Fichas
Sozialpsychologie - Bindung
Fichas del conjunto (38)
- 1Definition Bindungstarke, relativ stabile und enge emotionale Beziehung zu einer anderen Person (Zimbardo, 1988, S.74).
dauerhafte emotionale und kognitive Orientierung an einer anderen Person
spezielle Form eines affektiven Bandes (Ainsworth, 1989, S.12 ). - 2Def. AffilationTendenz die Gesellschaft anderer Personen zu suchen
- 3Nutzen Affirmation-> In neuartigen, belastenden Situationen Erleichterung der Einschätzung d. Angemessenheit meiner Gefühle und die Effektivität meiner Reaktionen (Theorie des sozialen Vergleichs)
-> Angstreduktion, Beruhigung, emotionale Unterstützung, Trost → Bindungstheorie - 4Merkmale Bindung-Nähe der anderen Person suchen
-Unter Trennung leiden
-Sich freuen über Rückkehr der anderen Person
-Sich auch an der Bindungsperson orientieren, wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe ist - 54 Merkmale von Bindung nach Bowlt-Suche nach Nähe zur Bindungsperson;
-Protestverhalten des Kindes in Trennungssituationen
2 zentrale bindungstheoretische Konzepte:
-sichere Basis
-sicherer Hafen - 66 Kriterien von Bindungsbeziehungen nach Ainsworth- relativ stabil.
-beziehen sich auf ganz bestimmte, als einzigartig empfundene Personen.
-Beziehung zu Person =emotional bedeutsam
-Wunsch nach Nähe zur Bindungsperson.
Trennung: negative Gefühle
Bindungsbez. vermitteln Sicherheit und Trost. - 7Bindungstheorie: 3 VerhaltenssystemeBindungssteuerungssystem
Fürsorgeverhaltenssystem
Explorationssystem - 8BindungssteuerungssystemRegulationssystem, biologisch verankert-> eigenständiges Motivationssystem
-> 1 Lebensjh-> ganzes Leben
- reguliert Bindungsvh
-> Herstellung Nähe zu Bezugsperson-> gewährleistet Fürsorge, Schutz vor Gefahren - 9Bindungssteuerungssystem aktiviert durch- Zustand Kind
-Standort u. VH der Mutter (z.b. wehrt Nähe ab)
- andere Umweltbedingungen:
-> Allgemein: in stressauslösenden, belastenden Situationen - 10FürsorgeverhaltenssystemZiel ist Herstellung und Aufrechterhaltung der Nähe zum Kind → entspricht dem Ziel des Bindungssystems
Wird aktiviert
durch kindliches Bindungsverhalten
wenn die Mutter das Kind in Gefahr wähnt
Feinfühligkeit als zentrales bindungstheoretisches Konzept in Bezug auf das Fürsorgeverhalten - 11Aus welchem mütterlichen u kindlichem VH entsteht Bindung?Bindung entsteht aus der Interaktion zwischen kindlichem Bindungs- und mütterlichem Fürsorgeverhalten
- 12Feinfühligkeit als Determinante der Bindungsqualität/ des Bindungsstils:-Sichere Bindung: richtige Interpretation & angemessene Reaktion
-Ängstlich-ambivalente Bindung: Reaktionsbereitschaft gegeben aber falsche Interpretation
-Vermeidende Bindung: kühles & abweisendes Verhalten - 13Explorationssystem/ExplorationsverhaltenZiel ist Erkundung der Umwelt
-> aktiviert durch neue u. unbekannte Reize, die Interesse/ Neugier hervorrufen
ist verbunden mit Entfernung von der Mutter → Explorations- als Komplement zum Bindungsverhalten;
→ Explorationssystem als komplementäres Vhssystem zum Bindungssystem - 14Wodurch wird das Explorationssystem beeinflusst?Beeinflusst durch kindliche Erwartungen bezüglich der mütterlichen Verfügbarkeit/ Ansprechbarkeit.
Ist Bindungsperson eine sichere Basis/ ein sicherer Hafen? - 15Interne Arbeitsmodelle als zentrales bindungstheoretisches Konzept= Speicher für bindungsrelevante Erfahrungen sind vergleichbar mit kognitiven Skripts oder Schemata
-bilden sich aufgrund von Handlungen und deren Konsequenzen
-entstehen in der Interaktion zwischen kindlichem Bindungs- und mütterlichem Fürsorgeverhalten - 16Welche Modelle beinhalten die internen Arbeitsmodelle? Welche Ausprägungen gibt es?-beinhalten Modelle des Selbst (Selbstbild) und Modelle der Anderen (Fremdbild)
-Selbst- und Fremdbild können positive wie negative Ausprägung haben:
Selbstbild als liebenswert oder nicht
Fremdbild von Bindungspersonen als zugänglich, verfügbar, feinfühlig oder nicht - 17Messung frühkindlicher Bindungsqualität/-stile - Die Fremde Situation (Ainsworth, 1978)Beobachtung des Zusammenspiels v. Bindungs- und Explorationsverhalten unter verschiedenenBelastungsbedinungen Hauptaugenmerk liegt auf kindlichem VH:nach Trennung von und v.a. bei Wiedervereinigung mit der MutterAus kindlichem VH bei der Trennung und v.a. Wiedervereinigung → Rückschluss auf Bindungsqualität
- 18Zentrale Fragen der Bindungsforschung- Stabilität von Bindung:
bleibt Bindungsstil über die Lebensspanne stabil?
-Tradierung von Bindung:
überträgt sich Bindungsstil v. einer Generation auf die nächste? - 19Zentrale Fragen der Bindungsforschung-Generalisierung von Bindung:
Ist die Mutter-Kind Bindung der Prototyp aller nachfolgenden Bindungsbeziehungen?
Beeinflusst Bindung auch Einstellungen, Emotionen, Verhalten in anderen Lebensbereichen, z.B. im Arbeitskontext - 20Bindungsstile nach Ainsworth- Sichere Bindung
- unsicher ambivalente Bindung
-unsicher vermeidende Bindung - 21Bindungsstile - sichere Bindung VHTrennung: Kinder zeigen gewöhnlich (aber nicht immer) Kummer
Wiedervereinigung: Kinder grüßen Mutter, werden getröstet, falls nötig, und spielen dann wieder fasziniert oder zufrieden weiter. - 22Unsicher ambivalente BindungTrennung: Kinder zeigen großen Kummer
Wiedervereinigung: Kinder sind nur schwer zu beruhigen, suchen Kontakt, aber leisten Widerstand, indem sie treten, sich abwenden und winden und dargebotenes Spielzeug wegschleudern. Ständiger Wechsel zw. Zorn und Anklammern. - 23Unsicher vermeidende BindungTrennung: Kinder zeigen wenig offensichtliche Zeichen des Kummers
Wiedervereinigung: Ignorieren der Mutter, besonders beim zweiten Mal, wenn der Stress wahrscheinlich größer ist. - 24Der vierte Bindungsstil: Desorganisierte Bindungbizarres Verhalten, wie „Einfrieren“ (=Abbrechen) von Bewegungen und stereotype Bewegungen ungerichtete Affektausdrücke
widersprüchliches Verhalten: z.B. Wechsel zw. intensivem Anklammern und Abwenden - 25Tradierung von Bindung: ForschungBelege, dass sich Bindungsstil der primären Bezugsperson durchsetzt → bei der Konstruktion des Arbeitsmodells des Selbst scheint ein Elternteil, wahrscheinlich die Hauptbezugsperson, mehr Einfluss zu haben (Bretherhon, 1985; Ricks, 1982)
- 26Generalisierung von Bindung 1 (Forschung) Ist Mutter-Kind-Bindung der Prototyp aller Bindungsbeziehungen?Unterschiedliche starke Korrelationen zw. Mutter-Kind und Vater-Kind Bindung (Bretherton, 1985) sprechen dagegen
In summary, research suggests that, in adulthood, there is some degree of overlap between attachment security in the romantic and parental domains (Fraley, 2002, p.141). - 27Generalisierung von Bindung 2:Beeinflusst der Bindungsstil das Funktionieren in anderen VHsbereichen?Im Alter von 6 Mon. als sicher klassifizierte Kinder werden später als kompetenter eingeschätzt,haben mehr Freunde/ einen besten Freund. längere Aufmerksamkeitsspannen
zeigen mehr positive Affekte
selbstsicherer/ zuversichtlicher bei einfachen Problemlöseaufgaben
suchen Unterstützung bei schwierigen Aufgaben - 28Bindung im Erwachsenenalter - Ausgangsbasis -Analogien zwischen frühkindlichen und Bindungsbeziehungen im Erwachsenenalter
Interner Arbeitsmodelle als Speicher bindungsrelevanter Erfahrungen - 29Unterschiede zur Eltern-Kind-Bindung:Andere Bindungspersonen (Partner)
Sexualität als Motivation des Nähe-Such-Verhaltens
Reziprozität: potentiell können beide Partner Nähe, Trost, Sicherheit vermitteln
Felt Security bei Kindern durch körperliche Nähe , Erwachsen reicht auch Wissen um Verfügbarkeit Bindungsperson - 30Interne Arbeitsmodellesind mentale Repräsentationen des Bindungsverhaltens und der darauffolgenden Reaktionen von Bindungspersonen
beinhalten Selbstbild und Fremdbild
Fremdbild: wurden Bindungspersonen als unterstützend in belastenden Situationen erlebt? Selbstbild: unterstütze ich selbst? - 31Die vier Bindungsstile sicher ängstlich-ambivalent gleichgültig-vermeidend ängstlich-vermeidend variieren entlang zweier zugrundeliegender Dimensionen:Bindungsangst
Bindungsvermeidung - 32Bindungsangst:negatives Selbstbild, positives Fremdbild.
Hohe Bindungsangst -> starkes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung, sowie einer starken Tendenz die Nähe anderer zu suchen und von diesen abhängig zu werden. Ängstliche Personen sorgen sich ständig, nicht akzeptiert, nicht gemocht, oder zurückgewiesen zu werden. - 33Bindungsvermeidung:Negatives Fremdbild, positives Selbstbild
Hohe Bindungsvermeidung -> andere nicht verfügbar, nicht reagierend und nicht vertrauenswürdig
-> Bindungsbedürfnisse werden deshalb unterdrückt
Unbehagen bei Nähe und Intimität, starkes Bedürfnis nach Unabhängigkeit. - 34GeneralisierungsfrageBeeinflussen das Bindungssystem und die Bindungsorientierungen das Bindungsverhalten nur in engen Beziehungen oder auch in anderen Interaktionsbereichen?
- 35Love and Work Grundannahme 1Grundannahme 1: das Arbeiten im Erwachsenenalter weist funktionelle Ähnlichkeiten zum Explorationsverhalten in der Kindheit auf->Dementsprechend sollte eine sichere Erwachsenenbindung die selbe fördernde Wirkung auf Arbeit haben, wie eine sichere Eltern-Kind-Bindung auf das Explorationsverhalten
- 36Love and Work Grundannahme 2Gleichgewicht Bindung - Exploration in der Kindheit entspricht Gleichgewicht zwischen Liebe und Arbeit im Erwachsenenalter.
- 37Love and Work Ergebnissewie Kinder: -Sichere Erwachsene
-ängstlich-ambivalente
- vermeidend gebundene Erwachsene
Auch Erwachsene unterscheiden sich in Abhängigkeit von Bindungsstil, in ihren Einstellungen zur Arbeit u Abeitsverhalten - 38—
Información
- Descripción
- 2 Semester Sozialpsychologie Fichas sobre Sozialpsychologie - Bindung, creado por Clara Vanessa el 08/05/2016.
- Creado por
- Clara Vanessa
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