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Aufgaben und Formen des Großhandels

Maverick1234 LF1 - Den Ausbildungsbetrieb als Groß- und Außenhandelsunternehmen präsentieren - German 8 slides

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  1. Inhalt

    • Historie
    • Aufgaben
    • Funktionen
    • Arten
    • Betriebsformen
  2. Historie

    • In der Gesellschaft der "Jäger und Sammler" wurden alle Güter gemeinschaftlich hergestellt und genutzt.
    • Die Menschen begannen immer mehr, sich auf die Herstellung bestimmter Güter zu spezialisieren. Die Arbeitsteilung entstand.
    • Der Tauschhandel begann.
    • Mit der Erkundung anderer Regionen und Kontinente entwickelte sich der Beruf des Händlers.
    • Er brachte Waren in neue Länder und tauschte sie dort wiederum gegen andere Waren ein (Raumüberbrückungsfunktion).
    • Durch die Entstehung des Geldes und der Ausweitung der Verkehrswege konnte der Händler sein Gewerbe weiter ausbauen (Markterschließungsfunktion).
    • Der Händler begann, größere Mengen einzukaufen (Mengenausgleichsfunktion) und Lager einzurichten (Zeitüberbrückungs- oder Lagerhaltungsfunktion).
    • Durch die industrielle Revolution wurde die Gesellschaft wirtschaftlich noch tiefgreifender umgestaltet.
  3. Aufgaben

    • Bindeglied zwischen Herstellern und Verwendern (Einzelhändler)
    • die beschafften und abgesetzten Güter werden i.d.R. nicht verarbeitet oder bearbeitet
    • Großhandel übernimmt in erster Linie die Verteilung von Gütern (Distribution)
    • Der indirekte Absatz
    • Produzent
    • Großhändler
    • Einzelhändler
    • Verbraucher
  4. Funktionen

    • Raumüberbrückungsfunktion:
    • Funktion des räumlichen Ausgleichs; Transportfunktion
    • Handel bringt Waren vom Hersteller zum Verwender
    • Zeitüberbrückungsfunktion:
    • Funktion des zeitlichen Ausgleichs; Lagerfunktion
    • Handel überbrückt die Zeit zwischen Produktion und Verwendung durch bedarfsorientierte Vorratshaltung
    • Mengenausgleichsfunktion:
    • Funktion des quantitativen Ausgleichs
    • Handel kauft üblicherweise große Mengen ein und verkauft sie in kleinen Mengen (Mengenumgruppierung)
    • mengenmäßige Anpassung von Produktion und Nachfrage
    • Sortimentsbildungsfunktion:
    • Funktion des qualitativen Ausgleichs
    • Handel fasst Waren nach einer bestimmten Gattung (z.B. Schreibwaren) zu kundengerechten Sortimente zusammen
    • Kunden können so Waren von unterschiedlichen Produzenten in diversen Ausführungen und Preislagen vergleichen und bedarfsorientiert auswählen
  5. Funktionen

    • Veredelungsfunktion:
    • Handel macht bestimmte Güter verkaufsreif bzw. bereitet sie auf (z.B. Rösten von Kaffee, Aufbereitung von Textilien)
    • diese Leistungen sind Nebenleistungen des Großhändlers
    • Servicefunktion:
    • Handel übernimmt Beratungsfunktion und Gewährleistungspflicht für den Kunden
    • Handel informiert auch den Hersteller über Kundenwünsche und -beschwerden (Produzentenberatung)
    • Unterscheidung zwischen kaufmännischem und technischem Service
    • Markterschließungsfunktion:
    • Handel eröffnet neue Märkte, indem er durch eigene absatzpolitische Maßnahmen mithilft, ein Produkt am Markt einzuführen
    • Großhandel wird als Distributionskanal eingesetzt, d.h. über ihn werden die Produkte vermarktet
    • Handel kann durch engen Kontakt zur Nachfragerseite wichtige Informationen (Trends, Ansprüche der Kunden etc.) an die Hersteller weiterleiten
    • Absatzfinanzierungsfunktion:
    • Handel ermöglicht dem Einzelhändler den Kauf einer Ware auf Ziel, sog. Lieferantenkredit (Kreditfunktion)
    • Großhändler kauft und bezahlt die Ware in größeren Stückzahlen vom Hersteller, bevor diese nachgefragt werden
  6. Arten

    • Absatz- oder Verteilungsgroßhandel:
    • kauft große Mengen vom Hersteller und leitet diese in kleineren Mengen an den Einzelhandel weiter (z.B. Textilien, Lebensmittel)
    • Produktionsverbindungsgroßhandel:
    • verbindet unterschiedliche Produktionsstufen
    • handelt mit Halb- und Fertigerzeugnissen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (z.B. Gummi, Stahl)
    • kauft die Güter von Produzenten und verkauft sie weiter an Produzenten der nachfolgenden Produktionsstufe
    • Aufkaufgroßhandel:
    • auch Sammelgroßhandel genannt
    • sammelt bei verschiedenen Anbietern kleine Warenmengen und verkauft sie in großen Mengen an Großabnehmer
    • z.B. Aufkauf von Getreide, Hopfen
    • Investitionsgütergroßhandel:
    • ist auf Güter spezialisiert, die zur Herstellung anderer Güter dienen
  7. Betriebsformen

    • Zustellgroßhandel:
    • gekaufte Waren werden den Kunden mit eigenen Fahrzeugen oder durch Frachtführer geliefert
    • Abholgroßhandel:
    • Waren werden vom Kunden beim Großhändler abgeholt
    • Vorteil: Kostenersparnis für den Großhändler, günstigere Preise für den Kunden
    • Cash-and-Carry-Großhandel:
    • auch Selbstbedienungsgroßhandel genannt
    • Kunden können die benötigten Waren in der Verkaufsform Selbstbedienung aussuchen, sofort bar bezahlen (cash) und mitnehmen (carry)
    • z.B. Metro
    • Rack-Jobber:
    • auch Regalgroßhandel genannt
    • dem Großhändler werden vom Einzelhändler Regale zur Verfügung gestellt (z.B. durch Mietvertrag), die der Großhändler mit seinen Waren füllt
    • der Großhändler betreut die Regale und trägt das Absatzrisiko (nicht verkaufte Ware muss er zurücknehmen)
    • der Einzelhändler erhält Umsatzprovision
  8. Betriebsformen

    • Spezialgroßhandel:
    • bietet nur eine Warenart an, bietet seinen Kunden jedoch ein vollständiges Sortiment zur Verfügung
    • das Sortiment ist eng und i.d.R. tief
    • z.B. Herrenoberbekleidung, Schreibwaren
    • Sortimentsgroßhandel:
    • bietet mehrere Warenarten an
    • das Sortiment ist breit und kann tief oder flach sein
    • z.B. Metrogroßhandel

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Aufgaben, Arten und Betriebsformen des Großhandels
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