Flashcards
10 Entwicklung
Cards in this deck (121)
- 1Phasen der Entwicklung über die LebensspannePränatal - Empfängnis bis Geburt
Säuglingsalter - Geburt bis 12M
Frühe Kindheit - 12M bis 3J
Mittlere Kindheit- 3J bis 6J
Späte Kindheit - 6J bis 11J
Adoleszenz - 11J bis 20J
Frühes Erwachsenenalter - 20J bis 40J
Mittleres Erwachsenenalter - 40J bis 65J
Hohes Erwachsenenalter - ab 65J - 2Entwicklungspsychologiebefasst sich mit körperlichen&geistigen Veränderungen, die sich von der Empfängnis bis zum Tod ereignen,
Wie und Warum verändern/entwickeln sich geistige Fähigkeiten, soziale Beziehungen, lebenswichtige Aspekte der menschlichen Natur im Laufe des gesamten Lebens - 3QuerschnittuntersuchungForschungsmethode, bei der Gruppen von Personen unterschiedlichen Lebensalters zu einem Zeitpunkt beobachtet und verglichen werden
- 4LängsschnittuntersuchungForschungsdesign, bei dem dieselben Probanden mehrmals beobachtet werden, manchmal über viele Jahre hinweg
- 5Spermium + EizelleZygote (mit 42 Chromosomen)
- 6Merkmale der EntwicklungsphaseZugewinne und Verluste
erfordert aktive Auseinandersetzung einer Person mit ihrer Umwelt - 7Erfassung von EntwicklungsveränderungBestimmung der Eigenschaften einer durchschnittlichen Person
- 8Normative Untersuchungenbeschreiben Charakteristiken bestimmten Alters/Entwicklungsstufe,
systematische Untersuchung von Individuen - Eckdaten über Entwicklung,
Daten liefern Normen/Standardmuster der Entwicklung/Leistungsfähigkeit - 9germinales Stadiumpränatale Entwicklung
bis 2. Woche
rasante Zellteilung, nach etwa einer Woche bindet sich die Ansammlung mikroskopischer Zellen an die Gebärmutter - 10embryonisches Stadiumpränatale Entwicklung
bis 8. Woche
rasante Zellteilung hält an, Organe gehen aus spezialisierten Zellen hervor - Herzschlag, Reaktionen auf Stimulation ab 6. Woche - Embryo unter 2,5cm gros, Spontane Bewegungen ab 7./8. Woche - 11fetale Stadiumpränatale Entwicklung
bis Geburt
Bewegungen für Mutter ab 16. Woche spürbar - Fetus etwa 18cm groß, bis Geburt: Bildung von über 100 Milliarden Neurone - Baby etwa 50 cm groß, Zellvermehrung und Wanderung von Neuronen an korrekten Platz; nach der Geburt: hauptsächliche Entwicklung der Axone/Dendriten - 12TeratogeneUmweltfaktoren, die zu strukturellen Anomalitäten führen
Infektionen, Strahlung, Drogen - 13Wahrscheinlichkeit negativer Auswirkung von Teratogeneerste 6 Wochen bei nahezu 100%
im 4. Monat 50%
im 5. Monat 6% - 14Röteln (bei Schwangeren)geistige Behinderung, Sehschäden, Taubheit, Herzschäden
- 15Alkohol (bei Schwangeren)Hirnschädigungen, Beeinträchtigungen
fetale Alkoholsyndrom: kleine Köpfe/Körper, Gesichtsanomalitäten, Störungen des ZNS - kognitive/verhaltensbezogene Schwierigkeiten - 16Nikotin (bei Schwangeren)erhöhtes Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten, niedriges Gewicht -
auch bei passivem Rauchen! - 17Kokain (bei Schwangeren)gelangt durch Plazentaschranke,
schränkt Versorgung des Fetus mit Blut und Sauerstoff ein - bei schwerem Sauerstoffmangel können Blutgefäße im Gehirn platzen; pränatale Schlaganfälle - lebenslange geistige Behinderungen (geschädigte Gehirnbereiche: Kontrolle der Aufmerksamkeit) - 18Kokain (bei Erwachsenen)Verengung der Blutgefäße
- 19Robert Frantz(1963)
beobachtete Präferenzen von Babys
ab 3 Tagen von toplastigen Anordnungen
ab 4. Monat zu komplexen Objekten und das Erkennen von Gesichtern - 20Eleanor Gibson Richard Walk(1960)
Kinder erlernen schnell perzeptuelle Fähigkeiten, visuelle Klippe: Angst vor Tiefen bei bereits Krabbelnden -
Respekt vor der Höhe entwickelt sich durch Erfahrung - 21angeborene, überlebenswichtige ReflexeSuchreflex
Saugreflex - 22Sinneswahrnehmung bei Säuglingenkönnen schon vor der Geburt hören und bevorzugen die Stimme der Mutter (erkennen leicht ihr Gesicht),
letzte 2 Monate im Mutterleib: erste visuelle Erfahrung, wenige Minuten nach der Geburt sind die Augen aufmerksam (wenden sich zu Geräuschen),
können eigene Bewegung wahrnehmen - 23Sehschärfe Neugeborenes zu Erwachsenenbei Erwachsenen 40mal größer,
rapide Verbesserung in ersten 6 Monate, danach auch bessere 3D Wahrnehmung - 24Hinweisreize (mit 4 Monaten)Hinweise wie relative Bewegung und Interposition schließen von dreidimensionalen Strukturen auf zweidimensionale Abbildungen von Objekten
- 25Wachstum (Verhältnis Kopf/Körpergewicht)Kopf des Babys ~ 60% des Erwachsenenalter/Vierter der Körpergröße,
6 Monate: Körpergewicht verdoppelt
1 Jahr: Körpergewicht verdreifacht
2 Jahre: Rumpf halb so groß wie im Erwachsenenalter - 26sensitive Periodeoptimale Altersspanne für bestimmte Umwelterfahrungen
- 27kritische PeriodeAltersabschnitt, in dem bestimmte Umweltbedingungen unabdingbar sind
- 28cephalekaudale PrinzipEntwicklung vollzieht sich vom Kopf aus in Richtung Füße
- 29proximodistale Prinzipnahe an der Körpermitte gelegene Körperteile entwickeln sich eher als Extremitäten - von grob- zu feinmotorischen Fähigkeiten
- 30TiefenwahrnehmungAngewiesen auf Hinweisreize
- 31limbisches Systememotionale Prozesse
- 32Frontallappenvorausplanendes Denken/Kontrolle von Emotionen, hemmt/kontrolliert Unabhängigkeitsdrang
- 33limbisches System+Frontallappenlimbisches System reift vor Frontallappen - erklärt riskantes Verhalten Heranwachsender
Verbindung: kognitive Kontrolle emotionaler Impulse - 34Reifungssequenzen gesteuert durch....Interaktionen zwischen ererbten und biologischen Einflüssen und Begrenzungen der Umgebung
- 35ReifungWachstumsprozesse, die typisch für alle Mitglieder einer Spezies/Lebensraums sind
- 36pubertärer Wachstumsschub Pubertät (Mädchen) (Jungen)~ 10 Jahre, 5-8cm pro Jahr
~ 12 Jahre, 5-8cm pro Jahr
Menarche 12,13 Jahre (11-15)
fruchtbare Spermien 12-14 Jahre - 37Körperliche Entwicklung in der Adoleszenz (Abfolge)Hände/Füße, Beine/Arme; Rumpf
- 38Neuronales Wachstum Körperliches Wachstum Genitales Wachstumerfolgt während der ersten Lebensjahre sehr schnell, wesentlich schneller als das Wachstum des Körpers;
keine Reifung der Genitalien vor der Adoleszenz - 39Reifungsfahrplan für die Fortbewegung2 M - Kopfheben um 45 Grad
2,8 M - Rollen vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt
4 M - Sitzen mit Stütze
5,5 M - Sitzen ohne Stütze
5,8 M - Stehen mit Festhalten
7,6 M - Sich hochziehen um zu stehen
9,2 M - Gehen mit Festhalten
10 M - Krabbeln und Kriechen
11,5 M - Stehen alleine
12,1 Monate - Gehen ohne Hilfe - 40Körperliche Entwicklung Sehenab 40/50: Linsen weniger flexibel (Muskeln weniger effektiv) - Schwierigkeiten im Nahbereich zu sehen, Dunkeladaption: Nachtsehen wird schwieriger (starre Linse), Trübung der Linse - schlechtere Farbwahrnehmung (violett/blau/grün - niedrige Wellenlänge)
- 41Visuelle Beeinträchtigung in amerikanischer Stichprobe(2005)
von 1.219 Erwachsenen berichteten
17% im Alter von 45
26% im Alter von ab 75 - 42Körperliche Entwicklung Erscheinungsbildgraduelle Veränderungen
Faltenbildung der Haut,
Haar wird dünn und grau,
Körpergröße geht 3-5cm zurück - 43Pubertätlat. Pubertas
"mit Haaren bedeckt" - 44Körperliche Entwicklung HörenVerlust an Hörfähigkeit ab 60, durchschnittlicher älterer Erwachsene: Schwierigkeiten bei hochfrequenten Schallen/gesprochener Sprache,
graduelles Auftreten - 45Tonhöhe EntwicklungTonhöhe steigt, da die Stimmbänder weniger elastisch werden
- 46körperliche Entwicklung FortpflanzungFrauen: Menopause ab 50, Menstruation/Ovulation enden
Männer: ab 40: Anzahl zeugungsunfähiger Spermien sinkt
ab 60: Menge der Samenflüssigkeit sinkt - 47körperliche Entwicklung SexualitätSex als Teil der gesunden Freuden des Lebens/kann erfolgreiches Älterwerden unterstützen, weil er anregend ist, mit körperlicher Aktivität einhergeht, die Fantasie anregt und eine zentrale Form der sozialen Interaktion darstelt
- 48Jean Piaget (Theorien)Denken (1929)
Schlussfolgern (1954)
Problemlösen (1977)
von Kindern - 49Jean Piaget (Kindheit)10J: veröffentlichte ersten Aufsatz
14J: Tätigkeit als Museumskurator angeboten - 50Jean Piaget (Interesse)Art und Weise, wie sich das Denken der Kinder und ihre mentalen Repräsentationen der physikalischen Realität im Laufe verschiedener Entwicklungsstufen veränderte
- 51Schemageistige Strukturen, mit deren Hilfe Menschen die Welt interpretieren,
Bausteine der entwicklungsbedingten Veränderung, elementare Schemata durch Übung zu komplexeren Handlungsmustern - 52sensumotorische Intelligenzmentale Strukturen/Programme, die sensumotorische Sequenzen wie Saugen, Betrachten, Greifen, Schieben steuern,
ersten Schemata von Säuglingen - 53AssimilationModifikation von Informationen aus der Umwelt um an vorhandenes Wissen anzupassen
- 54AkkommodationVorhandene Schemata werden umstrukturier/modifiziert, sodass neue Informationen umfassender aufgenommen werden
- 55Stadien der kognitiven EntwicklungSensumotorisch (0-2J
Präoperatorisch (2-7J)
Konkret-Operatorisch (7-11J)
Forlam-Operatorisch (11J?) - 56sensumotorisches Stadium(0-2)
erste Monate: angeborene Reflexe, Schemata wie Saugen, Schlucken, Greifen, Schreiten
erstes Jahr: Verbesserung, Kombination, Koordinierung, Integration sensumotorischer Sequenzen - Sequenzen werden vielfältiger, wenn Auswirkungen auf äußere Ereignisse entdeckt werden, Objektpermanenz - 57Objektpermanenz (Definition)sensumotorisches Stadium
Wissen eines Kindes, dass Objekte unabhängig von seinen Handlungen oder seinem Bewusstsein existieren - 58Objektpermanenz (Entwicklung)erste Monate: Augen folgen Objekte (nicht wenn aus dem Blickfeld verschwunden)
3 Monate: weitere Beobachtung des Ortes, an dem Objekt verschwand
8-12 Monate: Suchen nach verschwundenen Objekten
2 Jahre: keine Unsicherheit über Existenz unsichtbarer Objekte - 59Egozentrismuspräoperatorische Stadium
Unfähigkeit, die Perspektive einer anderen Person einzunehmen,
2 Jahre: Selbstgespräch statt Integration - 60Zentrierungpräoperatorische Stadium
Neigung, Aufmerksamkeit lediglich auf einen Aspekt einer Situation zu richten und andere relevante Aspekte zu vernachlässigen - 61präoperatorische Stadium(2-7)
verbesserte Fähigkeit zur mentalen Repräsentation von physikalisch nicht vorhandenen Objekten,
Egozentrismus, Zentrierung - 62konkret-operatorische Stadium(7-11)
mentale Operationen, Ersetzen einer physikalischen Handlung mit einer Geistigen, Prinzip der Erhaltung (Invarianzprinzip) - 63mentale OperationenHandlungen, die im Geist ausgeführt werden und zur Entwicklung des logischen Denkens führen
- 64Invarianzprinzip(konkret-operatorisch)
Prinzip der Erhaltung
Wissen, dass sich die physikalischen Eigenschaften von Objekten nicht ändern wenn nichts hinzugefügt oder weggenommen wird - 65Reversibilität(Invarianzprinzip)
neu erworbene Operation
Verständnis, dass sowohl gegenständliche Handlungen als auch geistige Operationen umgekehrt werden kann - 66formal-operatorische Stadium(11)
Denken wird abstrakt,
eigene Realität nur eine von mehreren vorstellbaren Realitäten, systematische Suche nach Antworten der großen Fragen der Welt, deduktive Logik, von abstrakten Prämissen auf logische Schlussfolgerung - 67Renée BaillargeonKinder (3M) entwickeln Teilaspekte des Konzepts der Objektpermanenz/wichtiges Wissen über die physikalische Welt
- 68Theorie des BewusstseinsTheory of Mind
Theorie des Geistes oder auch native Theorie, Fähigkeit, das Verhalten anderer Menschen basierend auf einem Verständnis ihrer mentalen Zustände (Bewusstseinsvorgänge) zu erklären und vorherzusagen - 69Aufgaben, mit denen die Entwicklung der Theorie des Bewusstseins erfasst wirdUnterschiedliche Wünsche
Unterschiedliche Ansichten
Wissenszugang
Irrtümliche Einschätzung von Inhalten
Versteckte Emotion - 70Unterschiedliche Wünsche (Theorie des Bewusstseins)Das Kind weiß, dass zwei Personen (das Kind selbst vs. jemand anderes) bezogen auf ein Objekt verschiedene Wünsche haben können
- 71Unterschiedliche Ansichten (Theorie des Bewusstseins)Das Kind weiß, dass zwei Personen (das Kind selbst vs. jemand anderes) bezogen auf ein Objekt verschiedene Ansichten haben können, wobei das Kind nicht weiß, welche davon zutreffend oder falsch ist
- 72Wissenszugang (Theorie des Bewusstseins)Das Kind sieht, was sich in einer Box befindet, und beurteilt (ja-nein) das Wissen einer anderen Person, die nicht sieht, was sich in der Box befindet
- 73Irrtümliche Einschätzung von Inhalten (Theorie des Bewusstseins)Das Kind beurteilt die irrtümliche Annahme einer anderen Person, was sich in einem Container befindet, wenn es selbst weiß, was sich in dem Container befindet
- 74Versteckte Emotion (Theorie des Bewusstseins)Das Kind weiß, dass ein anderer Mensch eine andere Emotion zum Ausdruck bringen kann, als er oder sie eigentlich empfindet
- 75kognitive EntwicklungspsychologieEntstehung und Veränderung der Prozesse und Produkte des Denkens
- 76Entwicklung von WahrnehmungsprozessenErfahrungen in der Welt dehnen perzeptuelle und konzeptuelle Fähigkeiten
- 77Erwerb der verschiedenen Aspekte der Theory of MindTop-down-Reihenfolge
(Unterschiedliche Wünsche, Unterschiedliche Ansichten, Wissenszugang, Irrtümliche Einschätzung von Inhalten, Versteckte Emotion)
2-6 Jahre - 78Lew WygotskyRolle sozialer Interaktion in der kognitiven Entwicklung, Internalisierung,
Wegbereiter der sozialen Theorie - 79InternalisierungEntwicklung der Kinder durch einen Prozess der Internalisierung: Sie absorbieren Wissen aus ihrem sozialen Kontext, der einen wichtigen Einfluss auf den Verlauf der kognitiven Entwicklung hat
- 80soziale Theorieunterstützt durch kulturvergleichende Studien zur Entwicklung,
Wegbereiter Lew Wygotsky,
Universalität von Piagets Behauptungen? - 81Intelligenz (Entwicklung) bei Senioren altersbedingt5% der Bevölkerung erleiden größere Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit;
auf wenige Fähigkeiten beschränkt,
fluide Intelligenz nimmt ab (allgemeine Verlangsamung der Verarbeitungsgeschwindigkeit) - 82Weisheitsteht im Bezug mit dem Alter bzw. gesammelten Erfahrungen;
Expertise bei den wesentlichen Verrichtungen des Lebens, beinhaltet einige der Wissensarten, die Weisheit ausmachen - 83Merkmale von WeisheitReichhaltiges Faktenwissen, Allgemeines und spezifisches Wissen über die Umstände des Lebens und seine Variationen.
Reichhaltiges prozedurales Wissen, Allgemeines und spezifisches Wissen über Strategien zur Beurteilung und Ratschläge in Dingen des Lebens.
Kontextualität über die Lebensspanne. Wissen über die Begleitumstände des Lebens und deren zeitliche (entwicklungsbedingte) Beziehungen zueinander.
Unsicherheit. Wissen über die relative Unbestimmtheit und Unvorhersehbarkeit des Lebens und Wege, damit umzugehen. - 84Gedächtnis (Entwicklung)Abrufen von Allgemeinwissen/persönliches Wissen nicht eingeschränkt,
Prozesse, mit deren Hilfe neue Informationen effektiv strukturiert, gespeichert und abgerufen werden, vom Älterwerden beeinflusst - 85Gedächtnis (Verhältnis)Erwachsene über 60 schlechtere Leistungen als junge Erwachsene zwischen 20 und 30
- 86Phonologiedie Untersuchung der Laute, die zu Wörtern verbunden werden
- 87Phonemkleinste Einheit, die zwischen zwei Äußerungen unterscheidet. So unterscheiden b und p beispielsweise zwischen Bein und Pein. Ein Phonem ist somit die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit
- 88Phonetikbefasst sich mit der Untersuchung und Klassifikation der Sprachlaute. Sie richtet sich auf die physikalischen Aspekte der Laute, während die Phonologie die Rolle von Lautklassen im Sprachsystem untersucht
- 89Grammatikbeschäftigt sich mit der Struktur von Wörtern und der Art und Weise wie sich Wörter zu Sätzen kombinieren lassen: Morphologie und Syntax
- 90SyntaxArt und Weise, in der Wörter aneinandergereiht werden, um Sätze zu bilden. Subjekt+Prädikat+Objekt ist eine Standardwortfolge für deutsche Sätze
- 91Morphemkleinste grammatische Einheit, die nicht weiter geteilt werden kann, ohne ihre Bedeutung zu verlieren. Ein Morphem ist somit die kleinste bedeutungstragende Einheit. Das Wort Kinder besteht aus zwei Morphemen: Kind und -er, wobei Letzteres den Plural anzeigt
- 92SemantikBedeutung von Wörtern und deren Veränderung im Laufe der Zeit
- 93PragmatikRegeln für die Beteiligung an Gesprächen; soziale Konventionen für die Kommunikation, die Aneinanderreihung von Sätzen und angemessene Reaktionen auf andere
- 94lexikalische Bedeutung eines Wortesim Wörterbuch angegeben
Bedeutung wird manchmal durch den Kontext vermittelt, in dem ein Wort im Satz steht oder durch die Betonung, mit der es gesprochen wird - 95Anzahl Phoneme in Deutschland40 distinkte Phoneme
- 96Phonem (Spracherwerb)angeborene Fähigkeit zur Wahrnehmung von Lautunterschieden - wird innerhalb von 8 Monaten verloren, die in erworbener Sprache fehlen
- 97Spracherwerbgrundlegende Fähigkeit biologisch angelegt, angeborenes Sprachpotenzial
- 98Prädisposition zum Spracherwerbgleichermaßen stark und flexibel
- 99Anzahl verschiedener Sprachen4.000
- 100Janet Werkeroperantes Konditionieren von Säuglingen: Kopf dreht sich zu Schallquelle bei Veränderung von einem Sprachlaut
Hindi - Englisch
bis 8 Monate - 101Säuglingsorientierte Sprache Kindsorientierte Sprachedrosseln der Sprechgeschwindigkeit, hohe Stimmlage, kürzere Äußerungen, einfachere Struktur;
in vielen, aber nicht allen Kulturen
besondere Sprachform enthält Informationen, mit deren Hilfe sich Kinder besser Phoneme und Wörter der sie umgebenden Sprache aneignen können - 102Spracherwerb (Erkennen von Wiederholungen)4 Monate: Präferenz des eigenen Namen
6-7 Monate: erkennen, dass wiederholte Laute eine Bedeutung haben - 103Wortschatzexplesion18 Monate
Kinder beginnen, neue Wörter (insbesondere Objektbezeichnungen) mit großer Geschwindigkeit zu lernen - 104Wortschatz (Fakten)6 Jahre: 14.000 Wörter
zwischen 18 Monate und 6 Jahren:
9 Wörter pro Tag/1 Wort pro Wachstunde - 105fast mappingFähigkeit, die Bedeutung neuer Wörter recht unmittelbar zu lernen -
manchmal genügt es, wenn sie einem Wort und seinem Bezugspunkt ein einziges Mal begegnen - 106bilingual Aufwachsen (Nachteil)bei früher zweisprachiger Erziehung: unter Umständen lebenlang eingeschränkter Wortschatz in den jeweiligen Sprachen
- 107bilingual Aufwachsen (Vorteil)hohe Wahrscheinlichkeit:
Besseres Abschneiden bei Aufgaben, die exekutive Kontrolle erfodern - 108WortüberdehnungWörter fälschlicherweise auf eine Vielzahl von Objekten anwenden
- 109WortüberspezifizierungBeispiel: "Hund" bezieht sich nur auf eigenen Haushund der Familie
- 110Bestimmung der Bedeutung einzelner WörterKind als Wissenschaftlicher -
Entwickeln von Hypothesen,
Hypothesen von Kontrastprinzip bestimmt - 111KontrastprinzipUnterschiede in der Form -
Unterschiede in der Bedeutung - 112Noam Chomsky(1965/1973, 1975)
Kinder werden mit mentalen Strukturen geboren, die Verständnis und Produktion von Sprache erleichtern - 113Beleg für angeborene biologische Basis der Grammatikschwerhörige Kinder (die keine gesprochene Sprache lernen konnten/keine vollwertige Gebärdensprache beherrschten) entwickelten eigene Zeichensysteme mit regelhafter grammatischer Struktur
- 114constraintsangeborene
Vorannahmen bzw. Lernmechanismen
fließen beim Lernen einer bestimmten Sprache ein - 115Dan Slobindefinierte constraints als Operationsprinzipien, die zusammen die Spracherwerbsfähigkeit eines Kindes ausmachen
- 116Dan Slobin (Theorie)1985
Operationsprinzipien für Kinder Charakter von Handlungsanweisungen - 117Arbeitsprinzip besagt.., dass Kinder den Zusammenhang zwischen der Reihenfolge, in der Wörter vorkommen, und der Bedeutung der Wörter im Auge behalten müssen
- 118TelegrammstilStadium der Zwei-Wort-Sätze
2 Jahre
kurze einfache Sequenzen, vorwiegend Nomen und Verben, keine Funktionswörter (der, von) "Milch alle" - 119Stadium der Zwei-Wort-SätzeTelegrammstil, gewisses Wissen über die Grammatik, durch Operationsprinzipen können Kinder entdecken, dass die Wortreihenfolge im Deutschen wichtig ist:
Handelnder-Handlung-Objekt - 120ExtensionOperationsprinzip
veranlasst Kinder zu dem Versuch, dieselbe Bedeutungseinheit (Morphem) zu verwenden, um ein bestimmtes Konzept zu bezeichen
Teil-Ganzes-Relation/Vergangenheitsform - 121ÜbergeneralisierungGleichbehandlung aller Wörter,
Fehler tritt erst auf, nachdem Kinder die richtigen Formen von Verben und Nomen gelernt und gebraucht haben
Information
- Description
- Psychologie Flashcards on 10 Entwicklung, created by clarissa-anne on 22/08/2015.
- Created by
- clarissa-anne
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