Fichas
9. Ökologie - 9.6 Ökosysteme
Fichas del conjunto (110)
- 19.6 Ökosysteme (Titel)Titel
- 2Kennzeichen von Ökosystemen (Titel)Titel
- 3Was sind die Merkmale eines Ökosystems?- komplexes Netz von Wechselwirkungen zwischen abiotischen Faktoren eines bestimmten Biotops (Lebensraum) und der dieses Biotop bevölkernden Biozönose (Lebensgemeinschaft).
- ist offenes System.
- Stoffe, Lebewesen und Energie können von aussen ins System eingebracht werden.
- Stoffe, Lebewesen können System auch verlassen. - 4Wie können Stoffe, Lebewesen und Energie in das Ökosystem eingebracht werden?- Nährstoffeintrag durch Niederschlag
- Zuwanderung von Tieren
- Sonneneinstrahlung - 5Wie können Stoffe und Lebewesen das Ökosystem verlassen?- Nährstoffverluste durch abfliessendes Wasser
- Abwanderung von Tieren. - 6Aus welchen 2 Teilen setzt sich das Ökosystem zusammen (Grobgliederung)?Ökosystem = Biotop + Biozönose
Biotop = Lebensraum
Biozönose = Lebensgemeinschaft - 7Welche Fähigkeit besitzt ein natürliches bzw. naturnahes Ökosystem bezüglich der Selbstregulation?- Ökosystem besetzt gewissen Grad der Fähigkeit zur Selbstregulation:
A) FLIESSGLEICHGEWICHT
Stoffkreisläufe, die über längere Zeit betrachtet trotz Zu- und Abflüssen zu annähernd konstanten Verhältnissen der abiotischen Parameter führen.
B) BIOZÖNOTISCHES GLEICHGEWICHT
Die Zahl der Arten und der Individuen in einem Ökosystem bleibt i.d.R. innerhalb gewisser Grenzen (natürliche Schwankungsbreite) konstant, weil zwischen Organismen der Biozönose vielfältige Beziehungen bestehen, die bewirken, dass trotz Zu- und Abgängen weitgehend stabile Zusammensetzung bestehen bleibt. - 8Was führte teilweise zum Verlust der Selbstregulation der Ökosysteme?Der Eingriff des Menschen führte dazu, das viele Ökosysteme nicht mehr in ihrem natürlichen Zustand sind.
- 9Nenne Beispiele für Ökosysteme1. natürliche und naturnahe aquatische Ökosysteme (Gewässer-Ökosysteme): Korallenriff, Wattenmeer, See, Teich, Fluss
2. natürliche und naturnahe terrestrische Ökosysteme (Land-Ökosysteme): Moore, tropischer Regenwald, mitteleuropäische Wälder, Savannen, Tundra
3. urban-industrielle Ökosysteme - 10Strukur eines Ökosystems (Titel)Titel
- 11Welche 4 Komponenten beinhaltet ein Ökosystem?1. Abiotische Umwelt
2. Produzenten (Erzeuger)
3. Konsumenten (Verbraucher)
4. Destruenten (Reduzenten, Zersetzer) - 12Beschreibe die 1. Komponente des Ökosystems: Abiotische Umwelt1. Abiotische Umwelt:
- Licht
- Wärme
- Wasser
- Mineral- / Nährsalze
- CO2
- O2
- usw. - 13Beschreibe die 2. Komponente des Ökosystems: Produzenten (Erzeuger)Produzenten sind Lebewesen, die organische Substanzen (Biomasse) aus anorganischem Material aufbauen.
- Chemo- bzw. fotoautotrophe Bakterien
- Pflanzen, welche Fotosynthese betreiben
Vorkommen:
- Wasser = insbesondere Algen
- Land = höhere grüne Pflanzen - 14Für was ist die Biomasse gut, welche die Produzenten erzeugen?Von der Biomasse, welche die Produzenten aufbauen, leben alle anderen Organismen dieses Ökosystems.
- 15Beschreibe die 3. Komponente des Ökosystems: Konsumenten (Verbraucher)Die Verbraucher ernäheren sich von lebender organischer Substanz.
- 16Wer zählt zu den Verbrauchern?Zu den Verbrauchern zählen:
- pflanzenfressende Tiere (Herbivoren)
- fleischfressende Tiere (Karnivoren)
- pflanzliche und tierische Parasiten - 17Wie sind Herbivoren und Karnivoren miteinander verbunden?Herbivoren und Karnivoren sind über die Nahrungskette miteinander verbunden.
- 18Wie werden die Konsumenten entsprechend ihrer Stellung in der Nahrungskette auch noch bezeichnet?- Primärkonsument
- Sekundärkonsument
- Tertiärkonsument
- Endkonsument (=Endglied einer Nahrungskette) - 19Beschreibe ein Beispiel einer Nahrungskette.1. Gras = Produzent
2. Kanichen = Primärkonsument, Herbivore
3. Fuchs = Sekundärkonsument, Karnivore
4. Habicht = Tertiärkonsument, Karnivore, Endkonsument - 20Was versteht man unter einem komplexen Nahrungsnetz?Pflanzenfresser verzehren i.d.R. nicht nur eine Pflanzenart und Fleischfresser ernähren sich meist von unterschiedlichen Beutetieren. Verschiedene Nahrungsketten führen zu einem komplexen Nahrungsnetz.
- 21Was sind Omnivore?Omnivore sind Allesfresser, d.h. es gibt Tierarten, die Pflanzen- und Fleischfresser sind.
- 22Beschreibe die 4. Komponente des Ökosystems: Destruenten (Reduzenten, Zersetzer)Destruenten bauen tote organische Substanz (Tierleichen, Laub, Kot usw.) zu einfachen anorganischen Stoffen ab (detritus = Abnutzung, Abrieb, Abfall)
- 23Was sind Detritusfresser?Detritusfresser sind Abfallfresser (Saprovoren), die organisches Material ausscheiden.
Beispiel: Würmer oder Insektenlarven, die sich von Streu, Aas usw. ernähren, selber aber wieder organisches Material ausscheiden. - 24Was sind Mineralisierer?Mineralisierer sind z.B. Bakterien, Pilze usw. Sie bauen das organische Material zu anorganischen Verbindungen ab. Die anorganischen Stoffe stehen dann den Produzenten wieder zur Verfügung.
- 25Energiefluss und Produkitvität in Ökosystemen. (Titel)Titel
- 26Was versteht man unter Trophie-Ebenen?Als Trophieebenen bezeichnet man Nahrungsstufen. Es sind Grossgruppen, die jeweils aus Organismen mit gleicher Ernährungsweise bestehen.
- 27Wie unterscheidet man die Trophieebenen (Nahrungsstufen) meistens?Produzenten --> Primärkonsumenten (Herbivoren) --> Sekundärkonsumenten (Karnivoren 1. Ordnung) --> Tertiärkonsumenten (Endkonsumenten, Karnivoren 2. Ordnung)
- 28Wie erfolgt der Energiefluss zwischen den Trophieebenen eines Ökosystems?Der Energiefluss erfolgt über die Nahrungsketten. Jedes Ökosystem erhält Energieeintrag (Input) in Form von Sonneneinstrahlung.
- 29Was versteht man unter der Bruttoprimärproduktion?Unter der Bruttoprimärprodunktion versteht man die Bildung neuer organischer Substanz durch Fotosynthese, die aufgrund des Energieinputs geschieht (Verbrauch eines Teils der Input-Energie).
- 30Was geschieht mit der Bruttoprimärproduktion?- 50 % der Bruttoprimärproduktion, d.h. der neu gebildeten organischen Substanz, verbrauchen die Produzenten selbst durch Veratmung für die Aufrechterhaltung ihrer Lebensprozesse bzw. werden in Wärme überführt.
- die verbleibenden 50 % bezeichnet man als Nettoprimärproduktion. - 31Was geschieht mit der Nettoprimärproduktion?- die Nettoprimärprodukion (=verbleibende 50 % der Bruttoprimärproduktion) wird für den Aufbau neuer Pflanzenmasse verwendet.
- 32Schematische Darstellung des Energieflusses durch ein Ökosystem.
- 33Beschreibe den Energiefluss bei einem Input von 12'000 kJ/m2/Tag.- Produzenten brauchen für Bruttoprimär-produktion 240 kJ/m2/Tag.
- für Nettoprimärproduktion fallen im Schnitt 20 kJ/m2/Tag als organischer Abfall an (Laub, Holz usw.)
- Von Primärkonsumenten (Herbivoren) werden 100 gefressen; sie legen aber nur 10 kJ in Körpermasse an.
- Werden Primärkonsumenten durch Sekundärkonsumenten gefressen, so veratmen auch diese einen grossen Teil der Energie. Nur etwa 1 kJ speichern sie in der Körpermasse. Und nur diese wird dann an den Endkonsumenten weitergereicht.
- Die letzte Stufe sind die Destruenten, die rund 35 kJ/m2/Tag zur Remineralisierung des Detrituts benötigen, der bei einem "vollen" Durchlauf der Nahrungskette anfällt. - 34Was ist die Charakteristika bei der Energieweitergabe in der Nahrungskette?Charakteristisch ist, dass die Energieweitergabe von einem Glied der Nahrungskette zum nächsten durch beständige Energieverluste gekennzeichnet ist. Die Energieweitergabe ist eine Einbahnstrasse.
- 35Was unterscheidet die Energieweitergabe vom Stoffwechsel?- Stoffwechsel = StoffKREISläufe
- Energieweitergabe = EnergieFLUSS
Energiefluss, weil Einbahnweg. Das Ökosystem ist prinzipiell auf den ENERGIE-INPUT von aussen angewiesen. - 36Was ist bezeichnend für die verschiedenen Trophie-Ebenen?Verschiedene Ökosysteme weisen z.B. bezogen auf die Individuenzahl, die Biomasse oder den Energiefluss sehr charakteristische Verhältnisse zwischen den verschiedenen Trophie-Ebenen auf.
- 37Wie kann die Trophiestruktur eines Ökosystems dargestellt werden?Die Trophiestruktur eines Ökosystems kann in sog. ökologischen Pyramiden dargestellt werden.
- 38Welche 3 gängigen Typen ökologischer Pyramiden gibt es?1. Zahlenpyramide
Summe der Anzahl der Individien jeder Nahrungsstufe auf bestimmter Fläche zu einem bestimmten Zeitpunkt
2. Biomassenpyramide
Summe der Biomasse der Einzelorganisamen auf bestimmter Fläche zu bestimmtem Zeitpunkt
3. Energiepyramiden
Energiefluss, Messung der Produktivität der einzelnen Stufen einer Nahrungskette (Zuwachs der Biomasse pro Zeiteinheit) - 39Schematische Darstellung ökologischer Pyramiden.
- 40Stoffkreisläufe in Ökosystemen: Kohlenstoffkreislauf und Stickstoffkreislauf (Titel)Titel
- 41Kohlenstoffkreislauf (Titel)Titel
- 42Was ist charakteristisch für anorganische Stoffe im Ökosystem?Anorganische Stoffe durchlaufen im Ökosystem einen beständigen Kreislauf.
- 43Beschreibe den beständigen Kreislauf anorganischer Stoffe im Ökosystem.Anorganische Stoffe werden in der Nahrungskette in Form verschiedener Verbindungen von Stufe zu Stufe weitergereicht. Durch Ausscheidungen oder Mineralisierung toten organischen Materials gelangen sie wieder in den abiotischen Bereich. Nun können sie erneut von den Lebewesen aufgenommen werden.
- 44Für was existieren Kreisläufe?Kreisläufe existieren für
a) Makronährstoffe: Kalium, Calcium, Kohlenstoff, Stickstoff
b) Spurenelemente: Jod, Eisen, Kupfer - 45Was bedeutet Kohlenstoff für alle Organismen?Kohlenstoff stellt für alle Organismen einen Grundbaustein dar.
- 46Wieviele Kreisläufe kennen wir beim Kohlenstoffkreislauf?Der Kohlenstoffkreislauf weist auf:
- Hauptkreislauf
- Nebenkreisläufe - 47Beschreibe kurz den Hauptkreislauf des Kohlenstoffkreislaufes.CO2 --> Fotosynthese --> organische Verbindungen --> Atmung/Gärung --> CO2
- 48Was sind Nebenkreisläufe beim Kohlenstoffkreislauf?Kohlenstoff kann für längere Zeit in Kalkgesteinen (Carbonaten) oder fossilen Brennstoffen (z.B. Kohle, Öl, Erdgas) gebunden sein und scheiden aus dem Hauptkreislauf aus. Durch Verwitterung der Carbonate bzw. durch Verbrennung fossiler Brennstoffe kehrt er jedoch wieder in diesen zurück.
- 49Welche Konsequenzen hat die derzeit übermässige Verbrennung fossiler Brennstoffe?- führt zu einer Erhöhung des CO2-Gehalts der Atmosphäre
- Produzenten können nicht alles freigesetzte CO2 verwerten.
- CO2 gehört zu den Treibhausgasen. - 50Was sind Treibhausgase?Treibhausgase sind Gase, die natürlicherweise in der Atmosphäre vorkommen (CO2, Methan usw.).
Treibhausgase halten die langwellige Wärmeabstrahlung der Erde in der Atmosphäre fest.
Dank Treibhausgasen bleibt Wärme in der Atmosphäre und erwärmt Erde.
Dieser natürliche Treibhauseffekt sorgt dafür, dass die Temperatur der Erde im Mittel +15° beträgt und nicht -18° ohne Treibhausgase. - 51Was versteht man unter anthropogener Zusatztreibhauseffekt?Unter anthropogener Zusatztreibhauseffekt versteht man die starke Freisetzung von CO2, welche zu einer Verstärkung des Treibhauseffektes führt.
Der zusätzliche Treibhauseffekt hat eine Erhöhung der Mitteltemperatur der Erde zur Folge, was weitere Folgen nach sich zieht (Klimaveränderung, Gletscherschmelze) - 52Schematische Darstellung des Kohlenstoffkreislaufes.
- 53Stickstoffkreislauf (Titel)Titel
- 54Wie hoch ist der Stickstoffanteil an den Gasen der Atmosphäre?Der Anteil 78 %.
Trotz dieses hohen Anteils ist Stickstoff in vielen Ökosystemen ein Minimumfaktor. - 55Warum ist Stickstoff der Minimumfaktor in vielen Ökosystemen?Viele Pflanzen und Tiere können Luftstickstoff (N2) nicht nutzen.
- 56Warum ist Stickstoff aber für alle Lebewesen ein unverzichtbarer Stoff?Stickstoff ist für Lebewesen unverzichtbar, weil Stickstoff Bestandteil von Eiweissen, Cofaktoren und Nukleinsäuren ist.
- 57Wie nehmen die Lebewesen Stickstoff auf?Tiere = über Nahrung
Pflanzen = in terrestischen Ökosystemen aus dem Boden
Pflanzen = in aquatischen Ökosystemen aus dem Wasser.
(Stickstoff liegt in Boden bzw. Wasser überwiegend als Nitrat (NO-3) bzw. Ammonium NH+4). - 58Woher stammen Nitrat und Ammonium? Nenne 4 Eintragungsmöglichkeiten (1/3)1. N2-Fixierung
Im Boden lebende Cyano- und Knöllchenbakterien können Luftstickstoff aufnehmen und in Form von Ammonium biologisch verfügbar machen. Knöllchenbakterien können zudem mit bestimmten Pflanzen (Hülsenfruchtler) eine Symbiose eingehen. - 59Woher stammen Nitrat und Ammonium? Nenne 4 Eintragungsmöglichkeiten (2/3)2. Ammonifikation
Auf allen Trophieebenen fällt Detritus an (Laub, Kot usw.). Destruenten setzen den darin enthaltenen Stickstoff in Form von Ammonium oder Ammonika (NH3) frei.
3. Nitrifikation
Nitrifizierende Bakterien oxidieren Ammonium über Nitrit zu Nitrat. Dieses kann von Pflanzen besser verwertet werden. Die Bakterien gewinnen bei diesem Prozess Energie. - 60Woher stammen Nitrat und Ammonium? Nenne 4 Eintragungsmöglichkeiten (3/3)4. Weitere Eintragungsmöglichkeiten
- stickstoffhaltiger Dünger
- Stickoxide, die bei Verbrennungsprozessen entstehen (z.B. Blitze, Motoren) und mit dem Regen in den Boden gelangen (saurer Regen). - 61Schematische Darstellung des Stickstoffkreislaufes.
- 62Ökosystem Wald (Titel)Titel
- 63Unter welchen 5 Aspekten kann das Ökosystem Wald analysiert werden?1. Entwicklung und Aufbau des Ökostystems
2. Zusammensetzung der Biozönose
3. chemische und physikalische Parameter
4. Stoffkreisläufe
5. das Ökosystem und der Mensch - 64Beschreibe den 1. Apsekt, mit dem das Ökosystem Wald analysiert werden kann: Entwicklung des Ökosystems WaldDie Entwicklung des Waldes lässt sich unterteilen in:
- Primärwälder
- Sekundärwälder - 65Was sind Primär- und was sind Sekundärwälder?Primärwälder = ursprüngliche Wälder
Sekundärwälder = sind durch Menschen angepflanzt worden oder sind nach der Abholzung auf natürlichem Weg entstanden. - 66Was ist unter einer Sukzession zu verstehen?Das ist eine bestimmte zeitliche Abfolge verschiedener Organismengemeinschaften z.B. bei der Entstehung von Sekundärwäldern.
- 67Was versteht man unter Klimax im Ökosystem?Klimax wird das verhältnismässig stabile, dauerhafte Endstadium einer Sukzessionsfolge bezeichnet. Dabei können in benachbarten Räumen je nach Boden-, Relief- und Klimabedingungen deutlich verschiedene Klimax-Gemeinschaften ausbilden.
- 68Schematische Darstellung der Skuzession vom Kahlschlag bis zum Bergwald.
- 69Beschreibe den 1. Apsekt, mit dem das Ökosystem Wald analysiert werden kann: Aufbau des Ökosystems Wald- in Europa häufig von Menschen aufgebaut
- häufig schnellwachsende Nadelbäume und weniger Laubbäume
- darum überwiegen in den heutigen Wirtschaftswäldern die Nadelbäume. - 70Was sind bzw. waren die Nachteile der aufgebauten Wirtschaftswäldern?- früher häufig als Monokulturen aufgebaut
- anfällig für Schädlinge
- anfällig für Windbruch
- anfällig für Waldbrand - 71Heute werden naturnahe Mischwälder aufgebaut. Sie weisen, wie alle naturnahen Wälder, einen Stockwerkbau aus. Beschreibe den Stockwerkbau.OBERSTES STOCKWERK
- wird von den Baumriesen gebildet (Mitteleuropa meist Buchen, Eichen, Fichten mit bis zu 40 m Höhe)
ZWEITES BAUMSTOCKWERK
- nachwachsende Jungbäume und kleinere Baumarten
STRAUCHSCHICHT
- Heckenkirsche, Holunder usw.
KRAUTSCHICHT
- Baumschösslinge, Zwergsträucher (Heidelbeere, Preiselbeere), Farne, Kräuter, Gräser
MOOSSCHICHT
- direkt am Boden, Moose, Pilze, Flechten
Andere Waldgesellschaften z.B. tropischer Regenwald, haben ev. noch weitere Baumstockwerke. - 72Schematische Darstellung der Baumstockwerke.
- 73Beschreibe den 2. Apsekt, mit dem das Ökosystem Wald analysiert werden kann: Zusammensetzung der BiozönoseDie Komplexität der Wechselbeziehungen innerhalb der Lebensgemeinschaft des Waldes (Biozönose) lässt sich nur schwer darstellen. Aber auch in einer Waldbiozönose können aber die Trophieebenen benannt werden.
- 74Benenne die Trophieebenen einer Waldbiozönose.1. Produzenten: überwiegend Bäume, seltener Sträucher, Kräuter usw.
2. Primärkonsumenten: z.B. Reh, Hase, Käfer
3. Sekundärkonsumenten: z.B. Igel, Fuchs, Meise
4. Tertiärkonsumenten: z.B. Uhu, Habicht - 75Warum haben Destruenten im Waldökosystem eine so grosse Bedeutung?- Im Wald fallen Laub, Bruchholz, Tierkot in grossen Mengen an Detritus an.
- Destruenten sorgen, dass Waldabfälle den Produzenten wieder als Nährstoffe zur Verfügung stehen. - 76Was versteht man unter EdaphonEdaphon = Gesamtheit aller im Boden lebendenen Organismen.
- 77Wie wird totes organisches Material umgewandelt?Totes organisches Material wird umgewandelt:
- teilweise durch Huminifizierung: Umwandlung in langlebige Huminstoffe
- teilweise durch Mineralisierung: Umwandlung in Mineralstoffe (Nährsalze) - 78Wer ist an der Umwandlung von totem organischem Material beteiligt?An der Umwandlung von totem organischem Material sind eine Vielzahl von Lebewesen beteiligt, die zusammen das Nahrungsnetz des Edaphons bilden.
Einige Lebewesen ernähren sich von Kot (Koprophagen, Kotfresser). Die meisten Lebewesen des Edaphons arbeiten aerob, sie verbrauchen Sauerstoff und geben Kohlenstoffdioxid ab. - 79Beschreibe den 3. Apsekt, mit dem das Ökosystem Wald analysiert werden kann: Der Boden als Basis des Ökosystems WaldDem Boden entnehmen die Produzenten die für den Aufbau neuer Biomasse wie für den Zellstoffwechsel benötigten Mineralstoffe.
- 80Benenne die 5 Abschnitte, die Bodenhorizonte, in welche die Böden gegliedert sind (1/2)1. L-Horizont
Streu (Laub, Bruchholz, nicht bzw. wenig zersetzte Pflanzensubstanz
2. O-Horizont
weitgehend zersetztes Pflanzenmaterial; Humus
3. A-Horizont
mineralischer Oberboden mit rel. hohem Humusanteil - 81Benenne die 5 Abschnitte, die Bodenhorizonte, in welche die Böden gegliedert sind (2/2)4. B-Horizont
mineralischer Unterboden; durch Verwitterung des Ausgangsgesteins entstanden; Einschwemmungen aus dem Oberboden sind ev. bedeutend
5. C-Horizont
Gestein unter dem Boden; meist das weitgehend unverwitterte Bodenausgangsgestein. - 82Schematische Darstellung des Bodenprofils.
- 83Welches sind die 4 wichtigen Bodenbestandteile für die Produzenten? (1/3)1. Mineralstoffe
Die für Pflanzen wichtigen Nährstoffe wie K+, Ca2+, Mg2+, NH4+ oder NO-3 stammen aus verschiedenen Quellen:
- Verwitterung des Ausgangsgesteins
- Mineralisierung toten organischen Materials durch Destruenten
- dem Regen - 84Welches sind die 4 wichtigen Bodenbestandteile für die Produzenten? (2/3)2. Tonminerale
haben Eigenschaft, positiv geladene Nährstoff-Ionen reversibel anzulagern; verhindern so Auswaschung durch Sickerwasser.
3. Poren
In ihnen ist insbesondere auch das für Pflanzen wichtige Bodenwasser enthalten. - 85Was versteht man unter Kationen-Austausch-Kapazität (KAK)?Die Kationen-Austausch-Kapazität ist die Eigenschaft, Kationen anzulagern und bei Bedarf wieder an die Pflanzen abgeben zu können.
- 86Welches sind die 4 wichtigen Bodenbestandteile für die Produzenten? (3/3)4. Huminstoffe
- KAK ist noch höher als die der Tonminerale. Sie bilden mit diesen auswaschungsresistente Ton-Humus-Komplexe.
Sie entstanden beim Abbau von Detritus durch Huminifizierung.
- Sind komplexe Verbindungen, die selber Nährstoffe enthalten, welche aber erst nach und nach durch Humuszersetzung frei werden. Sie erhöhen die Bodenfruchtbarkeit. - 87Was versteht man unter Mykorrhiza (Pilzwurzel)?- meisten Landpflanzen (darunter alle Bäume) decken Nährstoffbedarf nur teilweise über ihre Feinwurzeln bzw. den Nährstoffen, welche diese direkt aus dem Bodenwasser entnehmen.
- Nutzen für die Nährstoffaufnahme vielmehr Symbiose mit bestimmten Pilzen (=Mykorrhiza) - 88Warum nutzen die meisten Landpflanzen die Mykorrhiza?- Pilze können Nährstoffe besser aufnehmen als Pflanzen.
- Teilweise bereiten sie die Nährstoffe erst pflanzengerecht auf.
- Fungieren als Nährstoffsammelfallen.
- gesammelte Nährstoffe geben sie teils zusammen mit Hormonen und Abwehrstoffen über die unterirdischen Hyphen (das Mycel) an den Symbiosepartner weiter.
- Im Gegenzug erhalten die Pilze vom pflanzlichen Partner Kohlenhydrate. - 89Schematische Darstellung der Mykorrhiza.
- 90Beschreibe den 4. Apsekt, mit dem das Ökosystem Wald analysiert werden kann: Chemische und physikalische ParameterIm Waldökosystem beeinflussen abiotische Umweltfaktoren wie Klima oder chemische Bodenparameter die Zusammensetzung der Biozönose.
Beispiel: ph-Wert des Bodens. - 91Was versteht man unter dem pH-Wert?pH-Wert = Mass für den Säuregrad einer wässrigen Lösung.
- 92Welcher Einfluss hat der Boden-pH-Wert?Der Boden-ph-Wert bestimmt die Pflanzenverfügbarkeit wichtiger Nährstoffe.
Stickstoff, Calcium und Magnesium sind bei leicht saurem bis leicht basischem Boden-pH-Wert für Pflanzen besonders gut verfügbar. Ähnliches gilt für Phosphor und Kalium. - 93Wann ist die Nährstoffverfügbarkeiten am höchsten, wann am niedrigsten?Die Nährstoffverfügbarkeit ist
- am höchsten --> pH-Werten von 6 bis 7 (leicht sauer bis neutral)
- am niedrigsten --> stark saurem Boden - 94Welche negativen Nebenwirkungen hat ein niedriger Boden-pH-Wert (=stark sauer)?Bei niedrigem Boden-pH-Wert werden Aluminium-Ionen freigesetzt, die für viele Pflanzen toxisch (=giftig) wirken.
- 95Was bestimmt der Boden-pH-Wert?Der Boden-pH-Wert legt bereits grob fest, welche Bäume bevorzugt an welchen Standorten vorkommen.
- 96Schematische Darstellung der Standortmöglichkeiten von Bäumen
- 97Wie beeinflusst der Wald verschiedene abiotische Faktoren?Nicht nur abiotische Faktoren wirken auf den Wald ein; auch der Wald umgekehrt wirkt auf abiotische Parameter, so beeinflusst er z.B. den Temperaturgang.
- 98Wie wirkt belaubter Wald auf den Temperaturverlauf?- Belaubter Wald wirkt temperatur-dämpfend. Tagesspitzen werden im Vergleich zu freien Flächen abgemildert. Nachts ist es im Wald wärmer und tagsüber kühler als auf freiem Feld.
- in den Tropen treten am Boden teilweise so gut wie keine Temperaturschwankungen auf. - 99Welcher Einfluss hat das Laub des Waldes in der Beobachtung eines vertikalen Temperaturprofils?- dichtes Laub: der kühlende Effekt nimmt zum Boden hin zu. Das Laubdach schirmt ab.
- lichtes oder kein Laub: Grossteil der Sonnenstrahlen erreichen Waldboden; Licht wird in Wärme umgewandelt; es kommt zu einem Erwärmungseffekt in Bodennähe. - 100Schematische Darstellung vertikaler Temperaturprofile.
- 101Wald und Mensch (Titel)Titel
- 102Welche zwei bedeutenden Faktoren haben Wälder für den Menschen?Zwei bedeutende Faktoren der Wälder für den Menschen sind:
1. Regulation des Wasserhaushaltes
2. Wirtschaftsfaktor - 103Wie funktioniert die Regulation des Wasserhaushalts durch den Wald? (1/2)- Wald ist ein wichtiger Wasserspeicher mit ausgleichender Funktion im Wasserhaushalt der Landschaft.
- Wald nimmt grosse Mengen an Regenwasser auf und gibt es nach und nach durch Transpiration wieder an Atmosphäre ab.
- Wald leistet so einen bedeutenden Beitrag zur Aufrechterhaltung des regionalen Wasserkreislaufs. - 104Wie funktioniert die Regulation des Wasserhaushalts durch den Wald? (2/2)- Wald verhindert übermässiger Abfluss von Regenwasser und beugt der Gefahr von Hochwasser vor.
- Kronendach bewirkt, dass der Regen den Boden nur stark abgebremst erreicht; Boden wird zudem von Pflanzenwurzeln festgehalten.
- Erosion wird dadurch minimiert.
- Humusreiche Waldboden saugt ankommenden Regen wie ein Schwamm auf, filtert ihn und trägt so zur Bildung von qualitativ hochwertigem Grundwasser bei. - 105Schematische Darstellung der Leistungen der Wälder.
- 106Beschreibe den Wirtschaftsfaktor der Wälder.- Wälder sind Wirtschaftsräume
- Wälder liefern den Rohstoff Holz für industrielle Prozesse.
- Wälder sind auch Erholungs- und Erlebnisraum
- Wälder sind auch Jagdreviere
- Wälder bieten in all diesen Bereichen Arbeitsplätze. - 107Wie beeinflusst der Mensch das Ökosystem Wald?- der Mensch gefährdet die Stabilität und Selbstregulierungsfähigkeit durch
- direkte Eingriffe: z.B. Abholzung
- indirekte Eingriffe: Produktion von Schadstoffen. Eintrag saurer Regen führt zu Schäden an den Pflanzen. - 108Wie wirken sich die menschlichen Einflüsse auf das Ökosystem Wald aus?Der Mensch produziert eine Vielzahl von Schadstoffen. Ihr Eintrag über Luft und Wasser ("saurer Regen") führt zu Schäden an den Pflanzen. Diese sind zunächst oft geringfügig, können sich aber über die Zeit summieren. Bereits eine geringfügige Schädigung setzt die betroffenen Pflanzen unter Stress.
- 109Zu was führt der Stress bei den Pflanzen?Pflanzen sind auch bei geringfügiger Schädidung nicht mehr bzw. in geringerem Umfang in der Lage, natürliche Stressfaktoren (UV-Strahlung, Frost, Trockenheit, Schädlinge usw.) zu verkraften.
- 110Schematische Darstellung eines vom Menschen verursachten Schadstoffeintrags.
Información
- Descripción
- Abitur (9. Ökologie) Biologie Fichas sobre 9. Ökologie - 9.6 Ökosysteme, creado por Sascha Müller el 28/12/2017.
- Creado por
- Sascha Müller
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