Flashcards
Differentielle Psychologie - Intelligenz: Ursprünge und Entwicklung des IQ
Cards in this deck (14)
- 1Was ist Intelligenz?- Fähigkeit der Problemlösung durch Nachdenken
- Keine Spezifizierung der Problemart
- Zentrale Frage: Homogenes Konstrukt oder verschiedene strukturelle Komponenten?
- Messungen erfassen üblicherweise spezifische verbale und nonverbale kognitive Fähigkeiten - 2Zeitachse der Intelligenzmodelle1904: Spearman
1916: Thurstone
1920: Thorndike
1949: Burt
1950: Vernon
1956: Guilford
1966: Catell
1969: Jensen
1984: Jäger
1992: Carroll - 3Mental TestsMcKeen-Catell und Galton
- Beginn der Erfassung mentaler Fähigkeiten 2. Hälfte 19. Jhd
Annahme: intellektuelle Funktionen sind über die Leistungsfähigkeit der Sinnesorgane bestimmbar
Reizdiskriminationsforschung
=> Geschwindigkeit und Genauigkeit im Fokus, allerdings situativ sehr variable Leistungen (unvalide) - 4ReizdiskriminationsforschungZiel: mittels RT-Messungen und Tests zum Unterscheidungsvermögen (multimodal) akademische Befähigungen vorherzusagen
Probleme:
- hohe intraindividuelle Varianz
- mittlere Interkorrelationen der Testverfahren r = .09
=> keine bedeutenden Zusammenhänge zwischen den Tests
- keine hinreichenden Beziehungen zu Kriteriumsmaßen (Lehrerurteile etc.)
=> Probleme in Reliabilität und Kriteriumsvalidität - 5Alfred Binet1857 - 1911
- Kritiker der Mental Tests
Vorschlag: Messung anderer Merkmale:
Gedächtnis, Vorstellungskraft, Aufmerksamkeit, Verständnis, Suggestibilität (Willensstärke, motorische Fähigkeiten, moralische Haltungen)
1904: medizinisch-pädagogische Gutachten zur Sonderschuleinweisung in Frankreich
1905: Binet und Simon stellen 30 Aufgaben zur Differenzierung zwischen schwachen und normalen Kindern vor
1908 und 1911: Revisionen der Tests mit stärkerem Altersbezug (Staffeltests) - 6Staffeltests- Binet und Simon
- Altersstufen von 3 bis 15 Jahren
- 5 oder mehr heterogene Aufgaben pro Stufe
- Aufgaben konnten von 50 - 75% der Kinder entsprechender Altersstufe gelöst werden
- Gute Eignung der Aufgabe: Lösung von vielen Kindern der Altersstufe, aber nicht von jüngeren
Maß der Intelligenz: Intelligenzalter (IA) - 7IntelligenzalterIA = GA + x * 12/5 + (5/2 * 12/5) [ = 6 ]
GA = Grundalter
=> Alter in Monaten, bis zu dem sämtliche Aufgaben richtig gelöst wurden
x = zusätzlich gelöste Aufgaben höherer Altersstufen - 8Kritik an Staffeltests- Binet hält Intelligenzentwicklung mit 15 für abgeschlossen => keine Trennschärfen höherer Altersstufen
- Gleichgewichtung der Aufgaben auf allen Altersstufen
- Aufgaben sehr Abhängig vom SES (Social economic status)
- Annahme linearer Intelligenzentwicklung
=> Unberücksichtigung, dass 4 - 2 Jahre drastischer ausfallen als 10 - 2 Jahre - 9William Stern- Entwicklung des Intelligenzquotienten
Ursprungsformel:
IQ = (IA / LA) * 100
Vorteil: Gewährleistung einer Konstanz der Interpretation von Leistungsabweichungen verschiedener Altersstufen
Voraussetzung: Linearer Anstieg der Intelligenz mit Alter
Konsequenz: Sehr niedrige IQ-Werte im höheren Lebensalter
=> Ausgangspunkt für Abweichungsquotienten - 10David Wechsler1896 - 1981
- Verbreitung des Stanford-Binet Tests (1960)
- WISC (Wechsler Intelligence Scales)
- Hohe Zusammenhänge mit Binet-Tests
Ermittlung eines Abweichungs-IQ:
- Empirische Befunde: Leistungsstreuung jeder Altersgruppe um einen Durchschnittswert
- Individuelle Leistung: Differenz zum MW, bezogen auf die Altersgruppenstreuung
=> Standardisierung - 11Abweichungs-IQAbweichungs-IQ = 100 + s * (X-M) / se
s = 15 (Konvention)
X = individueller Rohwert
M = empirischer Mittelwert der altersspezifischen Rohwerteverteilung
se = empirische Standardabweichung der altersspezifischen Rohwerteverteilung
Vorteile:
- altersadäquate Abbildung kognitiver Fähigkeiten
- einheitliche Kommunikationsgrundlage
- direkte Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Testverfahren - 12Hamburger-GesamtskalaAlter: 10 - 60 Jahre
- nach Wechsler (1964)
- Kurve des Intelligenzverlaufs: Zunahme der Varianz im fortgeschrittenen Alter
- keine perfekte NV der Intellignez
- Peak: Mitte des 20. Lebensjahrzehnts, dann Abfall im Handlungsteil - 13Vorteil der Transformation individueller Rohwerte in AbweichungsäquivalenteErmöglicht Vergleich der Werte:
einer Person (Retest, Zwischen Tests)
mehrerer Personen (gleicher oder verschiedene Tests) - 14Theoretische Normalverteilung von IQleicht Abweichend von tatsächlicher Verteilung aus empirischen Untersuchungen
Tatsächliche weist Beule an unterem Ende auf = nicht präzise messbare Intelligenzminderungen (Behinderungen etc)
Veränderungen der Leistungen im Verbalteil und Handlungsteil im Alter unterschiedlich: Handlungsteil früherer Peak, schnellerer Abfall
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- Zellbiologie Psychologie (Differentielle Psychologie) Flashcards on Differentielle Psychologie - Intelligenz: Ursprünge und Entwicklung des IQ, created by Joney Stoney on 11/08/2018.
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