Industrialisierung I: Aufstieg Englands und die industrielle Revolution

Aylin Keskin
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4. Vorlesung

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Industrialisierung I: Aufstieg Englands und die industrielle Revolution
1 Definition:
1.1 =Übergang von der auf Handarbeit beruhenden kapitalistischen Manufaktur zur maschinellen Industrie, Wandel vom Agrarstaat (1.Sektor) zum Industriestaat (2. Sektor), allgemeiner Strukturwechsel ohne genauem Anfang und Ende
1.2 Beginn 1869 in England, ab 19. Jh in Kontinentaleuropa (in FL ab 1860/70), Kapital wird angehäuft um in Produktion zu investieren, stark beschleunigte Entwicklung (Produktionseisen)->Nachfrage steigt->Bevölkerungswachstum
1.3 davor demografische Revolution= steigende Geburtenrate in der vorindustriellen Phase (besserer Hygienemaßnahmen und medizinische Fortschritte), niedrige Sterblichkeitsrate
2 Malthusianische Falle:
2.1 = Verhinderungsfaktor von wirtschaftlicher Entwicklung und Wirtschaftswachstum Bevölkerung wächst schneller als Landwirtschaft, Folge->Verelendung und Hungersnöte, aber Produktionssteigerung in der Landwirtschaft durch Innovation
3 England als Vorreiter:
3.1 Ausgangspunkt Baumwolindustrie ->billige Arbeitskräfte, Frauen und Kinder (feines Handwerk), Importsubstitutionen (Baumwolle wird nicht mehr importiert sondern im eigenen Land angebaut), Nachfrage stieg-> mehr techn. Innovationen (Male, Spinnig Jenny, fliegendes Weberschiffchen)->billigere Produktion
3.2 Eisenindustrie= Eisen war vorhanden und musste nicht importiert werden, war Grundlage für gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Maschinen, Eisenbahnen-senkte Transportkosten, Landwirtschaft),
4 Weshalb England?:
4.1 war fortgeschrittener als Kontinentaleuropa (Recht und Ordnung waren geregelt), technologischer Vorsprung vor Beginn der industr. Revolution, vorhandener relativer Wohlstand, schwaches Zunftwesen (strenge Regeln für Handwerksbetriebe)
4.2 war Handelsmacht= Kontinentalsperre 1798 franz. Revolution (nach England kein Export, von England kein Import-> um England zu schwächen) =>Gegenteil war Fall, England wurde stärker, Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft
5 soziale Implikationen:
5.1 Abwanderung in die Städte (Landflucht), Landwirtschaft als Existenzgrundlage nicht mehr vorhanden, schlecht bezahlte Fabrikarbeiter->verbreitete Armut, Auswirkungen auf Umwelt (Abgase von Industrien)
6 Ökonomisches Denken Merkantilismus:
6.1 =wirtschaftliche Maßnahmen, Überbegriff für Wirtschaftspolitik (Bevölkerungswachstum war erwünscht, daher Abwanderung verboten
6.2 Förderung der nationalen Wirtschafts- und Handelskraft durch staatliche Wirtschaftspolitik
6.3 bsp. Lohnpolitik (Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit durch niedriges Lohnniveau und des Bevölkerungswachstums)
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