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Flashcards

Klinische Neuropsychologie - Blindsehen

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie German 5 cards

Cards in this deck (5)

  1. 1BlindsehenPrimäre Sehrinde durch Läsion zerstört/denerviert => homonymer Gesichtsfeldausfall
    Lage und Größe des Gesichtsfeldes spiegeln Topografie der Repräsentation in V1 wider
    Dichte gibt an, ob relative oder absolute Blindheit
    relativer Ausfall: hochkontrastige, schnell bewegte Muster können wahrgenommen werden
    absoluter Ausfall: Reize mit Leuchtdichte unter der Streulichtschwelle werden nicht gesehen
  2. 2Untersuchungsverfahren: forced -choice-Verfahren-Patienten sollen Raten, ob innerhalb ihres Gesichtsfeldes ein Reiz dargeboten wurde, wo er dargeboten wurde oder welcher von einer kleinen Auswahl an Reizen dargeboten wurde
    -Patienten können im Bereich des Gesichtsfeldausfalls auf kurze Stimuli reagieren (=Blindsehen)
    -Entdeckungs- und Unterscheidungsschwellen im Verhältnis zur normalen Gesichtsfeldhälfte durchschnittlich um 0,5-1 log. Einheit erhöht (sign. von Zufall verschieden)
    -Nicht nur Ausmaß der Läsion, sondern auch die Eigenschaften des Reizes und der Aufgabe sind für die nachweisbar Leistung wesentlich
    -Die Erfahrung, die der Patient mit seinen visuellen Restfunktionen erworben hat, entscheidet mit darüber, ob und in welchem Ausmaß Leistungen nachweisbar sind
  3. 3Indirekte UntersuchungsverfahrenMessung, ob die Reaktion des Patienten auf einen im normalen Halbfeld gezeigten, bewusst abgebildeten Reiz durch die zusätzliche Darbietung eines zweiten, ins blinde Feld fallenden Reiz beeinflusst wird
    Beispiel: Perzeptuelle Vervollständigung
    => angenehm für Patienten, da sie nur auf gesehene Reize antworten müssen
    -Messung psychophysiologischer Reaktionen (z.B. HLW)
  4. 4Funktinelle Neuroanatomie des Blindsehens - Wie werden die residualen Sehleistungen neuronal vermittelt?Läsion V1 => verursacht absteigende Degeneration => dezimieren im Laufe von Monaten die Projektionsneurone im CGL und greift transneuronal die Ganglienzellen der Netzhaut an
    => bis >80% der Ganglienzellen im zentralen teil der betroffenen Netzhäute sterben ab; bis zu 50% der normalen Zellpopulation überlebt
    => überlebende Zellen schicken ihre Axone zu den retinorezipienten Kernen (u.a. GCL) und zum Colliculus superior
    Beeinflusst von extrastriären Sehrindengebieten (Eingangssignal direkt/indirekt von den retinorezipienten Kernen)
  5. 5Nutzen des Blindsehens-Betroffene selbst profitieren davon => Lernen Hindernissen auszuweichen
    -Training kann zu Ausdünnung/Verkleinerung des blinden Bereichs führen
    -Einblicke in die Funktionsweise des geschädigten Sehsystems ebenso wie in seine postläsionale Plastizität
    -Wichtige Rolle in der Suche neuronaler Grundlagen unseres bewussten Sehens
    => 2 gegenseitige Ansichten vertreten:
    1. Sehrindengebiete ermöglichen bewusstes Sehen
    2. Bewusstwerdung der in den Sehrinden verarbeiteten Informationen in frontoparietalen Regionen, die mit Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis assoziiert werden

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Zellbiologie Psychologie (Klinische Neuropsychologie) Flashcards on Klinische Neuropsychologie - Blindsehen, created by Joney Stoney on 23/07/2018.
Created by
Joney Stoney
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