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Flashcards

Einführung in die BWL: Kapitel 4 (unvollständig)

Anjay Alemão 17 flashcards

Flashcards do conjunto (17)

  1. 1Typen unsicherheitsbedingter Entscheidungsprobleme• Wahl zwischen zwei Handlungsalternativen, die einander ausschließen
    • Ergebnisse der Alternativen hängen von nicht beeinflussbaren Rahmenbedingungen ab
    → Zufallsereignisse
    • Zufallsereignissen sind z.T. Wahrscheinlichkeiten zuzuordnen
    • „optimale Alternative“ hängt neben Wahlmöglichkeiten von individuellen Präferenzen und Risikoneigungen ab
  2. 2Formulierung von Entscheidungsproblemen• durch Entscheidungsmodelle (= Prinzip der isolierenden Abstraktion), die eine
    Handlungsempfehlung geben sollen
    • Entscheidungen unter Sicherheit = bei nur einem denkbaren Umweltzustand
    • Entscheidung unter Unsicherheit = bei zwei oder mehr denkbaren Umweltzuständen
    • endliche Menge an Handlungsalternativen a(i)
    = schließen sich gegenseitig aus
    • endliche Menge an ergebnisbeeinflussenden Faktoren → Umweltzustände s(j)
    = schließen sich gegenseitig aus
    • jede Kombination einer Handlungsalternative a(i) mit einem Umweltzustand s(j)
    = mögliche Ergebnisse e(ij)
    ☛ Handlungsalternativen, Umweltzustände und mögliche Ergebnisse in Ergebnismatrix darstellbar
    = veranschaulicht Struktur des Entscheidungsproblems
  3. 3Grundtypen unsicherheitsbedingter Konflikte→ Unsicherheit über die Konsequenz der Entscheidung = Unsicherheitskonflikt
    • Spielsituationen
    = Umweltzustände hängen von Entscheidungen des Gegenspielers ab (Spieltheorie)
    • Unsicherheitssituationen
    = Umweltzustände hängen von nicht beeinflussbaren Ereignissen ab
    1. Ungewissheitssituation
    → Umweltzuständen können keine Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet werden
    2. Risikosituationen
    → Umweltzuständen können Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet werden
    a) subjektive Wahrscheinlichkeiten = subjektive Einschätzung des Entscheidenden
    b) objektive Wahrscheinlichkeiten = intersubjektiv nachprüfbare Daten, Berechnungen
    → mathematische Wahrscheinlichkeiten = math. Berechnung d. relativen Häufigkeiten
    → statistische Wahrscheinlichkeiten = statis. Auswertungen von Vergangenheitsdaten
  4. 4DominanzprinzipienVorselektion durch Dominanz-/Effizienzkriterien
    → durch Vergleich zweier Handlungsalternativen
    • Absolute Dominanz
    • Zustandsdominanz
    • Wahrscheinlichkeitsdominanz
  5. 5Absolute Dominanz= das schlechtmöglichste Ergebnis von a(1) ist nicht schlechter als das bestmöglichste von a(2)
    → min(e(1j)) ≥ max (e(2j) = absolute Dominanz von a(1) über a(2)
  6. 6Zustandsdominanz= die Ergebnisse von a(1) sind in keinem Fall schlechter als die von a(2), in mind. einem Fall allerdings besser
    → e (1j) ≥ e (2j) für alle j → in mind. einem j: e (1j) > e (2j)
    • Absolute Dominanz umfasst auch immer Zustandsdominanz, Zustandsdominanz jedoch nicht die
    Absolute Dominanz → durch Zustandsdominanz kann mehr aussortiert werden
  7. 7Wahrscheinlichkeitsdominanz= aus Eintrittswahrscheinlichkeiten wird Wahrscheinlichkeitsverteilung für die noch übrig gebliebenen Alternativen aufgestellt
    = a(1) dominiert a(2), wenn die Wahrscheinlichkeiten der einzutretenden Ergebnisse (e’) in jedem
    Fall gleich, in einem Fall (e*) jedoch besser sind
    → p (e1 ≥ e’) ≥ p (e2 ≥ e’) für alle e’→ p (e1 ≥ e*) > p (e2 ≥ e*)
    • kumulierte Wahrscheinlichkeiten → Wahrscheinlichkeit, mit der ein bestimmter Ergebniswert e
    nicht überschritten wird → lassen sich grafisch darstellen
    • Zustandsdominanz umfasst auch immer Wahrscheinlichkeitsdominant,
    Wahrscheinlichkeitsdominanz jedoch nicht Zustandsdominanz
    • Wahrscheinlichkeitsdominanz liefert nur wahrscheinlich das optimale Ergebnis, jedoch nicht zu
    100 %, da es nur auf Wahrscheinlichkeitswerten basiert
  8. 8Präfenrenzmaße und Präferenzfunktion→ wird angewendet, wenn trotz Dominanzprinzipien mehrere Alternativen überbleiben, die sich nicht dominieren
    → Alternativen werden für ihre Ergebnisverteilung bewertet
    = Alternativen wird Präferenzwert φ (a(i)) zugeordnet → durch Präferenzfunktion Φ
    • Präferenzwert φ (a(i)) = Umfang der Zielerreichung
    • Präferenzfunktion Φ = Rechenregel, die mögliche Ergebnisse einer Alternative zu Ergebniswert Präferenzwert zusammenfasst
    • Optimalalternative = die Alternative mit dem höchsten Präferenzwert
  9. 9Vorüberlegungen• Entscheidungsregeln für Kriterium, nach dem optimale Alternative auszuwählen ist
    • werden über Zielfunktionen dargestellt, die mit einzelnen oder allen Werten aus
    Ergebnisverteilung arbeiten (beste Ergebnisse, schlechteste Ergebnisse, durchschnitt. Ergebnisse)
    → direkter Zugriff = unmittelbare Werte aus Ergebnisverteilung
    → indirekter Zugriff = Kennzahlen, die aus Werten der Ergebnisverteilung ermittelt wurden
  10. 10Entscheidungs- und Optimierungskriterien→ besitzt jede Zielfunktion, können auch kombiniert werden
    1. Entscheidungskriterium
    → Extremierung = Zielvariable soll möglichst großen Wert annehmen
    2. Optimierungskriterien
    → Satifizierung = Zielvariable soll nicht über/unter bestimmten Mindest-/Höchstwert liegen
    → Fixierung = Zielvariable soll vorher bestimmten Wert annehmen
    • Amalgamation = wenn Zielfunktion aus mehreren Zielvariablen bestehen, die zu Präferenzwert
    zusammengefasst werden
  11. 11Kennzahlen bei indirektem Zugriff1. Zentralmaße:
    → mathematischer Erwartungswert, Modus, Median
    2. Extremmaße:
    → bestmögliches Ergebnis, schlechtmöglichstes Ergebnis
    → maximaler Ärger, maximale Freude
    → Fraktilswert, Verlustwahrscheinlichkeit, Verlusterwartung
    3. Streuungsmaße:
    → Variationsbreite
    → mittlere absolute Abweichung
    → Varianz
    ☛ Formulierung einer Zielfunktion, die auf Präferenzmaß ausgerichtet ist, um Ergebnisverteilung zu bewerten
    ☛ Präferenzmaß entsteht durch Optimierungskriterien, unter denen Werte oder Kennzahlen zu
    einer Zielgröße amalgamiert werden
  12. 12Minimax-Kriterium= Maximierungsaufgabe: von jeder Handlungsalternative schlechtestes Ergebnis nehmen,
    höchsten Ergebniswert wählen
    = Minimierungsaufgabe: von jeder Handlungsalternative bestes Ergebnis nehmen, niedrigsten
    Ergebniswert wählen
    → Optimallösung: Maximalwert aller Zeilenminima
    → pessimistisch, vorsichtiges Risikoverhalten
    → stark reduzierte Betrachtung der Ergebnismatrix, Entscheidung basiert nur auf einem Wert
  13. 13Maximax-Kriterium= Maximierungsaufgabe: von jeder Handlungsalternative bestes Ergebnis nehmen, höchsten Ergebniswert für Präferenzwert wählen
    = Minimierungsaufgabe: von jeder Handlungsalternative bestes Ergebnis nehmen, niedrigsten Ergebniswert für Präferenzwert wählen
    → Optimallösung: Maximalwert aller Zeilenmaxima
    → optimistisch
    → stark reduzierte Betrachtung der Ergebnismatrix, Entscheidung basiert nur auf einem Wert
  14. 14Hurwicz-Kriterium= von jeder Handlungsalternative bestes und schlechtestes Ergebnis nehmen, gewichteten Durchschnitt aus beiden bilden, bestes Ergebnis ist Präferenzwert
    → Gewichtung des Durchschnittes hängt von Optimismusparameter λ (0 ≤ λ ≤ 1) ab
    → wenn λ = 1, ergibt sich gleicher Wert wie bei Maximax
    → wenn λ = 0, ergibt sich gleicher Wert wie bei Minimax
    → verbindet Minimax und Maximax = Optimismus-Pessimismus-Kriterium
    Zielfunktion: max (i): φ(a(i)) = λ × max (j)(e(ij)) + (1-λ) × min (j) (e(ij))
  15. 15Laplace-Kriterium= alle Ergebniswerte einer Handlungsalternative nehmen, also gesamte Ergebnisverteilung,
    arithmetischem Durchschnitt aus allen Werten für jede Handlungsalternative bilden, bester Wertist Präferenzwert
    ___________________________n
    Zielfunktion: max: φ(a(i)) = 1/n Σ e(ij)
    ______________i__ j=1
  16. 16Savage-Niehaus-Kriterium1. Schritt: Ergebnismatrix → Bedauernsmatrix
    = originäre Ergebniswerte werden durch Bedauernswerte ersetzt
    → Bedauernswerte = Spaltenmaximum - Ergebnis der jeweiligen Handlungsalternative
    2. Schritt: Vergleich aller höchstmöglichen Bedauernswerte jeder Handlungsalternative,
    Handlungsalternative mit niedrigstem Wert ist Präferenzwert = Minimax
    = maximales Bedauern soll minimiert werden!
    Zielfunktion:
    max: φ(a(i)) = max [ max(e(kj) - e(ij) ]
    i j k
    → d.h. wenn weiter Alternativen a(i) hinzukommen, kann dies die Rangfolge der vorhandenen a(i) beeinflussen (nur bei diesem Kriterium)
    ☛ alle Entscheidungsregeln kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, die jedoch alle eine Optimallösung darstellen, das heißt es gibt gar kein „bestes Ergebnis“
    ☛ Präferenzen des Entscheidenden sind ausschlaggebend, da Entscheidungsregeln und deren
    Ergebnisse nur Spektrum der Alternativen aufweisen und Vergleich bieten
  17. 17Axiome an Entscheidungsregeln→ zeigen, ob Entscheidungsregel rationalen Anforderungen gerecht wird = Rationalitätsanalyse
    • Zeilenneutralität:
    = Präferenzrelation zwischen den Handlungsalternativen a(i) bleibt unverändert, wenn Alternativen gestrichen oder neue hinzugefügt werden
    • Spaltenneutralität:
    = Präferenzrelation zwischen den Handlungsalternativen a(i) bleibt unverändert, wenn zwei Umweltzustände mit gleichen Ergebnissen zusammengefasst werden
    • Transitivität:
    = bei drei Handlungsalternativen (a,b,c) gilt: wenn a≫b und b≫c, dann auch a≫c (≫=dominiert)
    • Ergebnislinearität:
    = Präferenzrelation bleibt unverändert bei positiv-linearer Transformation (d.h. eine positive rechnerische Veränderung durch Formel: e(ij)’ = x + y×e(ij) aller Ergebnisse
    • Spaltenlinearität:
    = Präferenzrelation bleibt unverändert, wenn für einen Umweltzustand alle zugehörigen Ergebnisse in gleichem Maße verändert werden

Informações

Descrição
Karteikarten zur Vorlesung von Schulte, 1. Semester
Criado por
Anjay
Visualizações
169
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