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Einführung in die BWL: Kapitel 3

Anjay Alemán 5,0Valoración media 5,0 de 5 (1 valoración) 29 fichas

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  1. 1Technische/ Wirtschaftliche Produktivität= mengen-/wertmäßiges Verhältnis zwischen Ausbringungsmenge-/wert und Einsatzmenge/-wert
    • Technische Produktivität bezieht sich auf Menge
    • Wirtschaftliche Produktivität bezieht sich auf Wert (auch Wirtschaftlichkeit genannt)
  2. 2Technische Teilproduktivitäten= da verschiedene Produktionsfaktoren häufig unterschiedlich dimensioniert sind
    • Arbeitsproduktivität = Leistung pro Arbeitskraft = Stück/Mitarbeiter
    • Kapitalproduktivität = Leistung pro Geldeinheit = Stück/Gesamtkosten
  3. 3Berechnung Wirtschaftlichkeit• relativiert unterschiedliche Dimensionen von Inputs und Outputs bei Teilproduktivitäten
    • Input und Output Werte benötigt, um Erlös zu berechnen!
    • Erlöse / Gesamtkosten = Wirtschaftlichkeit
    → Wert größer 1 = Werte des Inputs werden mind. gedeckt = Unternehmen arbeitet wirtschaftlich
  4. 4Berechnung Gewinn/ Überschuss• Erlöse - Kosten = Gewinn, erwirtschafteter Überschuss
    → Wert größer 0 = Mehrwert, wenn wert kleiner 0 = Handel besser unterlassen
  5. 5Renditen• relative Erfolgsgröße
    • relativiert Gewinn im Bezug auf Ressourceneinsatz
    = Rentabilität, Rendite r
    • r = Gewinn / Ressourceneinsatz → x 100 ergibt Prozentwert von Rendite
    z.B. r = 10 / 100 = 0,1 = 10 %
    • r = (Output / Input) -1 → x 100 ergibt Prozentsatz von Rendite
    → Output ist Gewinn und Ressourceneinsatz zusammen, Input ist Ressourceneinsatz
    z.B. r = 110 / 100 = 1,1 - 1= 0,1 = 10 %
  6. 6Gesamtkapitalrendite rG= (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital
    → bleibt unberührt von Fremdkapitalzinsen, damit das Unternehmen unabhängig von
    Kapitalstruktur bewertet werden kann!
  7. 7Eigenkapitalrendite rE= Gewinn / Eigenkapital
    → wenn Ressourcen nicht nur allein, sondern auch durch Kredite finanziert wurden, somit entstehen zu zahlende Fremdkapitalzinsen, die den Gewinn verringern
    → Rendite auf die eigens finanzierten Ressourcen (=Eigenkapitalrendite) ändert sich!
  8. 8Leverage-Effekt• Zusammenhang der Größen rE, rG, rF in Abhängigkeit vom Verschuldungsgrad "λ"
    • rE = rG + λ × (rG - rF)
    → rE = Eigenkapitalrendite
    → rG = Gesamtkapitalrendite
    → rF = Fremdkapitalzins
    → λ = FK / EK = Verschuldungsgrad = Indikator für Kapitalstrukturrisiko
    → je höher λ, desto mehr sinkt rE
    • λ besitzt eine Hebelfunktion auf die Eigenkapitalrendite
  9. 9rG > rF= Gesamtkapitalrendite/Bruttogewinn ist höher als Fremdkapitalzins
    → Eigenkapitalrendite rE steigt, Verschuldungsgrad λ steigt
    → Fremdkapital erwirtschaftet also mehr, als das es kostet und steigert so den
    Nettoüberschuss beim Eigenkapital
  10. 10rG < rF= Gesamtkapitalrendite/Bruttogewinn ist niedriger als Fremdkapitalzins
    → Eigenkapitalrendite rE fällt, Verschuldungsgrad λ steig = gegenteiliger Hebeleffekt
    → Fremdkapital kostet mehr, als das es erwirtschaftet und senkt somit den
    Nettoüberschuss beim Eigenkapital, z.T. bis ins Negative
  11. 11rG = rF= Gesamtkapitalrendite/Bruttogewinn und Fremdkapitalzins sind gleich hoch
    → Eigenkapital verändert sich nicht, entspricht also Gesamtkapitalrendite, rE ist somit unabhängig vom Verschuldungsgrad
  12. 12λ = 0= es liegt keine Verschuldung vor, das Gesamtkapital besteht aus Eigenkapital
    → Gesamtkapitalrendite/Bruttogewinn entspricht Eigenkapitalrendite
  13. 132. Gesamtkapitalrendite rG= durchschnittlicher Bruttogewinn, der mit jedem Euro des
    Gesamtvermögens erwirtschaftet wurde, egal ob aus EK oder FK
    → im Falle von rG > rF erwirtschaftet also auch Fremdkapital Gewinn
    → dieser Gewinn ist der Überschuss
    rG - rF
    → Überschuss/Gewinn steht nicht Gläubiger, sondern Eigenkapitalgeber zu
  14. 14Verschuldungsgrad λ= Höhe an Schulden auf einen Euro aus EK
    ☛ Man kann mit dem geliehenen Fremdkapital mehr Gewinn erwirtschaften, als dass es zinsmäßig
    kostet
    → mit Fremdkapital kann also zusätzlicher Gewinn realisiert werden!
  15. 15Nebenbedingungen➞ Restriktionen und Rahmendaten, die bei Zielverfolgung beachtet werden müssen
    • Gesetzliche Nebenbedingungen = z.B. Arbeits- und Vertragsrecht
    • Natürliche Nebenbedingungen = z.B. klimatische Gegebenheiten
    • Technische Nebenbedingungen = z.B. Verfügbarkeit von Technik
    • Ethische Nebenbedingungen = z.B. moralische Werte
    • Betriebswirtschaftliche Nebenbedingungen = z.B. jederzeitige Liquidität
  16. 16Liquidität= Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens
    • ist Nebenbedingung und kein Ziel, da sie keinen Mehrwert/Wertschöpfung schafft
    • kann Unternehmen jederzeit, fristgerecht und betragsgenau zahlen, ist es liquide!
    → Einzahlungen(t) ≥ Auszahlungen(t) für alle Zeitpunkte t
    • Nicht liquide Unternehmen müssen Insolvenz anmelden
    → auch wenn sie Gewinne erzielen (Überschüsse sind dann in nicht liquidem Vermögen)
    • weniger Liquidität erhöht Risiko, mehr Liquidität schadet Rendite
    • Jederzeitige Liquidität = wichtigste Nebenbedingung ☛ Prinzip des finanziellen Gleichgewichts
    • muss durch Planung sichergestellt werden
    → Liquiditätspläne: kurzfristig, taggenaue Prognose für Einzahlungen vs. Auszahlungen
    → Finanzpläne: langfristig, Gegenüberstellung von Mittelherkunft vs. Mittelverwendung
  17. 17Liquiditätskennzahlen→ stellen Abdeckungsgrad der in Kürze fälligen Verbindlichkeiten dar!
    • Liquidität 1. Grades:
    L1 = liquide Mittel / kurzfr. Fremdkapital → Kasse / kurzfr. FK
    • Liquidität 2. Grades:
    L2 = monetäres Umlaufvermögen / kurzfr. Fremdkapital → (Kasse + Forderungen) / kurzfr. FK
    → „acid-Test“: L2 ≥ 1
    • Liquidität 3. Grades:
    L3 = Umlaufvermögen / kurzfr. Fremdkapital → (Vorräte + Forderungen + Kasse) / kurzfr. FK
    → „Bankregel“: L3 ≥ 2
  18. 18Strom- und Bestandsgrößen in BWL• Bestandsgrößen = zeitpunktbezogene Werte → in Euro
    • Stromgrößen = Veränderung d. Bestandsgröße in einer Rechnungsperiode → in Euro/Periode
  19. 19Zahlungsmittelbereich= Liquiditätsrechnung
    → interne und externe Adressaten
    → Strom-/Bestandsgrößen zur Planung/Steuerung/Kontrolle von Liquidität
  20. 20Vermögensbereich= Finanzbuchhaltung (Bilanz, GuV)
    → interne, aber vor allem externe Adressaten
    → Strom-/Bestandsgrößen zur Planung/Steuerung/Kontrolle von Erfolg
  21. 21kalkulatorischer Bereich= Betriebsbuchhaltung (Kosten- und Leistungsrechnung)
    → interne Adressaten
    → Strom-/Bestandsgrößen als Entscheidungsgrundlage, Unterstützung/ Kontrolle von unternehmerischen
    Entscheidungen
    ☛ unterschiedliche Adressaten → unterschiedliche Ziele und Inhalte
  22. 22Einzahlungen & Auszahlungen→ Ebene der Zahlungsmittel (Finanzbuchhaltung)
    → Änderung des Kassenbestandes, Bewegungen auf Bankkonto
    → Bestandsgröße: Zahlungsmittelbestand (liquide Mittel; Bank + Kasse)
  23. 23Einnahmen & Ausgaben→ Ebene des Geldvermögens (Finanzbuchhaltung)
    → Zahlungsmittelbestand, Forderungen und Schulden
    → Bestandsgröße: Geldvermögensbestand (liquide Mittel, Verbindlichkeiten, Forderungen)
  24. 24Ertrag & Aufwendung→ Ebene des Gesamtvermögens (Finanzbuchhaltung)
    → nicht zwingend Zahlungs-/Kreditvorgänge
    → in GuV → Bilanz = externer Erfolgsausweis
    → Bestandsgröße: Eigenkapital (Vermögensüberschuss über Verbindlichkeiten)
  25. 25Kosten & Leistungen→ Ebene des Betriebsvermögens
    → Zahlungsmittelbestand, Geldvermögensbestand und Sachvermögen
    → zur internen Erfolgsermittlung
    → Kalkulation, Wirtschaftlichkeitskontrolle
    → Bestandsgröße: Betriebskapital (Betriebliches Reinvermögen)
  26. 26Stromgrößen des Werteverzehrs/ Input• Auszahlung:
    = Unternehmen überträgt Zahlungsmittel an andere Wirtschaftsteilnehmer
    = Minderung des Bar-/Buchgeldes
    • Ausgabe:
    = Auszahlungen + niedrigere Forderungen + erhöhte Verbindlichkeiten
    = umfasst also zeitliche Verschiebungen zw. Güter-/Leistungsströmen
    = können ohne Effekt auf Gesamterfolg sein
    • Aufwand:
    = Werteverbrauch an Gütern und Dienstleistungen
    = bezogen auf Abrechnungsperiode
    = bezieht sich immer auf Erfolgswirksamkeit von Vorgängen
    = periodisierte, erfolgswirksame Ausgaben
    = in GuV
    • Kosten:
    = bewerteter Werteverbrauch von Gütern und Dienstleistungen zur Leistungsherstellung
    = umfasst Aufwand, bis auf neutralen Aufwand
    → bewerteter, leistungsbezogener Güterverbrauch
    → d.h. das Unternehmen in der Bewertung der Kosten flexibel sind, daher haben Kosten nur
    spezifische, begrenzte Aussagekraft
  27. 27Stromgrößen der Wertentstehung / Output• Einzahlung:
    = Zufluss von Zahlungsmitteln
    = Mehrung des Bar-/Buchgeldes
    • Einnahme:
    = Einzahlungen + erhöhte Forderungen + niedrigere Verbindlichkeiten
    • Ertrag:
    = Wertzugang an Gütern und Dienstleistungen
    = bezogen auf Abrechnungsperiode
    • Leistung:
    = bewertetes Ergebnis der Leistungserstellung
  28. 28Negative Korrekturposten: Neutraler Aufwand→ wird getrennt berechnet, da sonst Verzerrung von Periodenergebnis
    = Betriebsfremder Aufwand:
    keine Verbindung zum Betriebszweck, z.B. Spenden
    = Periodenfremder Aufwand:
    Ursache d. Aufwandes in früherer Periode, z.B. Steuernachzahlungen
    = Außerordentlicher Aufwand:
    unvorhersehbare Aufwendungen mit stark schwankendem Auftritt und außergewöhnlicher
    Höhe, z.B. Schäden durch Feuer
  29. 29Negative Korrekturposten: Zusatzkosten/ Kalkulatorische Kosten→ steht gar kein oder kein gleich hoher Aufwand gegenüber
    → für unternehmensinterne Kalkulationszwecke
    → Opportunitätskosten = entgangene Erlöse, da vorhandene Möglichkeiten zur
    Ressourcennutzung nicht wahrgenommen werden
    = Kalkulatorischer Unternehmerlohn, Kalkulatorische (Eigenkapital-) Zinsen
    = Kalkulatorische (Eigen-) Miete, Kalkulatorische Wagnisprämien

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Descripción
Karteikarten zur Vorlesung von Schulte 1. Semester
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Anjay
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