivität eines Individuums bestimmt, das mit einer ebenso aktiven und fordernden Umwelt in Beziehung steht
    - hohe Übereinstimmung von Temperamentsmerkmalen des Kindes & Persönlichkeitszüge E.
    - Big Five kann bereits im Jugendalter Verhaltensdifferenzen und individuelle Erlebnisse in den
    Persönlichkeitsmerkmalen beschreiben
    - Persönlichkeitseigenschaften = komplexe Kombination aus angepassten und unangepassten
    Verhaltensmerkmalen
  25. 25Temperament (Interaktionistische Entwicklungstheorie)Temperametsmerkmale
    - ontogenetisch verankert
    - = durch erbliche wie durch psychosoziale Einflüsse modifizierter interindividuelle
    Unterschiede (beeinflussen Spontanaktivität und Responsivität von Kindern auf Umwelt)
    
  26. 26Emotionssystem (Interaktionistische Entwicklungstheorie)- Emotion/Affekt: Audrucks- und Erlebniskomponente affektiver Zuständigkeit
    - betont Untrennbarkeit von kognitiven und affektiven Komponenten (Mensch denkt und fühlt zugleich)
    - werden immer mehr ausgestaltet (Ausdifferenzierung expressiver Komponenten & kognitiver
    Bewertungs- und Deutungsphänomene)
    - Emotionssystem dient innerer Organisation und äußerer Beziehungsgestaltung
    - primäres Motivationssystem
    - Prioritätensetzung in Wahrnehmung, Denken und Handeln durch Affekte (Reduktion der Komplexität der Umweltinformationen)
    - Regulation sozialer Interaktionen (Affektaustausch Eltern & Kind —> Möglichkeit sozialer
    Informationsübertragung, nonverbalen & präverbale Kommunikation)
    - Einfluss auf Gedächtnisbildung (wenn man Betroffenheit fühlt, erinnert man sich eher)
    - affektive Grundtönung bleibt über die Lebenspanne relativ konstant
  27. 27Behaviorales Inhibitionssystem (Interaktionistische Entwicklungstheorie)- Hoch ansprechbar auf Bestrafung und unbekannte Reize → Anpassung, Erregung, Alarmbereitschaft, sozialer Rückzug
    - neurobiologische Basis: Amygdala, limbisches System & assoziierten Netzwerke
    - Zentrale Überträgersubstanz: Serotonin
    - Klinische Phänomene: Angststörung, Depression, soziale Phobie
  28. 28Behaviorales Aktivierungssystem (Interaktionistische Entwicklungstheorie)- -
    -
    Belohnungsgesteuertes Neugierverhalten (fördert exploratives und zielgerichtetes Verhalten) neurobiologische Basis: Bahnen mit dem Neurotransmitter Dopamin, die vom Mittelhirn ins limbische System und auch zum präfrontalen Cortex laufen
    Klinische Phänomene: Impulsivität, Aggression, ADHS
    —> behaviorale Inhibition und Aktivierung werden in einem dynamischen Gleichgewicht gesehen
    - die Dimensionen des „Big Five Modells“ lassen sich zur behavioralen Kontrolle in
    Beziehung setzten
  29. 29Dimensionen des Big Five• Neurotizismus vs. emotionale Stabilität • Extraversion vs. Introversion
    • Gewissenhaftigkeit
    • Verträglichkeit
    • Offenheit vs. Verschlossenheit
  30. 30Umweltbezogene Einflussfaktoren der kindlichen Entwicklung- Frühe Eltern-Kind-Interaktion
    - Bindungskonzept
    - Entwicklungszyklen
  31. 31Frühe Eltern-Kind-Interaktion- besonders wichtig für spätere Entwicklung
    - die Gefühlsreagibilität eines Kindes kann durch Bezugspersonen moduliert werden
    - affect attunement: sehr differenzierte Antwort den Mutter auf bestimmte Gefühlsäußerungen des
    Kindes —> so nonverbal affektive Äußerung des Kindes variieren, stimulieren oder gestalten
    - unsensible Reaktionen wirken sich negativ auf die Affektregulation aus
    - Handlungsabsichten des Kindes nicht aufgreifen oder unterbrechen ...
  32. 32Bindungskonzept (Bindungstypen, goodness of fit)- Bindung = besondere Art einer affektiv tragenden Beziehung zwischen Kind und einer
    bevorzugten Person, die als beschützend oder haltgebend empfunden wird - Bindungstypen:
    A. unsicher-vermeidende Bindung
    B. sichere Bindung
    C. ambivalent unsichere Bindung
    D. desorganisierte Bindung
    Konzept der Passung (goodness of fit)
    - Kinder beeinflussen durch ihre Temperamentseigenschaften ihre soziale Umwelt und modifizieren damit deren Einflüsse
    - Mangel an pos. elterlicher Zuwendung —> externalisierenden Verhaltensweisen beim Kind
    - Mangel Passung des Kindes mit Bezugspersonen —> reduzierter affektiver Austausch &
    misslingender emotionaler Dialog
    - die Temperamente der Eltern und Kinder müssen nicht übereinstimmten (oft ist
    Gegensätzlichkeit eher sinnvoll, da Ausgleich geschaffen werden kann)
    - Mangel an Passung zw. Individuum und Umwelt ist für die Temperamentsentwicklung
    bedeutender als isolierte interne oder externe Einflussfaktoren
  33. 33Entwicklungszyklen- Zyklen wechselseitiger negativer Beeinflussung von Kind & psychosozialer Umwelt können zu eskalierenden Entwicklungszyklen führen —> fatale Folgen im zeitlichen Verlauf
    - Störung der Affektregualtion (Irritabilität, Impulsivität, dysfunktionale Verhaltensweisen)
    - Beeinträchtigung Interaktion mit Bezugspersonen
    - Beeinträchtigung Gedächtnis und andere kognitive Funktionen
    - Reduktion Empathievermögen und Perspektivübernahme
    - Kind in dysfunktionalen Interaktionszyklus —> weniger gut weitere Konflikte und Traumata
    verarbeiten—> noch stärkere Beeinträchtigung der Affekt- und Selbstregulation —> noch stärkere Belastung der sozialen Interaktion
  34. 34Emotions- und Selbstregulation (Folien)- Einsatz spezifischer Strategien, die positive und negative Emotionen sowie die einhergehenden Verhaltensweisen, sozialen Interaktionen und physiologischen Zustände regulieren.
    - Regulation emotionaler Zustände: willentlich oder automatisch & external oder internal
    - Findet in Form von Initiierung, Hemmung, Beibehaltung oder Modulation von Emotionen sowie
    deren Begleiterscheinungen statt .
    - Kann auf jeden emotionalen Zustand bezogen auftreten & ist stets auf ein Ziel hin ausgerichtet.
    - Bezieht sich auf die Intensität, die Form, den Ausdruck oder die Dauer einer Emotion.
  35. 35Wie kommt man zu einem Entwicklungsmodell? (Folien)1. Man kombiniert auf der Basis von Längsschnittstudien Befunde zu Risiko- und Schutzfaktoren.
    2. Man „kristallisiert“ Entwicklungspfade heraus, die gehäuft bestätigt werden.
    3. Man sucht nach differenziellen Verlaufsmerkmalen.
    4. Man bestimmt Vorläuferstörungen und frühe Interventionszeitpunkte.
  36. 36ÄquifinalitätDasselbe Entwicklungsergebnis kann durch unterschiedliche Entwicklungspfade erreicht werden.
  37. 37MultifinalitätDieseleben Vorraussetzungen können über ganz unterschiedliche Entwicklungsverläufe zu ganz unterschiedlichen Entwicklungsausgängen führen.
  38. 38Genetik & Epigenetik Sind wir unseren Genen hilflos ausgeliefert?Psychosoziale Faktoren beeinflussen auch unsere Gene, die Einflüsse müssen nur einschneidend genug sein: emotionale Vernachlässigung, jedes massive Psychotrauma, körperliche Krankheiten aber auch Veränderungen in unserem Hormonhaushalt.
    Im Rahmen der komplexen Wechselwirkung zwischen Genen und Umwelteinflüssen besitzen psychosoziale Faktoren einen genregulatorischen Effekt, das heißt Gene können dadurch an- und ausgeschaltet werden. Diese Interaktion und die Folge dieses epigenetischen Prozesses äußern sich u. a. in einer erhöhten Stressauffälligkeit.
    --> Verantwortlichkeit für eigenes (zum überwiegenden Teil steuerbares) Verhalten , das Gene an und aus schalten kann

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Klinische Psychologie (2. Entwicklungspsychopathologie) Flashcards on Entwicklungspsychopathologie, created by evasophie on 30/07/2015.
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evasophie
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