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Forschungs- und Anwendungsfelder der Soziologie Teil 3

stelly Welly 40 preguntas 2.119 visitas 5,0 (2 valoraciones)

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Preguntas del test (40)

  1. 1Kritik von Goetz an Modernisierungstheorien? (4)
    1. AEigenkulturelle Standards: werden zum Maßstab der Beurteilung der Anderen) = Ethnozentrismus, es wird davon ausgegangen, dass sich die Entwicklungsländer wie ihr westliches Vorbild entwickeln (alternativer Weg wird ausgeschlossen)
    2. BGehalte und Formen von traditionell und modern werden verschleiert
    3. CRolle von Werthaltungen und normativen Erwartungen werden überschätzt:
      Konflikte werden zwar erwähnt, aber Herrschaftsverhältnisse werden ignoriert
    4. DMethodische Kritik: Argumentation ist Abstrakt, ahistorisch, undifferenziert. Statistiken einzige Quelle, kein historisches Material oder qualitative Methoden werden
      verwendet.
    5. EFormen von traditionell und postmodern werden verschleiert
    6. FRolle von Werthaltungen und normativen Erwartungen werden unterschätzt: Konflikte und Herrschaftsverhältnissewerden erwähnt
    7. GSoziologische Kritik: Argumentation ist Abstrakt, ahistorisch, undifferenziert. Statistiken einzige Quelle, kein historisches Material oder qualitative Methoden werden
  2. 2DEPENDENZTHEORIEN - Sahen die „Unterentwicklung“ von Entwicklungsländern als ausschließlich exogen verursacht v.a. in Wirkung des Kolonialismus oder Eingliederung der Länder in Weltwirtschaftssystem
    1. AVerdadero
    2. BFalso
  3. 33 KERNBEREICHE DER ENTWICKLUNGSSOZIOLOGIE: (3)
    1. AALS SOZIOLOGIE NICHT-WESTLICHER LÄNDER: Kooperationen mit anderen
      speziellen Soziologien und/oder anderen Disziplinen (Politik- oder Wirtschaftswissenschaften); empirische Wende hier besonders sichtbar, weil: durch Feldforschung bzw. empirische Sozialforschung Daten zu gesellschaftlichen Prozessen erhoben werden – Mikro/Makroanalysen
    2. BALS GESELLSCHAFTSVERGLEICHENDE FORSCHUNG: es werden Entwicklungsprozesse/sozialer Wandel/Ungleichheit vor dem Hintergrund globaler Integration, Vernetzung und Interaktion analysiert.
    3. CALS ENTWICKLUNGSPOLITIKFORSCHUNG: Zentrum der Analyse sind entwicklungspolitische Akteure, Organisationen und Institutionen und ihre Strategien, ihre Zusammenarbeit, ihre Maßnahmen u.a. Einerseits wird Wissen für Entwicklung generiert – im Sinne von Projektevaluation und Politikberatung. Andererseits wird aber auch Wissen über Entwicklung erforscht – im Sinne einer Kritik an der Entwicklungspolitik.
    4. DALS ENTWICKLUNGSLÄNDERFORSCHUNG: Zentrum der Analyse sind entwicklungspolitische Akteure, Organisationen und Institutionen und ihre Strategien, ihre Zusammenarbeit, ihre Maßnahmen u.a. Einerseits wird Wissen für Entwicklung generiert – im Sinne von Projektevaluation und Politikberatung. Andererseits wird aber auch Wissen über Entwicklung erforscht – im Sinne einer Kritik an der Entwicklungspolitik.
    5. EALS GESELLSCHAFTSVERGLEICHENDE FORSCHUNG: Kooperationen mit anderen speziellen Soziologien und/oder anderen Disziplinen (Politik- oder Wirtschaftswissenschaften); empirische Wende hier besonders sichtbar, weil: durch Feldforschung bzw. empirische Sozialforschung Daten zu gesellschaftlichen Prozessen erhoben werden – Mikro/Makroanalysen
  4. 4Welche 4 zentrale Themenfelder der deutschsprachigen Entwicklungssoziologie gibt es? (4)
    1. AWIRTSCHAFTSHANDELN: Wirtschaftliches Handeln wird nicht nur durch Markt-und Preismechanismen, sondern auch durch soziale Normen.
    2. BPROZESSE DER VERGEMEINSCHAFTUNG: Grenzziehung und Konstruktion
      kollektiver Identitäten; untersucht werden „Wir-Gruppen-Prozesse“, d.h. die
      Konstruktion von Gemeinschaften oder ethnischen Gruppen.
    3. CPOLITISCHE SOZIOLOGIE UND ZIVILGESELLSCHAFT: Prozess der Bildung
      postkolonialer Staaten wird untersucht;
    4. DGESCHLECHTERFORSCHUNG: Wie wird Gender im wissenschaftlichen Diskurs
      produziert und reproduziert?
    5. EWISSENSCHAFTSHANDELN: Wirtschaftliches Handeln wird nicht nur durch Markt-und Preismechanismen, sondern auch durch soziale Normen.
    6. FSOZIOLOGIE UND INDIVIDUUM: Prozess der Bildung
      einzelner Individuen in Staaten wird untersucht;
    7. GFEMINISMUS: Wie wird Gender im wissenschaftlichen Diskurs
      produziert und reproduziert?
  5. 5Historischer Wandel der Familie? (7)
    1. AGoldenes Zeitalter der Familie (1950-1970) - Modell der bürgerlichen Kernfamilien (verheiratetes Elternpaar mit gemeinsamen Kindern) von vielen gelebt worden; damit einher gingen hohe Heirats- und Geburtenraten, niedriges Heiratsalter, wenige Scheidungen.
    2. BSoziologie der Lebensformen – seit 1970 kam es im Zuge von Individualisierungsprozessen und veränderten Werthaltungen zu einer stärkeren Ausdifferenzierung unterschiedlicher Familienformen;
    3. CSoziologische Forschung befasst sich mit breitem Spektrum der Familienarten.
    4. DFamilienforschung heutzutage in wesentlich breiterem Kontext: Nicht mehr nur Familien, sondern auch Kohabitationen (uneheliches Zusammenleben).
    5. EHeute häufig nicht „Die Familie“ im Fokus, sondern der Begriff „Familien“ wird im Plural verwendet!
    6. FFamilienforschung bildete sich im Laufe des 19. Jh. heraus:
      Besonders zwei Werke sind hier zu nennen: Wilhelm Heinrich RIEHL und Frédéric LE PLAY (beide 1855)
      Arbeiten waren vom ideologisch-konservativen Verständnis von Familie geprägt = patriarchale Autoritätsstruktur ist ideal. Sie warnten vor dem Zerfall der Familie aufgrund der frühen Industrialisierung.
    7. GEmile DURKHEIM gilt als eigentlicher Begründer der Familiensoziologie.
      - Bis Mitte der 1930er Jahre entwickelte sich im deutschsprachigen Raum zunehmend eine empirische Familiensoziologie, die den familiären Wandel analysierte z.B.: verstärkte Beschäftigung mit der sozialen Rolle der Frau.
    8. HWilhelm Heinrich RIEHL gilt als eigentlicher Begründer der Familiensoziologie.
      - Bis Mitte der 1930er Jahre entwickelte sich im deutschsprachigen Raum zunehmend eine empirische Familiensoziologie, die den familiären Wandel analysierte z.B.: verstärkte Beschäftigung mit der sozialen Rolle der Frau.
    9. IBesonders zwei Werke sind hier zu nennen: Wilhelm Heinrich RÜHL und Frédéric LA PLAYA (beide 1855)
      Arbeiten waren vom ideologisch-konservativen Verständnis von Familie geprägt = patriarchale Autoritätsstruktur ist ideal. Sie warnten vor dem Zerfall der Familie aufgrund der frühen Industrialisierung.
    10. JSilbernes Zeitalter der Familie (1950-1970) - Modell der bürgerlichen Kernfamilien (verheiratetes Elternpaar mit gemeinsamen Kindern) von vielen gelebt worden; damit einher gingen hohe Heirats- und Geburtenraten, niedriges Heiratsalter, wenige Scheidungen.
  6. 6Theoretische Zugänge in der Familienforschung? (5)
    1. ASTRUKTURFUNKTIONALISMUS
      betrachtet Familien als relativ geschlossene soziale Gruppen mit klarer Struktur und klaren Rollen (traditionelles männliches Ernährermodell);
    2. BINTERAKTIONISTISCHE UND (SOZIAL-) KONSTRUKTIVISTISCHE ANSÄTZE
      stellen das Individuum als sozial Handelndes in den Mittelpunkt; soziales Handeln erfolgt aufgrund von Bedeutungen und Werten, die man Dingen
      beimisst.
      Fokus: Interaktionen der Familienmitglieder! (Analyse von Bedeutungen, Regeln, Rituale oder Rollen)
    3. CSYSTEMTHEORIE
      Familie ist soziales System, das sich ggü. Umwelt abgrenzen muss; v.a. in Familientherapie- und Beratung etabliert
    4. DRATIONAL-CHOICE- UND AUSTAUSCHTHEORIE
      Kosten-Nutzen zur Zielerreichung; innerhalb der Familie können Grundbedürfnisse (wie physisches Wohlergehen etc.) durch Austausch von Ressourcen befriedigt werden; Machstrukturen und Entscheidungsprozesse werden untersucht
    5. ENEUERE ANSÄTZE
      sehen Familie als Handlungsgeflecht/Beziehungsnetzwerk, welches in ihrer Gesamtheit erfasst werden kann; Forscher beschäftigen sich mit Handlungen/Praktiken, die das Familienleben konstituieren und untersuchen wie Familie im alltäglichen Handeln hergestellt werden kann.
    6. FNEUERE ANSÄTZE
      sehen Familie nicht als Handlungsgeflecht/Beziehungsnetzwerk, welches in ihrer Gesamtheit erfasst werden kann; Forscher beschäftigen sich nicht mit Handlungen/Praktiken, die das Familienleben konstituieren und untersuchen wie Familie im alltäglichen Handeln hergestellt werden kann.
    7. GSYSTEMTHEORIE
      Politik ist soziales System, das sich ggü. Umwelt abgrenzen muss; v.a. in der Beratung etabliert
    8. HSTRUKTURFUNKTIONALISMUS
      betrachtet Familien als offene soziale Gruppen mit keiner klarer Struktur und klaren Rollenverteilung (liberales Modell);
    9. IRATIONALISATION-CHOICE- UND TAUSCHTHEORIE
      Kosten-Nutzen zur Zielerreichung; innerhalb der Familie können Grundbedürfnisse (wie physisches Wohlergehen etc.) durch Austausch von Ressourcen befriedigt werden; Machstrukturen und Entscheidungsprozesse werden untersucht
  7. 7Heute sind Partnerbeziehungen, Familie und Ehe weitgehend entkoppelt d.h. alternative Lebensformen können sozial akzeptiert gelebt werden: (7)
    1. AKohabitationen oder Nichteheliche Lebensgemeinschaften immer häufiger
    2. BKohabitationen oder Nichteheliche Lebensgemeinschaften erfüllen heutzutage dieselben Funktionen wie die Ehe; z.B.: Befriedigung emotionaler Bedürfnisse, Elternschaft etc.
    3. CLAT = „living apart together“ - Partnerschaften mit getrennte Haushalte. Meist sind äußere Umstände für das getrennte Wohnen verantwortlich (z.B.: Beruf/Ausbildung).
      ABER: Beide haben sich zu Standardpassagen in Beziehungsbiographien entwickelt.
    4. Dbinationale Partnerschaften – wo beide Partner unterschiedliche
      Staatsbürgerschaften haben
    5. EInterethnische Partnerbeziehungen – Partner kommen aus unterschiedlichen
      kulturellen Herkunftsgruppen
    6. Ftransnationale Beziehungen – Partner wohnen in verschiedenen Staaten
    7. GZunahme homosexueller Partnerschaften = Entkoppelung des normativen
      Zusammenhangs von Familie und Heterosexualität
    8. Htransnationale Beziehungen – Partner kommen aus unterschiedlichen
      kulturellen Herkunftsgruppen
    9. Ibinationale Partnerschaften – Partner wohnen in verschiedenen Staaten
    10. JKohabitationen oder Nichteheliche Lebensgemeinschaften immer seltener
  8. 8Familienplanung, –gründung und –gestaltung verändern sich; Kinderzahl hängt auch von sozialen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab.
    Trends daher: (6)
    1. AGeburt von Kindern verschiebt sich biographisch nach hinten; Paare möchten zunächst materielle, finanzielle, zeitliche und emotionale Voraussetzungen schaffen.
    2. BDadurch aber auch deutliche Zunahme der Reproduktionsmedizin; Familienplanung ist zunehmend eine Frage der Regulierung biologischer Vorgänge.
    3. CFragen der Realisierung einer Familie stellen sich v.a. bei homosexuellen Paaren = „Regenbogenfamilien“ - in Österreich dürfen sie momentan nur die Betreuung eines Pflegekindes übernehmen; nicht Adoption und nicht Reproduktionsmedizin.
    4. DVeränderungen in Eltern-Kind-Beziehung
    5. EScheidung
    6. FAber: Scheidung bedeutet heute nicht Auflösung der Familie, sondern Neuorganisation. Die häufigste Lebensform nach der Scheidung ist die (mütterliche) Einelternfamilie.
    7. GTrennung
    8. HVeränderungen in Eltern-Großeltern-Beziehung
    9. IFragen der Realisierung einer Familie stellen sich v.a. bei heterosexuellen Paaren im Vordergrund - in Österreich dürfen sie momentan nur die Betreuung eines Pflegekindes übernehmen; nicht Adoption und nicht Reproduktionsmedizin.
    10. JKeine Zunahme der Reproduktionsmedizin; Familienplanung ist
      eine Frage der biologischer Vorgänge.
  9. 9Aktuelle Debatten und demographische Trends der Familienforschung:
    - Familienrechtsreform, Betreuungsausbau, Geldleistungen
    - Österreichischer Familienbericht
    - Kein längsschnittlichen Primärerhebungen
    - Kein Publikationsorgan für Familienforschung
    1. AVerdadero
    2. BFalso
  10. 10Entwicklung der Frauenbewegung? (4)
    1. AZentrale Umbruchphasen bzw. Frauenbewegungen während der Aufklärung & der Französischen Revolution (18 Jh.)
    2. BIm Zuge der Industriellen Revolution (19. und 20. Jh.) setzte sich ein neuer Produktions- und Lebenszusammenhang durch
    3. CFrauenbewegung nach dem 2. WK
    4. DFazit: Gleich war allen Frauenbewegungen, Erklärungen für die Struktur der Geschlechterbeziehungen und –verhältnisse in der jeweiligen Gesellschaft zu finden. Ihr Anliegen war es Kritik an Macht- und Herrschaftsverhältnissen als Basis zur Veränderung gesellschaftlicher Ungleichheit zu entwickeln.
    5. EFrauenbewegung nach dem 1. WK
    6. FIm Zuge der Französischen Revolution (19. und 20. Jh.) setzte sich ein neuer Produktions- und Lebenszusammenhang durch
    7. GZentrale Umbruchphasen bzw. Frauenbewegungen während der Industriellen Revolution (18 Jh.)

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Descripción
Kapitel 6. Entwicklung und globale Ungleichheiten, Kapitel 7. Familien, Kapitel 8. Gender, Kapitel 9. Gesundheit und Medizin und Kapitel 10. Kunst
Idioma
Deutsch
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