Flashcards
Neurowissenschaft und Verhalten
Cards in this deck (87)
- 1Schlüsselwort: AktionspotenzialNervenimpuls, also eine kurzfristige
elektrische Ladung, die am Axon entlangwandert - 2Schlüsselwort: AmygdalaAuch Mandelkern; Zwei bohnengroße
Neuronenverbände, die Teil des limbischen Systems und an der Entstehung
von Emotionen beteiligt sind - 3Schlüsselwort: AssoziationsfelderBereiche des zerebralen Kortex,
die nicht an den primären motorischen und sensorischen Funktionen beteiligt
sind, sondern an höheren geistigen Fähigkeiten wi e Lernen, Erinnern,
Denken und Sprechen - 4Schlüsselwort: Autonomes (vegetatives) Nervensystem (ANS/ VNS)Teil des peripheren Nervensystems, der die Drüsen und Muskeln der Körperorgane (z. B. des Herzens) kontrolliert. Der sympathische Teil sorgt für Erregung, der parasympathische für Beruhigung
(s. Notiz ZNS/ VNS) - 5Schlüsselwort: AxonErweiterung eines Neurons, mit der Botschaften an andere Neurone bzw. an Muskeln oder Drüsen weitergeleitet werden; die Verzweigungen des Axons werden axonale Endigungen oder Kollaterale genannt
- 6Schlüsselwort: DendritenVielfach verzweigte Erweiterungen einer
Nervenzelle, mit denen Botschaften empfangen und Impulse an den
Zellkörper weitergegeben werden - 7Schlüsselwort: NeuronNervenzelle , der Grundbaustein des Nervensystems
(s. Notiz Aufbau Neuron) - 8Schlüsselwort: Biologische Psychologie (Definition)Teilbereich der Psychologie, der sich mit dem Zusammenspiel von Biologie und Verhalten beschäftigt. Bezieht Psychologen ein, die in den Neurowissenschaften, Verhaltensgenetik und der evolutionären
Psychologie arbeiten - 9Schlüsselwort: Myelinschicht/ MarkscheideSchicht von
fett reichem Gewebe, das die Axone vieler Neuronen abschnittsweise
umspannt. Durch die Myelinisierung wird die Geschwindigkeit der
Informationsvermittlung erhöht, weil die Impulse von einem Knoten
( Ranvier-Schnürring) zum nächsten springen. - 10Schlüsselwort: Schwellenwert (threshold)Grad an Stimulation, der benötigt wird,
um einen neuronalen Impuls auszulösen - 11Schlüsselwort: SynapseVerbindungsstelle zwischen der axonalen Endigung des präsynaptischen Neurons, das Impulse weitergibt, und einem Dendriten oder dem Zellkörper des postsynaptischen Neurons, das die Impulse empfängt
- 12Synaptischer Spalt Definition?Der winzige Zwischenraum zwischen den beiden Zellen (Prä- und postsynaptisches Neuron) wird als synaptischer Spalt bezeichnet
- 13Schlüsselwort: NeurotransmitterChemische Botenstoffe = überqueren den synaptischen Spalt. Stoffe werden vom präsynaptischen Neuron ausgeschüttet und wandern über den Spalt zum postsynaptischen Neuron, wo sie an Rezeptormoleküle gebunden werden. Damit haben die Neurotransmitter einen Einfluss darauf, ob in der postsynaptischen Zelle ein neuronaler Impuls entsteht.
- 14Schlüsselwort: Endorphine»Innere Morphine«; natürliche, den Opiaten ähnelnde Neurotransmitter, die mit Schmerzlinderung und Lust in Zusammenhang gebracht werden
- 15Schlüsselwort: NervensystemElektrochemisches Hochgeschwindigkeitskommunikationsnetzin unserem Körper, das aus allen Nervenzellendes peripheren und zentralen Nervensystems besteht
- 16Schlüsselwort: Peripheres NervensystemSensorische Neuronen und Motoneuronen, die das zentrale Nervensystem (ZNS) mit dem Rest des Körpers verbinden, sowie die Neuronen des autonomen Nervensystems
- 17Schlüsselwort: Zentrales NervensystemGehirn und
Rückenmark - 18Schlüsselwort: NervenNeuronale »Kabel« aus vielen gebündelten Axonen. Diese sind Teil des peripheren Nervensystems und verbinden das zentrale Nervensystem mit Muskeln, Drüsen und Sinnesorganen.
- 19Schlüsselwort: Sensorische NeuronenNervenzellen, die von den Sinnesrezeptoren eingehende Informationen zum zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) übermitteln.
- 20Schlüsselwort: Motoneurone (motor neurons)Neuronen, die den Muskeln und
Drüsen die Informationen vom zentralen Nervensystem übermitteln - 21Schlüsselwort: InterneuronNeuronen des zentralen Nervensystems,
Aufgaben: Interne Kommunikation gewährleisten sowie zwischen sensorischem Input und motorischem Output vermitteln - 22Schlüsselwort: Somatisches NervensystemTeil des peripheren Nervensystems, der die Skelettmuskulatur kontrolliert
- 23Schlüsselwort: SympathikusTeil des vegetativen Nervensystems, der für körperliche Erregung und damit für das Bereitstellen von Energie in Stresssituationen sorgt
- 24Schlüsselwort: ParasympathikusTeil des vegetativen Nervensystems, der für Beruhigung sorgt und es damit dem Körper ermöglicht, neue Energie zu speichern bzw. Energie zu sparen
- 25Schlüsselwort: ReflexAutomatische Reaktion auf einen sensorischen Reiz, wie z. B. der Kniesehnenreflex.
- 26Schlüsselwort: Endokrines System»Langsames« chemisches Kommunikationssystem des Körpers; es besteht aus einer Reihe von
Drüsen, die Hormone ins Blut ausschütten - 27Schlüsselwort: HormoneVon endokrinen Drüsen hergestellte
chemische Botenstoffe, die sich durch den Blutkreislauf fortbewegen und andere Gewebe beeinflussen - 28Schlüsselwort: NebennierePaar endokriner Drüsen direkt oberhalb der Niere. Schütten die Hormone Adrenalin (oder Epinephrin) und Noradrenalin (oder Norepinephrin) aus, die den Körper bei Stresssituationen in Erregung versetzen
- 29Schlüsselwort: HypophyseWichtigste Drüse des endokrinen
Systems. Unter dem Einfluss des Hypothalamus reguliert sie das Wachstum
und kontrolliert die Aktivität anderer endokriner Drüsen - 30Schlüsselwort: LäsionZerstörung von Gewebe. Eine Hirnläsion ist eine auf natürliche Weise, durch ein Experiment oder eine andere Operation
entstandene Zerstörung von Hirngewebe - 31Schlüsselwort: Elektroenzephalogram; EEGVerstärkung von Hirnstromwellen, also Wellen elektrischer Aktivität, die über die
Oberfläche des Gehirns laufen. Diese Wellen werden von Elektroden gemessen, die am Schädel befestigt werden - 32Schlüsselwort: Positronenemissionstomografie; PETForm der Visualisierung von Gehirnaktivität, bei der die Verteilung radioaktiv markierter Glukose im Gehirn beobachtet werden kann, während eine
vorgegebene Aufgabe ausgeführt wird - 33Schlüsselwort: Magnetresonanztomografie; MRTVerfahren, das mit Hilfe von Magnetfeldern
und elektromagnetischen Wellen computergestützt Bilder von weichem Gewebe erstellt. MRT-Scans stellen die Strukturen innerhalb des Gehirns dar. - 34Schlüsselwort: fMRTVerfahren zur Darstellung von Blutfluss und damit Hirnaktivität, indem man zeitlich aufeinander folgende MRT-Scans miteinander vergleicht. Mit Hilfe von fMRT-Scans kann man die Hirnfunktionen erkennen
- 35Schlüsselwort: HirnstammÄltester Teil und Kern des Gehirns, der dort beginnt, wo das Rückenmark in den Schädel eintritt und etwas dicker wird.
Zuständig für die automatische Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen - 36Schlüsselwort: Medulla oblongataUnterer Teil des Hirnstamms, der Herzschlag und Atmung kontrolliert
- 37Schlüsselwort: ThalamusUmschaltzentrale für sensorische Signale im Gehirn; am oberen Ende des Hirnstamms lokalisiert. Übermittelt Informationen zu sensorischen Arealen im Kortex und leitet Reaktionen zum Kleinhirn sowie zur Medulla oblongata weiter
- 38Schlüsselwort: Formatio reticularisNeuronales Netz im Hirnstamm,
das eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Erregung spielt - 39Schlüsselwort: Kleinhirn, Cerebellum»Kleines Gehirn« am hinteren Teil
des Hirnstamms. Zuständig für Verarbeitung der sensorischen Signale sowie für die Koordination zwischen motorischen Reaktionen und dem Gleichgewichtssinn - 40Schlüsselwort: Limbisches SystemNeuronales System (inkl. Hippocampus, die Amygdala und den Hypothalamus), das unter den zerebralen Hemisphären liegt. Die Aktivität des Systems wird in Zusammenhang gebracht mit Gefühlen und Trieben
- 41Schlüsselwort: HypothalamusNeuronale Struktur, unterhalb
(»hypo«) des Thalamus; steuert lebenserhaltenden Aktivitäten (wie Essen, Trinken und die Körpertemperatur), beeinflusst über die
Hypophyse das endokrine System; wird mit Emotionen in Zusammenhang
gebracht - 42Schlüsselwort: Zerebraler KortexKomplizierte Struktur miteinander
verbundener Nervenzellen, die die Hirnhälften abdeckt;
das oberste Steuerungs- und Informationsverarbeitungszentrum des Körpers - 43Schlüsselwort: GliazellenZellen innerhalb des Nervensystems, die
die Neuronen stützen, ernähren und schützen und möglicherweise beim
Lernen und Denken eine Rolle spielen - 44Schlüsselwort: Frontallappen; frontal lobesTeil des zerebralen Kortex, der direkt
hinter der Stirn liegt. Beteiligt an der Sprache und Willkürmotorik und an
der Planung und Urteilsfindung - 45Schlüsselwort: Parietallappen; parietal lobesTeil des zerebralen Kortex, der oben
und weiter hinten am Kopf liegt. Erhält sensorische Signale für Berührungen
und Körperposition. - 46Schlüsselwort: Okzipitallappen, occipital lobesTeil des zerebralen Kortex, der am Hinterkopf liegt. Umfasst Areale, die Informationen aus dem Blickfeld erhalten.
- 47Schlüsselwort: Temporallappen; temporal lobesTeile des zerebralen Kortex, liegen
etwas oberhalb der Ohren; sie enthalten die auditorischen Areale, die hauptsächlich Informationen vom jeweils gegenüberliegenden Ohr empfangen - 48Schlüsselwort: Motorischer KortexAreal im hinteren Teil des Frontallappens,
das die Willkürbewegung steuert - 49Schlüsselwort: Sensorischer KortexVorderer Teil des Parietallappens, in dem die Empfindungen für Körperberührungen und Bewegungen registriert und verarbeitet werden
- 50Schlüsselwort: PlastizitätFähigkeit des Gehirns, sich anzupassen, v. a. während Kindheit = durch Reorganisation nach einer Verletzung oder durch Bilden neuer Verbindungen basierend auf Erfahrungen
- 51Schlüsselwort: NeurogeneseBildung neuer Neuronen
- 52Schlüsselwort: Corpus callosum; BalkenBreites Band aus Nervenfasern, das die beiden Gehirnhälften miteinander verbindet und über das Informationen weitergeleitet werden.
- 53Schlüsselwort: Split BrainZustand nach einer Operation, bei der die beiden Gehirnhälften voneinander getrennt wurden, nachdem die sie
verbindenden Fasern, v. a. die des Corpus callosum, durchgeschnitten wurden - 54Gemeinsamkeit Phrenologie und biologische Psychologie?Konzentration auf den Zusammenhang von Biologie und Verhalten
- 55Was ist Phrenologie? Warum verschwand diese Lehre?= Seelenlehre; Zuordnung von geistigen Eigenschaften zu bestimmten Hirnarealen/
Verschwand, weil sie keine wissenschaftliche Grundlage hat (Einkerbungen /= mentale Fähigkeiten; Charaktereigenschaften) - 56Reihenfolge: Aktionspotenzial, von wo nach wo "wandert" es?Dendrit, Axon, axonale Endigungen
- 57Wie unterscheidet unser Nervensystem einen harten Schlag von einem leichten Klopfen?Stärkerer Reiz (=Schlag) = mehr Neuronen feuern, häufiger
Schwächerer Reiz (= Klopfen) = weniger Neuronen feuern, niedrigere Frequenz - 58Was passiert im synaptischen Spalt?Neuronen schicken Neurotransmitter über die axonalen Endigung des präsynaptischen Neurons über den Spalt zu den Dendriten des postsynaptischen Neurons
- 59Was versteht man unter "Reuptake"?Präsynaptisches Neuron nimmt die überschüssigen Neurotransmitter wieder auf
- 60Weitere Bezeichnung für die Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Endorphine?Neurotransmitter
- 61Was ist ein Agonist, was ist ein Antagonist? (PHA)PHA-Erklärung:
Agonist = fördernd wirkender Stoff für z. B. körpereigene Neurotransmitter wie Endorphine
Antagonist = hemmt/ verhindert Wirkung körpereigene Funktionen. z. B. Muskelbewegung - 62Was machen Motoneurone?Übermitteln Informationen von ZNS an Muskeln und Drüsen
- 63Was machen sensorische Neuronen?Übermitteln Input der Sinnesrezeptoren an ZNS
- 64Was machen Interneurone?Sorgen für interne Kommunikation im ZNS und vermitteln zwischen In- und Output
- 65Was macht das fMRT (Detail)?Vergleicht nacheinander aufgenommene Bilder vom Hirngewebe, um Hirnfunktionen sichtbar zu machen
- 66Was macht das PET?Zeigt die Verteilung radioaktiver Glukose im Gehirn, um Gehirnaktivität sichtbar zu machen
- 67Was macht das MRT?Nutzt Magnetfelder und elektromagnetische Wellen, um die Anatomie des Gehirns darzustellen
- 68Womit sind die Nerven der linken Hemisphäre verbunden?Mit der rechten Seite des Körper, und vice versa
- 69Welche Hirnregion ist geschädigt, wenn die Fähigkeit Seil zu springen gestört ist?Kleinhirn
- 70Welche Hirnregion ist geschädigt, wenn die Fähigkeit zu hören oder zu schmecken gestört ist?Thalamus
- 71Welche Hirnregion ist geschädigt, wenn ein Koma möglich wäre?Formatio reticularis
- 72Welches Areal ist geschädigt, wenn die Gefahr besteht, dass das Herz stehen bleibt und die Atmung aussetzt?Medulla oblongata
- 73Bei elektr. Stimulation der Amygdala wird welcher Teil des autonomen Nervensystems aktiviert?Sympathische Teil
- 74Aus welchen 3 Hauptstrukturen besteht das limbische System? + Funktionen?1. Die Amygdala spielt bei aggressiven oder ängstlichen Reaktionen eine Rolle.
2. Der Hypothalamus erfüllt lebenserhaltende Aufgaben im Körper, sorgt für das positive Gefühl der Belohnung und kontrolliert das endokrine System.
3. Der Hippocampus verarbeitet Erinnerungen - 75Welches Gehirnareal ist dem von weniger komplexen Tieren am ähnlichsten?Hirnstamm (Cerebellum)
- 76Welches Gehirnareal differenziert und am meisten von weniger komplexen Tieren?Zerebrale Kortex
- 77Praktisch: Warum ist es so schwer, den rechten Fuß entgegengesetzt zur rechten Hand zu bewegen? Warum ist es leichter den rechten Fuß entgegengesetzt zur linken Hand zu bewegen?Beide Extremitäten sind auf der rechten Körperhälfte und werden somit beide von der linken Hemisphäre kontrolliert /
Rechte und linke Extremitäten werden von gegensätzlichen Hemisphären kontrolliert - 78Welcher >>Kortex<< registriert und verarbeitet Informationen von unserer Haut und von Bewegungen?sensorischer Kortex
- 79Welcher >>Kortex<< kontrolliert willkürliche Bewegungen?motorischer Kortex
- 80Warum sind Assoziationsfelder so wichtig?Sie sind an höheren mentalen Prozessen beteiligt: Interpretation, Integration und Reaktion von Informationen die von sensorischen Arealen verarbeitet wurden
- 81Würde man einem Split-Brain-Patienten links und rechts jeweils eine andere Farbe zeigen, würde jede Hemisphäre dann nur ihre Farbe wahrnehmen?Ja
- 82Würde man einem Split-Brain-Patienten links und rechts jeweils eine andere Farbe zeigen, wäre sich die Person über den Unterschied bewusst?Nein
- 83Würde man einem Split-Brain-Patienten links und rechts jeweils eine andere Farbe zeigen, welche Farbe könnte die Person verbal ausdrücken?Die linke
- 84Fast alle Rechtshänder verarbeiten ___ die Sprache; Die meisten Linkshänder verarbeiten Sprache in der ___ Hemisphäre.Links; linken
- 85Was kann man mit dem MRT erkennen?Hirnstruktur
- 86Was kann man mit EEG, fMRT und PET erkennen?Hirnaktivität
- 87Wie sind linke und rechte Hemisphäre in ihren Funktionen unterteilt?Links: Eher verbale Fähigkeiten
Rechts: Visuelle Wahrnehmung und Erkennen von Emotionen