Kommisionierung

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2 - Logistik (Lagerwirtschaft - Arbeitsabläufe) Mind Map on Kommisionierung, created by Budd9r on 10/01/2013.

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Aufgaben der Lagerwirtschaft
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Lagerwirtschaft Arbeitsabläufe
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Logistikattraktivität und Logistikkompetenz
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Chemistry unit 2
36jessieh
Unit 3 Business Studies
Lauren Thrower
Lagerordnungssysteme
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Lagerpflege
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Wareneingang
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Anforderung an die Lagersteuerung
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Auslagerungssysteme
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Kommisionierung
1 Definition
1.1 Zusammenstellung bestimmter Teilmengen (Artikel) aus einer Gesamtmenge (Sortiment) aufgrund von Bedarfsanforderungen (Aufträgen)
1.2 Entnahme verschiedener Lagergüter und Ihre Zusammenführung nach Auftrag und Kunde
1.3 Der Auftrag kann intern (Produktion) oder extern (Absatz) erfolgen
2 Funktionen der Kommissionierung
2.1 Übernahme und Bearbeitung der Kommissionieraufträge
2.2 Durchführung der Kommissionierung
2.3 Bereitstellung für den Warentransport (werksintern oder –extern)
2.4 Von der Annahme der Aufträge bis zur Abgabe der kommissionierten Ware
3 Kommissionierungssysteme
3.1 Methoden für die Bereitstellung der Ware
3.1.1 „Mann zur Ware“-Prinzip (statische Bereitstellung)
3.1.1.1 Durchführung
3.1.1.1.1 Der Kommissionierer geht oder fährt zur Ware und entnimmt die notwendigen Mengen
3.1.1.1.2 Je nach Auftragsgröße, Volumen und Gewicht der Artikel muss er mit entsprechende Hilfsmittel benutzen
3.1.1.1.3 Er sammelt bezogen auf Auftrag oder Artikel Position nach Position ein
3.1.1.2 Vermeidung zu langer Wartezeiten durch :
3.1.1.2.1 Stichgangsstrategie = stirnseitiges Abarbeiten der Lagerorte (je seltener ein Artikel umgeschlagen wird, desto weiter hinten befindet sich der Standort)
3.1.1.2.2 Schleifenstrategie = schlangenförmiges Durchlaufen der Regalgänge
3.1.1.3 Ohne aufwendige Technik durchführbar
3.1.1.4 Üblich in kleineren Lägern mit Regalen für Kleinteile
3.1.2 „Ware zum Mann“-Prinzip (dynamische Bereitstellung)
3.1.2.1 Die Lagergüter werden vom Lagerplatz zu einem Kommissionierplatz transportiert
3.1.2.2 Dort werden die benötigten Mengen entnommen und die restmengen werden wieder an den Lagerplatz zurückgebracht
3.1.2.3 Vorteile
3.1.2.3.1 Hohe Kommissionierleistung
3.1.2.3.2 Gute Möglichkeit der ergonomischen Gestaltung der Arbeitsplätze
3.1.2.3.3 Wirtschaftlicher Einsatz technischer Hilfsmittel am Arbeitsplatz
3.1.2.3.4 Bildschirmeinsatz am Arbeitsplatz des Kommissionierers zur Ein- und Ausgabe von Informationen (z.B. für palettierte Ware)
3.1.2.4 Nachteile
3.1.2.4.1 Hohe Investitionskosten
3.1.2.4.2 Stillstand bei Maschinenausfall
4 Manuelle, mechanische oder automatische Entnahme
4.1 Artikel befindet sich im guten Sicht- und Greifbereich, dann ist bei angemessenem Gewicht manuelle Entnahme möglich
4.2 Je mehr die Artikel sich außerhalb dieses Bereichs befinden, umso mehr müssen mechanische Hilfsmittel (z.B. Gabelstapler) eingesetzt werden
4.3 In Hochregalläger sind Regalförderzeuge und Regalbediengeräte einzusetzen
4.4 Erfolgt die Entnahme völlig ohne Menschliche Hilfe, liegt eine automatische Entnahme vor (z.B. Kommissionierroboter)
4.5 Organisatorisch ist zu unterscheiden
4.5.1 Bereitstellung der Güter in einer oder mehreren Lagerzonen ?
4.5.2 Kommissionierung der Aufträge seriell (nacheinander) oder parallel (nebeneinander) ?
4.5.3 Entnahme der Güter für einen oder mehrere Aufträge ?
5 Organisation der Kommissionierung
5.1 einstufige Kommissionierung
5.1.1 Ein Kundenbehälter durchläuft den jeweiligen Lagerbereich, die einzelnen Artikel des Auftrags werden den jeweiligen Lagerplätzen entnommen
5.1.2 Beim Verlassen des Lagerbereiches ist der Auftrag komplett zusammengestellt
5.1.3 Jeder Auftrag wird einzeln für sich bearbeitet
5.1.3.1 Größe der Aufträge sind sehr unterschiedlich
5.1.3.2 Kurze Durchlaufzeiten werden gefordert
5.2 mehrstufige Kommissionierung
5.2.1 Bei der ersten Stufe werden die Gesamtmengen eines Lagergutes für mehrere Aufträge auf einmal entnommen
5.2.2 Diese werden am Kommissionierplatz auf die verschiedenen Aufträge verteilt
5.2.3 Erfolgt die Kommissionierung parallel in mehreren Lagerbereichen, muss der Auftrag in einer dritten Stufe endgültig zusammengeführt werden
5.2.4 Verkürzung der Kommissionierzeit, wenn in vielen Aufträgen die gleichen Lagergüter enthalten sind (größerer Platzbedarf im Kommissionierungsbereich)
6 Serielle oder parallele Kommissionierung
6.1 Ausgangspunkt : mehrere voneinander unabhängige Lagerzonen
6.2 serielle Kommissionierung
6.2.1 nacheinander = von Lagerzone zu Lagerzone werden die Auftragsunterlagen und die bereits kommissionierte Ware weitergegeben
6.2.2 auftragsorientierte serielle Kommissionierung
6.2.2.1 Ein Kommissionierer führt einen Auftrag alleine aus
6.2.2.2 verschiedene Kommissionierer in den jeweiligen Lagerzonen bearbeiten den Auftrag nacheinander, d.h. ein Auftrag durchläuft eine Lagerzone nach der anderen
6.3 parallele Kommissionierung
6.3.1 gleichzeitig = In allen erforderlichen Lagerzonen wird der Auftrag gleichzeitig kommissioniert und anschließend zusammengeführt
6.3.2 auftragsorientierte parallele Kommissionierung
6.3.2.1 mehrere Kommissionierer teilen sich einen Auftrag
6.3.2.2 Kommissionierung erfolgt gleichzeitig in den einzelnen Lagerzonen
6.3.2.3 Anschließend werden die Teilaufträge zu einem kompletten Auftrag zusammengeführt
6.3.3 serienorientierte parallele Kommissionierung
6.3.3.1 Mehrere Kommissionierer entnehmen die Güter für mehrere Aufträge auf einmal
6.3.3.2 Mehrere Aufträge werden gesammelt und zu einer Serie zusammengefasst
6.3.3.3 Innerhalb der Serie werden die einzelnen Auftragspositionen gemäß den einzelnen Lagerzonen aufgeteilt
6.3.3.4 Nach der Sammelentnahme ( 1. Kommissionierstufe) werden die Artikel wieder auf die einzelnen Aufträge aufgeteilt (2. Kommissionierstufe)
7 beleglose Kommissionierung
7.1 Kommissionierer erhält die Informationen zum Auftrag nicht schriftlich, sondern optisch über ein Kleinterminal mit Display oder akustisch über ein Headset
7.2 Man spricht auch vom Pick by Light- (blickende Anzeige) oder Pick by Voice-Verfahren

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