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Karteikarten

Vetie Mibi Karteikarten 2022

Isabel Wenzel Deutsch 5,0Durchschnittliche Bewertung 5,0 von 5 (2 Bewertungen) 172 Karten

Vetie Mibi Karteikarten 2022

Karten in diesem Stapel (172)

  1. 1KommensalismusGast lebt vom Wirt, ohne diesen zu schädigen
  2. 2MutualismusGegenseitiger Vorteil, aber nicht essentiell
  3. 3SymbioseEssentielle Lebensgemeinschaft, gegenseitiger Vorteil
  4. 4PhoresieWirt gewährt nur Transportgelegenheit, ohne diesen zu schädigen
  5. 5ParasitismusAusbeutung des Wirts, einseitiger Vorteil (pathogene MO)
  6. 6SaprophytismusErnährung von totem organischen Material anderer Organismen (Heterotroph)
  7. 7Henle-Koch PostulateNachweis über kausalen Zusammenhang Erreger und Krankheit; 1. mikroskopisch; 2. Kulturnachweis; 3. Pathogenität im Versuchstier
  8. 8Pathogenitätsstufenobligat = ruft Krankheit hervor
    apathogen = keine Krankheit
    fakultativ = unter bestimmten Bedingungen tritt Krankheit auf
  9. 9Virulenzstufen(niedrig/hoch) Virulent = krankmachend
    avirulent = nicht krankmachend
  10. 10Virulenz =Infektiösität, Schweregrad der Schädigung
    Abhängig von Erreger, Wirt, Umwelt
  11. 11ID50Infektiöse Dosis = Dosis, bei der sich 50%der Tiere infizieren
  12. 12LD50Letale Dosis = Dosis, bei der 50% der Tiere sterben
  13. 13KontaminationVerunreinigung mit Erregern
  14. 14PassageAufnahme, Ausscheidung ohne Besiedelung
  15. 15KolonisationDauerbesiedelung von Körperoberflächen
  16. 16InfektionHaften, Eindringen, Vermehrung des Erregers
  17. 17TropismusAffinität eines Erregers für eine bestimmte Körperstruktur
  18. 18ResistenzNatürliche Nicht-Empfänglichkeit für Infektionen
  19. 19DispositionIndividuelle Empfänglichkeit für Infektion
  20. 20Klinisch inapparentohne Symptome
  21. 21Klinisch apparentmit Symptomen
  22. 22InkubationszeitZeit vom Erwerb der Infektion bis zum Ausbrechen der Krankheit
  23. 23Persistierende Infektionlatente Infektion = labiles Gleichgewicht
    (zB. Herpes, "Schlafend" Erreger über längere Zeit im Organismus ohne direkt eine Infektion hervorzurufen)
  24. 24Lokal-InfektionNur dort wo Erreger eintritt (zB. Mastitis)
  25. 25zyklische AllgemeininfektionLokaler Eintritt -> Vermehrung -> Streuung über Blut/Lymphe -> konsekutiver spezifischer Organbefall (z.B. Tuberkulose)
  26. 26Septische-InfektionLokaler Eintritt -> Ausbreitung und Vermehrung im Blut -> Metastasierung -> Übermäßige Gegenreaktion des Wirtes mit (z.B. Fieber) und konsekutive Blutvergiftung sowie Organversagen
  27. 27Intoxikationlokaler Eintritt -> Ausbreitung über Blut mit Toxinfreigabe -> mit Lokalinfektion oder nur reine Intoxikation
  28. 28Postinfektiöse ImmunreaktionReaktion auf den Erreger schadet dem Wirt, Pathogen mit ähnlicher Struktur wie der Wirt -> Antikörper können nicht differenzieren
  29. 29BakteriämieBakterien im Blut, keine Vermehrung, keine typischen Symptome
  30. 30SeptikämieVermehrung, toxische Bestandteile im Blut, klinische Symptome
  31. 31SekundärinfektionUnterschiedliche Erreger während oder direkt nach Primärinfektion
  32. 32Superinfektionkurz nacheinander auftretende Infektion mit dem selben Erreger bei bestehender Infektion -> verstärkte Krankheit
  33. 33Reinfektionerneute Infektion mit dem selben Erreger nach der ersten Infektion -> keine Potenzierung
  34. 34monokausale Infektionerfüllen die Henle-Koch-Postulate
  35. 35multikausale InfektionenZusammenspiel verschiedener Ursachen
  36. 36MischinfektionInfektion mit verschiedenen erregern
  37. 37"Faktoren"krankheitenOpportunistischer Erreger + Faktoren
    (Erreger manifestiert sich während Immunschwäche durch Primärerkrankung)
  38. 38Nosokomiale InfektionInfektion im Krankenhaus
    (Infektionstag darf frühestens der dritte Tag des Aufenthalts sein)
  39. 39Zoonoseunter natürlichen Bedingungen vom Tier auf den Menschen oder umgekehrt übertragbare Infektion
  40. 40HaplonoseNur beim Tier ODER Menschen auftretend
  41. 41DiplonoseBeim Tier UND beim Menschen auftretend
  42. 42ZooanthroponoseTier auf Mensch übertragbare Infektion
  43. 43AnthropozoonoseMensch auf Tier übertragbare Infektion
  44. 44SaprozoonoseVon der Umwelt ausgehende Infektion
  45. 45MorbiditätHäufigkeit der Krankheitsfälle in einer Population pro Zeitraum
  46. 46MortalitätHäufigkeit der Todesfälle in einer Population pro Zeitraum
  47. 47LetalitätTodesfälle der erkrankten Personen
  48. 48InzidenzNeuerkrankungen in einem Zeitraum
  49. 49PrävalenzAnzahl aller Erkrankten einer Population zu einem Zeitpunkt
  50. 50InfektiositätFähigkeit eines Pathogens einen Wirt zu infizieren
  51. 51KontagiositätAnsteckungskraft
  52. 52ManifestationErkrankungshäufigkeit nach Ansteckung
  53. 53TenazitätWiederstandsfähigkeit, Überlebensdauer
  54. 54Voraussetzung für eine SeucheVirulenz, Kontagiosität, Tenazität, Übertragungsweg
  55. 55Gefährlichkeit eines Erregers =Infektiosität + Virulenz
  56. 56Anhäufung eines Erregers =Kontagiosität+ Tenazität + Übertragungsweg
  57. 57Beeinflussende FaktorenPopulation: Empfänglich/ Immun
    Umwelt: Klima/ Geographie
    Haltung: Dichte, Viehverkehr
    Ökologie: Biologie der Wirte und Überträger
  58. 58SeuchenformenEndemie
    Epidemie
    Pandemie
  59. 59EndemieZeitlich unbegrenzt, räumlich begrenzt
    i.d.R. Krankheitshäufung
    (Schwankung durch Witterung/Stress/Immunstatus)
    (z.B.Milzbrand, Varroatose)
  60. 60EpidemieZeitlich begrenzt, räumlich begrenzt
    i.d.R. starke Krankheitshäufung
    (duch Handel,Transport, explosiv, tardiv)
    (z.B. Brucellose, Schweinepest)
  61. 61PandemieZeitlich begrenzt, räumlich unbegrenzt
    i.d.R. starke Krankheitshäufung
    (Langsamer Anstieg, Jahre bis Jahrzehnte durch Umfang)
    (z.B. Lungenseuche, Geflügelpest)
  62. 62Erregerausscheidung möglich überSchleimhäute
    Atemtrakt
    Verdauungstrakt
    Haut
    Harn- und Geschlechtstrakt
  63. 63EintrittspfortenSpezifisch z.B Aborterreger
    Unspezifisch abhängig von der Eintrittspforte
  64. 64Übertragungswege direktHorizontal = nicht so spezifisch z.B. Kontakt aerogen(Tröpfchen), oral, Verletzung
    Vertikal = spezifisch z.B. Transovariell, Transspermal, Perinatal, Laktogen
  65. 65Übertragungswege indirekt1.Vektor: (lebend) z.B. Insekten
    2.Vehikel: (leblos) z.B. aerogene Staubinfektion, Orale Infektion über Abwasser,Futter etc. KEIN direkter Kontakt
  66. 66Bestandteile InfektkettenAnfangs und Zwischenglieder
    -> Ständige Träger der Erreger, Aufrechterhaltung Infektion
    Endglieder
    -> Manifeste Infektion
    CAVE es gibt auch Erreger ohne Infektketten (z.B. Clostridien)
  67. 67Eigenschaften Hauptwirt= Reservoirwirt
    Hohe Anpassung des Erregers
    oft inapparent
    sehr lange Latenz und Ausscheidung
  68. 68Eigenschaften Nebenwirt=Gelegenheitswirt
    weniger empfänglich
    Oft schwere Erkrankung
    kurze, geringe Ausscheidung
  69. 69Erreger-ReservoirPrimäres Habitat des Erregers
  70. 70Hauptgruppen bakterieller ErregerGramnegative, Grampositive Bakterien
    Zellwandlose Bakterien (Mykoplasmen)
    Obligat intrazelluläre Bakterien
  71. 71Aufbau BakterienzelleNukleoid (kein echter Zellkern)
    Zellwand! (keine Sterole)
    Einzelnes zirkuläres Chromosom (+Plasmide)
    Ribosomen
  72. 72Zellwandaufbau GrampositivPeptidoglycan (dick) (Murein)
    Cytoplasmamembran
  73. 73Zellwandaufbau GramnegativLipopolysaccharid (LPS)
    Periplasmatischer Raum
    Peptidoglykan (Murein)
    Cytoplasmamembran
  74. 74Zellhülle säurefester Bakterien (mykobakterien)Mykolsäuren
    Arabinogalaktangerüst
    Peptidoglykan (dünn) (Murein)
    Cytoplasmamembran
  75. 75Zusätzliche SchichtenKapsel: aus polysacchariden (K-Antigen)
    Fimbrien/Pili: aus Proteinen zur Adhäsion (F-Antigen)
  76. 76Dissoziation grampositiver BakterienS-Form: Mit Kapsel = Virulent
    R-Form: keine Kapsel = Avirulent
  77. 77Dissoziation gramnegativer BakterienS-Form = smooth (komplette LPS Schicht =glatte Oberfläche, Virulent)
    R-Form = rough (verkürzte LPS Schicht =raue Oberfläche, meist Avirulent)
  78. 78FlagellenVerankert in der Cytoplasmamembran und Zellwand (von innen nach außen gerichtet) als hohler Stab mit 3 Ringen (gramnegativ) o. 1 Ring (grampositiv)
    H-Antigen (Hauchartig)
    Chemotaxische Fortbewegung
  79. 79SporulationSporulation
  80. 80Spore AufbauSpore Aufbau
  81. 81GenerationszeitVerdopplung der Anzahl
  82. 82VerdopplungszeitVerdopplung der Masse/ des Volumens
  83. 83Wachstumskurve BakterienWachstumskurve Bakterien
  84. 84Faktoren für Bakterielles WachstumTemperatur
    Sauerstoff
    pH
    Wasserverfügbarkeit
  85. 85Aerobier/AnaerobierAerobe Bakterien: Wachstum in Anwesenheit von O2
    Obligate Aerobier: NUR in O2 Anwesenheit
    Mikroaerophil: O2 Toleranz in geringen mengen
    Kapnophil: brauchen erhöhte CO2 Konz.
    Anaerobe: Wachstum in O2 Abwesenheit
    Obligate Anaerobier: NUR in O2 Abwesenheit
    Fakultativ anaerob: wachsen bei O2 An- und Abwesenheit
  86. 86AnabolismusZum Aufbau chemischer Verbindungen
  87. 87KatabolismusZum Abbau chemischer Verbindungen
  88. 88Passiver TransportTransport von höherem auf niedrigeres Elektrochemisches Potential
  89. 89aktiver TransportTransport entgegen dem elektrochemischen Gradienten
  90. 90Primär aktiver TransportDurch Energiequelle: ATP Hydrolyse, Licht, Redoxenergie
  91. 91Sekundär aktiver TransportThermodynamisch ermöglicht durch (bergab) Kopplung eines zweiten Substrates
  92. 92Anpassung der BakterienBiofilmbildung: Oberflächliche Gemeinschaft vom MO, die in eine extrazelluläre polymere Substanz (EPS) eingeschlossen sind
  93. 93PangenomGenom aller Stämme einer Spezies
  94. 94MetagenomGenom einer Lebensgemeinschaft
  95. 95TransformationGentransfer durch die Aufnahme freier DNA eines Donors
    DNA von lysierten Bakterien in ein neues Plasmid
    (Grampositiv eher einzelsträngige DNA,
    Gramnegativ eher doppelsträngige DNA)
  96. 96generelle TransduktionGentransfer vom Donor zum Rezipient durch BAKTERIOPHAGE
    (jedes Genomfragment möglich)
    generelle Transduktion
  97. 97spezifische Transduktioneffizienterer Gentransfer von Donor zum Rezipient durch BAKTERIOPHAGE
    (nur bestimmte Donorgene transferiert)
    spezifische Transduktion
  98. 98Konjugationgenetischer Transfer durch physikalischen Kontakt der Donorzelle mit RezipientenzelleKonjugation
  99. 99Plasmideringförmige extrachromosomale DNA, die sich autosom repliziert und nicht essentielle genetische Informationen enthält
    bieten aber Überlebensvorteile z.b. Antiobiotikaresistenz
  100. 100R-PlasmidePlasmide, die Resistenzen vermitteln
  101. 101F-PlasmidePlasmide, die F-Pilus-Ausbildung vermitteln
  102. 102Insertionssequenzen (IS)bewegliches genetische Elemente von Plasmiden
    enthalten NUR Transpositiongene
  103. 103Transposons (Tn)bewegliches genetische Elemente von Plasmiden
    enthalten neben Transposition- auch andere Gene
    tragen erheblich zur genetischen Flexibilität bei
    häufig Antibiotikaresistenz- o. Toxingene
  104. 104Phasen der InfektionAdhärenz
    Invasion
    Etablierung und Evasion
    Schädigung
  105. 105Adhärenzunspezifische Anheftung
    -> z.B. über LPS an Oberflächenproteine
    spezifische Anheftung
    ->rezeptorvermittelt, Adhäsin bindet an spezifische Rezeptoren an der Wirtsoberfläche
  106. 106InvasionExtrazelluläre invasion
    fakultativ Intrazellulär
    Obligat intrazellulär
  107. 107Extrazelluläre InvasionEindringen von außen durch Bewegung oder Enzyme, (Spreading-faktoren) die das Gewebe auflockern / zerstören
    oder lockern Zell-Zell-Verbindungen
  108. 108Fakultativ intrazelluläre InvasionEindringen in die Zelle,
    Vermehrung innerhalb sowie außerhalb der Zelle möglich
  109. 109Obligat intrazelluläre InvasionEindringen in die Zelle,
    Vermehrung NUR in der Zelle möglich
    (Kultivierung außerhalb nicht möglich)
  110. 110Zipper-Like-Mechanismusschrittweise Verknüpfung von oberflächenlokalisierten Invasinen der Bakterien mit Wirtszellrezeptoren bis zum Umschließen des erregers
  111. 111Trigger-like-AufnahmeInvasine werden sezerniert oder injiziert und lösen Signaltransduktion in der Wirtszelle aus
    -> Membranausstülpung zur Erregeraufnahme
  112. 112Caveoli-vermittelte AufnahmeBildung von Caveosomen
    -> höhlenförmige Einstülpung der Zellmembran
  113. 113Etablierung und EvasionVorraussetzung:
    Behauptung gegen Wirtsabwehr
    ->Umgehungsmechanismen (evasion) für Komplementsystem und Phagozytose
  114. 114molekulares Mimikry"Maskierung" des Erregers mit Strukturen die Wirtsähnlich oder Wirtseigen sind
    -> verbergen vor Immunabwehr
  115. 115Nutritional immunityRestriktion des verfügbaren Eisens als Schutz vor Pathogenen, da fast alle Bakterien auf eine Eisenzufuhr angewiesen sind
  116. 116SiderophoreEisenaufnahmesystem Bakterien
    -> vermehrt gebildet bei Eisenmangel
    -> können Eisen aus Transport- und Speicherproteinen herauslösen
  117. 117Möglichkeiten der Eisenaufnahme1. Siderophore
    2. direkte Bindung von Transferrin oder Lactoferrin
  118. 118PhasenvariationAn- und Abschalten der Antigene bzw. des Phänotyps zur Ausbildung verschiedener Variationen
  119. 119Umgehung spezifischer Abwehrmechanismen durch extrazelluläre Erreger- "Verbergen" von Antigenen
    - Maskierung
    - Antigenvariationen
    - Immunsupression
  120. 120Umgehung unspezifischer Abwehrmechanismen durch extrazelluläre Erreger- Komplement und
    Phagozytoseschutz durch Kapsel
    - Verfügbarkeit von Eisen
  121. 121AntigenvariationBildung variabler antigen Strukturen meist an Oberflächen lokalisiert -> induzieren spezifische Antikörperantworten im Wirt -> Irreführung des Immunsystems
  122. 122Co-Evolution"Wettlauf" zwischen Variationen der Bakterien und den Anpassungen der antikörpervermittelten Immunantwort
  123. 123Arten der Variationen1. Phasen/Antigenvariation durch ortsspezifische Rekombination
    2. Phasenvariation durch Insertion oder Deletion
    3. Antigenvariation durch homologe Rekombination
    4. Antigenvariation innerhalb eines Gens
  124. 124extrazelluläre Erreger brauchen Schutz vor....Komplementsystem und Phagozytose
  125. 125intrazelluläre Erreger brauchen Schutz vor...Effektoren in den Phagolysosomen (spezielle Enzyme, pH-Wert,etc)
  126. 126Phagolysosombildet sich nach der Phagozytose eines Erregers in die Zelle als Kompartiment zur
    spezifischen Inaktivierung und Entsorgung von Erregern
  127. 127Strategien der intrazellulären Erreger zur Umgehung der Abwehr1. Flucht ins Zytoplasma
    2. Verhindern der Phagosom-lysosomen-Fusion
    3. Überleben in den reifen Phagolysosomen
  128. 128"Flucht" ins Zytoplasmadurch die Bildung membranschädigender Toxine entkommt Erreger aus dem Phagolysosom und bewegt sich frei in Zelle oder von Zelle zu Zelle
    bspw: Listeria monocytogenes
  129. 129Verhinderung der Phagosom-Lysosom-Fusionverhindern Fusion und somit die Reifung / Entstehung
    bspw: Mykobakterien, Chlamydien, Rhodococcus equi
  130. 130Überleben in den reifen Phagolysosomendurch extrem gute Angepasstheit
  131. 131Bakterielle Toxine allgemeinsind Proteine die aktiv abgegeben werden, sehr spezifisch wirken und neutralisierende Antikörper im Wirt induzieren
    = Exotoxine
    CAVE: Endotoxine durch LPS nicht direkt bakteriell
  132. 132Arten von bakteriellen Toxinen1. membranschädigende Toxine
    2. intrazelluläre Toxine
    3. Neurotoxine
  133. 133Enterotoxinesind eine Untergruppe der bakteriellen Toxine, die im Darmtrakt freigesetzt werden
    ähnlich aufgebaut wie die intrazellulären Toxine
  134. 134EndotoxineEndotoxische Aktivität durch das Lipid A der LPS in der Zellhülle
    (werden v. A. nach der Lyse von Bakterien frei)
    bewirken Freisetzung Zytokine und weitere Mediatoren -> septischer Schock
  135. 135membranschädigende Toxinephysikalische o. chemische Schädigung
    -> Zusammenbruch des Membranpotenzials -> Blockade Stoffwechsel und Zelllyse
    cholesterolabhängige Zytolysine (grampos)
    RTX-Toxine (gramneg)
  136. 136intrazelluläre Toxineentfalten biologische Aktivität erst nach Endozytose in die Wirtszelle
    AB-Aufbau (A-Untereinheit katalytisch; B-Untereinheit bindet Rezeptor)
    Proteinsynthesehemmung
    Glykolisierung der Zielproteine
  137. 137Neurotoxineintrazelluläre Toxine
    Metalloendopeptidasen, spalten Proteine, die an der Fusion transmittierender Vesikel beteiligt sind
    bspw: Clostridium tetani; Clostridium botulinum
  138. 138cholesterolabhängige Zytolysinegrampositive Bakterien
    lysieren andere Zelltypen
    bspw: Clostridium perfringens; Streptococcus suis
  139. 139RTX-Toxinegramnegative Bakterien
    Repeat in ToXin - repetitive Bereiche
    kalziumabhängige Porenbildung
    bspw: Actinobacillus pleuropneumoniae; Escherichia coli
  140. 140TetanusWundinfektion mit lokaler Bakterienvermehrung
    hemmt Freisetzung der inhibitorischen Transmitter
    dauerhafte Reizung und spastische Lähmung
  141. 141Botulismusorale Intoxikation mit Bakterienvermehrung außerhalb des Wirtes
    hemmt Freisetzung aktivierender Transmitter (ACh)
    schlaffe Lähmung
  142. 142Typ-III-SekretionssystemEffektorproteine wirken als Enzyme, die Zielmoleküle o. Singalwege modifizieren
    -> Invasion der Erreger in Zelle oder Apoptose
    bspw: Salmonellen, Pseudomonas aeruginosa
  143. 143induzierte Schädigung durch andere Substanzen von BakterienSubstanzen, die durch Induktion einer Entzündungsreaktion zur Wirtsschädigung führen
    (Aktivierung Komplementsystem, Toll-like-Rezeptor, Superantigene)
  144. 144Induktion proinflammatorischer Zytokine über TLRfreies LPS nach Bakterienlyse (Endotoxin) bindet primär an Makrophagen (CD14/TLR4) -> Aktivierung Zytokine (TNFalpha und IL1)
    -> bis zum septischen Schock
  145. 145septischer Schock durch grampositive Bakterienseptischer Schock ausgelöst durch Zellwandbestandteile, die als SUPERANTIGENE wirken
  146. 146SuperantigeneZellwandbestandteile grampositver Bakterien
    stark überschießende und pathologische Bildung von Zytokinen durch polyklonale Aktivierung der T-Zell-Rezeptoren und CD4+-T-Zellen
  147. 147aktive ImmunisierungVerabreichung von Antigenpräparaten zur Induktion einer gericheteten Abwehrreaktion gegen einen spezifischen Erreger
    -> Vakzine/Impfstoffe
  148. 148passive ImmunisierungVerabreichung fertiger Träger von Abwehrreaktionen (Antikörper)
    -> Serum
  149. 149aktive ImpfstoffeLebendimpfstoffe
    -> Abschwächung Virulenz (Attenuierung) bei erhaltener Vermehrungsfähigkeit (infektiös)
  150. 150inaktiverte Impfstoffe"Totimpfstoff" !
    benötigen Adjuvanzien
    nicht mehr vermehrungsfähige Erreger
    meist chemisch inaktiviert
  151. 151Lebendimpfstoffeheterologe Lebendvakzine
    Vektorvakzine
    chimäre Vakzine
  152. 152"Tot"impfstoffToxoidimpfstoff
    Spaltvakzinen
    Subunitvakzine
  153. 153Heterogene Lebendvakzinenutzen kreuzreagierende Impfstämme
  154. 154Vektorvakzinedem "Vektor"(Virus oder Bakterienstamm) werden Gene für immunisierende Antigene anderer MO eingepflanzt
    -> Immunitätsausbildung möglich bei Wiederholungsimpfung
  155. 155Chimäre VakzineSonderform Vektorvakzine
    Vektor und Donor eng verwandt sodass Austausch stattfinden kann
  156. 156Toxoidimpfstoffchemisch inaktivierte Proteintoxine als Immunisierende Antigene
  157. 157Spaltvakzineaus Erregerkulturen werden bestimmte Antigene herausgelöst und angereichert
  158. 158SubunitvakzineProduktion immunisierender Antigene auf dem Gentechnischen weg
  159. 159DNA-VakzineGene, die für immunisierende Antigene kodieren, werden in Plasmide eingebaut und verimpft
    auch auf RNA-Basis als Nukleinsäurevakzine
  160. 160Anti-Idiotyp-Antikörper-VakzinAntikörper selbst fungieren als Impfantigene
  161. 161Bakterien-Ghostsleere Bakterienhülle mit noch vorhandenen Oberflächenstrukturen als Impfstoff
  162. 162Antibiotikanatürlich vorkommende Wirkstoffe
    -> z.B. penicillin
  163. 163ChemotherapeutikaSynthetisch hergestellte Wirkstoffe
  164. 164Semisynthetische WirkstoffeAntibiotika welche chemisch modifiziert wurden um bessere Pharmakologische Eigenschaften zu erreichen
  165. 165Bakteriostatische AntibiotikaHemmung des bakteriellen Wachstums ohne Abtöten
    -> Wirkung reversibel
  166. 166Bakterizide AntibiotikaAbtötung der Bakterien ohne Lyse der Bakterienzelle
  167. 167Bakteriolytische AntibiotikaAbtötung der Bakterien mit Lyse der Bakterienzelle
  168. 168Wirkungsspektren der AntibiotikaEnges WS: bestimmte Bakteriengruppen (gezielte Therapie)
    Breites WS: Vielzahl verschiedener Erreger
    (kein Antibiotikum was alle Erreger abdeckt)
    -> bei Multiresistenzen eingesetzt
  169. 169primär resistente Bakterienvon Natur aus resistent gegen Antibiotika durch z.B fehlende Mureinschicht bei Mykoplasmen
    (Intrinsische Resistenz)
  170. 170sekundär resistente Bakterienerworbene Resistenz gegenüber Antibiotika beruhend auf der Vielfalt der Resistenzmechanismen wie z.B Mutation, Inaktivierung etc.
  171. 171Hauptmechanismen der Resistenzentwicklung1. enzymatische Inaktivierung des Wirkstoffes
    2. Verringerung der intrazellulären Wirkstoffkonzentration
    3. Veränderung der Zielstrukturen (Mutation, chem. Modifikation)
  172. 172SensivitätstestsAgardiffusionstest
    Reihenverdünnungstest (Dilutionsverfahren)
    E-Test

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Beschreibung
Vetie- Mikrobiologie Karteikarten 2022
Erstellt von
Isabel Wenzel
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