O GoConqr está de visual novo! Conte para nós o que você achou.

Flashcards

Einführung in die BWL: Kapitel 7

Anjay Alemão 30 flashcards

Einführung in die BWL: Kapitel 7

Flashcards do conjunto (30)

  1. 1Deckungsbeiträge und Deckungsbeitragsrechnung: Begriff und Einordnung• Form der Bruttoerfolgsrechnung
    • Erlösen eines Kalkulationsobjektes werden nur dessen variable Kosten gegenüber gestellt
    = Deckungsbeitrag, nicht Gewinn
    • positiver Deckungsbeitrag
    = wenn variable Kosten geringer als Erlös sind und somit Beiträge zu Fixkosten geleistet werden
    • Deckungsbeitragsrechnung unterstützt Entscheidung durch aussagefähige Daten
    → wird angewandt bei Gewinnschwellenanalysen, Programmplanung und -optimierung
    • Programmplanung und -optimierungen: Ermittlung von Preisgrenzen, Wahl zwischen
    Eigenfertigung oder Fremdbezug, Bestimmung optimaler Fertigungsprogramme (Kap. 8)
    → Deckungsbeitragsrechnung macht Kostenrechnung zu Kostenmanagement
  2. 2Deckungsbeitragsrechnung• Umsatzerlöse - variable Kosten (Grenzkosten) = Bruttogewinn = Deckungsbeitrag
    • Deckungsbeitrag - Fixkosten = Betriebserfolg
    • Errechneter Betriebserfolg umfasst nur Fixkosten aus Abrechnungsperiode en bloc → wirkt erfolgsschmälernd
    • Vorteile der Deckungsbeitragsrechnung gegenüber Nettogewinnen:
    → Betriebsgewinn ist allein von Absatzmenge abhängig, Produktionsmenge außer Acht gelassen
    → Betriebserfolg kann nicht künstlich „verschönert“ werden in absatzschwachen Perioden
    → bessere Beurteilung der Vorteilhaftigkeitsrangfolge
    → bei Mengenänderungen auch Aussagen über Erfolgsänderung möglich
    → Deckungsbeiträge über Gewinnschwelle = zusätzlicher Nettogewinn
    → anschauliche Darstellung der quantitativen Beziehung zw. Umsatz, Kosten, Gewinn
    • einstufige und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
    → mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung:
    Fixkostenblock in Teilkomponenten aufgespaltet → Hierarchie unter Deckungsbeiträgen
  3. 3Break-Even-Analyse• Break-Even-Punkt (BEP) = Gewinnschwelle
    → Punkt, an dem die Erlöse genau die Kosten decken
    = genau kostendeckender Absatz
    = notwendige Beschäftigung um Verluste zu vermeiden
    • Break-Even-Analyse für Produkte, Produktgruppen, Abteilungen oder Unternehmen möglich
    • Kostenauflösung (Fixe & variable Kosten) notwendig für Analyse
  4. 4Berechnung des Breal-Even-Points (BEP)• Erlöse (E) = Preis pro Stück (p) × Menge (x)
    • Kosten (K) = Fixkosten (F) + variable Kosten (kv) × Menge (x)
    • Berechnung des BEP durch Gleichsetzung von Erlösen und Kosten
    → BEP = kritische Menge x → Gewinnschwelle
    → E = K → p × x = F + kv × x
    ☛ x = F / (p - kv) = BEP
    ☛ ist x (Deckungsbeitrag) größer als F → Gewinn
    ☛ ist x (Deckungsbeitrag) kleiner als F → Verlust
    ☛ (p - kv) = Stückdeckungsbeitrag
    • BEP × p = Break-Even-Umsatz (BE-Umsatz)
    • Unternehmen wünscht möglichst niedrigen BEP, um schnell Gewinnzone zu erreichen
    • BEP ist beeinflussbar durch gestaltbare Parameter
    → Stückerlöse steigen, Stückkosten sinken, Fixkosten sinken = niedriger BEP
    • Sensitivanalysen beschreiben Abwandlungen von Break-Even-Analyse für:
    → Erfolgsprognose, Programmplanung
    → Eigenfertigung oder Fremdbezug
    → Preisuntergrenzen & Preisobergrenzen
    • multiple Sensitivanalysen bei Betrachtung mehrerer Parameter durch Wertepaaren, -vektoren
  5. 5Probleme und Grenzen von Vollkosten• Vollkostenrechnung (vollständige Kostenverrechnung)
    = Verrechnung von Kosten auf Kostenträger, Gemeinkosten werden per Umlageschlüssel oder
    Verrechnungssatz zugeordnet
    • Umlageschlüssel/Proportionalisierung der Gemeinkosten auf verschiedene Weise:
    → Schlüsselung der Periodengemeinkosten
    = periodenübergreifende Kosten werden auf Nutzungsdauer verteilt (Abschreibung)
    → Schlüsselung der Kostenstellengemeinkosten
    = Kosten bestimmter Bereiche werden auf andere Bereiche umgelegt
    → Schlüsselung der Kostenträgergemeinkosten
    = Kosten werden auf mehrere Kostenträger verteilt
  6. 6Nachteile der Vollkostenrechnung- kennt keine Gewinnschwelle, keine Anpassung der Erfolgsermittlung an abweichende Beschäftigungen, vollständige Kostenbelastung auf Kalkulationsobjekte
    - Kostenschlüsselung = Kostenüberwälzungsrechnung
    → Schlüsselung immer willkürlich, verleugnet Produktionsverbundenheiten, verschleiert Gemeinkostenstruktur, da Kostenverursacher nicht mehr erkennbar sind
    - Aussagefähigkeit der Nettoerfolge zweifelhaft, Stücknettogewinne nicht extrapolierbar
    ☛ Betriebswirtschaftliche Optimierungen nur über Vollkostenrechnung wenig sinnvoll
    • Lösung: Teilkostenrechnung mit Bruttoerfolgsgrößen
    = Kostenträger werden nur bestimmte Kostenbestandteile zugerechnet
  7. 7Direct Costing• Basis der Gewinnschwellenanalyse
    • Bei Einproduktbetrieb: Kosten werden aufgelöst in fixe und variable Kosten
    • Bei Mehrproduktbetrieb:
    → Fixkosten als Fixkostenblock nicht weiter differenziert
    → Variable Kosten (= Direkte Kosten) für verschiedene Produkte differenziert
    • Basisgleichung:
    Periodengewinn (G) = Absatzmenge (x) × Deckungsspanne (p - kv) - Fixkosten (F)
    • Vorgehensweise:
    → Erlöse - direkte Kosten = Bruttogewinn (für jedes einzelne Produkt)
    → Summe der Produktbruttogewinne - Fixkosten = Nettogewinn
  8. 8Fixkostendeckungsrechnung• Weiterentwicklung des Direct Costing
    → Fixkostendeckungsrechnung = mehrstufiges Direct Costing
    • Fixkosten werden aufgeteilt in Fixkostenschichten
    → möglichst weite Differenzierung der Fixkostenverrechnung
    • nur im Mehrproduktbetrieb sinnvoll
    • Mögliche Fixkostenschichten:
    - Fixkosten einzelner Produkte/ von Produktgruppen/ Kostenstellen/ Betriebsbereichen/ Gesamtunternehmen
    • Fixkostendeckungsrechnung zeigt:
    - Fixkostenstruktur
    - Fertigungsverbundenheiten
    - Erfolgsbeiträge einzelner Produkte
    → wichtig für sortimentpolitische Entscheidungen
    (wenn ein Produkt durch seine Erlöse fixe und variable Kosten nicht deckt, sollte Produkt aufgegeben werden, da sonst der Betriebsgewinn verschmälert wird)
  9. 9Vorgehensweise Fixkostenrechnung→ Erlöse - variable Kosten = Deckungsbeitrag 1 (für jedes einzelne Produkt)
    → Deckungsbeitrag 1 - Erzeugnisfixkosten = Deckungsbeitrag 2 (für jedes einzelne Produkt)
    → Wenn Erzeugnisgruppe Summe der entsprechenden Deckungsbeiträge 2, sonst einzelnd -
    Erzeugnisgruppenfixkosten = Deckungsbeitrag 3
    → Summe aller Deckungsbeiträge 3 - Unternehmensfixkosten = Deckungsbeitrag 4
    (Betriebsgewinn)
  10. 10Entscheidung zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug= „Make or Buy-Entscheidung“
    • Selbsterstellung oder Halb- oder Fertigerzeugnisse von externen Lieferanten?
    • Einflussfaktoren auf diese Frage:
    - Kosten
    - Fertigungskapazitäten/ Kapazitätsauslastung/ Betriebsbereitschaft
    - Liquiditätslage
    - Qualitätsanforderungen
    • Kapazitätsauslastung:
    - Gibt es freie Kapazitäten? Müssen erst welche geschaffen werden?
    - Sind Kapazitäten vorhanden aber ausgelastet? Welche Fertigungsprozesse werden verdrängt?
    • Liquiditätslage:
    - Welche Finanzierungsmöglichkeiten bei Neuaufbau von Kapazitäten? Über wie viel finanzielle Mittel kann verfügt werden, um Betriebsbereitschaft zu erhöhen?
    - Bei Finanzierungsrestriktionen Fremdbezug sinnvoller
    • Qualitätsanforderungen:
    - Wird die gewünschte Qualität bei Selbst- oder Fremdbezug erreicht?
  11. 11Vorgehensweise bei Entscheidungen abhängig von Planbedarfsmenge• Stückpreis bei Fremdbezug (p) ist größer als variable Stückkosten bei Eigenfertigung (kv) wegen Gewinnzuschlägen von externem Lieferanten, jedoch Fixkosten bei Eigenfertigung
    = zwei Kostenverläufe (Fremdbezug & Eigenbezug), die sich an x0 schneiden
    → Planbedarfsmenge bei x0 = gleiche Kosten bei Fremdbezug und Eigenfertigung
    → Planbedarfsmenge < x0 = Fremdbezug
    → Planbedarfsmenge > x0 = Eigenfertigung
  12. 12Vorgehensweise bei Entscheidung abhängig von Betriebsbereitschaft• Bei betrieblicher Unterbeschäftigung
    = benötigte Kapazitäten sind vorhanden und unausgelastet
    ☛ Entscheidung wird allein durch p und kv getroffen
    → p < kv = Fremdbezug
    → p > kv = Eigenfertigung
    • Bei betrieblicher Vollbeschäftigung
    = benötigte Kapazitäten sind vorhanden aber ausgelastet
    = andere Fertigungsprozesse müssen eingeschränkt werden, Fixkosten werden also abgebaut,
    wodurch Erlöse/Deckungsbeiträge entfallen (Opportunitätskosten)
    ☛ Entscheidung wird durch p, kv und Opportunitätskosten getroffen
    → p < kv + Opportunitätskosten = Fremdbezug
    → p > kv + Opportunitätskosten = Eigenfertigung
    (Opportunitätskosten = Deckungsbeitrag pro Engpasseinheit × Anzahl Engpasseinheiten)
  13. 13Ermittlung von Preisgrenzen• Preisobergrenze = Maximalpreis für Beschaffungsgut/maximale Kostenbelastung
    • Preisuntergrenze = Mindestpreis für Absatzleistung/minimaler Erlös
    • Sind variable und abbaufähige fixe Kosten gedeckt und es bestehen restliche Deckungsbeiträge
    = Reserven für Beschaffungsgut
    → kurzfristige Kosten sind durch kurzfristige Preisgrenzen gedeckt
    • zur Deckung langfristiger Kosten bedarf es langfristige Preisgrenzen
    = durch Vollkostenkalkül
    • Fixkosten
    - unabhängig von Mengenänderung in immer gleicher Höhe
    - beim Abbau fixer Kosten wird Gewinnschwelle gesenkt, da weniger Stückkosten
    → jedoch kostengünstige Fertigungsprozesse stark automatisiert
    = Fixkostenabbau, jedoch auch Fertigungsverteuerung
    - Abbau der Fixkosten durch mehrperiodige Bindungen
    → kurzfristige Eingriffsmöglichkeiten begrenzt
  14. 14Matrix der Auf- und Abbaufähigen Kosten• für zeitliche Strukturanalyse der Fixkosten
    • zeigt in welchem Umfang & in welchem zeitlichen Rahmen Fixkosten kurzfristig auf- und abbaubar sind = jede Kostenstelle hat unterschiedliche Bindungsfristen
    • umfasst Fixkosten der Vertrags- und Eigentumspotentiale
    → mit zeitabhängigem Verzehr und bekannter Nutzungsdauer = Fixkosten genau definierbar
    • veranschaulicht also betriebliche Fixkostenflexibilität
    → Beispiel: Wann sind Fixkosten abbaufähig durch Kündigung?
    = Wann sind sie kurzfristig disponierbar?
    • aus Kündigungsfristen der Kostenstellen ergeben sich Zahlungswirksamkeiten zu den jeweiligen Kündigungsterminen (Jahresende, Quartalsende etc,) innerhalb einer Periode von 12 Monaten
    → Beispiel: Miete = zum Halbjahresende kündbar, monatliche Miete 4.000
    → Kostenabbautermine im 6. & 12. Monat in Höhe von 24.000
    • durch tarifliche Kündigungsfristen liegt der Dispositionszeitpunkt (die Kündigung) zeitlich abgestimmt vor dem Kostenabbautermin
    → bei 6 Wochen Kündigungsfrist, Dispositionszeitpunkt 6 Wochen vor Kostenabbautermin
  15. 15Systematik von Potentialfaktoren• Vertragspotentiale
    = Arbeitsverträge, Mietverträge
    → Abbaufähigkeit disponierbar = entscheidungsvariable Kosten
    • Eigentumspotentiale mit leistungsabhängigem Verzehr
    = Rohstoffe, Werkzeuge
    → Abbaufähigkeit disponierbar = entscheidungsvariable Kosten
    • Eigentumspotentiale mit zeitabhängigem Verzehr
    a) Nutzungsdauer bekannt
    = Patente, Lizenzen
    → Abbaufähigkeit disponierbar = entscheidungsvariable Kosten
    b) Nutzungsdauer unbekannt
    = Gebäude, Tanks
    → Abbaufähigkeit nicht disponierbar = entscheidungsfixe Kosten
  16. 16PreisobergrenzenBeeinflussende Faktoren der Preisobergrenze
    • Dringlichkeit des Bedarfs (Sachzwang)
    • Verfügbarkeit von Substitutionsgütern (Beschaffungsalternative)
    • Möglichkeiten und Kosten der Eigenfertigung
    • Möglichkeiten eines Verfahrenswechsels (Beschaffungsalternative)
    • Struktur variabler und im Betrachtungszeitraum abbaubarer fixer Kosten
  17. 17POG ohne Fixkosten• POG1 = (Absatzpreis pro Stück - sonst. variable Stückkosten) / Mengeneinsatz pro Stück
    = (p - kv_sonst) / m
    • POG1_gesamt = (Umsatzerlöse - kumulierte sonst. variable Stückkosten) / Mengeneinsatz
    = (E - kv_gesamt) / M
    • Beispiel: kv_sonst = 2 €, p = 5 €, m = 2, Fertigungsstückzahl = 10.000:
    POG1 = (5-2) / 2 = 1,5 € pro Stück
    POG1_gesamt = (5×10.000 - 2×10.000) / (2×10.000) =1,5 € pro Stück
  18. 18POG mit Fixkosten• POG2_gesamt = (Umsatzerlöse - kumul. sonst. variable Stückkosten - Fixkosten) / Mengeneinsatz
    = (E - kv_gesamt - KF) / M
  19. 19Zeitraumbezogene POG• Gegenüberstellung von zeitabhängigen kumulierten Erlös- & Kostendaten
    • Kostendaten sind Fixkostenmatrix zu entnehmen
    → Zahlungen einen Monat nach mögl. Kostenabbautermin
    • Beispiel: kv_sonst = 35,00 €, p = 60,00 €, m = 3, Absatzmenge = 1.000
    ☛ POG variiert über die Monate durch hinzukommende kurzfristige Fixkosten
    → Durchschnitt der POG’s muss über Bezugszeitraum errechnet werden, um
    Deckungslücke zu vermeiden
    ☛ POG würde noch einmal massiv sinken, würde man langfr. Fixkosten berücksichtigen
    ☛ längere Bezugszeiträume → mehr Fixkosten → POG sinkt
    Zeitraumbezogene POG
  20. 20Beschaffungsgut für mehrere Kostenträger (Endprodukt)= mehrere Einsatzmöglichkeiten für das gleiche Beschaffungsgut
    • Durchschnittliche POG
    → durch Ermittlung einer Kostenobergrenze für jedes Endprodukt
    Kostenobergrenze = gesamter Erlös - gesamte variable & fixe Kosten
    POG = Kostenobergrenze / gesamter Stückverbrauch (Absatzmenge × Verbrauch pro Stück)
    • Mengenabhängige POG-Funktion
    → bildet POG’s der einzelnen Endprodukte im Bezug auf gesamten Verbrauch des Gutes ab
    = Endprodukte nach Verwertungsüberschüssen geordnet
    = mengenmäßiger Höchstpreis ableitbar
    ☛ Je mehr Einsatzmöglichkeiten, desto sinnvoller sind größer Einkaufsmengen des Beschaffungsgutes durch Großabnahmevorteile
    ☛ Verlangen alle Lieferanten des Beschaffungsguts höhere Preise als POG, muss Menge reduziert oder Fertigung eingestellt werden!
  21. 21Absolute Preisuntergrenze (=kurzfristige PUG)• Preis, bei dem genau die variablen Kosten gedeckt sind
    → nur kurzfristig nutzbar, da Fixkosten nicht berücksichtigt, würde zu negativem
    Deckungsbeitrag II führen
    • sagt aus, wie weit Preiswettbewerb notfalls geführt werden kann
    • PUG1 = variable Stückkosten = kv
    = Erzeugniskosten (Stoffkosten + Bearbeitungs- und Veredelungskosten) + Vertriebskosten
    • im Falle von betrieblicher Vollbeschäftigung: variable Kosten + Opportunitätskosten
    • Erlösuntergrenze bei Absatz mehrere Erzeugnisse:
    EUG1 = variable Stückkosten × Absatzmenge = kv × x = Kv
    Liquiditätsmäßige Preisuntergrenze:
    = Preis, bei dem Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gesichert ist, um Insolvenz abzuwenden
    → meist niedriger als absolute PUG
  22. 22Zeitraumbezogene PUG• Preis, bei dem variable und abbaufähige Fixkosten gedeckt sind → höher als absolute PUG
    • PUG2 = (Kv + KF) / x
    • Aufstellung von zeitabhängigen Kostendaten erforderlich für kurzfristige PUG`s
    → gleiches Verfahren wie bei POG durch Fixkostenmatrix, jedoch andere Gegenüberstellung
    ☛ PUG variiert über die Monate durch hinzukommende kurzfristige Fixkosten
    → Durchschnitt der PUG’s muss über Bezugszeitraum errechnet werden, um
    Deckungslücke zu vermeiden
    ☛ längere Bezugszeiträume → mehr Fixkosten → PUG steigt
    ☛ PUG würde noch einmal massiv sinken, würde man langfr. Fixkosten berücksichtigen
    Beispiel: monatl. Absatzmenge 1.000 Stück, variable Stückkosten 38,00 €
    - abbaufähige Fixkosten über 6 Monate: 54.000 €
    - nicht abbaufähige Fixkosten am Ende der Periode (12 Monate) 102.000 €
    → PUG2 = (Kv + KF) / x = (38×12×1.000 + 108.000 + 102.000) / (1.000 × 12)
  23. 23Zeitraumbezogene PUG bei Fertigungsverbundenheit• abbaufähige Fixkosten sind Gemeinkosten verschiedener Kostenträger/Endprodukte, so dass
    diese nicht kostenträgerindividuell berechnet werden können
    → bei Erzeugnisgruppeneinzelkosten: kostenträgergruppenweise
    → bei Unternehmenseinzelkosten: gesamtbetrieblich
    • Preisuntergrenzen nicht mehr möglich, daher mit Erlösuntergrenzen
    • Zurechnungshierarchien proportionaler und abbaufähiger fixer Kosten entstehen
    1. Variable Kosten
    2. Erzeugnisfixe Kosten
    3. Erzeugnisgruppenfixe Kosten
    4. Unternehmensfixe Kosten
    → zeitliche Fixkostenstruktur wird jedoch erst mit Matrixdarstellung durch Monate deutlich
  24. 24Zeitraumbezogene PUG bei Absatzverbundenheit• Vertriebsgemeinkosten & „Bundlegeschäfte“
    • Bundlegeschäfte = Absatz von Leistungspaketen aus mehreren Einzelleistungen
    • Beispiel:
    Beim Kauf von Hardware Anbindung an langfr. Wartungsverträge (= Technischer Kundendienst)
    → Vorteil für Kunde: Gesamtlösung aus einer Hand
    → Vorteil für Anbieter: Hardwareabsatz erhöht, Technischer Kundendienst subventioniert Hardware und kompensiert Deckungsbeitragsschwächen
    • Zur Preisermittlung von Bundlegeschäften werden EUG`s der Leistungen zusammen kalkuliert
    = Mischkalkulation
  25. 25Zielkonflikte zwischen qualitativen & quantitativen Unternehmerzielen= kostenoptimaler Zustand verletzt qualitative Unternehmensziele
    • Ablehnung eines Auftrages und somit Erlösverzicht wegen befürchtetem Imageschaden
    • Bezug des teureren Stroms aus regenerativer Energie wegen Unternehmensphilosophie
    • Standortwahl nicht nur von Kaufpreis, sondern auch von geschäftsrelevante Standortfaktoren von Bedeutung, wie Verkehrsinfrastruktur, Zuliefer- & Abnehmernähe, Absatzpotential
    • kostenintensive Qualitätskontrollen aufgrund von Unternehmensphilosophie
  26. 26Zielkonflikte zwischen lang- und kurzfristigen Unternehmenszielen= Verzicht auf kurzfristiges Kostenoptimum kann zu langfristiger Gewinnoptimierung führen,
    jedoch wird dies in der periodischen Kostenrechnung nicht offensichtlich
    • Überdurchschnittliche Sozialleistungen für Mitarbeiter, großzügige Kulanzregelungen für Kunden verursachen zwar mehr Kosten, führen jedoch zu Zufriedenheit und langfristiger
    Bindung an Mitarbeiter, Kunden & Lieferanten
    • ein unfairer, kostendrückender Umgang mit abhängigen Lieferanten führt zwar kurzfristig zum
    Kostenoptimum, jedoch spricht sich so etwas herum, führt zu Imageschäden und führt zu langfristig negativen Resultaten
  27. 27Kombination beider Zielkonflikte= häufig im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
    • neben Preiswettbewerbsposition spielen Faktoren wie Produktqualität, Markenname & Markenimage große Rolle für Marktanteile
    • Pflege des Markenimage verursacht Kosten ohne kurzfristig erkennbaren Gegenwert
    • Etablierung eines Markennamens durch Übernahme einer Sponsorenrolle für Fußballverein
    → wegen großer Öffentlichkeitswirkung des Fußballs
    → mögliche Vereine sollen mit Markenimage übereinstimmen, weswegen der Verein eine
    internationale Reichweite, eine attraktive Stadionatmosphäre haben & skandalfrei sein soll
    → diese Kriterien erfüllen nur wenige Vereine, von denen nur einer keinen langfristigen Sponsorenvertrag hat, weswegen dieser Verein ausgewählt werden muss und überdurchschnittliche Beträge gezahlt werden
  28. 28Nutzenwertanalyse• einfaches Punktebewertungsverfahren für zwei oder mehrere Alternativen (z.B bei der Standortwahl zwischen DE und Polen) durch Gewichtungszahlen
    • bei qualitativen Zielen
    • Festlegung von Entscheidungskriterien (z.B. Arbeitskosten oder Kundennähe)
    • Gewichtung dieser Entscheidungskriterien (z.B Prozentwerte)
    • Festlegung einer Bewertungsskala (z.B. 1 bis 5)
    • Bewertung der Entscheidungskriterien für beide Alternativen
    → Gewichtung (0,25) × Bewertung (5) = Teilnutzenwert (1,25)
    • Ermittlung des Gesamtnutzen für beide Alternativen
    → Addition der Teilnutzenwerte
    → Alternative mit höherem Gesamtnutzen ist optimale Wahl
  29. 29Satisfizierungsbedingungen• Festlegung von Rahmenbedingungen, indem einzelne Kriterien festgelegt werden, die unbedingt einzuhalten sind = satisfizierende Nebenbedingungen = Mindestanforderung
    • auf Basis dessen erfolgt eine Vorauswahl, die wiederum kostenmäßig analysiert wird
    • Beispiel: Standortwahl hängt von Bevölkerungszahl ab
    → Satisfizierende Nebenbedingung für Unternehmen:
    Niederlassung in jeder Stadt mit 500.000 oder mehr Einwohnern
    • Beispiel: Personalauswahl
    → es kommen nur Personen mit mind. 5 Jahren Berufserfahrung in Frage
  30. 30Probleme der Umsetzung kostensenkender Maßnahmen• Durch entscheidungsorientierte Kostenverwaltung & zielorientierte Kostengestaltung entsteht
    stetiger Wunsch, Kosten zu senken
    → Folgewirkungen und Beteiligungsgrad der betroffen Personen müssen bedacht werden
    • Abschätzung von nicht kostenmäßig erfassbaren Folgewirkungen
    → z.B. Schließung der Betriebstagesstätte aus Kostengründen, würde eventuell zu Verlust von
    qualifiziertem Personal führen
    • Partizipation der Mitarbeiter
    → z.B. Ignorieren von Mitarbeitern führt zu Leistungsabfall oder Kündigungen, was die angestrebte Kostensenkung blockiert

Informações

Descrição
Karteikarten zur Vorlesung von Schulte, 1. Semester
Criado por
Anjay
Visualizações
200
Avaliação

Fale Conosco

Sobre o que é sua mensagem?

O que você acha do novo visual?

Você gostou?