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Flashcards

Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie

Miriam Brunner Psychologie German 50 cards

Cards in this deck (50)

  1. 1Was ist klinische Psychologie?= Anwendungsfach der Psychologie
    - Beschreib, Erklär, Vorher, Behandl von gestörten/ abweichenden Erleben & VH
    - Erforsch, Diagnost, Behandl psy. Störun & psy. Aspekte körperl. Erkrankungen
    - Folgen von schwerwieg Lebensereign
    - Interventionen zur Vorbeugung bzw. Behandlung
  2. 2Was sind Interventionen zur Vorbeugung bzw. Behandlung?- Prävention
    - Beratung
    - Behandlung
    - Psychotherapie
  3. 3Was ist Verhaltensmedizin?= interdisziplinäres Forschungsfeld (Psychologie & Medizin)
    - Zsmspiel von psy./körperl. Prozessen bei körperl. Beschwerden & Erkrankungen
    - Fokus: VHW zur Vorbeugung, Erwerb, Erhaltung von Krankheiten => Linderung?
    - Reahbilitation: VHW => + Veränderung Bsp. Psychoeneuroimmunologie
  4. 4Was sind Beschäftigungsfelder & Arbeitsplätze klinischer Psychologen?- psych. Störungen (Angst, Depression, Schizophrenie)
    - körperl. Störungen mit psy. Faktoren
    - psy. Extremsituationen (Kriegseinsatz)
    - psy. Folgen akuter Belastung (PPSD)
    - Entwicklungskrisen & psychische Krisen (Studienabschluss, Suizidversuch)
  5. 5Wie unterteilen sich die körperlichen Störungen mit psychischen Faktoren?- psychophysiolog. Störungen
    (Asthma, Schlaf)
    - somat. Erkrankungen & psy. Belastung (Krebs)
    - somatoforme Störung
    (psy. bedingte Lähmungserscheinungen)
    - körperl. Erkrankung mit psy. Faktoren (Essstörungen)
  6. 6Wo arbeiten klinische Psychologen?- allgem. & psychiatr. KH => Psychiatrie, Neurologie
    - Kinderkliniken, Ambulatorien, Rehabilitationszentren, Einrichtungen für ältere Menschen
    - Beratungsstellen
    - Kindergärten, Schulbehörden
    - Soderpädagogischer Bereich
    - freie Praxis
  7. 7Definition Gesundheitspsychologie= Wissenschaft vom Erleben und VH im ZSH mit Gesundheit und Krankheit
    - riskante/ präventive VHW
    - psychische/ soziale Einflüsse
    - Wechselwirkung auf körperl.
    Erkrankung & Behinderung
  8. 8Was sind Merkmale von Gesundheit?- Abwesenheit von Krankheit
    - subjektives Wohlbefinden
    - funktionale & statistische Norm
    - gesellschaftlich bestimmte Leistungsfähigkeit
    - Selbstverwirklichung und Sinnfindung
  9. 9Wie wird Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit gesehen?- Gesundheit als Gegenbegriff zu Krankheit (ursprüngl. Medizin)
    - Aber: WORAN misst man?
  10. 10Was versteht man unter subjektivem Wohlbefinden?- "Zustand des vollständ. körperl., geist., soz. Wohlebefinden & n. nur das Freisein von Krankheit" (WHO)
    - Multidimensionales Konstrukt
    - GSH als Zustand vs als Prozess => Wechselwirkung zw. Individuum & Umwelt; muss aufrechterhalten bzw. wieder hergestellt werden
  11. 11Was versteht man unter der funktionalen & der statistischen Norm?- GSH = Norm => Abweichung = KH
    - Stat. Norm: Abweichung von Wert (Mehrheit der Bevölkerung); Alkoholkonsum = gesund?
    - Funkt. Norm: soz. Aufgaben & Rollen kann adäquat nachgegangen werden
  12. 12Was ist die gesellschaftlich bestimmte Leistungsfähigkeit?- soziolog. Ansatz (Überschneidung mit funkt. Norm)
    - Leistungsfähigkeit des Individuums => Aufgaben- und Rollenerfüllung?
  13. 13Was ist Selbstverwirklichung und Sinnfindung?- umfassendes GSH-Bild
    - GSH = erstrebenswert => spiegelt sich in Lebensbereichen wieder (Ernährung, Aktivität, Ausgeglichenheit, ...)
  14. 14Was war in der Antike?- 1. Annahme über Erkrankung des Geistes => Demenz, Melancholie, Manie, Hysterie, Wahn
    - Hippokrates (460-377 v. Chr.) => Krankheiten haben natürl. Ursachen; Humorpathologie; Ungleichgewicht der Körpersäfte
  15. 15Was war im Mittelalter?- Rückkehr der Dämonen und Gottesstrafen
    - Glaube an Teufel und Besessenheit => Mischung aus altem Aberglaube & christl. Mythologie
    - Exorzismus => Gebete, Beschwörungen, Magie, Lärm, Schläge, üble Gebräue
  16. 16Was war in der Renaissance?- Aufkommen Irrenhäuser & Asyle => Verwahrung & Schaustellung psy. Gestörter; 1. Irrenhäuser = Abwandlungen von Strafanstalten
    - Behandlphilo: Behandl muss aggressiv, dass Vernunft Irrsinn vorgezogen
    - Johann Weyer - Begründer modernen Psychopathologie => Geist & Körper können erkranken; 1. Arzt mit Spezialisierung auf psy Störungen
  17. 17Was war die moralische Behandlung im 19. Jhdt.?- Philip Phinel: Chefarzt der Bicetre => 1793: Irrenhausreform = Behandlung durch Unterstützung, Freundlichkeit & Zuspruch
    - moral. Behandlung: Ruhe, Gespräche, Gebete, leichte körperl. Arbeit
    - beachtl. Initialerfolge => rasche Verbreitung & vermehrt Entlassungen
  18. 18Was ist die somatogene Sichtweise?- phys. Ursachen => psy. Störungen (progressive Paralyse, Syphillis)
    - Kraeplin: Syphilis-Erreger: Zerstörung Gehirnareal => psy Störung => 1. Klassifizierungssystem
    Behandlung: Zahnextraktion, Tonsillektomie, Insulinschok, Lobotomie, ... => wirksam: Psychopharmaka
  19. 19Was war dagegen die psychogene Sichtweise?- psycholog. Ursachen => psy. Störungen; Freuds Psychoanalyse, Hypnose, Suggestion
    - Behandlung von Hysterie durch Hypnose => Hypnose induziert Hysterie
  20. 20Was passierte in der Ersten Hälfte des 20. Jhdt.?- Verwahrung psychisch gestörter Menschen
    - Euthanasie im 3. Reich (Tötung, Zwangssterilsierung - IB/PS)
    - Kriegszitterer
    - 1950er: 1. wirksame Psychopharmaka
    - verhaltenstherapeut. Ansätze für KP (1. wirksame Behandlung, nicht nur Diagnostik)
  21. 21Wie ist die klinische Psychologie und Psychiatrie heute (EU)?- biopsychosoziales Krankheitsmodell für Entstehung & Aufrechterhaltung
    - Deinstitutionalisierung
    - Teilstationäre und ambulante Betreuung => Integration in Gemeinschaft
    - neue Medikamente & psychologische Behandlungsmethoden
  22. 22Durch was ist die heutige KP und Psychiatrie geprägt?- Konsolidierung (empirisch Bewährtes & praktisch Hilfreiches)
    - Standardisierung (intern. Klassifikationssysteme & Therapieformen)
    - Ausdifferenzierung (Passung von Klienten, Therapeuten, Setting)
    - Methodenpluralismus
  23. 23Was ist das tiefenpsychologisch-psychodynamische Paradigma?- Sigmund Freud
    - Folge unbewusster, innerpsychischer Konflikte
    - dynamische Kräfte formen Interaktion, VH, Denken, Fühlen
    - frühe Beziehungsmuster = Determinanten
  24. 24Was ist das humanistisch-existenzielle Paradigma?- Selbstverwirklichung => bedingungslose Wertschätzung in Kdh. (spätere Selbstakzeptanz)
    - Oberstes Ziel: authentisches Leben zur guten psychischen Anpassung
  25. 25Was ist das soziokulturelle Paradigma?- VH-Beeinflussung durch soziales, kulturelles Umfeld
    - VH-Erklärung: gesell. Rollen, soziale Netzwerke, Familienstruktur/ Kommunikation, Kultur
  26. 26Was ist das behaviorale Paradigma?- VHW und deren Erlenung => Modelllernen (Beobachtung anderer)
    - Klass. Konditionierung =>
    Verknüpfung von zeitl. dicht beieinander liegenden Ereignissen; gleiche Reaktion auf beide Ereignisse
  27. 27Was ist das biologische Paradigma?- Gedanken & Gefühle = Produkte biochemischer & bioelektrischer Prozesse im Gehirn (Berücksichtigung dieser bei Erklärung)
  28. 28Was ist die klinisch-psychologische Intervention?- Ermittlung von Problemen & zur Verfügung stehenden Ressourcen
    - Angebot von HIlfsmaßnahmen: Entspannungsverfahren, Medikamente-Training, neurokognitives Training
  29. 29Was macht die Diagnostik?- Erfass von Fähigk., VHW & Persönlichkeitseigenschaften
    - Infos zu psy., soz. & bio. Faktoren
    - qualiat. & quantit. Beschreib von Problemen, Symptomen & psy. Störungen => Klassifikation
    - Anamnese = Befragung zur Entstehung der Störung über Lebensspanne
    - Verlaufsdiagnostik = Klientenveränderung während Behandlung
    - Evaluation = Erfolg nach Therapie
  30. 30Was sind Erhebungsmethoden gibt es in der Diagnostik?- Interview Befragung => Lebenssituation, VH, Persönlichkeit; strukturiert, teil-strukturiert, unstrukturiert
    - Beobachtung => Selbst vs. Fremdbeobachtung
    - Testen/ Erfragen => Selbstbeurteilungsfragebögen, Intelligenztestbatterien, Tests, Fragebögen
  31. 31Wodurch gewinnt die Klinische Psychologie ihre Erkenntnisse und wozu dient diese?- empirische Forschung
    - zur Erfassung von Ursachen, Diagnose, Verlaufe und Behandlung => Versorgung von Patienten, Qualitätssicherung, Wirksamkeitsforschung (Verbesserung?)
    - Methoden aus Statistik & Nawi => Versuch der Absicherung gegen falsche Schlussfolgerungen
  32. 32Was ist Nosologie?= Lehre vom Erscheinungsbild (Beschreibung der Störung)
  33. 33Was ist Ätiologie?= Lehre von den Ursachen der Krankheiten
  34. 34Was ist Empidemiologie?= Lehre von Verbreitung der Krankheiten
  35. 35Was ist Prävelenz?= Auftretenshäufigkeit/ Anzahl der Erkrankungen in gegebenem Zeitraum
    - Inzidenz = Anzahl der Neuerkrankungen in best. Zeitraum
    - Sensitivität = Anzahl der richtig erkrankten, mit richtiger Diagnose
    - Spezifizität = Anzahl der Gesunden, die korrekt gesund diagnostiziert wurden
  36. 36Welche Methoden verwendet die klinische Psychologie?- Fallstudien
    - Korrelationsstudien
    - Experimente
    - Metaanalysen
  37. 37Was ist eine Fallstudie?= Einzelfallbeschreibung => kein Vgl. mit anderen
  38. 38Was ist eine Korrelationsstudie?= Studien über Merkmalszusammenhang
    - keine Kausalanahme möglich (nur bei Kontrolle der Störvariablen)
  39. 39Was ist ein Experiment?= klar definierter Aufbau => Kontrolle der Störvariablen
    - Kausalaussagen
  40. 40Was ist eine Metaanalyse?= Untersuchung über bestehende Studien: Gibt es einen Effekt?
    - hohe Anforderungen an verwendete Daten
  41. 41Was ist ein Symptom?= Grundlage der Diagnose, Selbsterkennung oder Psychologie
  42. 42Was ist ein Syndrom?= Summer aller Symptome
  43. 43Was ist die Psychopathologie?= Lehre von psychischen Störungen und ihrer Symptomatik
  44. 44Welche Störungsbilder können auftreten?- organ. psy. Störung (Demenz)
    - psy. & VH Störungen durch psychotrope Substanzen
    - Schizophrenie, psychotische & wahnhafte Störungen
    - affekt Störungen - Störungen des emot. Gleichgewichts (Depression, Manie)
    - Angststörungen
    - neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (Phobien, PTSD)
    - Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (Anorexie)
    - Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (Borderline-PS)
    - Intelligenz- und Entwicklungsstörungen (intellektuelle Behinderung)
  45. 45Was ist eine Intellektuelle Behinderung?= Unterdurchschnitt. intellektuelle Fähigkeiten & Anpassungsfähigkeit
    - Diagnose vor 18. LJ
  46. 46Wie diagnostiziert man IB?- globaler IQ
  47. 47Wie ist die Prävelenz bei IB?- theoretische Überlegungen: 2-5% (Normalverteilung)
    - empirische Befunde: 1,037%
    - kulturelle und länderspezifische Unterschiede (höheres BIP, niedrigere Prävelenz)
  48. 48Was ist die Genese/ Entstehung der IB?- mehrere Faktoren
    - biolog. Ursachen => Chromosomenaberrationen, Stoffwechselstörungen, prä-, peri und postnatale Erkrankungen, Verletzungen
    - Umwelt => mangelnde Anregung, inadäquate Eltern-Kind-Beziehung, ungenügende Lernerfahrungen
    - rückblickend keine Feststellung bei 50%
  49. 49Wie ist die Heterogenität bei IB?- 85% leichte IB => Schulkenntnisse bis zur 6. Schulstufe (mit Training); Erfüllung der Grundbedürfnisse als Erwachsene oder unbehindertes Leben
    - schwerste IB => Laufen, etwas sprechen, selbstständig essen (mit Training); strukturierte Umgebung & individualistische Beziehung zu Pflegeperson => bestmögliche Entwicklung
  50. 50Wie werden Menschen mit einer IB unterstützt?- Wohnumgebung, Therapie und Schulprogramm, Entwicklungsmöglichkeiten von Familie & Gemeinde
    - Deinstitutionalisierung => VB durch Integration in normalen Alltag

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VO zu Klinischer und Gesundheitspsychologie von Lueger-Schuster
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Miriam Brunner
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