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Flashcards

Grundlagen methodischen Handelns

Hannah Mayr Soziale Arbeit German 40 cards

Cards in this deck (40)

  1. 1Soziale Arbeit Definition der IFSWSoziale Arbeit = praxisorientierte Profession, wissenschaftliche Disziplin
    Ziel: Förderung sozialer Zusammenhalt, Entwicklung, Wandel und Stärkung/Befreiung des Menschen
    Grundlagen: Menschenrechte, Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, Achtung der Vielfalt, gemeinsame Verantwortung
    Menschen & Strukturen werden eingebunden, um existenzielle Herausforderungen bewältigen & Wohlergehen verbessern
  2. 2Die drei grundlegenden Säulen1. Gesellschaftliche Aufgabe und Funktion
    2. Wissenschaftliche Fundierung
    3. Ethische Orientierung
  3. 3Die drei Aufgaben von gesellschaftlichen Aufgaben und FunktionenInklusionsvermittlung, Exklusionsvermeidung, Exklusionsverwaltung
  4. 4Exklusionnachhaltiger Ausschluss von Einzelnen/Gruppen aus wichtigen Bereichen der Gesellschaft, gegen deren Willen mit Abwertung
  5. 5InklusionGleichberechtigung & Gleichbehandlung aller Menschen, Abweichungen/Unterschiede von der Norm werden erkannt, aber keine Fördersysteme sondern Eingliedern in normale Bildungs- und Berufssystem
    Inklusion > Integration
  6. 6Rahmenbedingungen für Erfüllung von gesellschaftlichem Auftrag- Soziale Einzelfallhilfe
    - Soziale Gruppenarbeit
    - Gemeinwesenarbeit
  7. 7Sozialpädagogik und SozialarbeitSozialpädagogik: Ursprung in Arbeit mit Findelkindern, Heimerziehung, Bildungseinrichtungen -> Päd. Förderung, Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen
    Sozialarbeit: Ursprung in Arbeit mit armen/kranken Menschen -> Wohlfahrtspflege, Fürsorge, soziale Absicherung und Verwaltung
  8. 8Warum beide Berufsbilder nicht mehr getrennt?- Aufgaben/Hilfeistungen für verschiedene Klienten überschneiden sich
    - bedeutende Sozialeinrichtungen haben sich erweitert, sind jetzt für alle da
  9. 9Formale AbgrenzungSoziale Arbeit ist keine Therapie. Das dürfen nur Ärzte, Heilpraktiker und Psychotherapeuten
    => sozialpädagogischer Hilfeprozess
  10. 10Inhaltliche Überschneidungen- gleiche Klienten (Häftlinge, Psychisch Kranke, Suchtkranke)
    - gleiche Arbeitsfelder (JVA, Psychiatrie, Beratungsstellen)
    - gleiche Methoden (Diagnostik, Verhaltensanalyse)
  11. 11Soziale Arbeit Definition Bundesarbeitsgericht1. Aufgabe Sozialarbeiter: Bekämpfen von Fehlentwicklungen durch Veränderung des Menschen, seiner Lebenslage/qualität und gesellschaftl Strukturen.
    2. Aufgabe Sozialarbeiter: Anbieten von Hilfen bei Bedürftigkeit, Not, Abhängigkeit und je nach Problemlage Erziehungs-, Bildungs-, Entwicklungs- oder Reifungshilfe
  12. 12Soziale Arbeit Definition Fachausschuss Theorie und WissenschaftsentwicklungSoziale Arbeit ist Bearbeitung von gesellschaftlich und professionell als relevant angesehener Probleme
  13. 13Wissenschaftliche Fundierung FunktionsbereicheMethoden der Diagnostik
    Methoden der Intervention
    Methoden der Evaluation
  14. 14Methodeplanmäßiges Vorgehen zur Erreichung eines bestimmten Ziels/Lösen eines Problems
    müssen dem Interventionsziel, der sozialen Umwelt, den Institutionen und den Beteiligten gerecht werden
  15. 15MethodikGesamtheit aller Methoden
  16. 16MethodologieLehre der Methoden, wissenschaftliche Diskussion von Methoden hinsichtlich ihrer Eignung und Wirkung von Menschen mit Fachwissen
  17. 17Eigenschaften von wissenschaftlichen Methoden in der Sozialen Arbeit- Regelbasierung: müssen wissenschaftlich fundiert sein
    - Planbarkeit: Erstellung eines Handlungsplan
    - Umsetzbarkeit: müssen vermittelbar/lehrbar sein
    - Evaluation: müssen hinsichtlich Wirksamkeit empirisch geprüft sein
    - Zielorientierung: von IST-Zustand in SOLL-Zustand
    - Handlungsorientierung: Vorgehen muss beschreibbar sein -> Handlungsanleitung
  18. 18zielgerichtetes Handeln = Konzept + Methode + Technik (Geißler/Hege)Konzept = übergeordnetes Handlungs- und Erklärungsmodell, Ziele, Inhalte, Methoden und Techniken in sinnvollen Zusammenhang gebracht
    Methode = planmäßiges Vorgehen zur Erreichung eines Ziels/Lösung eines Problems
    => Technik = erprobte professionelle Handlungen, Interaktionen, Kommunikation. Setzen den Plan in die Praxis um.
  19. 19Handlungskonzepte & Methoden der Sozialen Arbeit (Galuske)direkt interventionsbezogene Methoden:
    - Einzelfall und primärgruppenbezogene Methoden (Soziale Einzelfallhilfe, Familientherapie, sozialpäd. Beratung=
    - Gruppen und sozialraumbezogene Methoden (Streetwork, Gemeinwesenarbeit)
    indirekt interventionsbezogene Methoden (Supervision, Selbstevaluation)
    Struktur- und Organisationsbezogene Methoden (Sozialmanagement, Jugendhilfeplanung)
  20. 20Moralbesteht aus Normen, Wertvorstellungen, geteilten Überzeugungen, und verbreiteten Handlungsmustern mit innerhalb einer Gemeinschaft Verbindlichkeit
    -> Reflektion über Richtig und Falsch
  21. 21EthikSitten, Gewohnheiten, Gebräuche, Denkweisen. Wissenschaftlicher Gegenstand ist bewertbares menschliches Handeln. Was ist gut was ist schlecht?
    -> Reflexion über Gut und Schlecht
  22. 22Teilbereiche der Ethikdeskriptive Ethik, normative Ethik, Metaethik, praktische/angewandte Ethik
  23. 23deskriptive Ethikbeschreibt ethische Normen, Werte und Rechtsordnungen, die in einer Gesellschaft gelten
  24. 24normative Ethikbewertet Handlung als gut oder schlecht mit universellen Werten und allgemeingültigen Normen, definiert welche Regeln gelten sollen
    -> Ethik Richtlinien
  25. 25Metaethikanalysiert Bedeutungen von Wörtern im Sprachgebrauch (Freiheit, gut, schlecht)
  26. 26Prinzipien EthikMenschenrecht und Menschenwürde: Soziale Arbeit soll körperliches, psychisches und emotionales Wohlergehen von Personen schützen/wahren
    Soziale Gerechtigkeit: soll gefördert werden in Bezug auf Person und Gesellschaft
  27. 27DoppelmandatVerantwortung ggü. hilfsbedürftiger Person mit individuellen Interessen UND Hilfeleistungen ausgehend von Maßgaben des Instituts/Kostenträgers
  28. 28Dilemma beim Doppelmandatindividuelle Unterstützung und Förderung und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Klienten um sein Problem zu lösen
    vs.
    Kontrolle, Erziehung, Anpassung und Sanktionierung des Klienten, damit Ziel vom Kostenträger schneller erreicht wird
  29. 29Ethikrichtlinienfachliche Standards im Sinne der normativen Ethik
    Vorlagen für ethische Evaluation eines Hilfeprozess
    ethische Prinzipien
  30. 304-Prinzipien-AnsatzBeneficience (positive Fürsorge, Hilfeleistung)
    Non-maleficience (Schadensvermeidung)
    Justice (Gerechtigkeit)
    Respect for Autonomy (Respekt vor Selbstbestimmung des Patienten)
    => Schwierig bei Geistigbehinderten, Häftlingen, gesetzlichen Vertreter, Demenzleuten
  31. 31Informierte Zustimmunga) Aufklärung über alle Aspekte der Behandlung
    b) Klient muss Infos verstehen
    c) Entscheidung muss freiwillig sein
    d) Kompetenz für eigene Entscheidung
    e) Zustimmung Klient
    => Schwierig bei Kindern, gesetzlicher Betreuung, schwere/akute psychische Krise, misstrauischen und ängstlichen Patienten
  32. 328 Orientierungsfragen ethischer Selbstreflexion1. Ziele des Hilfeprozess angemessen überprüft?
    2. Interventionsmethodenauswahl geprüft?
    3. Teilnahme Klient freiwillig?
    4. Wenn andere Person veranlasst hat, Interessen der untergeordneten berücksichtigt?
    5. Angemessenheit Intervention?
    6. Vertraulichkeit gewahrt?
    7. Andere Dienstellenverweisung?
    8. Qualifizierte Fachkraft?
  33. 33Schwerpunkt am Anfang des HilfeprozessInfogewinnung, Anamnese, Beziehungsaufbau, Motivation, Verhaltensdiagnose, Zielbestimmung
    => wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit
  34. 34Lerntheorien des Behaviorismusklassisches Konditionieren, operantes Lernen, Modellernen
  35. 35GegenwartsorientierungIntervention beginnt an den gegenwärtigen, auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen
    empirische Überprüfung der angestrebten Veränderung
  36. 36Aufbau verhaltensorientierter HilfeprozessInfogewinnung -> Problemlage analysieren -> Ursachen des Verhaltens -> gemeinsam mit Klienten Ziele entwickeln
    Mikroebene: Prolemverhalten (wie kam's zustande, wie wirds aufrechterhalten)
    Makroebene: Betrachtung der Lebenssituation des Klienten
  37. 37Modell 1: Die 3 Ausgangsfragen der Verhaltensmodifikation1. Zielanalyse (Deskription): Welche Verhaltensmuster müssen hinsichtlich Intensität, Dauer und Bedingungen verändert werden
    2. Problemanalyse (Explikation): Unter welchen Bedingungen wurde das Verhalten erworben und was hält es aufrecht?
    3. Interventionsplanung (Prognose): Was ist das beste Mittel um Verhaltensänderung zu bekommen)
  38. 38Modell 3: Das 7-Phasen ModellSchaffung günstiger Ausgangsbedingungen
    Aufbau von Änderungsmotivation
    Verhaltensanalyse
    Vereinbaren von Zielen
    Planen und Durchführen der Intervention und Methodenwahl
    Evaluation der Fortschritte
    Erfolgsoptimierung und Abschluss
  39. 39Modell 2: Die 5 prozessualen Aspekte in der VerhaltensdiagnostikBeschreibung des Problems (deskriptiv)
    Suche nach den Ursachen (explikativ)
    Überprüfung der Angemessenheit dieser Erklärung (evaluativ)
    Bestimmung des Zielzustands (normativ)
    Ableitung von Interventionsmtehoden (modifikatorischer Aspekt)
  40. 40—

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Soziale Arbeit Flashcards on Grundlagen methodischen Handelns, created by Hannah Mayr on 20/01/2017.
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Hannah Mayr
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