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Entwicklung, Lernen und soziales Verhalten
Perguntas do quiz (121)
1Wenn ein Psychologe eine wissenschaftliche Untersuchung dazu macht, wie sich das Gedächtnis von Menschen im Verlauf des Erwachsenenalters verändert, so ist diese Arbeit dem folgenden Teilgebiet der Psychologie zuzuordnen:
- AAllgemeine Psychologie
- BKlinische Psychologie
- CPsychologie der Lernschwierigkeiten
- DEntwicklungspsychologie
2Wenn Psychologen die Frage untersuchen, wie sich das Verhalten von Menschen ändert, wenn andere Menschen präsent sind, dann weist man diese Frage dem folgenden Teilgebiet zu:
- ASozialpsychologie
- BPersönlichkeitspsychologie
- CKlinische Psychologie
- DGruppenpsychologie
3Es ist typisch für korrelative Studien, dass
- Adie Beziehung zwischen Personen untersucht wird.
- Bein Untersuchungsleiter verschiedene Gruppen unter verschiedenen Bedingungen prüft.
- Cder Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen von Personen untersucht wird.
- Drepräsentative Gruppen beschrieben werden.
4Welche der folgenden Skizzen wäre ein Beispiel für eine korrelative Studie?
- AJe höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto höher ist der erwartete Bildungsabschluss der Kinder.
- BKorrelative Studien werden in der Pädagogischen Psychologie nicht durchgeführt.
- CFinnische Schüler und Schülerinnen schneiden in Lesetests besser ab als deutsche.
- DSchüler, die in Lernstrategien unterrichtet werden, schneiden in Behaltenstests besser ab.
5Es ist typisch für Experimentelle Studien, dass
- Asie vor allem beschreibend arbeiten.
- Bsie im Kontext Schule und Unterricht stattfinden.
- Cdass mindestens zwei Variablen miteinander in einen Zusammenhang gebracht werden.
- DKausalzusammenhänge überprüft werden.
6Es ist typisch für deskriptive Studien, dass
- Amindestens zwei Merkmale einer Population miteinander in Beziehung gesetzt werden.
- Bder Stand der Dinge, z.B. des Könnens oder Wissens, einer Gruppe erfasst wird.
- CUrsache und Wirkungs-Zusammenhänge untersucht werden.
- Deine Intervention durchgeführt und deren Effekte beschrieben werden.
7Welche Formulierung trifft am ehesten auf den Gegenstand der Psychologie zu?
- AGegenstand der Psychologie ist das Erleben und Verhalten des Menschen.
- BGegenstand der Psychologie ist das bewußte und unbewußte Denken des Menschen.
- CGegenstand der Psychologie ist die Entwicklung des Menschen.
- DPsychologie ist die Wissenschaft von der Seele des Menschen.
8Welche Aussage über das Verhältnis von Empirie und Theorie trifft im Selbstverständnis der Psychologie zu?
- AAus Theorien werden empirische Fragen abgeleitet, die untersucht werden können, wobei die Forschungsergebnisse dazu dienen können, die Theorien zu verändern.
- BTheorie und empirische Forschung existieren nebeneinander und haben nichts miteinander zu tun.
- CAus Theorien werden empirische Fragen abgeleitet, die dann untersucht werden können.
- DTheorien werden aufgrund von empirischen Daten entwickelt.
9Zu den Aufgaben der Psychologie zählen
- AAusbildung von Therapeuten
- BUnterstützung von Lehrern und Erziehern in Fragen der Erziehung von Kindern und Jugendlichen.
- CBeschreiben, erklären, vorhersagen und beeinflussen von Verhalten.
- DErhalten der seelischen Gesundheit von Menschen.
10Was könnte den Erkenntnisgewinn aus Längsschnittuntersuchungen gefährden?
- AEine Längsschnittstudie kann den Zeitpunkt verpassen, an dem ein Entwicklungsschritt stattfindet.
- BEine Längsschnittstudie kostet viel Zeit und Geld.
- CEs kann zu einem selektiven Ausfall von Versuchspersonen kommen und eine Gruppe, die besonders interessant wäre, fällt damit aus.
- DDie Versuchspersonen werden zu stark beansprucht.
11Eine typische Beobachtungsmethode in der entwicklungspsychologischen Kleinkindforschung ist
- Adie Gelegenheitsbeobachtung
- Bdie Tagebuchmethode
- Csystematische Fremdbeobachtung
- Ddie systematische Retrospektion
12Welche der folgenden Aussagen benennt ein Kennzeichen der psychologischen Beobachtung?
- ADas wichtigste bei der Beobachtung von Verhalten ist die Einfühlung in jedes einzelne Individuum, damit man auch die Motive und Gefühle erfasst.
- BEine Beobachtung ist sorgfältig zu planen, z.B. indem das zu beobachtende Verhalten genau festgelegt wird.
- CEine Beobachtung in der Psychologie beginnt immer mit einem auffälligen Ereignis, das neugierig macht.
- DEine Beobachtung ist immer möglichst offen zu halten, damit dem Beobachter nichts entgeht.
13Eine Lehrerin soll die Fähigkeit ihrer Schüler und Schülerinnen in der 5. Klasse zum selbstständigen Arbeiten beurteilen. Welche Beobachtungsstrategie ist aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll?
- ASie beobachtet gezielt die Schüler und Schülerinnen, die sie für schwach hält, um diese zu fördern.
- BSie beobachtet alle Schüler und Schülerinnen mit denselben Kriterien anhand eines Beobachtungssystems ungefähr gleich lang.
- CSie fragt die Schüler und Schülerinnen nach ihren Selbsteinschätzungen.
- DSie beobachtet gezielt die Schüler und Schülerinnen, die sie für stark hält, um diese zu fördern.
14Im Zentrum der erklärenden Modelle in der Entwicklungspsychologie steht die Frage,
- Awelche Faktoren die Veränderungen von Verhalten und Erleben bewirken.
- Bwarum Jugendliche für Lehrer und Lehrerinnen eine besondere Herausforderung sind.
- Cwarum sich Jugendliche in der Schule auffällig benehmen.
- Dwieso manche Jugendliche an den Entwicklungsaufgaben scheitern.
15Bei einer psychologischen Verhaltensbeobachtung steht die folgende wissenschaftliche Tätigkeit im Vordergrund:
- AVorhersagen
- BErklären
- CBewerten
- DBeschreiben
16Wie kann man entwicklungspsychologische Erkenntnisse systematisieren?
- Aanhand von Beobachtungen
- Banhand von Längsschnittstudien
- Canhand des Informationsverarbeitungsansatzes
- Danhand von beschreibenden Modellen, die nach Entwicklungsbereichen geordnet sind.
17Typisch für eine Querschnittsstudie ist, ...
- A... dass individuelle Entwicklungsverläufe quer über die Lebensphasen hinweg sichtbar werden.
- B... dass zu einem Zeitpunkt Personen unterschiedlichen Alters untersucht werden.
- C... dass Versuchspersonen ausfallen, weil sie die Testwiederholungen nicht mehr mitmachen wollen.
- D... dass Versuchspersonen mehrfach befragt werden, um über die Altersphasen hinweg Information zu erhalten.
18Was ist charakteristisch für eine Längsschnittstudie?
- Aeine Längsschnittstudie befaßt sich mit der Entwicklung des Denkens.
- Beine Längsschnittstudie arbeitet mit wenigen Personen, dafür aber intensiv.
- Ceine Längsschnittstudie gibt Alterstrends wider.
- Deine Längsschnittstudie gibt Information über Entwicklungsverläufe.
19Ein wichtiges Entwicklungsprinzip ist
- Ader Erziehungsstil
- Bdas Entwicklungsplateau
- Cdie Förderung
- Ddie Universalität
20Das Modell der Entwicklungsaufgaben beruht auf
- Ader Selbststeuerungstheorie
- Bder Interaktionstheorie
- Cder Mileutheorie
- Dder Reifungstheorie
21Beschreibende Modelle in der Entwicklungspsychologie
- Asind immer Lerntheorien.
- Buntersuchen verschiedene Entwicklungsbereiche.
- Csuchen nach Ressourcen und Risikofaktoren, z.B. Temperament.
- Dsuchen nach Entwicklungs-"motoren".
22Das systematische Testen von Hypothesen gelingt den Kindern (nach Piaget)
- Ain der sensumotorischen Phase
- Bin der Phase des präoperationalen Denkens
- Cin der Phase des formalen Denkens
- Din der konkret-operationalen Phase
23Welches sind die von Piaget postulierten invarianten Funktionen der Entwicklung?
- ASchema, Interaktion und Äquilibration
- BOrganisation, Adaptation, Lernen und Interaktion
- COrganisation, Adaptation, Assimilation und Akkommodation
- DOrganisation, Operation, Konstruktion
24Es ist typisch für Kategorisierungsleistungen von Kindern in der Phase des formalen Denkens, dass sie
- Aeinfache Klassifikationen vornehmen können, diese aber nicht umkehren können.
- BGegenstände, die sie nicht kennen, gar nicht ordnen können.
- CGegenstände differenziert und nach verschiedenen Gesichtspunkten ordnen können.
- DGegenstände nach offensichtlichen Merkmalen ordnen können.
25Wenn ein Kind zwei Reihen von Münzen vergleicht und beide Reihen gleich viele Münzen enthalten, aber eine weiter auseiander gezogen ausgelegt wird und dann auf die Frage, ob beide Reihen gleich viele Münzen enthält oder eine mehr Münzen enthält, auf die langgezogene Reihe deutet, dann ist das Kind nach Piaget in der
- Asensumotorischen Phase
- BPhase des konkret-operationalen Denkens
- CPhase des formalen Denkens
- DPhase des präoperationalen Denkens
26Ein Kind in der Phase des präoperativen Denkens nach Piaget versagt wahrscheinlich bei der folgenden Aufgabe:
- AKlassifikation von verschiedenen Elementen, z.B. Vögel sind Tiere, die fliegen können, in Ober- und Unterkategorien
- BFeststellung von Ursache und Wirkung bei einem motorischen Experiment (z.B. einen Gegenstand herbeiholen, indem es an der Tischdecke zieht, auf dem dieser steht).
- CSuche nach einem verdeckten Gegenstand
- DNachahmung einer symbolischen Handlung
27Das entscheidende Moment bei der Akkomodation im Sinne Piagets ist, dass
- Adas Individuum abstrakte Regeln aus einem Versuchs- und Irrtumsverhalten erkennt.
- Bdas Individuum bekannte Schemata und Verhaltensweisen auf neue Objekte überträgt.
- Cdas Individuum vorhandene Schemata so verändert, dass es sich den Umweltgegebenheiten anpasst.
- Ddas Individuum gedanklich Hypothesen aufstellen und prüfen kann.
28Ein Kind in der Phase der formalen Operationen unterscheidet sich nach Piaget von einem Kind in der vorausgehenden Phase dadurch, dass
- Adass es Transformationen rückgängig machen kann.
- Bdass es Klassifikationen erstellen kann.
- Ces Vorhersagen über den Ausgang eines Experiments machen kann.
- Dden Erhalt von Mengen nach einer Transformation erkennen kann.
29Welche Aussage ist für die Aufmerksamkeitsfunktion in der mittleren Kindheit (bis ca. 12 Jahre) richtig?
- ADie Aufmerksamkeitsspanne kann durch metakognitive Strategien noch nicht optimiert werden.
- BAufmerksamkeit ist überwiegend vom Willen und der Motivation abhängig.
- CAufmerksamkeit kann auf die wichtigen Aspekte einer Situation gelenkt werden.
- DDie Aufmerksamkeitsspanne passt sich durch Übung dem 45 Minuten-Rhythmus der Schulstunden an.
30Wenn sich ein Kind im Alter von etwa 3 Jahren die Augen zuhält und meint, dass die Anderen es dann nicht mehr sehen können, ist das im Sinne Piagets ein Beispiel für
- AAkkommodation
- BObjektpermanenz
- CAssimilation
- DKindlichen Egozentrismus
31Eine Lehrerin stellt fest, dass die Schüler und Schülerinnen ihrer 6. Klasse Probleme damit haben, aus einem Text das Wesentliche herauszulesen. Entwicklungspsychologisch kann man das so deuten:
- ADie Schüler und Schülerinnen müssen noch lernen zu verstehen, was das Wichtigste ist und wie man es findet.
- BDie Schüler und Schülerinnen haben wahrscheinlich keine Motivation, sich mit schwierigen Texten zu befassen.
- CDer Text ist zu schwer und die Lehrerin sollte den Schülern und Schülerinnen das Wichtigste einfach diktieren.
- DDie Schüler und Schülerinnen sind heute im Lesen nicht mehr so geschickt wie früher.
32In welchem Aspekt sind sich Piaget und die Vertreter der Informationsverarbeitungstheorie in ihren Annahmen über Entwicklung einig?
- AEntwicklung ist ein natürlicher Prozess der Selbstentfaltung, bei dem alles mit der Zeit reift.
- BDas Kind ist ein "unbeschriebenes Blatt" und Entwicklung wird maßgeblich durch Lernangebote von außen gesteuert.
- CEntwicklung ist ein aktiver und konstruktiver Prozess, der vom Individuum gesteuert wird.
- DEntwicklung ist ein Prozess, der genetisch angelegt ist und von außen eher wenig beeinflusst werden kann.
33Ein zentrales Argument, das die Vertreter der Informationsverarbeitungstheorie gegen Piaget ins Feld führen, lautet:
- AEntwicklung geschieht nicht so sehr durch Adaptation als durch metakognitive Prozesse.
- BEntwicklungsprozesse sind kulturell deutlich stärker unterschiedlich als von Piaget angenommen.
- CKognitive Fähigkeiten von Kindern hängen von deren faktischer Wissensbasis und deren Vorerfahrungen ab.
- DEntwicklung geht schneller voran, als Piaget das gesehen hat.
34Vertreter der Informationsverarbeitungstheorie kritisieren an Piagets Entwicklungstheorie, dass
- Adas Vorwissen der Kinder nicht berücksichtigt wird.
- Bdie Lebensspanne nicht ausgeschöpft wird.
- Cdie invarianten Funktionen nicht zutreffen.
- Ddie Kinder in der Phase der formalen Operationen überschätzt werden.
35Ein Lehrer macht mit seiner Klasse ein "Experiment". Er läßt die Schüler und Schülerinnen einen bestimmten Teil des Stoffes (hier: das Drehmoment in der Physik) selbständig am Computer lernen.
Im forschungsmethodischen Sinne ist das so zu bewerten:- ADas ist ein Experiment, weil der Lehrer das Programm zufällig gefunden hat.
- BDas ist kein Experiment, weil die Kontrollgruppe und die zufällige Zuordnung der Personen zu den Versuchsbedingungen fehlt.
- CDas ist kein Experiment, weil der Lehrer nicht sicher sein kann, dass die Schüler und Schülerinnen den Stoff nicht schon kennen.
- DDas ist ein Experiment, weil der Lehrer ein Verfahren ausprobiert, dessen Ergebnis er nicht kennt und was für die Klasse neu ist.
36Wenn man davon spricht, dass Randomisierung ein wesentliches Element des Experiments darstellt, so meint man damit folgendes:
- AMan untersucht die Leute, die zufällig vorbei kommen.
- BDie Versuchsbedingungen werden zufällig hergestellt.
- CDie Versuchspersonen werden den Versuchsbedingungen zufällig zugeordnet.
- DDie Arbeitshypothese wird zufällig ausgewählt.
37Das Ziel eines Experiments ist
- Adie Erkundung von Störvariablen
- Bdie Überprüfung von Hypothesen
- Cdie Generierung von Hypothesen
- Ddie Beschreibung von Verhalten und Erleben
38Für ein Experiment eignet sich die folgende Fragestellung:
- AKinder von Müttern, die Vollzeit arbeiten sind in der Entwicklung im Vergleich zu Kindern von Müttern, die Zuhause bleiben, benachteiligt.
- BFinnische Schüler und Schülerinnen können am Ende der 8. Klasse besser rechnen als ihre deutschen Altersgenossen.
- CMänner können besser einparken als Frauen.
- DWenn Schüler und Schülerinnen eine Vokabelliste mit Musik im Hintergrund memorieren, dann behalten sie mehr Vokabeln, als wenn sie eine gleichlange Liste bei Stille memorieren.
39Wenn ein Wissenschaftler feststellen möchte, ob Jungen oder Mädchen den Umgang mit einem Computerprogramm schneller lernen, so ist das
- Aein Experiment
- Bein Quasi-Experiment
- Ckann man so nicht entscheiden
- Des kann beides sein
40In einem Experiment sollen Versuchspersonen eine Reihe von Begriffen lernen. Eine Gruppe lernt die Begriffe mit bildlicher Darstellung dazu, die andere Gruppe lernt die Begriffe nur von Wortlisten. Der Versuchsleiter erklärt den nach Zufall zusammengekommenen Versuchspersonen (alle wurden vor der Mensa mit dem Versprechen auf ein kostenloses Mittagessen angeworben) vor der Untersuchungsdurchführung, worum es geht und bittet dann die Versuchspersonen, sich in einen der beiden Räume zu begeben, je nach dem, welche Versuchsbedingung ihnen angenehmer ist. Wie ist dieses Vorgehen aus forschungsmethodischer Sicht zu bewerten?
- ADas ist eine gute Idee, weil sonst die Motivation der Versuchspersonen zu gering ist, sich anzustrengen.
- BDas ist keine gute Idee, weil schon die Aussicht auf Belohnung das Ergebnis verfälschen kann.
- CDas ist eine gute Idee, weil so jeder seine Stärken unter den Versuchsbedingungen zeigen kann.
- DDas ist keine gute Idee, weil im Experiment die Versuchspersonen den Versuchsbedingungen nach Zufall zugeordnet werden müssen.
41Langzeitspeicher und sensorisches Register unterscheiden sich
- Ain der Bedeutung
- Bin der Kapazität
- Cin der Repräsentationsform
- Dim Inhalt
42Bei Wiederholungsstrategien kann man die Wirksamkeit fördern, indem
- Aman auf keinen Fall Pausen macht.
- Bman die Wiederholungen über die Zeit verteilt.
- Cman nach dem Wiederholen etwas Aufregendes und Spannendes unternimmt.
- Dman die zu wiederholenden Begriffe laut vorsagt.
43Wenn ein Schüler die eben gesprochenen Worte eines Lehrers wiedergeben kann, so ist das
- Agar keine Leistung
- Beine Leistung des Ultrakurzzeitgedächtnisses
- Ceine Leistung des Kurzzeitgedächtnisses
- Deine Leistung des Langzeitgedächtnisses (weil der Lehrer immer dasselbe sagt)
44Was beachten Sie, wenn Sie als Lehrer oder Lehrerin Lernstrategien vermitteln?
- ASie achten darauf, dass die Schüler und Schülerinnen vor allem Wiederholungsstrategien üben, denn die Wiederholung ist die Mutter allen Lernens.
- BLernstrategien können Sie gar nicht beeinflussen, da müssen die Schüler und Schülerinnen selbst drauf kommen.
- CLernstrategien erklären Sie am besten am Schuljahresanfang, dann brauchen Sie darauf nicht wieder einzugehen.
- DLernstrategien vermitteln Sie in Zusammenhang mit dem Stoff, den Sie darbieten.
45Organisationsstrategien als Lernstrategien
- Asind bereits bei Grundschulkindern spontan zu beobachten.
- Blernen Schüler und Schülerinnen in der Sekundarstufe besonders leicht.
- Cspielen in der Schule keine Rolle.
- Dkommen bei Studierenden nicht mehr vor.
46Wenn ein Lehrer seine Schüler und Schülerinnen auffordert, englische Vokabeln zu memorieren, dann zielt das auf die Aneignung von
- Aepisodischem Wissen
- Bprozeduralen Wissen
- Cdeklarativem Wissen
- Dperzeptuellem Wissen
47Als Lehrer oder Lehrerin können Sie die Informationsverarbeitung fördern, indem Sie
- Anach einer Frage möglichst unmittelbar einen Schüler aufrufen.
- BFragen am besten selbst beantworten.
- Cnach einer Frage eine Wartezeit einhalten.
- DFragen möglichst ausschmücken.
48Welche Aussage über das Langzeitgedächtnis ist richtig?
- ADie typische Repräsentationsform im Langzeitgedächtnis ist dem externen Reiz sehr ähnlich.
- BDas Langzeitgedächtnis enthält nur implizite Gedächtnisinhalte.
- CDas Langzeitgedächtnis enthält bis zu sieben Elemente.
- DDas Langzeitgedächtnis enthält alle Arten von Gedächtnisinhalten.
49Aus der Sicht der kognitiven Lerntheorien kann man zu Wiederholungsstrategien folgendes sagen:
- AWiederholung ist als Lernstrategie in allen Altersstufen die beste Methode, um Lernstoff aufzunehmen.
- BWiederholung als Lernstrategie muss man Schülern und Schülerinnen nicht beibringen, da kommen sie selbst drauf.
- CWiederholung ist für das Lernen in den Altersstufen nach der Grundschule unerheblich.
- DWiederholung stärkt das Behalten, wenn die Wiederholungen zeitlich verteilt werden und Pausen dazwischen eingelegt werden.
50Welche Aussagen über Gedächtnisstrategien ist richtig?
- AGedächtnisstrategien fördern das Abspeichern von Information
- BGedächtnisstrategien fördern nur das Aufnehmen von Information.
- CGedächtnisstrategien fördern nur das Abrufen von Information.
- DGedächtnisstrategien fördern das Aufnehmen, Abspeichern und Abrufen von Information.
51Beim Klassischen Konditionieren lernt ein Organismus
- AAngst zu haben
- Bneue Auslösereize für einen vorhanden Reflex
- CReize zu generalisieren
- DReize zu unterscheiden
52Die Grundannahme des Operanten Konditionierens ist am besten so beschrieben:
- ALernen bei höheren Lebewesen ist die Folge von Einsicht.
- BVerhaltensänderungen treten spontan auf und werden dann generalisiert.
- CVerhaltensänderungen werden durch die Konsquenzen des Verhaltens beeinflusst.
- DLernen ist Verhaltensänderung aufgrund von Entwicklung.
53Wenn ein Lehrer einem Schüler ein Fleißbildchen für eine gelungene Arbeit gibt, so ist das in der Terminologie des operanten Konditionierens ...
- Aeine pädagogische Verhaltensmodifikation
- Beine positive Verstärkung
- Ceine Bestrafung
- Deine negative Verstärkung
54Welche der folgenden Verstärker wäre ein Beispiel für soziale Verstärker?
- AGummibärchen
- BFreizeit
- C5 Euro
- DAnlächeln
55Es ist ein Kennzeichen des Behaviorismus, dass
- Aausschließlich beobachtbares Verhalten untersucht wird.
- Bausschließlich kognitive Prozesse untersucht werden.
- Causschließlich Reflexe untersucht werden.
- Dausschließlich Tiere untersucht werden.
56Eine notwendige Voraussetzung für Klassisches Konditionieren ist es, dass
- Aein Verstärker vorhanden ist.
- Bein Reflex vorhanden ist.
- CLernmotivation vorhanden ist.
- Dein interessanter Reiz vorhanden ist.
57Im Fall des Kleinen Albert ist der Schrecken, den der Junge auf das Knallgeräusch zeigt
- Ader diskriminative Stimulus
- Bder unkonditionierte Stimulus
- Cder konditionierte Stimulus
- Dder unkonditionierte Reflex
58Ein Modell wird umso wahrscheinlicher nachgeahmt,
- Aje aggressiver es ist.
- Bje mehr sich der Beobachter mit ihm identifiziert.
- Cje älter es ist.
- Dje mehr es kann.
59Sie möchten, dass die Schüler und Schülerinnen Ihrer Klasse lernen, ein gutes Referat zu halten. Aus der Sicht der Theorie des Lernens am Modell wäre folgendes eine sinnvolle Maßnahme:
- ASie lassen einzelne Schüler und Schülerinnen kleine Präsentationen machen und arbeiten mit der Klasse heraus, wie und was gelungen war.
- BSie halten der Klasse selbst eine beispielhaft vorbereitete und vorgetragene Präsentation: So, und jetzt nachmachen!
- CSie lassen einen (emotional stabilen) Schüler ein Referat halten und kritisieren es dann ausführlich mit der Klasse: Das könnt ihr doch alle besser, oder?
- DSie spielen der Klasse ein Video einer gelungenen Rede eines Prominenten vor: So macht man das - nehmt Euch ein Beispiel!
60Ein Lehrer möchte gern, dass seine Schüler und Schülerinnen eine mathematische Aufgabe auf eine bestimmte Weise lösen. Er erklärt ihnen, dass das besonders für Anfänger wichtig sei. Fortgeschrittene (wie er) könnten ein abgekürztes Verfahren nutzen, aber sie - die Schüler und Schülerinnen - sollten noch eine Weile das ausführlichere Verfahren beibehalten, auch wenn er beim Vorrechnen an der Tafel sein Expertenverfahren einsetzt.
Aus der Sicht der Theorie von Modell-Lernen ist dazu das folgende zu sagen:- ADieses Vorgehen besonders gut geeignet, hochbegabte und leistungsorienter Schüler und Schülerinnen herauszufordern,
- BDadurch, dass der Lehrer seinen Wissensvorsprung zeigt, ist er ein gutes Modell dafür, wie weit man es bringen kann und die Schüler und Schülerinnen eifern ihm nach.
- CDieses Vorgehen eignet sich nicht, weil gerade Anfänger das Modell des Lehrers wiederholt brauchen, um das relevante Verhalten wahrnehmen und speichern zu können.
- DDa Schüler und Schülerinnen auch lernen müssen, zu abstrahieren, können sie sich den Lehrer schon mal als Modell nehmen, während sie noch in der Übungsphase sind.
61Wenn ein Wissenschaftler ein Versuchstier dazu bringen will, ein neues Verhalten zu lernen, dann ist der folgende Verstärkungsplan sinnvoll:
- AIntervallverstärkung
- BImmerverstärkung
- Cintermittierende Verstärkung
- DBestrafung
62Was ist ein Beispiel für einen informativen Verstärker?
- ADas Lächeln der Lehrerin - weil dann der Schüler weiß, dass er etwas richtig gemacht hat.
- BEine glatte Aufgabenlösung, die unmittelbar einleuchtet und für den Lerner erkennbar funktioniert.
- CEine knappe Bemerkung des Lehrers: "Richtig!" - Damit sich der Schüler nicht auf den Lorbeeren ausruht.
- DEine ausführliche Liste über Stärken und Schwächen einer Arbeit, die der Lehrer einer Schülerin zurückgibt.
63Eine Lehrerin möchte erreichen, dass ein schüchterner Schüler sich traut, im Unterricht etwas laut in der Klasse zu sagen. Es ist aus der Sicht des operanten Konditionierens sinnvoll,
- Aeine Situation herzustellen, in dem es dem Schüler leichter fallen könnte, etwas zu sagen und das Verhalten sofort loben.
- Beine Situation herzustellen, in dem es dem Schüler leichter fallen könnte, etwas zu sagen und das Verhalten ignorieren.
- Cabzuwarten, bis der Schüler einmal etwas sagt und ihn dann sofort loben.
- Dabzuwarten, bis der Schüler einmal etwas sagt und ihn dann am Ende des Schultages zu loben.
64In seinen Experimenten zur Untersuchung der Nachahmung von aggressiven Verhaltensweisen konnte Bandura in den 60er Jahren folgendes zeigen:
- AMädchen ahmen weniger aggressives Verhalten nach als Jungen.
- BOb Kinder ein aggressives Modell nachahmen, hängt in erster Linie von dem Temperament des Kindes ab.
- CKinder ahmen häufiger aggressives Verhalten nach, wenn das Modell für dasselbe Verhalten verstärkt worden ist.
- DKinder ahmen aggressives Verhalten immer nach, wenn sie ein aggressives Modell beobachten konnten.
65In der sozial kognitiven Lerntheorie von Bandura spielt im Gegensatz zur Theorie des operanten Konditionierens
- ABestrafung keine Rolle.
- Bder Einsatz von Lernstrategien eine Rolle.
- Cdas Beobachten von einem Modell eine Rolle.
- DVerstärkung keine Rolle.
66Wenn Sie im Auto sitzen und sich nicht anschnallen, erfolgt ein unangenehmer Ton. Sobald Sie sich anschnallen, verschwindet der Ton. In der Terminologie des operanten Konditionierens ist das
- Aeine Bestrafung
- Beine negative Verstärkung
- Ceine positive Verstärkung
- Dprogrammiertes Lernen
67Welcher Faktor gehört nach Thurstone zu den Primärfaktoren der Intelligenz?
- AFluide Intelligenz
- BGeneralfaktors
- CInterpersonale Intelligenz
- DWortflüssigkeit
68Ein Persönlichkeitsmerkmal nennt man hypothetisches Konstrukt, weil...
- Aweil es mit Hypothesen getestet wird.
- Bes nur vielleicht existiert.
- Cweil es aus Indikatoren erschlossen wird.
- Des wahrscheinlich gar nicht existiert.
69Die Theorie von Thurstone geht von folgenden Annahmen aus:
- AEs gibt fluide (=die Fähigkeit zu lernen) und kristalline (= die Fähigkeit, auf vorhandenes Wissen zurückzugreifen) Intelligenz
- BIntelligenz ist multifaktoriell und enthält Faktoren wie Wortflüssigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Gedächtnis, Analoges Schlussfolgern
- CEs gibt drei Aspekte der Intelligenz, nämlich Analytische, kreative und praktische Intelligenz
- DEs gibt einen Generalfaktor der Intelligenz plus mehrere spezifische, aber weniger bedeutsame Faktoren
70Welche Aussage über Persönlichkeitsmerkmale ist korrekt?
- APersönlichkeitsmerkmale sind angeboren.
- BPersönlichkeitsmerkmale sind über Situationen hinweg stabil.
- CPersönlichkeitsmerkmale spielen für den Schulerfolg keine Rolle.
- DPersönlichkeitsmerkmale haben immer mit Intelligenz zu tun.
71Ein Beispiel für ein affektives Persönlichkeitsmerkmal ist
- AÄngstlichkeit
- BAnalytische Kompetenz
- CKreativität
- DAufmerksamkeit
72Welche Aspekte unterscheidet Sternberg in seiner Intelligenz-Theorie?
- AInterpersonale, Intrapersonale und naturalistische Intelligenz
- BAnalytische, Kreative und Praktische Intelligenz
- C7 Primärfaktoren der Intelligenz, z.B. Wortflüssigkeit und logisches Schlussfolgern
- DKristalline und fluide Intelligenz
73Wenn man sagt, ein Merkmal sei normal verteilt, dann ist damit gemeint, dass
- Aes in einem Merkmal keine Unterschiede zwischen den Menschen gibt.
- Bdas Merkmal bei den meisten Menschen nicht mehr als eine Standardabweichung vom Mittelwert entfernt ausgeprägt ist.
- Cdas Merkmal bei allen Menschen ungefähr gleich ausgeprägt ist.
- Dsehr häufig extreme Ausprägungen des Merkmals vorkommen.
74Welche Aussage über Intelligenztests ist richtig?
- AMit Hilfe von Intelligenztests kann man Personen ermitteln, die in der Schule erfolgreich sein werden.
- BIntelligenztests erzeugen Unterschiede zwischen Personen.
- CIntelligenztests sind individuell unterschiedliche Prüfungen der Fähigkeit zu denken.
- DWie ein Intelligenztest aussieht, hängt von der Theorie der Intelligenz ab, die der Autor bevorzugt.
75Cattell charakterisiert die Kristalline Intelligenz als
- Adie bei Kindern beobachtbare, klare Denksweise
- Bdie mit dem Alter zunehmende Starrheit des Denkens.
- Cdie besondere Fähigkeit, schnell neue Information aufzufassen und umzusetzen.
- Ddie Fähigkeit, besonders schnell und effektiv auf vorhandenes Wissen zuzugreifen.
76Welches Ergebnis hat die Untersuchung von Bandura und Schunk zur Wirkung von Zielen auf den Lernerfolg erbracht?
- AZiele setzen die Schüler und Schülerinnen unter Druck und die Leistungen fallen stark ab (unter 10% der Ausgangsleistung).
- BZiele schädigen die Kreativität der Schüler und Schülerinnen und so kommen nur sehr durchschnittliche Arbeitsergebnisse zustande.
- CZiele lenken die Schüler und Schülerinnen von den Aufgaben ab und sie versuchen nur noch, der erste / die
erste zu sein, der oder die fertig wird. - DZiele, die in der ferneren Zukunft liegen, haben keinen Effekt auf die Mengenleistung in der aktuell anstehenden Arbeitsphase.
77Wenn bei einem Test ein Proband für eine Aufgabe 10 Minuten Bearbeitungszeit bekommt und ein anderer Proband 15 Minuten für dieselbe Aufgabe erhält, dann ist das
- Aeine qualitative Verbesserung des Tests durch Adaptivität und Flexibilität.
- Beine Verletzung der Durchführungsobjektivität.
- Ceine Verletzung der Valdität des Tests, weil dann etwas anderes getestet wird.
- Dein fairer Nachteilsausgleich, weil der eine vielleicht langsamer vorgeht.
78Wenn man sagt, ein Test sei reliabel, dann ist damit gemeint, dass
- Ader Test im Wiederholungsfall zum selben oder sehr ähnlichen Ergebnis kommt.
- Ber nachweislich misst, was wer messen soll.
- Cer leicht ist und von allen gut bewältigt werden kann.
- Ddas Testergebnis tabelliert und an einer Eichstichprobe normiert ist.
79Welche Aussage über Motivation ist richtig?
- ADie Ausprägung der Motivation hängt eng mit den allgemeinen kognitiven Fähigkeiten zusammen.
- BDie Motivation von Schülern und Schülerinnen hängt immer vom Stoff der Stunde ab.
- CDie Motivation führt zu erhöhter Anstrengungsbereitschaft der Schüler und Schülerinnen.
- DMotivation bei Schülern und Schülerinnen entsteht am besten ohne konkrete Ziele.
80Ein Beispiel für ein affektives Persönlichkeitsmerkmal ist
- AKreativität
- BAnalytische Kompetenz
- CAufmerksamkeit
- DÄngstlichkeit
81Wenn eine positive Korrelation zwischen Motivation und Leistung festgehalten wird, dann bedeutet das,
- Adass die Leistung nach oben geht, wenn die Motivation abnimmt.
- Bdass Leistung und Motivation von Schülern mit dem Alter zunehmen.
- Cdass je größer die Motivation, umso größer die Leistung.
- Ddass eine hohe Motivation eine Ursache für gute Leistung darstellt.
82Aus der Untersuchung von Bandura und Schunk geht hervor, dass Lehrer und Lehrerinnen, um die Leistung und die Motivation zu fördern, ihren Schülerinnen und Schülern
- Anahe und konkrete Ziele setzen sollten.
- Bmöglichst weit entfernte Ziele setzen sollten,
- Cgar keine Ziele setzen sollten.
- Danspruchsvolle und globale Ziele setzen sollten.
83Eine Schülerinhat in Mathematik einen Erfolg erlebt und eine gute Note in der Klassenarbeit erzielt. Sie sagt: "Huch!? Ist das meine Arbeit?" - dann haben Sie als Lehrerin möglicherweise einen Hinweis darauf, dass
- Adie Schülerin keinen Zusammenhang zwischen ihrem Einsatz und dem Ergebnis sieht und dieses für Zufall hält.
- Bdie Schülerin abgeschrieben hat, weil sie ihre eigene Arbeit kaum noch erkennt.
- Cdie Schülerin den Erfolg als ein Ergebnis der eigenen Anstrengung wertet.
- Ddie Schülerin kokettiert und in Wirklichkeit genau weiß, wie gut sie ist.
84Der Fall, dass alle Schüler und Schülerinnen, die eine Prüfung oder eine Klassenarbeit schreiben, mit dem Ergebnis "sehr gut" abschneiden, kann nur auftreten, wenn
- Adie Prüfung an einer sozialen Norm ausgerichtet wird.
- Bdie Prüfung sehr leicht ist.
- Cdie Prüfung vom Lehrer gut vorbereitet wird.
- Ddie Prüfung an einer sachlichen Norm ausgerichtet wird.
85Es ist typisch für Reattributionstrainings, dass
- Asich leichter die Erfolgsorientierung stärken als Misserfolgsorientierung abbauen läßt.
- Bdas Training ausschließlich im Fach Mathematik wirksam ist.
- Cdie Effekte sehr schnell sichtbar werden.
- DMädchen stärker auf das Training reagieren als Jungen.
86Es ist typisch für Schüler und Schülerinnen mit Misserfolgsorientierung, dass
- Asie an die Wirkung der eigenen Anstrengung glauben, aber keine Lust dazu haben.
- Bsie denken, dass sie Erfolge erzielen könnten, wenn sie sich anstrengen würden.
- Csie sich Misserfolge damit erklären, dass sie nicht begabt wären oder sowieso mit der Anstrengung nichts bewirken können.
- Dsie die Ursache für Misserfolge immer bei anderen Personen oder bei äußeren Umständen suchen.
87Ein Ziel von Re-Attributionstrainings ist es,
- Aden Eltern zu vermitteln, das sie ihren Kindern in der Schule mehr Unterstützung zukommen lassen müssen.
- Bden Schülern und Schülerinnen zu vermitteln, dass an ihren Misserfolgen hauptsächlich andere Personen (Lehrer) und die Umstände schuld sind.
- Cden Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass sie Erfolge durch ihre eigene Anstrengung erzielen können.
- Dden Lehrern zu vermitteln, dass auch "blinde Hühner" manchmal ein Korn finden.
88Zur Beurteilung von Lernschwierigkeiten wird neben der Abweichung von der Norm zusätzlich berücksichtigt,
- Aob es vielleicht noch eine andere, leichtere Schulart gibt, in der man dem Schüler noch eine Chance geben kann.
- Bob das Kind oder der Jugendliche einsichtig ist und wirklich auch etwas verändern will.
- Cob durch die beobachtete Schwierigkeit die weitere Entwicklung des Kindes beeinträchtigt wird.
- Dwas der Lehrer oder die Lehrerin meint.
89Wenn Schüler und Schülerinnen einen misserfolgsorientierten Attributionsstil haben, ist die folgende Konsequenz zu erwarten:
- ASie werden allmählich verstehen, dass sie für ihren Misserfolg selbst verantwortlich sind.
- BDie Bereitschaft, sich anzustrengen, wird nach Misserfolg zunehmen.
- CDie Bereitschaft, sich anzustrengen, wird nach Misserfolg weiter abnehmen.
- DSie werden sich Hilfe holen, um den nächsten Misserfolg zu verhindern.
90Ein Re-Attributionstraining beginnt damit, dass der Lehrer oder die Lehrerin
- ADen Attributionsstil eines Schülers im Gespräch erkundet.
- BDem Schüler die Folgen seines Misserfolgs vor Augen hält.
- CDie Eltern darauf hinweist, das Kind mehr zu loben.
- DPositive Attributionen als Modell vormacht.
91Aus der Sicht der Kognitionspsychologie liegt bei Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten das folgende Problem vor:
- ADie Schüler und Schülerinnen haben zu viele Ablenkungen und schlechte Einflüsse (Stichworte: Drogen, Koma-Trinken, Videospiele)
- BDie Schüler und Schülerinnen haben Probleme mit der Informationsverarbeitung (Auswahl, Gewichtung) und den Lernstrategien.
- CDie Schüler und Schülerinnen haben ein schwaches Selbstkonzept und trauen sich nichts zu.
- DDie Eltern kümmern sich nicht ausreichend um die schulische Arbeit ihrer Kinder.
92Welche Aspekte gehören zu den Kernsymptomen der Aufmerksamkeitsstörung?
- AMangel an Selbstbeherrschung, fehlende Motivation, Störungen des Sozialverhaltens
- BHyperaktivität, Vergesslichkeit und Ablenkbarkeit
- CStörung der Leistungsmotivation, Störung des Sozialverhaltens, gestörte Persönlichkeitsentwicklung
- DUnaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität
93Welche der folgenden Verhaltensweisen gehört zur Symptomatik von Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsstörungen?
- AVergessen von Arbeitsanweisungen
- BMisserfolgsorientierung
- CDesinteresse am Schulstoff
- DSozialer Rückzug
94Die Stimulationsdefizithypothese zur Erklärung von ADHS sagt, dass die motorische Unruhe der betroffenen Kinder eine Folge von
- Atemporärer Reizüberflutung und übertriebener Wachheit ist.
- Bchronischer Unterstimulierung und mangelnder Wachheit ist.
- Ctemporärer Unterstimulierung und mangelnder Wachheit ist.
- Dchronischer Reizüberflutung und übertriebener Wachheit ist.
95Von Verhaltensauffälligkeiten spricht man, wenn das Verhalten von Normen abweicht und dazu kommt,
- Adass es den Lehrer nervt.
- Bdass es den Betroffenen und seine Umwelt belastet oder beschädigt.
- Cdass es vor dem 7. Lebensjahr definitiv diagnostiziert worden ist.
- Ddass es nur Ausdruck einer vorübergehenden Krise ist.
96Zu den Folgesymptomen von Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität gehört
- ASozialer Rückzug
- BMotivationale Impulsivität
- CDepression im Jugendalter
- DAbnehmende Lernmotivation
97Für die Diagnostik von ADHS gilt, dass
- Ader Lehrer oder die Lehrerin nichts damit zu tun hat.
- Bdie Diagnose-Erstellung eines halbes Jahr dauert.
- CLeistungsschwankungen schon ein erster Hinweis auf ADHS sind.
- Ddie Symptomatik in zwei Lebensbereichen nachgewiesen werden muss.
98Zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS hat es sich bewährt,
- Akonkret mit ihren an Strategien zu arbeiten, sich und ihre Arbeit zu organisieren.
- Bsie ganz hinten im Klassenzimmer zu platzieren, damit sie niemanden stören.
- Cihnen dieselben Aufgaben zu geben, wie allen anderen, damit sie sich nicht benachteiligt fühlen.
- Dsie in einer Schulart weiterzuempfehlen, die leichter ist als die aktuelle.
99Im Asch-Experiment wurde gezeigt, dass
- AMenschen psychologische Experimente nicht ernst nehmen.
- BMenschen in ihrem Urteil meistens autonom sind.
- CMenschen eine Tendenz haben, sich der Mehrheitsmeinung anzuschließen.
- DMenschen sind von der Minderheitenmeinung beeinflussen lassen und sich dieser anschließen.
100Zum Gegenstand der Sozialpsychologie gehört die Frage:
- AWie Verhalten sich Menschen in Gruppen?
- BWie entstehen soziale Unterschiede?
- CWelche sozialen Gruppen gibt es in unserer Gesellschaft?
- DWelchen Einfluss haben gesellschaftliche Gruppen auf die Entwicklung von einzelnen?
101Zu den Bedingungen, die das Gruppenpuzzle stellt, gehört:
- Adass jeder ein eigenes, persönliches Ziel verfolgt.
- Bdass alle Gruppenmitglieder ein gemeinsames Ziel verfolgen.
- Cdass jeder mit jedem zusammenarbeiten möchte.
- Ddas alle Gruppenmitglieder vergleichbares Fähigkeitsniveau besitzen.
102Welche Aussage zum Ergebnis des Experiments von Borsch et al. (2002) zum Gruppenpuzzle ist zutreffend?
- AGrundschüler sind von der Methode des Gruppenpuzzles schnell überfordert.
- BGrundschüler lernen bei der Methode des Gruppenuzzles genau so viel wie im lehrergeleiteten Unterricht.
- CGrundschüler wissen beim Lernen im Gruppenpuzzle auch nach 4 Monaten noch mehr als beim lehrergeleiteten Unterricht.
- DGrundschüler sind von der Methode des Gruppenpuzzles schnell gelangweilt.
103Die Kontakthypothese in der Vorurteilsforschung sagt im Prinzip folgendes:
- ADas Vorurteil ist stärker, wenn der Kontakt innerhalb der eigenen Gruppe besonders eng ist,
- BJe mehr Kontakt man zu einer Gruppe hat, gegen die man ein Vorurteil hegt, desto stärker ist das Vorurteil.
- CEin Vorurteil kann abgebaut werden, wenn man mit Mitgliedern der Gruppe, gegen die mann das Vorurteil hat, in Kontakt kommt.
- DDas Vorurteil entsteht überhaupt erst im Kontakt mit einer besonderen Gruppe.
104Du Untersuchung von Borsch et al. zum Gruppenpuzzle ist methodisch gesehen
- Aeine Querschnittstudie
- Bein Feldexperiment
- Cein Laborexperiment
- Deine Korrelationsstudie
105Zur Definition von "Vorurteil" gehört, dass es
- Aeine negatve Einstellung gegenüber Menschen beschreibt, mit denen man schlechte Erfahrungen gemacht hat.
- Beine negative Einstellung gegenüber Menschen alleine aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit beschreibt.
- Cnegative und positive Einstellung beschreibt, die im Vorhinein gebildet werden.
- Dnegative Einstellung beschreibt, die sich auf Außerseitengruppen bezieht.
106Es ist typisch für deskriptive Studien, dass
- AUrsache und Wirkungs-Zusammenhänge untersucht werden.
- Bmindestens zwei Merkmale einer Population miteinander in Beziehung gesetzt werden.
- Cder Stand der Dinge, z.B. des Könnens oder Wissens, einer Gruppe erfasst wird.
- Deine Intervention durchgeführt und deren Effekte beschrieben werden.
107Wenn Psychologen die Frage untersuchen, wie sich das Verhalten von Menschen ändert, wenn andere Menschen präsent sind, dann weist man diese Frage dem folgenden Teilgebiet zu:
- APersönlichkeitspsychologie
- BSozialpsychologie
- CGruppenpsychologie
- DPsychologie
108Welche Aussage über das Verhältnis von Empirie und Theorie tri-t im Selbstverständnis der Psychologie zu?
- AAus Theorien werden empirische Fragen abgeleitet, die untersucht werden können, wobei die Forschungsergebnisse dazu dienen können, die Theorien zu verändern.
- BTheorie und empirische Forschung existieren nebeneinander und haben nichts miteinander zu tun.
- CTheorien werden aufgrund von empirischen Daten entwickelt.
- DAus Theorien werden empirische Fragen abgeleitet, die dann untersucht werden können.
109Zu den Aufgaben der Psychologie zählen
- AErhalten der seelischen Gesundheit von Menschen.
- BBeschreiben, erklären, vorhersagen und beeinflussen von Verhalten.
- CAusbildung von Therapeuten
- DUnterstützung von Lehrern und Erziehern in Fragen der Erziehung von Kindern und Jugendlichen.
110Es ist typisch für Experimentelle Studien, dass
- Adass mindestens zwei Variablen miteinander in einen Zusammenhang gebracht werden.
- Bsie im Kontext Schule und Unterricht stattfinden.
- Csie vor allem beschreibend arbeiten.
- DKausalzusammenhänge überprüft werden.
111Welche Formulierung trifft am ehesten auf den Gegenstand der Psychologie zu?
- APsychologie ist die Wissenschaft von der Seele des Menschen.
- BGegenstand der Psychologie ist das bewusste und unbewusste Denken des Menschen.
- CGegenstand der Psychologie ist das Erleben und Verhalten des Menschen.
- DGegenstand der Psychologie ist die Entwicklung des Menschen.
112Welche der folgenden Skizzen wäre ein Beispiel für eine korrelative Studie?
- ASchüler, die in Lernstrategien unterrichtet werden, schneiden in Behaltenstests besser ab.
- BJe höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto höher ist der erwartete Bildungsabschluss der Kinder.
- CKorrelative Studien werden in der Pädagogischen Psychologie nicht durchgeführt.
- DFinnische Schüler und Schülerinnen schneiden in Lesetests besser ab als deutsche.
113Wenn ein Psychologe eine wissenschaftliche Untersuchung dazu macht, wie sich das Gedächtnis von Menschen im Verlauf des Erwachsenenalters verändert, so ist diese Arbeit dem folgenden Teilgebiet der Psychologie zuzuordnen:
- AAllgemeine Psychologie
- BEntwicklungspsychologie
- CPsychologie der Lernschwierigkeiten
- DKlinische Psychologie
114Es ist typisch für korrelative Studien, dass
- Adie Beziehung zwischen Personen untersucht wird.
- Bein Untersuchungsleiter verschiedene Gruppen unter verschiedenen Bedingungen prüft.
- Cder Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen von Personen untersucht wird.
- Drepräsentative Gruppen beschrieben werden.
115Bei einer psychologischen Verhaltensbeobachtung steht die folgende wissenschaftliche Tätigkeit im Vordergrund:
- AErklären
- BVorhersagen
- CBewerten
- DBeschreiben
116Wie kann man entwicklungspsychologische Erkenntnisse systematisieren?
- Aanhand des Informationsverarbeitungsansatzes
- Banhand von Beobachtungen
- Canhand von Längsschnittstudien
- Danhand von beschreibenden Modellen, die nach Entwicklungsbereichen geordnet sind.
117Welche der folgenden Aussagen benennt ein Kennzeichen der psychologischen Beobachtung?
- AEine Beobachtung ist sorgfältig zu planen, z.B. indem das zu beobachtende Verhalten genau festgelegt wird.
- BDas wichtigste bei der Beobachtung von Verhalten ist die Einfühlung in jedes einzelne Individuum, damit man auch die Motive und Gefühle erfasst.
- CEine Beobachtung ist immer möglichst offen zu halten, damit dem Beobachter nichts entgeht.
- DEine Beobachtung in der Psychologie beginnt immer mit einem auffälligen Ereignis, das neugierig macht.
118Eine typische Beobachtungsmethode in der entwicklungspsychologischen Kleinkindforschung ist
- Adie Tagebuchmethode
- Bdie systematische Retrospektion
- Cdie Gelegenheitsbeobachtung
- Dsystematische Fremdbeobachtung
119Eine Lehrerin soll die Fähigkeit ihrer Schüler und Schülerinnen in der 5. Klasse zum selbstständigen Arbeiten beurteilen. Welche Beobachtungsstrategie ist aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll?
- ASie beobachtet alle Schüler und Schülerinnen mit denselben Kriterien anhand eines Beobachtungssystems ungefähr gleich lang.
- BSie beobachtet gezielt die Schüler und Schülerinnen, die sie für schwach hält, um diese zu fördern.
- CSie beobachtet gezielt die Schüler und Schülerinnen, die sie für stark hält, um diese zu fördern.
- DSie fragt die Schüler und Schülerinnen nach ihren Selbsteinschätzungen.
120Was könnte den Erkenntnisgewinn aus Längsschni=untersuchungen gefährden?
- AEine Längsschni=studie kann den Zeitpunkt verpassen, an dem ein Entwicklungsschri= sta9indet.
- BDie Versuchspersonen werden zu stark beansprucht.
- CEs kann zu einem selekven Ausfall von Versuchspersonen kommen und eine Gruppe, die besonders interessant wäre, fällt damit aus.
- DEine Längsschni=studie kostet viel Zeit und Geld.
121Welche der unten angegebenen Prinzipien gehört NICHT zu den universellen Prinzipien der Entwicklungspsychologie?
- AEntwicklung ist geprägt durch Phasen schneller Veränderung und durch Plateaus.
- BEltern wissen am besten Bescheid, ob die Entwicklung ihres Kindes in die richtige Richtung und im richtigen Tempo vor sich geht
- CEntwicklung erfolgt bei allen Menschen einem genetisch angelegten "Bauplan."
- DEntwicklung folgt bei allen Menschen universell nach demselben Tempo.
Informações
- Descrição
- Psychologie für Lehramtsstudierende Quiz sobre Entwicklung, Lernen und soziales Verhalten, criado por Jacqueline-Christine Brosch em 23-06-2019.
- Idioma
- Deutsch
- Visualizações
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- Etiquetas
- Avaliação
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