Flashcards
Einführung in das Mediensystem der BRD

Cards in this deck (46)
- 1Wissenschaftliche FachzeitschriftenPublizistik
Medien- und Kommunikationswissenschaft
MediaPerspektiven
European Journal of Communication
Public Opinion Quarterly - 2Journalistische FachzeitschriftenJournalist
Medium Magazin
Message
Kress Report
Medienseite:
Süddeutsche Zeitung - 3Weitere nützliche Fundstellen- Media-Perspektiven Basisdaten (jährlich)
- Medien und Kommunikationsbericht der Bundesregierung von 2008 - 4Relevante Internetseitenbdvz.de
journalist.de
ivw.de
kress.de
paperball.de
zeitungen-online.de
blm.de - 5Was ist Kommunikationswissenschaft?- befasst sich insbesondere mit Massenmedien
- am Rande mit interpersoneller Kommunikation
- Sonderfall Internet - 6Beschreibung durch die DGPuK"Im Zentrum des Faches steht die indirekte, durch Massenmedien vermittelte, öffentliche Kommunikation. Die damit verbundenen Produktions-, Verarbeitungs- und Rezeptionsprozesse bilden den MIttelpunkt des Fachinteresses.
Besondere Bedeutung haben die klassischen Medien wie Zeitung, Hörfunk und Fernsehen sowie Nachrichtenagenturen. Andere Massenmedien wie Zeitschrift, Buch, Film und Tonträger und zunehmend verschiedene Formen computervermittelter Kommunikation, zählen ebenfalls zum Gegenstand des Faches. Hier zeigt sich die zunehmende Verschränkung öffentlicher und nicht-öffentlicher Kommunikationsprozesse. - 7KoWi - eine interdisziplinäre WIssenschaft- Soziologie
- Psychologie
- Politologie
- Geschichte
- Ökonomie
- Philosophie
- Pädagogik
- Linguistik
- Jura - 8Gegenstände der KoWi Formel von Howard Laswell- Who ... Kommunikator-
...says what.. Aussagen-
...to whom... Publikums-
...in which channel. . Mediensystem-
...with which effect? Wirkungsforschung - 9Forschungsfelder der KommunikatorforschungSoziologie der Journalisten/ anderer Kommunikationsberufe
- Struktur, Arbeitsnedingungen
- Selbstverständnis
- Journalisten Ethik
- Informationsquellen der Journalisten
- Sozialisation der Komminikatoren
Methodische Herangehensweise:
Befragung, Beobachtung, Experteninterview
Beispiel
Wieschenber, Siegfried / Malik, Maya / Scholl, Armin (2006):
Die Souffleure der Mediengesellschaft.
Report über die Journalisten in Deutschland - 10Was übermitteln die denn? AussagenforschungTypische Fragestellungen:
- Inhal. Merkmale der Medienbotschaften
- Häufigkeit bestimmter Themen
- Kriterien der Nachrichtenauswahl: Nachrichtenfaktoren, Nachrichtenwert
- Darstellung und Verzerrung der Realität durch die Medien
- Ausgewogenheit, Objektivität der Medieninhalte
Methodische Herangehensweise:
Inahltsanalysen
Beispiel:
Maurer, Marcus / Reinemann, Carsten (2006): Medieninhalte. Eine Einführung. - 11Wer sieht, liest oder hört das? PublikumsforschungTypische Fragestellungen:
- Mediennutzung, Reichweiten, Marktanteile
- Publikumsstrukturen
- Nutzungsmotive
Methodische Herangehensweise
Befragung, Beobachtung, tech. Messung
Beispiele:
Meyen, Michael (2004): Mediennutzung
- Arbeitsgemeinschaft für Fernsehforschung: GfK-Panel
- Media Analyse
- Allensbacher Werbeträger Analyse
- Langzeitstudie Massenkommunikation - 12Wie ist die Medienlandschaft strukuriert? MediensystemforschungForschungsfelder
- Organisatorische Struktur
- Historische Genese der Medienlandschaft
- Ökonomische Struktur (Finanzierung, Medienkonzentration)
- Technische Struktur, neue tehcnische Entwicklungen
- Medienpolitik
- Medienrecht - 13..und welche Effekte haben die Medien und ihre Nutzung? MedienwirkungsforschungForschungsfelder:
- gesellschaftliche/ individuelle Medienwirkungen
- Wirkungen auf Wissen, Einstellungen, Gefühle oder Verhalten
Methodische Herangehensweise:
Experimente, Beobachtungen, Befragungen
Beispiel:
Schenk, Michael (2007): Medienwirkungsforschung - 14Leitfrage: Beschreibung des MediensystemsWas charakterisiert die Massenmedien der BRD
- historisch
- politisch
- ökonomisch? - 15Leitfrage: Analyse des MediensystemsWelche Funktionen besitzt das Mediensystem
- für Rezipienten/Leser
- für Kommunikatoren/Medien?
- für die Demokratie - 16Medienbegriff von Harry Pross (1972)- primär (keine Technik)
- sekundär (Sendung technisch)
- teriär (Empfang und Sendung technisch) - 17Medienbegriff von Niklas Luhmann (1996)"alle Einrichtungen einer Gesellschaft die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel der Vervielfältigung bedienen.., sofern sie Produkte in großer Zahl mit noch unbestimmten Adressaten erzeugen. Entscheidend ist auf alle Fälle: daß keine Interaktion unter Anwesenden zwischen Sender und Empfänger stattfinden kann.
- 18Medienbegriff II 1. Proto-Medien 2. Basis-Medien 3. Verbreitungsmedien1. PM: Sprache, Gestik, Mimik
2. BM: Schrift und Bild
3. VM:
- immer technische Medien
- zumeist Massenmedien - 19Medieninklusion

- 20Medien, Kommunikation, Öffentlichkeit

- 21Kommunikation Klaus MertenKommunikation ist das kleinste soziale System mit zeitlich sachlich-sozialer Reflexivität, das durch Interaktion der Kommunikation die Behandlung von Handlungen erlaubt und soziale Strukturen ausdifferenziert.. Kommunikation auf weltgesellschaftlicher Ebene ist ein Prozeß der Selektion und Selektionsleistungen durch zwei zueinander komplementäre Sozialsysteme zeitlich-sachlich-sozialer Reflexivität, die sich durch Reflektion an Selektionsleistungen und/oder Reflexion über Selektionsleistungen konstituieren
- 22Kommunikation nach Niklas LuhmannKommunikation ist bei Luhmann eine Einheit aus den Selektionen Information, Mitteilung und Verstehen. Diese Einheit stellt ein soziales System her und erhält es aufrecht, so lange wie die Kommunikation anschlussfähig bleibt und weitere Kommunikationen folgen. Der Kommunikationsbegriff basiert auf der These der operationalen Geschlossenheit der Systeme. Kommunikation als Einheit dreier Selektionen verläuft gleichzeitig mit, aber operational getrennt von psychischen Systemen. Soziale und psychische Systeme sind durch strukturelle Kopplung miteinander verbunden.
- 23Vorläufige Definition Kommunikationist der Austausch von und die Verständigung über Bedeutungen, an der mindestens zwei Menschen beteiligt sind
- 24Vorläufige Definition Mediensind alle Mittel, die dem zwischenmenschlichen Austausch und der Verständigung über Bedeutungen dienen.
- 25Vorläufige Definition Öffentlichkeitist das Forum (auch Plattform oder Resonanzboden), auf dem Kommunikation stattfindet und Medien benutzt werden.
- 26Massenkommuniktaion nach Gerhard Maletzke 1922 langDiejenige Masse, die im Zusammenhang des Wortes ‚Massenkommunikation’ gemeint ist und die sich treffender als
‚disperses Publikum’ bezeichnen läßt,
ist weder eine Situationsmasse noch eine Menge noch eine Gruppe noch eine Organisation. Sie ist zwar mit all
diesen Erscheinungen des sozialen Lebens teils mehr, teils weniger
verwandt, hebt sich aber deutlich von ihnen allen ab. Diese Masse stellt
offenbar ein soziales Gebilde sui generis mit eigenen konstitutiven Merkmalen dar
Unter Massenkommunikation verstehen wir jene Form der Kommunikation, bei der Aussagen
öffentlich (ohne begrenzte und personell definierte Empfängerschaft)
durch technische
Verbreitungsmittel (Medien)
indirekt (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern)
und einseitig (also ohne Rollenwechsel zwischen Aussagendem und
einseitigan ein disperses Publikum vermittelt werden. - 27Massenkommuniktaion nach Gerhard Maletzke 1922 kurz- öffentlich
- technisch
- indirekt
- einseitig
- dispers - 28Massenkommunikation Gerhard Maletzke 1922-2010 Abbildung

- 295 Merkmale der Massenmedien Otto Groth- Aktualität
- Periodizität
- Publizität
- Universalität
- Kontinuität - 30Funktionen der Massenmedien Robert K. Merten- manifest: Meinungsbildung, Information, Meinungsmarkt, 4. Gewalt
- 31Soziale Funktion der MassenmedienSozialisation / gesellschaftliche Integration
soziale Orientierung
Rekreation - 32Politische Funktion der MassenmedienInformation
Herstellung von Öffentlichkeit
(öffentliche Aufgabe)
Kritik und Kontrolle
politische Bildung
Thematisierung (Agenda Setting) - 33Massenmedien GrundfunktionInformation
- 34Massenmedien Funktionen für das politische System- Unterrichtung über Vorgänge in der Gesellschaft
- Mitteilungen an die Öffentlichkeit
- Selbstdarstellung, um Akzeptanz zu erreichen/erhalten
- Aussendarstellung / Medien-Diplomatie
- In diktatorisch verfassten Staaten: Führungsmittel - 35Massenmedien Funktionen für das ökonomische System- Zirkulation anregen
- Werbung / Produktinformation
- Erweckung resp. Förderung von Konsumwünschen und Kaufinteressen
- Als Produkte Mehrwert erwirtschaften / für Verlage selbst: Gewinn erwirtschaften
- Regenerative Funktion - 36Massenmedien Funktionen für den Einzelnen Mediennutzer- Information
- Meinungsbildung
- Service
- Unterhaltung
- Rekreation / Eskapismus
- Stärkung der persönlichen Identität
- Orientierung
- Integration
- Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
- Thematisierung
- Strukturierung des Tages
- Habitualisierung - 37Massenmedien Funktionen für den Einzelnen Medienmitarbeiter- Arbeitsplatz bereitstellen
- Zur Zufriedenheit beitragen
- Meinungsäußerung ermöglichen
- Selbstdarstellung - 38Zusammenfassung Funktionen der Massenmedien

- 39Massenmedien Funktion <> Dysfunktion Information

- 40Massenmedien Funktion <> Dysfunktion Unterhaltung

- 41Definition Zeitung- alle Periodika die mindestens zwei mal wöchentlich erscheinen und einen aktuellen politischen Teil mit inhaltich unbegrenzter universeller Nachrichtenvermittlung enthalten.
(Walter Schütz)
- Die Zeitung vermittelt jüngstes Gegenwartsgeschehen in kürzester regelmäßiger Folge der breitesten Öffentlichkeit.
(Emil Dovifat) - 42Definition PresseIn der Kommunikationswissenschaft wird - seit den 1960er Jahren zunehmend - von Printprodukten gesprochen, um Medien, die aus der Presse Gutenbergs abgeleitet sind, zu bezeichnen. Der Begriff Presse wird seit etwa der Mitte des 19. Jh. primär mit periodisch erscheinenden Druckerzeugnissen konnotiert (Druck-, Print-, Pressemedien). Man unterscheidet Tagespresse von Wochenpresse, Publikumspresse und Fachpresse, Vereins- oder Verbandspresse von Parteipresse etc.
- 43Definition Zeitschrift Amtliche Pressestatistikalle periodischen Druckwerke mit kontinuierlicher Stoffbearbeitung die mit der Absicht eines zeitlich unbegrenzten Erscheinens mindestens viermal jährlich herausgegeben werden, soweit sie keine Zeitungen sind. Hierzu zählen insbesondere Publikumszeitschriften, wissenschaftliche Zeitschriften, andere Fachzeitschriften, Zeitschriften der Vereine, Verbände u.ä., überregionale, regionale oder lokale Wochenblätter, auch wenn sie die Bezeichnung Zeitung führen, sowie Anzeigenblätter, Kunden- und Kennzifferzeitschriften, unabhängig davon, ob sie unentgeltlich abgegeben werden oder nicht.
- 44Definition Zeitschrift Michael SchmolkeDie Zeitschrift bietet entweder thematische Vielseitigkeit unter Verzicht auf primäre Aktualität oder Fachlich-Aktuelles unter Verzicht auf Universalität.
- 45Eigenschaften der Presseprodukte Paradoxe EigenschaftenWare (materiell <> Dienstleistung (kulturell)
kurzlebiges Einzelprodukt <> Kontinuität des Erscheinens
billiges Massenprodukt <> konsten-intensive Herstellung
Koppelprodukt auf 2 Märkten:
Leser <> Anzeigenmarkt - 46Zeitungstypologie- Vertrieb (Abo-, Kauf-, Gratiszeitung)
- Verbreitung (Lokal, Regional, National)
Politisch (Parteilich <> Überparteilich)
- Journalistisch (Boulevard <> Qualitätszeitung)
- Format (Nordisches, Rheinisches, Berliner Format, Tabloid)
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- Flashcards on Einführung in das Mediensystem der BRD, created by ml.landsberger on 07/01/2015.
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- ml.landsberger
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