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Fichas

Sozialpsychologie II - Gruppenpsychologie

Clara Vanessa Sozialpsychologie 2 Semester Alemán 163 fichas

Sozialpsychologie II - Gruppenpsychologie

Fichas del conjunto (163)

  1. 1Was ist ein Gruppe? – Merkmale von GruppenMind. 2 Personen, die interagieren u. interdependent sind in Zielen, Bedürfnissen -Mind.2 Personen, die sich als Mitglieder einer Gruppe definieren: sehr allgemeine Definition; Fokus auf gemein. Identität, nicht auf obj. Merkmale; impliziert Existenz anderer Gruppen, denen man nicht angehört
  2. 2Merkmale von Gruppen erste 4- Gemeinsames Schicksal/ Ziel
    -Direkte Interaktion (Angesicht zu Angesicht)
    - Soziale Struktur: Status- / Rollendifferenzierung
    - Soziale Normen: Gruppen vermitteln explizite oder implizite Regeln für akzeptables VH
  3. 3Merkmale von Gruppen letzte 4-Homogenität
    - Gruppenkohäsion: Aspekte die Mitglieder aneinander binden u. Zuneigung fördern
    - Entitativität: Ausmaß Personen als verbundene kohärente Einheit wahrgenommen werden- Soziale Rollen
  4. 4Soziale Normen in Gruppen-ungeschriebende Regeln in Gruppe mit regulierender Funktion; schreiben un(angemessenes VH) vor
    -Normen steuern aber haben nicht Kraft v. Gesetzen. -Von allen erwartete vs. gruppenvariierende Normen
    -Sanktionen Verstoß d. Druck, Ausschluss
  5. 5Wieso verhalten sich Gruppenmitglieder generell normkonform?Gruppennormen werden internalisiert=Teil des eigenen Wertesystems
    -antizipierte Reaktionen der anderen auf eigenes normkonformes/nicht normkonformes VH verschaffen den Normen Geltung
  6. 6Inwiefern werden Gruppeninteraktionen von Gruppennormen reguliert?– Einhaltung der Gruppennormen macht VH anderer Gruppenmitglieder der Gruppe vorhersagbar – Einhaltung der Gruppennormen lässt Gruppen reibungsloser funktionieren
  7. 7Signal für Festlegung auf GruppeEinhaltung der Gruppennormen
  8. 8soziale Normen in Gruppen - Funktionen- Verringern Unsicherheit, wie man sich angemessen verhält (z.B. Gebot der Stille in Gotteshäusern)
    - Koordinieren individuelles Verhalten (z.B. Pünktlichkeit)
    - Tragen zur gerechten Verteilung von Handlungsergebnissen bei
  9. 9Homogenität von GruppenMitglieder stimmen tendenziell in Alter, Überzeugungen überein. Individuen suchen sich Gruppen wo Ähnlichkeit besteht. Gruppenmitgl. agieren in einer Weise, die Ähnlichkeit unter Mitgliedern eher unterstützt: Gemeinsame Normen, Kognitionen u. Affekt; Kohäsion
  10. 10Homogenität - gemeinsame Kognition• Gemeinsame Kognition = gemeinsames Verständnis für verschiedene Aspekte des Gruppenlebens (z.B. von Aufgaben, Rollen)
  11. 11gemeinsame Kognition: Transaktives Gedächtnisgemeinsames Wissen innerhalb einer Gruppe darüber, wer welches Wissen hat
  12. 12gemeinsame Kognition: Vorteile und Funktion-> reibungslose Koordination, Kommunikation, Zusammenarbeit und fördern so Funktions-/ Leistungsfähigkeit der Gruppe
  13. 13Homogenität - Gemeinsame EmotionenGruppen entwickeln gemeinsame Emotionen, welche die Funktionsfähigkeit der Gruppe beeinflussen
  14. 14Welchen Einfluss hat die Stimmung eines Gruppenmitglieds (Konfident) auf die Guppe?Es beeinflusst Einschätzungen der Funktionsfähigkeit der Gruppe durch die anderen Gruppenmitglieder
  15. 15Inwiefern beeinflusst die Stimmung des Gruppenleiters (Konfident) die Gruppe?Gruppen zeigten eine bessere Leistung, wenn der Leiter positiver Stimmung war
  16. 16Gruppenkohäsion/ Zusammenhalt= Kraft, die Mitglieder an Gruppe bindet und bewirkt, dass sie in der Gruppe bleiben; Kohäsion soll Funktionieren der Gruppe fördern, weil sie Zusammenhalt in der Gruppe fördert und Gr.mitglieder motiviert, sich für Gruppe zu engagieren
  17. 17Aufgabenbezogene vs. Interpersonelle KohäsionA. K.: bestimmt durch Grad der Festlegung der Mitglieder auf Arbeitsaufgabe
    I. K.: beruht auf Sympathie bzg. Gruppe: Metaanalyse weist nur für aufgabenbezogene Kohäsion positive Korrelationen mit der Gr.leistung nach
  18. 18EntitativitätAusmaß, in dem eine Anzahl von Personen als miteinander verbundene kohärente Einheit wahrgenommen wird
  19. 19Welche Arten von Gruppen können wir unterscheiden? (Studie von Lickel et al. 2000)Vpn wurde eine Liste mit 40 verschiedenen Gruppen vorgelegt, die Sie in Bezug auf folgende Merkmale einstuften: Bedeutsamkeit der Gr.mitglieder füreinander, Gemeinsame Ziele und Handlungsergebnisse, Ausmaß Interaktionen, Größe ,Dauerhaftigkeit, Durchlässigkeit, Ähnlichkeit
  20. 204 Arten von Gruppen nach Lickel et al. (2000)1. Gruppen mit Intimität (Familienmitglieder, Freunde, Partner in Liebesbeziehungen) 2. Aufgabenbezogene Gruppen
    3. Soziale Kategorie (Frauen, Schwarze, Schwule) 4.Lockere Verbindung (Menschen an einer Bushaltestelle)
  21. 21Welche der genannten Dimensionen erwies sich als bester Prädiktor von Entitativität-> das Ausmaß an Interaktionen
  22. 22Soziale Rollen in Gruppen= gruppeninterne gemeinsame Erwartungen an VH des Einzelnen
    -definieren, wie sich P aufgrund Position zu vh haben → verdeutlichen Unterschiede zw. Personen in einer Gruppe. -erleichtern den Umgang
    Einhaltung klar definierter Rollen-> Zufriedenheit und gute Leistung
  23. 23Soziale Rollen in Gruppen Theorie der Erwartungszustände; Leistungserwartungen an das einzelne Gruppenmitglied werden beeinflusst durch:• Aufgabenbezogene Erfolge in Vergangenheit
    • Spezifische Statusmerkmale
    • Diffuse Statusmerkmale: •
  24. 24was sind spezifische Statusmerkmale?Bezug zur Lösung der Gruppenaufgabe (hohe wahrgenommene Fähigkeiten/ Fertigkeiten)
  25. 25was sind diffuse Statusmerkmale?nicht notwendig erforderlich für die Lösung der Gruppenaufgabe (Geschlecht, Alter, Ethnische Zugehörigkeit
  26. 26wahrgenommene Kompetenzunterschiede?Statusmerkmale beinhalten kulturelle Erwartungen bezüglich Kompetenzen: – Männer werden als kompetenter angesehen als Frauen – Ältere Menschen werden als kompetenter angesehen als jüngere
  27. 27Soziale Rollen in Gruppen am Bsp. FußballmannschaftBeispiel Fußballmannschaft:
    Unterschiedliche Spieler haben unterschiedliche Rollen: Stürmer, Verteidiger, Torwart, etc…
    Informelle Rollen: Erfahrenes Mannschaftsmitglied (auch wenn es nicht formell der Kapitän ist) kann mehr Einfluss auf die anderen Spieler ausüben als ein neues Mitglied
    Sozioemotionale Spezialisten: ein Spieler ist immer der, der die Initiative ergreift, wenn es gilt bei einem Streit zu schlichten
  28. 28Theorie der ErwartungszuständeTheorie der Erwartungszustände
  29. 29Was passiert bei einer Überidentifikation mit sozialen Rollen & Experiment-> begünstigt Verlust der persönlichen Identität, der eigenen Persönlichkeit
    Zimbardo & Kollegen nahmen an, dass Einfluss sozialer Rollen so stark ist, dass wir die Rolle, die wir spielen übernehmen
    -> Diese Annahme wurde im Stanford Prison Experiment überprüft
  30. 30Deindividuation in Gruppen - Definition/ProzessZustand bei dem Personen ihres Gefühls der individuellen Identität und Verantwortung beraubt sind
  31. 31Deindividuation in Gruppen - Symptome-> impulsive, asoziale Vhsweisen durch Lockerung der normalen VHszwänge
    -> Massenseele: Übertragung gemeinsamer Emotionen u. VHsweisen auf Einzelne, Gefühl der Macht beim Einzelnen
    -> Verlust Selbstwahrnehmung u Selbstaufmerksamkeit
  32. 32Wodurch kommt es zu einem Verlust der Selbstwahrnehmung?- situationale Gruppeneinflüsse
    - Identifikation mit Gruppe
  33. 33Konsequenz verminderte Selbstwahrnehmung?Verlust Selbstregulation -> Nichtbeachtung von Normen -> enthemmtes VH
  34. 342 Arten v. Selbstaufmerksamkeit:-> Private Selbstaufmerksamkeit: vordergründig im Bewusstsein sind hier persönliche Gedanken und Gefühle
    -> Öffentliche Selbstaufmerksamkeit: Aufmerksamkeit auf die eigene Person als soziales Objekt, d.h. Interesse an der eigenen Erscheinung, dem Eindruck, den man in der Öffentlichkeit hinterlässt
  35. 35Wodurch kann private Selbstaufmerksamkeit reduziert werden?kann durch physiologische Erregung, durch Gemeinschaftsgefühl und Gruppenkohäsion reduziert werden
  36. 36Wozu führt die Reduktion der privaten Selbstaufmerksamkeit?Deindividuation und reduziert Beachtung persönlicher Normen
  37. 37Wodurch kann die öffentliche Selbstaufmerksamkeit reduziert werden?-> durch Anonymität u. Reduktion der Verantwortung
  38. 38Wozu führt die Reduktion der öffentlichen Selbstaufmerksamkeit?Reduktion der öffentlichen Selbstaufmerksamkeit führt zu verminderter Rechenschaftspflicht und führt zu Gleichgültigkeit gegenüber herkömmlichen sozialen Normen
  39. 39Das Soziale Identität/Deindividuations (SIDE)-ModellDeindividuation wird durch sozialeIdentität hervorgerufen. Intergruppensituationen können Bedeutung des persönlichen Selbst verringern und stärken jene des sozialen Selbst, der sozialen Identität
    -> Depersonalisation, Personen definieren sich über ihre Mitgliedschaft+ Normübernahme
  40. 40Warum bilden wir Gruppen?Menschliches Grundbedürfnis nach Affiliation
    Gruppen haben identitätsstiftende Funktion → soziale Identität
    Gruppen dienen als Informationsquelle für sozial angemessenes Verhalten, insbesondere in mehrdeutigen Situationen
    Gruppenmitgliedschaft bringt Vorteile
  41. 41Warum bilden wir Gruppen: 3 ErklärungsansätzeEvolutionspsychologischer/ soziobiologischer Ansatz
    Gruppenbildung hat adaptive Funktion
    Kognitiver Ansatz
    Gruppen helfen uns die Welt zu verstehen, stiften Identität
    Instrumenteller Ansatz
    Gruppenzugehörigkeit bringt Vorteile, erhöht individuellen Nutzen
  42. 42Evolutionspsychologischer Ansatz zur Bildung von GruppenBetont adaptive Funktion
    -> Gruppenbildung erlaubt effektivere Auseinandersetzung mit Feinden und Raubtieren und erlaubt Zusammenarbeit in z.B. Kindeserziehung und Jagd
  43. 43Wie erfolgte aus evolutionärer Erklärung zur Gruppenbildung die Weitergabe dieses Verhaltens?Prädisposition zur Gruppenbildung erhöhte stammesgeschichtlich die Überlebenschancen→ durch das Evolutionsprinzip der natürlichen Selektion wurde Prädisposition zur Gruppenbildung selektiert und an nachfolgende Generationen weitergegeben
  44. 44Evolutionspsychologischer/soziobiologischer Ansatz: Prädispositionen und AngeborenesPrädisposition zum Aufbau positiver, starker und stabiler Beziehungen = Zugehörigkeitsbedürfnis -> sei angeboren und universell
    Empirische Belege für Transkulturalität und Transsituationalität des Zugehörigkeitsbedürfnisses stützen diese Annahme.
  45. 45Warum Gruppen? Kognitiver Ansatz - Theorie des sozialen VergleichsGruppen helfen Welt zu verstehen,
    Menschen wollen zutreffende Sicht der Welt erlangen sie durch Überprüfungen an der physikalischen Realität.
    Überprüfungen an der sozialen Realität: erfolgt v.a. wenn Überprüfung an physikalischer Realität nicht möglich, wie z.B. bei Vorlieben
  46. 46Instrumenteller/ austauschtheoretischer AnsatzVorteile durch Gruppenzugehörigkeit,da soziale Beziehungen Bedürfnisbefriedigung dienen → Gr.zugehörigkeit erhöht individuellen Nutzen.
    Soziale Beziehung=Austauschbeziehungen. Austausch materieller Güter
    Austausch psychologischer Güter (Liebe, Freundschaft, Wertschätzung,…)
  47. 47Warum existieren Gruppen demnach? ( Thema Austauschbeziehungen) was resultiert daraus?Weil sie den sozialen Austausch zum wechselseitigen Vorteil fördern.
    Menschen geben demnach die Gruppenzugehörigkeit auf, wenn sie mit der Kosten-Nutzen Relation ihrer Gruppenzugehörigkeit nicht zufrieden sind, bzw. wenn alternative Gruppen bessere Kosten-Nutzen Relation bieten
  48. 48Auf welche Gruppen ist das Modell der Gruppensozialisation anwendbar?anwendbar auf Gruppen, die über längere Zeit hinweg bestehen, d.h. auf stabile Gruppen
    auf Gruppen bei denen Mitglieder direkt interagieren
  49. 49Modell der Gruppensozialisation: 5 Stadien der GruppenmitgliedschaftErkundung
    Sozialisation
    Aufrechterhaltung
    Resozialisierung
    Erinnerung
  50. 50Modell der Gruppensozialisation: RollenübergängeEintritt (vom künftigem zum neuen Mitglied)
    Akzeptanz (vom neuen Mitglied zum Vollmitglied)
    Divergenz (vom Vollmitglied zum Randmitglied)
    Austritt (vom Randmitglied zum Exmitglied)
  51. 51Wie kommen Rollenübergänge laut dem Modell der Gruppensozialisation zustande?Rollenübergänge kommen aufgrund von Bewertungsprozessen zustande:
    Wie lohnend ist ein künftiges Mitglied für die Gruppe?
    Wie lohnend ist die Gruppe für ein potentielles künftiges Mitglied?
  52. 52Modell der gruppensozialisation: Commitment = Festlegung= Ausmaß in dem sich Gruppenmitglied mit der Gruppe und ihren Zielen identifiziert und Gruppenmitgliedschaft aufrechterhält.variiert über die 5 Stadien der Gruppenmitgliedschaft
    = Funktion der früheren, gegenwärtigen und künftigen Belohnungen durch Gruppe im Vergleich zu alternativen Gruppen
  53. 53Mit welcher weiteren Entwicklung geht die Festlegung als Gruppenmitglied einher?Festlegung nimmt in dem Maße zu wie Individuen zu Vollmitgliedern werden;
  54. 54Modell Gruppensozialisation: Stadium der Erkundung/ Handhabung verschiedener GruppenartenG.suchen Personen, von denen sie Beitrag zur Erreichung Gruppenziele erwarten
    -Aufgabenorientierte G.:fokussieren auf erforderliche Fähigkeiten und Fertigkeiten
    -G. mit Intimität fokussieren auf Verträglichkeit und daher auf Ähnlichkeit
    -Künftige Mitglieder beurteilen G.Potential zur Befriedigung eigener Bedürfnisse
  55. 55Modell der Gruppensozialisation: Eintritt und InvitationRollenübergang zum Eintritt erfolgt wenn Niveau der wechselseitigen Festlegung hoch genug ist
    Ist oft mit Initiationsriten verbunden vgl. Aufnahmeriten Studentenverbindungen in den Niederlanden
  56. 56Warum pflegen Gruppen harte Inititiationsrituale?-sie verstärken die Sympathie für die Gruppe
    - danach: hohe Einschätzung von Attraktivität durch Vermeidung kognitiver Dissonanz
    -Abschreckung unmotivierter Mitglieder
    -Angehende Mitglieder können Interesse Mitgliedschaft zeigen
  57. 57Stadium der SozialisationGruppensozialisation: Neue Mitglieder werden an Gruppennormen und
    –praktiken assimiliert
    -> Rolle in der Gruppe u erwartete Verhaltensweisen aufg. Position werden gelernt
    -Neue Mitglieder versuchen Gruppe so zu beeinflussen, dass sie ihre Bedürfnisse erfüllt
  58. 58Einfluss neuer Mitglieder in Gruppen (Choi & Levine, 2004) In welchem Maße werden Vorschläge neuer Gruppenmitglieder zur Veränderung der Arbeitsweise angenommen?Scheitern/Erfolg, Freie Wahl/Vorgegebene Arbeitsweise (2x2 faktorielles Design). Bei erfolgreicher Arbeitsweise wird Vorschlag von neuem Mitglied eher nicht angenommen, bei erfolgloser Arbeitsweise bessere Chance .Annahme dass frei gewählte Arbeitsweise schwerer aufgegeben wird, wegen höherer Festlegung
  59. 59Stadium der Sozialisation-Festlegung des Mitglieds auf die Gruppe und der Gruppe auf das Mitglied nimmt zu
    -Wenn Akzeptanzkriterium erfüllt ist, wird neues Mitglied Vollmitglied , kein Kümmern mehr notwendig, Sozialisation ist beendet
    -> unbeschränkter Zugang zu Infos treten informellen Zirkeln bei; VH wird weniger streng überwacht
  60. 60Wovon hängt die Schwierigkeit ab eine Akzeptanz als Vollmitglied zu erhalten?Vom Niveau der Annäherung an die optimale Mitgliederzahl
  61. 61Was versteht man unter dem Niveau der Annäherung an die optimale MitgliederzahlAusmaß, indem die tatsächliche Mitgliederzahl der idealen Gruppenmitgliederanzahl entspricht;
    Gruppen können überfüllt sein bzw. unter Auszehrung leiden
    Vollmitglied zu werden sollte in ausgezehrten Gruppen leichter sein
  62. 62Studie zum Niveau der Annäherung an die Optimale Mitgliederzahl und zur Praxis der Mitgliederwerbung und Sozialisation(Clini, Moreland und Levine, 1993)93 studentische Gruppen
    Interviews mit Vorsitzenden der Gruppen
  63. 63Ergebnisse bzw Antworten der Interviews zu Studie Niveau Annäherung an optimale Gruppengröße-> Auszehrung führt zu Verlust an Ressourcen,schlechterer Gruppenleistung,Erschöpfung
    -> Überfüllung -> Apathie, Langeweile, Entfremdung, Desorganisation
  64. 64Ergebnisse bzw Antworten der Interviews zu Studie Niveau Annäherung an optimale Gruppengröße: In welchen Gruppen war es leichter Vollmitglied zu werden?Erwartungsgemäß war es in ausgezehrten Gruppen leichter Vollmitglied zu werden
    In überfüllten Gruppen wurde der Zugang beschränkt, die Abweichung von Gruppennormen wurde härter sanktioniert
  65. 65Modell der Gruppensozialisation: Stadium der Aufrechterhaltung-> Hohes Niveau der Festlegung
    - Gruppenmitglied und die Gruppe sehen Mitgliedschaft als lohnend an
    Rollen werden ausgehandelt. jedes Mitglied strebt Rolle an, die seinen Bedürfnissen am besten gerecht wird
    Gruppe Rollenzuweisung zur optimalen Erreichung der Gruppenziele
  66. 66Wovon hängt eine lohnende Beziehungen und starke Festlegung zw. Gruppe und Mitglied ab?Vom Erfolg der Rollenverhandlungen
  67. 67Stadium der Divergenz Festlegung des Gruppenmitglieds nimmt ab aufgrund von?- Unzufriedenheit mit Rollenverhandlungen in der Gruppe
    - lohnenswerten anderen Gruppen (Alternativen)
    - eigenem Unvermögen, Erwartungen der Gruppe zu erfüllen
  68. 68Welche Konsequenzen erwarten Gruppenmitglieder die die Gruppenerwartungen nicht erfüllen?- werden als Abweichler, randständige Mitglieder gesehen
    - Werden von Informationen fern gehalten
    - Werden von informellen Zirkeln fern gehalten
    - Werden unter Druck gesetzt sich anzupassen bzw. auszutreten
  69. 69Stadium der Divergenz Experiment zum Druck auf Abweichler (Schachter, 1951)Anfänglich wurden die abweichenden Mitglieder am stärksten in die Diskussion eingebunden, mit dem Ziel Ihre Meinung zu ändern. Als klar wurde, dass der Abweichler seine Meinung beibehalten würde, wurde er von der Gruppe ausgeschlossen: man sprach nicht mehr mit ihm, seine Beiträge wurden ignoriert
  70. 70Stadium der Resozialisation & des Austritts Phase der Resozialisierung:- Versuch der Gruppe randständiges Mitglied vom Austritt abzubringen
    - Versuch der Anpassung an deren Wünsche
    - Versuch des Gruppenmitglieds, Gruppe davon zu überzeugen es nicht auszuschließen, sich erneut an Erwartungen der Gruppe anzupassen
  71. 71Stadium der Resozialisation & des Austritts Forschungsergebnisse (Ballspiel) zu negativen Folgen von sozialem Ausschluss (Williams et al. 2001; Eisenberger et al. 2003):-Negative Auswirkungen auf die Stimmung, Ärger
    -Geringere Werte in Zugehörigkeit, im Selbstwert
    -> fMRT-Studie belegt sozialen Schmerz: bei sozialem Ausschluss ist Hirnregion aktiviert, die normalerweise bei Schmerz aktiviert ist
  72. 72Stadium der ErinnerungRetrospektive gegenseitige Bewertung von Gruppenmitglied und Gruppe
    Wenn Beiträge des Ex-Mitglieds als positiv angesehen werden, so behält Gruppe gewisses Maß an Festlegung -Exmitglieder blicken mit angenehmen /schmerzhaften Erinnerungen, auf Gruppe zurück; in Extremfällen Racheakt: Zerstörung Gruppe
  73. 735 Stadien Modell GruppenentwicklungForming
    Storming
    Norming
    Performing
    Adjourning
  74. 74Forming/ HerausbildungUnsicherheit, weil man einander nicht kennt, nicht weiß was von einem erwartet wird
    Interaktionen sind höflich, gehemmt
    Es geht um Entwicklung einer gemeinsamen Identität
  75. 75Storming/ StürmenEs geht um Herausbildung einer Gruppenstruktur, Führung und Einfluss sind zentrale Themen
    Konkurrenz um diverse Rollen begünstigt Konflikte und Meinungsverschiedenheiten
  76. 76Norming/ NormenbildungÜbereinkunft hinsichtlich der Gruppenziele
    Entwicklung von Normen, die Interaktionen bestimmen
    Gruppenmitglieder entwickeln enge Bindungen
  77. 77Perfoming/ LeistenEs geht um Ausführung der Gruppenaufgabe, auf die sich Bemühen der Gruppe richtet
    Überwiegen aufgabenbezogener Aktivitäten
  78. 78Adjourning/ AbschließenAbschluss oder Aufgabe der Aufgabe
    Gefühle des Erfolgs bzw. der Enttäuschung
  79. 79Welches Kodiersystem gibt es für die Identifikation von Interaktionsmustern bei Beobachtungen in Kleingruppen?Interaktionsprozessanalyse (IPA) von Bales
  80. 80Zwischen welchen zwei verschiednen VHSweisen differenziert die Interaktionsprozessanalyse (IPA)Aufgabenbezogenes Verhalten (Task behavior): VHsweisen, die auf Erfüllung der Arbeitsaufgabe gerichtet sind
    Sozioemotionale Verhaltensweisen
    VHsweisen, die auf interpersonelle Beziehungen in Gruppen gerichtet sind
    Positives sozioemotionales Verhalten
    Negatives sozioemotionales Verhalten
  81. 81Beispiele positives sozioemotionales VHZeigt Solidarität, gewährt anderen Hilfe & Belohnung
    Zeigt Entspannung, scherzt,lacht, Zufriedenheit
  82. 82Bsp. neutrales Aufgabenorientiertes VerhaltenMacht Vorschläge, gibt Anregungen, lässt Autonomie Gibt Meinungen kund, bewertet, analysiert, bringt Gefühle und Wünsche zum Ausdruck
  83. 83Bsp sozioemotionales VH negativStimmt nicht überein, zeigt passive Zurückweisung bzw. Formalismus, verweigert Hilfe
    Opponiert, verringert den sozialen Status anderer, verteidigt sich oder übt sich in Selbstbehauptung
  84. 84Fünf-Stadien-Modell d. Gruppenentwicklung Postuliert unterschiedliche Ausprägung der 12 Kategorien in unterschiedlichen Stadien der Gruppenentwicklung:Forming: viele positive sozioemotionale Verhaltensweisen
    Storming: viele negative sozioemotionale Verhaltensweisen
    Norming: positive sozioemotionale Verhaltensweisen und
    aufgabenbezogene Verhaltensweisen
    Performing: vorwiegend aufgabenbezogene Verhaltensweisen
  85. 85Inwiefern stützen die Ergebnisse von Wheelan et al. (2003) die Annahmen auf allg. Level?Negative Korrelation zw. Zeit und sozioemotionalen Vhsweisen
    Positive Korrelation zw. Zeit und aufgabenbezogenen Vhsweisen
  86. 86Entwicklung und Struktur von Gruppen Kritik am Fünf-Stadien-ModellZentraler Vorwurf: Übereinfachung der Realität.
    -manche Gr. nie Storming Phase, andere ständig Konflikt-manchmal Rückkehr in alte Stadien- Stadium Gr. schwer feststellbar
    -Annahme Stadien unterscheiden sich qualitativ schwer haltbar-> Intensität variiert bes. in einzelnen Stadien
  87. 87Kakerlakenexperiment Anwesenheit anderer auf die LeistungLaufstrecke mit Lichtquelle am Ende Aufgabe: verstecken in dunkler Nische. Bei einfachen, gut eingeübten Aufgaben verbessert die Anwesenheit anderer die Leistung. Soziale Erleichterung
    Bei schwierigen Aufgaben (Labyrinth) verschlechtert die Anwesenheit anderer die Leistung.
  88. 88Warum ist die Gegenwart anderer bei einfachen Aufgaben förderlich, bei schwierigen nicht?Physiologische Erregung fördert Ausführung einfacher, gut eingeübter Aufgaben, hemmt die Ausführung komplexer Tätigkeit (macht nervös, erzeugt Bewertungsangst)
  89. 89Soziale Erleichterung/Social FacilitationSoziale Erleichterung/ Social Facilitation: Tendenz, dass Menschen in Gegenwart anderer, wenn Einzelleistung messbar bei einfachen, gut eingeübten Aufgaben besser abschneiden/schwierigen schlechter
  90. 90Soziales Faulenzen/ Social Loafing:Tendenz, dass Menschen in Gegenwart anderer, wenn Einzelleistung nicht messbar ist, bei einfachen Aufgaben schlechter, bei schwierigen aber besser abschneiden
  91. 91Experiment Max Ringelmann zur Auswirkung Anwesenheit anderer auf die LeistungExperiment von Max Ringelmann (1913): er konfrontierte Versuchspersonen mit einer einfachen Aufgabe – Tauziehen
    Vpn mussten sowohl Mann gegen Mann (zur Ermittlung der durchschnittlichen Einzelleistung) als auch Gruppe gegen Gruppe an Tauzieh-Wettbewerben teilnehmen
  92. 92Ringelmann EffektRingelmann wies nach, dass die Einzelleistung in der Gruppe geringer war, als jene im Mann gegen Mann Bewerb
    ->Ringelmann Effekt
    Ringelmann Effekt : Einzelbeitrag jedes Gruppenmitglieds zur Gesamtleistung nimmt mit zunehmender Gruppengröße ab;
  93. 93Erklärung Ringelmann Effektzurückzuführen auf Motivationsverlust (Soziales Faulenzen) und auf Koordinationsverlust (G.Mitglieder schaffen es nicht im selben Augenblick ihre maximale Zugkraft aufzubringen)
    - Wenn Einzelleistung nicht messbar ist, besteht weniger Bewertungsangst, man fällt weniger auf -> entspannt
  94. 94Soziales Faulenzen: Geschlechtsspezifische UnterschiedeMänner neigen stärker zu sozialem Faulenzen als Frauen. Interpretation: weibliche Konzentration auf Beziehungen (Tendenz zu relationaler Interdependenz) könnte Neigung zu sozialem Faulenzen abschwächen
  95. 95Soziales Faulenzen: kulturelle UnterschiedeNeigung zu sozialem Faulenzen in westlichen Kulturen stärker ausgeprägt
    Interpretation:
    Stärker interdependente Selbstsicht, d.h. Selbstdefinition basierend auf Beziehungen zu anderen Menschen in asiatischen Kulturkreis könnte Neigung zu sozialem Faulenzen abschwächen
  96. 96Auswirkung der Anwesenheit anderer auf die Leistung- Abhängig von Aufgabenschwierigkeit
    - Abhängig von Messbarkeit der Einzelleistung
    -Bei einfachen Aufgaben und bei Messbarkeit der Einzelleistung fördert die Anwesenheit anderer die Leistung
    - Bei schwierigen Aufgaben und bei Nichtmessbarkeit der Einzelleistung fördert die Anwesenheit anderer die Leistung
  97. 97Gruppen und Individualverhalten Salienz der GruppenmitgliedschaftGruppenmitgliedschaft ist nicht ständig salient, d.h. nicht ständig kognitiv aktiviert
    Einstellungen und VH der Gruppenmitglieder
    Anwesenheit anderer Gruppen (Intergruppenkontext) macht eigene Gruppenmitgliedschaft salient
  98. 98Wwlche Faktoren machen die eigene Gruppenmitgliedschaft salient?Erst kognitive Salienz der Gruppenmitgliedschaft beeinflusst über die Selbstdefinition (soziale Identität) und VH der Gruppenmitglieder
    Anwesenheit anderer Gruppen (Intergruppenkontext) macht eigene Gruppenmitgliedschaft salient
  99. 99Studie von James & Greenberg (1989) zu Salienz - Aufgabe und interessierende Variable2 Experimente in denen Studierende Anagrammaufgaben lösen mussten
    Interessierende Variable: Anzahl der gelösten Aufgaben
  100. 100Studie von James & Greenberg (1989) zu Salienz; AnnahmeAnnahme: Bei Vgl des Abschneidens von Studierenden verschiedener Universitäten ist Motivation höher, wenn eigene Gruppenmitgliedschaft salient ist
    Experimentelle Manipulation der Salienz der Zugehörigkeit zur jeweils eigenen Universität
  101. 101Experiment 1 James& GreenbergStudie von James & Greenberg (1989):
    Manipulation der Salienz durch Bearbeitung der Aufgaben in weißem Zimmer (geringe Salienz) bzw. in Zimmer, das in Farben der Universität (hohe Salienz) gestrichen war
    In der Bedingung hoher Salienz wurden mehr Anagrammaufgaben gelöst.
  102. 102James & greenberg Experiment 2Erneut Manipulation der Salienz der Universitätszugehörigkeit, zusätzliche Manipulation des Intergruppenvergleichs, indem der Hälfte der Studierenden mitgeteilt wurde, dass die Leistungen mit einer rivalisierenden Universität verglichen würden, der anderen Hälfte wurde dies nicht gesagt
  103. 103Ergebnis James & GreenbergErgebnisse weisen darauf hin, dass Salienz der Gruppenmitgliedschaft nur dann zu einer besseren Leistung führt, wenn ein Intergruppenvergleich stattfindet, ansonsten nicht.
  104. 104GruppenentscheidungenEntscheidungsfindung ist eine der Hauptfunktionen von Gruppen
    Heute werden viele wichtige Entscheidungen von Gruppen getroffen
  105. 105Wann sind Gruppen erfolgreicher als Einzelpersonen?Wenn sie sich auf die Person mit dem meisten Fachwissen verlassen und von den Kommentaren der anderen stimulieren lassen
  106. 106Warum Gruppenentscheidungen nicht unbedingt besser sind als Einzelentscheidungen-Gruppen könnten zu wenig darauf bedacht sein, das kompetenteste Mitglied zu identifizieren
    - Sozialer Druck: kompetentestes Mitglied könnte sich aufgrund sozialer Drucks in Gruppen schwertun, eine eigene gegenteilige Meinung zu äußern
    -Kommunikationsschwierigkeiten -> mangelndes Zuhören
  107. 107Gruppenentscheidungen - Prozessverluste Nichtteilen wichtiger InformationenGruppen haben die Tendenz, sich auf das zu konzentrieren, was ihre Mitglieder schon wissen und die Diskussion von Informationen, die nur wenige Mitglieder haben, zu versäumen
  108. 108Wie kann man Gruppen dazu bringen, Informationen zu teilen?Ungeteilte Infos scheinen tendenziell erst später in die Gruppe eingebracht zu werden Diskussionen sollten länger dauern
    Erklärung der einzelnen Gruppenmitglieder zu Experten für Gebiete erhöht Bewusstsein, dass sie verantwortlich dafür sind, bestimmte Info in die Diskussion einzubringen
  109. 109Gruppendenken DefinitionEine Form des Denkens, bei welcher der Erhalt der Gruppenkohäsion und die Solidarität wichtiger ist, als die realistische Betrachtung der Tatsachen
  110. 110Vorbedingungen für Gruppendenken:-Gruppe ist hochkohäsiv: hohe Wertschätzung und Attraktivität der Gruppe. -Gruppenisolation: Gruppe = isoliert, alternative Standpunkte dringen nicht vor. - Direktiver Leiter:
    Hoher Stress: Eindruck die Gruppe würde bedroht
    Schlechter Entscheidungsfindungsprozess
  111. 111Symptome des Gruppendenkens-Illusion der Unverwundbarkeit-Glaube an moralische Richtigkeit der Gruppe
    -Stereotypisierte Sicht auf Fremdgruppen
    -Selbstzensur: Mitglieder selbst äußern widersprüchliche Meinungen nicht
    -Direkter Anpassungsdruck auf Abweichler
    -Illusion der Einmütigkeit
    -Mindguards
  112. 112MindguardsGruppenmitglieder schützen die Leiter vor gegensätzlichen Meinungen
  113. 113Illusion der Einmütigkeit (ein Gemüt)Schaffen des Eindrucks von Einmütigkeit, indem man z.B. Abweichler nicht mehr befragt
  114. 114Folgen des Gruppendenkens→ Fehlerhafte Entscheidungsprozesse:
    -Unvollständige Sichtung der Alternativen
    -Mangelhafte Risikoanalyse der favorisierten Alternative
    -Mangelhafte Informationssuche
    -Fehlende Entwicklung eines Krisenplans
  115. 115Gruppenpolarisierung – Extreme EntscheidungenGruppen treffen risikoreichere Entscheidungen als Individuen → Risikoschub (risky shift)
    -tendieren nicht generell zu risikoreicheren sondern zu extremeren Entscheidungen, als Individuum → Gruppenpolarisierung
  116. 116Was versteht man genau unter dem Begriff Gruppenpolarisierung?Neigung von Individuen zu extremeren Entscheidungen als die ursprüngliche Entscheidung der Gruppenmitglieder (war diese konservativ, so wird sie noch konservativer; war sie risikofreudig, so wird sie noch riskanter)
  117. 1172 Erklärungsansätze zur Gruppenpolarisierung: 2 Modelle aufzählenModell der überzeugenden Argumente
    Modell der sozialen Vergleichsprozesse
  118. 118Modell der überzeugenden ArgumenteAlle Individuen liefern der Gruppe eine Reihe von Argumenten, von denen die anderen Individuen einige noch nicht bedacht hatten, obwohl sie ihre ursprüngliche Auffassung stützen – verstärkt die ursprüngliche Auffassung noch mehr
  119. 119Modell der sozialen VergleichsprozesseTeilnehmer sondieren zunächst die Meinungen der anderen:
    Was favorisiert die Gruppe? Risikoreiches oder vorsichtiges Verhalten?
    Vor dem Hintergrund sozialer Belohnung wählen viele dann eine Meinung, die der allgemeinen Meinung ähnelt, aber etwas extremer ausfällt
    → man stützt die Meinung der Gruppe und wird zum imponierenden Vordenker
  120. 120Vorurteil - allgemeinVorurteil = abwertende Einstellung oder Antipathie gegenüber bestimmten sozialen Gruppen oder ihren Mitgliedern
  121. 121Soziale Diskriminierung allgemeinSoziale Diskriminierung: negatives, benachteiligendes oder abwertendes Verhalten gegenüber einer sozialen Gruppe oder ihren Mitgliedern
  122. 122Einfluss Vorurteile auf VHInhalt der Urteile ist mit negativen Gefühlen versehen
    Verhalten gegenüber den angesprochenen Menschen steht in der Regel im Einklang mit unseren Urteilen und Emotionen
  123. 123Worauf sind unsere Voruteile bezogen?Unsere Urteile beziehen sich auf die Gruppen als Ganzes als auch auf einzelne Mitglieder
    Verallgemeinerungen bei Nichtberücksichtigung interindividueller Unterschiede
  124. 124Gegen welche Arten von Gruppen sind Vorurteile häufig gerichtet?Vorurteile richten sich oft gegen solche Gruppen, die auf der Grundlage von Kategorien gebildet werden, die für die Definition des Selbst, für die Differenzierung zwischen dem Selbst und anderen zentral sind:
    Geschlechterrollen (Sexismus), religiöse Überzeugung, Alter (Altersvorurteile), sexuelle Orientierung, Nationalität/ Ethnische Zugehörigkeit (Rassismus)
  125. 125Zwischen welchen beiden Arten der Erklärung von Vorurteilen und Diskriminierung wird grob unterschiedenINDIVIDUUMSORIENTIERTE ERKLÄRUNGEN
    -Die autoritäre Persönlichkeit
    -Theorie der sozialen Dominanz
    GRUPPENORIENTIERTE ERKLÄRUNGEN
    Theorie des realistischen Gruppenkonflikts -Mere categorization und Paradigma der minimalen Gruppen
    -Theorie der sozialen Identität
  126. 126Die autoritäre Persönlichkeit (Diskriminierung)P., die extrem unterwürfig gegenüber Autoritäten ist u.Neigung zu Vorurteilen aufweist
    -Zentr.Persönlichkeitsmerkmal ist Autoritarismus ->Offen unterwürfige Einstellung gegenüber A.
    -Autoritäre Einstellung gegenüber Minderheiten mit geringem Status
  127. 127Welches Syndrom kognitiver Schemata weist eine Person mit autoritärer P. auf?-Welt wird als bedrohlich wahrgenommen
    -Normen der dominanten gesellschaftlichen Gruppe werden akzeptiert
    -Schwarz-Weiß Malerei
    -Rigidität des Denkens durch Verwendung zahlreicher Stereotype
  128. 128,,Symptome'' autoritärer Persönlichkeit-Unbedingte Identifizierung mit der Eigengruppe und ihren Repräsentanten
    als oberste moralische Instanz
    -Rigigdität im Denken, Dogmatismus und Intoleranz ->religiösem Fundamentalismus, Unterstützung traditioneller Geschlechterrollen
    Nationalismus
  129. 129Fragebogen zu Erfassung autoritärer PersönlichkeitenEinstellungen gegenüber Minderheiten
    Bewunderung von Autoritäten
    Politischer und wirtschaftlicher Konservatismus
    Denkstil, Gut und Böse Einteilung Welt (Schwarz-Weiß Malerei)
    Faschismusskala (F-Skala)
  130. 130Zentraler Kritikpunkt zur Postulierung der autoritären PersönlichkeitEinfluss der sozialen Situation, der vorherrschenden Normen, der soziokulturellen Bedingungen auf das Ausmaß des Vorurteils wird vernachlässigt
  131. 131Theorie der sozialen DominanzOrientierung an sozialer Dominanz (social dominance orientation, SDO)
    Ausmaß der Akzeptanz einer gruppenbasierten sozialen Hierarchie und des Bedürfnisses danach sowie der Beherrschung der „unteren“ durch die „obere“ Gruppe
  132. 132Merkmale von Personen mit hohen SDO-Wertenhaben ein starkes Bedürfnis danach, dass Intergruppenhierarchien gepflegt werden und dass die Eigengruppe Fremdgruppen dominiert
    wenden sich gegen jede Form der Politik, die auf Herstellung von Gleichheit abzielt
  133. 133Zentrale Bestandteile der Theorie der soz. Dominanz-> Legitimierungsmythen
    = konsensbasierte Werte, Einstellungen, Meinungen, Stereotype, die moralische und intellektuelle Rechtfertigung für die Unterdrückung und Ungleichheit von Gruppen liefen.Sollen Statusunterschiede zwischen mächtigen/weniger mächtigen Gruppen als gerechtfertigt erscheinen lassen
  134. 134Kritik an Individuumsorientierten Ansätzen:Annahme dass Millionen von Bürgern (etwa NS Zeit) eine dysfunktionale Persönlichkeitsstruktur haben bzw. dass ihnen bestimmte individuelle Orientierung gemeinsam ist, erscheint nicht sehr plausibel,erklären auch nicht, warum best. P.gruppe (Juden) in einer bestimmten Epoche als Ziel ausgewählt wird/in anderen nicht
  135. 135Erklärungen für Vorurteile und Diskriminierung Theorie des realistischen GruppenkonfliktsEs sind nicht die individuellen Einstellungen gegenüber der Eigen- und der Fremdgruppe, sondern die besonderen Beziehungen (Interdependenzbeziehung) zwischen Eigen- und Fremdgruppe, die Einstellungen und Verhalten der Gruppenmitglieder beeinflussen
  136. 136Wodurch werden Einst. und VHSweisen der Gruppenmitglieder nach Theorie des realistischen Gruppenkonflikts beeinflusstArt der Interdependenzbeziehung, wahrgenommene Interessenskonflikte -Identifikation mit der Eigengruppe
    Solidarität in Gruppen
    Bewertung von Eigen- & Fremdgruppe
  137. 137Positive Interdependenz:Situation, bei der die andere Gruppe erforderlich ist, um das Ziel der Eigengruppe zu erreichen
    Ist verbunden mit positiven Bewertungen, Akzeptanz der Fremdgruppe
    Kooperatives, unterstützendes, freundliches Verhalten
  138. 138Negative Interdependenz:Sit., bei der Gruppen neg. voneinander abhängig sind, Fremdgruppe behindert Zielerreichung der Eigengruppe Konfligierende Interessen.Ist verbunden mit Abwertung, Nichtmögen, Zurückweisen der Fremdgruppe, mit feindseligem VH Gleichzeitig besonders positive Einstellungen zur Eigengruppe und hohe Kohäsion
  139. 139Ferienlagerstudienüberprüften Sheriff und Kollegen die zentralen Annahmen der Theorie des realistischen Gruppenkonflikts
    untersuchten ob sich funktionalen Beziehungen zwischen Gruppen (positive versus negative Interdependenz) auf Intergruppeneinstellungen und Intergruppenverhalten auswirkten
  140. 140Hypothesen der Ferienlagerstudien:-Konkurrenz um knappe Ressourcen (neg. Interdependenz) fördert Intergruppenkonflikte und Ethnozentrismus
    -Gemeinsame übergeordnete Ziele (pos Interdependenz) verringern den Konflikt und festigen positive Intergruppeneinstellungen
  141. 141Theorie des realistischen Gruppenkonflikts: Ethnozentrismushöhere Einstufung der Merkmale der Eigengruppe, andere Gruppe werden am Maßstab der Eigengruppe gemessen
  142. 142Theorie des realistischen Gruppenkonflikts:Intergruppenverhalten (intergroup behavior)Verhalten von Personen, die sich gegenüber Mitgliedern einer Fremdgruppe als Mitglieder einer bestimmten sozialen Gruppe verhalten
  143. 143Ferienlagerstudie: Ablauf allgemeinWeiße amerikanische Jungen aus der Mittelschicht, die sich in Bezug auf Persönlichkeit, vorhandene persönliche Bindungen, sozioökonomischen Hintergrund, im äußeren Erscheinungsbild nicht unterschieden
  144. 144Phasen Ferienlagerstudie1. Gruppenbildung
    2. Intergruppenwettkampf
    3.Intergruppenkooperation
  145. 145Ferienlager Phase 1: GruppenbildungAufteilung auf 2 Gruppen, in Körpergröße und Fähigkeiten vergleichbar
    Gruppen waren sich in dieser Phase Existenz der anderen Gruppe nicht bewusst -> getrennte Aktivitäten
    Entwickelten dabei jeweils eigene Normen und Symbole (z.B. Gruppennamen) und Statushierarchien (z.B. Gruppenleiter)
  146. 146Ferienlager Phase 2: IntergruppenwettkampfBegann mit Bewusstwerden Existenz einer weiterer Gruppe ->Gr. begannen immer häufiger über die jeweils andere Gruppe zu sprechen, schlugen Wettkämpfe vor
    VL arrangierten Wettbewerben mit dem Ziel, neg. Interdependenz zu erzeugen und deren Folgen zu analysieren
  147. 147Wozu führten die Wettbewerbe zwischen den beiden Gruppen (Ferienlager)Wettbewerbe schürten Konkurrenz
    Kohäsion und Solidarität innerhalb der Gruppe nahm zu
    Feindseligkeit und Aggressivität gegenüber der Fremdgruppe stieg
    Nach wenigen Tagen eskalierte der Intergruppenkonflikt, VL mussten Versuchsphase 2 abbrechen
  148. 148Phase 3 IntergruppenkooperationVL erzeugten positive Interdependenz durch übergeordnete Ziele, die nur gemeinsam erreicht werden können
    Nach einer Reihe gemeinsamer Aktivitäten zur Erreichung übergeordneter Ziele nahm Intergruppenkonflikt allmählich ab und die Intergruppenakzeptanz zu
  149. 149Kritik FerienlagerstudieZweifel dass neg. Interdependenz Bedingung für Vorurteile und Diskriminierung ist. Untersuchungen zeigten, dass sich kompetitives Intergruppenverhalten auch in Gr.entwickelt die nicht Interdep sind u. sich ausdrücklich nicht in Konkurrenzbeziehung befinden pos. interdependent sind!
  150. 150Bloße Kategorisierung: welche Bedingungen tatsächlich notwendig für das Auftreten von sozialer Diskriminierung zwischen Gruppen sindSoziale Diskrim. zwischen Gruppen verbunden mit Eigengruppenbegünstigung
    Annahme, dass bloße Kategorisierung in Eigen- und Fremdgruppe reicht, um diskriminierendes Intergruppen-verhalten/ Eigengruppenbegünstigung auszulösen
  151. 151mere categorizationbloße Kategorisierung in Eigen u. Fremdgruppe reicht aus um Eigengruppenbegünstigung auszulösen
  152. 152VersuchEinteilung in Kandinsky vs. Klee Vorliebe
    -> Zuteilung Geldbeträge
    - Tendenz zur Gleichverteilung
    -gleichzeitig Eigengruppenbegünstigung
  153. 153Versuchsbedingungen mere categorizationAnonymität, keine Interaktion, kein p. Nutzen, reale Konsequenzen, Wahlmöglichkeiten
  154. 154Warum zeigen Menschen selbst in einer so minimalen Intergruppensituation kompetitives Gruppenverhalten obwohl weder eine sinnvolle Kategorisierung noch ein Konflikt/ Konkurrenz vorliegt?: Theorie der soz. Identität- zentrale Konstrukte der Theorie der sozialen Identität
    -Soziale Kategorisierung (social categorization)
    -Sozialer Vergleich (social comparison)
    -Soziale Identität (social identity)
    Positive Distinktheit
  155. 155Soziale KategorisierungAus Informationen der soz. Umwelt werden Kategorien gebildet
    -Ähnlichkeiten/Unterschiede zw. Kategorien werden betont
    - je bedeutsamer Kategorie desto bed. für soz. Identität
  156. 156Soziale IdentitätDas Selbstkonzept einer Person wird aus der Mitgliedschaft einer soz. Gruppe abgeleitet
    -> Selbstdefiniton als Gruppenmitglied, Unterscheidung Eigen-Fremdgruppe
    -> Menschen streben nach pos. soz. Identität
  157. 157Sozialer VergleichVergleich eigener Einstellungen und Emotionen mit anderen für Korrektheit
    -> Basis für Entwicklung sozialer Identität
  158. 158positive DistinktheitBedürfnis einer positiven soziale Identität = befriedigt wenn Ergebnis soz. Vgl. positiv ausfällt
    pos. Distinktheit: Motivation Überlegenheit Eigengruppe zu demonstrieren wg. Streben nach pos. Selbstkonzept
  159. 159Welches VH dient nach der Theorie der soz. Identität zur Aufrechterhaltung u Verteidigung positiver Distinktheit?Intergruppenverhalten
  160. 160Abbau von Vorurteilen Theorie des IntergruppenkontaktsKontakthypothese: Vorurteile lassen sich durch persönlichen Kontakt mit Mitgliedern der Fremdgruppe reduzieren
    -> Megaanalytische Ergebnisse belegen dies
  161. 161Unter welchen 4 Bedingungen sollte dieser Kontakt idealerweise stattfinden?-Gleicher Status zw. den Gruppen
    -Gemeinsame Ziele
    -Kooperation
    -Unterstützung durch Autoritäten
  162. 162Erklärungen für positiven Einfluss des Intergruppenkontakts:-Erhalt von Informationen, die Vorurteilen widersprechen und diese längerfristig abbauen können
    -Abbau von Ängsten
    -Förderung von Perspektivenübernahme und Emphatie
  163. 163—

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Descripción
2 Semester Sozialpsychologie Fichas sobre Sozialpsychologie II - Gruppenpsychologie, creado por Clara Vanessa el 04/05/2016.
Creado por
Clara Vanessa
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