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Flashcards

Lernkarten Erstsemester Bsc. Psychologie komplett Teil2

Sonja Wort Wolke Psychologie German 198 cards

Cards in this deck (198)

  1. 1Edward L. Thorndike (1847-1949)Lernen durch Konsequenzen (operantes Konditionieren) - beobachtete Katzen beim Ausbruch aus einer Puzzlebox
  2. 2operantes Konditionierenlernen durch Konsequenzen; ["operant"=Beeinflussung der Umwelt]
  3. 3Kontingenzen bei der VerstärkungZuverlässige Beziehung zwischen einer Reaktion und den dadurch hervorgerufenen Änderungen in der Umwelt
  4. 4Verstärkerein Verstärker ist jeder Stimulus, der - kontingent zum Verhalten dargeboten - die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens erhöht
  5. 5Fluchtkonditionierungein aversiver Stimulus wird durch Flucht ausgeschaltet, dem Stimulus wird also ausgewichen, nachdem man ihm bereits ausgesetzt war (Regenschirm aufspannen bei Platzregen)
  6. 6Vermeidungskonditionierungeinem aversiven Stimulus wird ausgewichen, bevor es zur Konfrontation kommt (bei Regen gar nicht erst aus dem Haus gehen)
  7. 7operante Löschungwenn Verstärkung ausbleibt oder eine Reaktion keine vorhersagbaren Konsequenzen mehr zeigt
  8. 8Bestrafungsreizein Bestrafungsreiz ist jeder Stimulus, der - kontingent zum Verhalten dargeboten - die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens vermindert
  9. 9diskriminative Hinweisreizelegen den Kontext einer Reaktion auf eine Verstärkung oder Bestrafung fest, so dass das Verhalten nur in der spezifischen Situation häufiger oder seltener auftritt
  10. 10primäre VerstärkerNahrung, Wasser etc.
  11. 11konditionierte/sekundäre VerstärkerGeld, zustimmendes Lächeln, Noten, diverse Statussymbole etc.
  12. 12Verstärkerplänefixierter Quotenplan
    variabler Quotenplan
    fixierter Intervallplan
    variabler Intervallplan
  13. 13partielle Verstärkung[Quoten- & Intervallpläne]
    Reaktionen, die unter partieller Verstärkung erworben werden sind löschungsresistenter als Reaktionen unter kontinuierlichen Verstärkerplänen
  14. 14fixierter QuotenplanVerstärkung nach einer festgelegten Anzahl von Reaktionen, z.B. nach 10 (FR-10-Plan) oder 25 (FR-25-Plan)
  15. 15variabler QuotenplanVerstärkung erfolgt z.B. im Mittel nach 10 Reaktionen, also mal nach der 1. ein andres Mal nach der 17ten [höchste Reaktionsrate und Löschungswiderstand]
  16. 16fixierter IntervallplanVerstärkung erfolgt jeweils nach einem festgelegten Zeitintervall nach der Reaktion, z.B. bei FI-10 nach 10 Sekunden
  17. 17variabler IntervallplanVerstärkung erfolgt im Mittel nach einem festgelegten Zeitintervall, bei einem VI-20-Plan z.B. im Mittel pro 20 Sekunden
  18. 18Shapingkomplexeres Verhalten wird durch schrittweise Annäherung konditioniert bis schließlich das komplexe Verhalten erreicht ist
  19. 19Kognitionjede mentale Aktivität, die zur Repräsentation und Verarbeitung von Wissen eingesetzt wird [Denken, Erinnern, Wahrnehmen & Verwendung von Sprache]
  20. 20komparative Kognitiongeht von speziesübergreifenden, breiten Verhaltensmustern aus, die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten über Spezies hinweg und die Kontinuität von Fähigkeiten von Tieren hin zu Menschen
  21. 21Edward C. Tolman (1886-1959)untersuchte erstmalig kognitive Prozesse beim Lernen
  22. 22kognitive Landkarte(lt. Tolman)
    Ratten fanden bei Blockierung des direkten Wegs in einem Labyrinth den kürzesten Umweg mittels innerer Repräsentation des Labyrinths [räumliches Gedächtnis]
  23. 23Konzeptuelles VerhaltenUnterscheiden in "identisch" und "unterschiedlich"
  24. 24mittelbare VerstärkungBeobachtung wie ein anderes Individuum Vorteile durch das gezeigte Verhalten erlebt
  25. 25mittelbare BestrafungBeobachtung wie ein anderes Individuum Nachteile durch ein gezeigtes Verhalten erlebt
  26. 26BeobachtungslernenFähigkeit durch Beobachtung von Lernprozessen bei anderen Individuen selbst zu lernen [Erwartung, dass dieselbe Verstärkung oder Bestrafung eintritt]
  27. 27Albert BanduraFührte das Bobo-Doll-Experiment durch
  28. 28Implizites/Explizites Gedächtnisimplizites Gedächtnis [Abruf von Gedächtnisinhalten ohne bewusste, aktive Anstrengung]
    explizites Gedächtnis [aktive Anstrengung um auf Gedächtnisinhalte zuzugreifen]
  29. 29Deklaratives GedächtnisLangzeitgedächtnis
    Erinnern von Fakten und Ereignissen
    Unterteilt in Episodisches (pers. Erfahrungen) und Semantisches ((Allgemein-)Wissen) Gedächtnis
    [Hippocampus]
  30. 30Prozedurales GedächtnisLangzeitgedächtnis
    Erinnern "wie Dinge getan werden"
    [Cerebellum]
  31. 31production compilationdie mentalen Anweisungen, aus denen eigene Handlungen hervorgehen, werden zusammengefügt (Übergang vom deklarativen ins prozedurale Erinnern)
  32. 32Enkodierung [Gedächtnis]erster Informationsverarbeitungsprozess, führt zu einer mentalen Repräsentation im Gedächtnis
  33. 33Speicherung [Gedächtnis]Aufrechterhalten von enkodierten Informationen über eine gewisse Zeitspanne hinweg
  34. 34Abruf [Gedächtnis]Wiedergewinnung gespeicherter Informationen zu einem späteren Zeitpunkt
  35. 35Ikonisches GedächtnisGedächtnissystem im visuellen Bereich, das große Informationsmengen für sehr kurze Zeiträume speichern kann
    (Überschneid. Kurzzeitgedächtnis)
  36. 36KurzzeitgedächtnisTeil des Arbeitsgedächtnisses, kann nur 7 +/-2 Items für einen kurzen Zeitraum abspeichern; kann durch Chunking oder Rehearsel verbessert werden
  37. 37Georg Miller (1956)schlug die Zahl "sieben" als "magische Zahl" für die Gedächtnisleistung von Menschen vor
  38. 38RehearsalMnemotechnik des "erhaltenden Wiederholens" über phonologische Schleife
  39. 39ChunkingChunking ist ein Prozess der Rekonfiguration von Items, indem sie auf der Basis von Ähnlichkeit oder anderen Organisationsprinzipien gruppiert werden
  40. 40ArbeitsgedächtnisGedächtnisressource; Schlussfolgern, Sprachverstehen etc.; stellt eine wichtige Grundlage für den Fluss der Gedanken und Handlungen von Moment zu Moment bereit
  41. 41Alan Baddeley (2002, 2003)schlug vier Komponenten des Arbeitsgedächtnisses vor
    [Zentrale Exekutive, phonologische Schleife, visuell-räumlicher Notizblock, episodischer Puffer]
  42. 42phonologische Schleifespeichert und manipuliert sprachbasierte Informationen (Rehearsel im Kopf "hören"); weißt große Überschneidungen mit dem Kurzzeitgedächtnis auf
  43. 43visuell-räumlicher Notizblockspeichert und manipuliert visuell-räumliche Informationen (sich vorstellen, wieviele Tische im Lieblingsrestaurant stehen)
  44. 44zentrale ExekutiveKontrolle von Aufmerksamkeit und Koordination von Informationen aus phonologischer Schleife und visuell-räumlichem Notizblock; kontrolliert das Subsystem des episodischen Puffers
  45. 45episodischer Pufferkontrolliert von zentraler Exekutive; Abruf von Informationen aus dem Langzeitgedächtnis und Kombination mit Informationen aus der aktuellen Situation
  46. 46working memory capacity (WMC)Maß der Arbeitsgedächtniskapazität: Menschen mit höherer WMC können besser mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen; sie haben höhere Ressourcen für komplexe kognitive Vorgänge
  47. 47OperationsspanneVerfahren um Unterschiede in der Kapazität des Arbeitsgedächtnisses zu messen (Turner&Engle); Probanden führen eine Aufgabe aus, während sie einer zweiten nachgehen (Effizienz der zentralen Exekutive)
  48. 48HinweisreizeStimuli, die das Auffinden spezifischer Gedächtnisinhalte erleichtern (äußerlich oder innerlich möglich)
  49. 49Abruf (Erinnerung)Reproduktion von Informationen, die man bereits kennt.
  50. 50LangzeitgedächtnisProzedurales&Deklaratives Gedächtnis - Deklaratives unterteilt in:
    Episodisches Gedächtnis und Semantisches Gedächtnis
  51. 51Endel Tulvig (1972)führte als Erster die Unterscheidung in semantische und episodische Formen deklarativer Gedächtnisinhalte ein
  52. 52Episodische GedächtnisinhalteDeklaratives Gedächtnis;
    individuelle und spezifische Ereignisse, (Geburtstagsfeier, erster Kuss etc.)
  53. 53Semantische GedächtnisinhalteDeklaratives Gedächtnis;
    generisch kategoriale Gedächtnisinhalte wie Bedeutung von Wörtern und Konzepten/(Allgemein-)wissen
  54. 54Enkodierspezifität (Gedächtnis)Gedächtnisinhalte sind am leichtesten aufzufinden, wenn der Kontext des Abrufs mit dem der Enkodierung übereinstimmt (Deshalb erkennt man den Postboten auf einer Party nicht, weiß aber, dass man ihn kennt)
  55. 55zustandsabhängiges GedächtnisDie Enkodierspezifität greift auch bei internalen Zuständen (alkoholiert, Drogen konsumiert, etc.), der Abruf von alkoholisiert enkodierten Erinnerungen ist alkoholisiert effizienter
  56. 56serieller Positionseffekt (Gedächtnis)Items einer Liste, die ganz zu Beginn (Primacy-Effekt) oder ganz am Ende stehen (Recency-Effekt) werden deutlich besser erinnert als Items in der Mitte
  57. 57Nominalskalagleich/ungleich
    ein-eindeutige Transformation
    nur Häufigkeiten auszählbar
    Lagemaß: Modus
  58. 58Ordinalskalagrößer-kleiner-Unterschied (aber nicht quantifizierbar)
    monoton steigende Transformation
    Lagemaße: Modus + Median
  59. 59IntervallskalaGleichheit von Differenzen (3-2 = 2-1)
    lineare Transformation: y=a*x+b
    Lagemaße: Modus, Median, arithmetisches Mittel
  60. 60VerhältnisskalaGleichheit von Verhältnissen
    proportionale Transformation: y=a*x
    Lagemaße: Modus, Median, arithm. Mittel, geometrisches Mittel
  61. 61AbsolutskalaGleichheit von Differenzen + natürliche Maßeinheit
    keine Transformation
    Häufigkeiten bewegen sich auf der Absolutskala
  62. 62psychometrische TestsStandardisierte Verfahren zur Erfassung latenter Variablen;
    Leistungstests (es gibt richtige und falsche Antworten) und Persönlichkeitstests
  63. 63Restest-Methodeauch Stabilität genannt
    Messungen werden wiederholt um die Reliabilität der Messung durch Korrelation der Ergebnisse zu prüfen [Problem: Wiederholung mit derselben Stichprobe führt zu Übung]
  64. 64Paralleltest-MethodeWie Retest-Methode, Items variieren jedoch, sind nicht identisch sondern "nur" äquivalent zur Erstmessung
  65. 65Testhalbierungsmethode[auch "Interne Konsistenz"]
    Test wird halbiert und die Korrelation für einzelne VP aus erster und zweiter Hälfte errechnet;
    bei hoher Korrelation - geringer Messfehler
  66. 66ReaktivitätVeränderung bzw. Verzerrung erhobener Daten durch das Wissen der VPn Gegenstand einer Untersuchung zu sein
    [Hawthorne-Effekt begründet auf Reaktivität]
  67. 67Maßnahmen gegen Reaktivität1. Unkenntnis der Untersuchten (ethisch problematisch)
    2. Anonymität zusichern
    3. Coverstory für Untersuchung
    4. durch VPn nicht kontrollierbare Maße
    5. Indirekte/implizite Messverfahren (Reaktionszeit)
  68. 68CoverstoryInduzieren bestimmter Erwartungen an den Untersuchungsgegenstand bei den VPn, die nicht mit der tatsächlichen Hypothese übereinstimmen (Täuschung)
  69. 69Arte von Stichprobenziehungen[Test]Zeitstichprobe [Beobachtungen werden in festgelegten Zeitabständen protokolliert] Ereignisstichprobe [ob, wie lange und wie oft treten zuvor definierte Ereignisse auf?]
  70. 70stetige & diskrete Merkmalediskrete Merkmale - können gezählt werden [z.B. Anzahl von Geschwistern]
    stetige Merkmale können nicht gezählt aber gemessen werden [z.B. Körpergröße]
  71. 71unipolare/bipolare Ratingskalaunipolar: ruhig - unruhig (Pol)
    bipolar: ruhig - angespannt (Bereich zwischen Pol und Gegenpol)
  72. 72Urteilstendenzen (Befragung)Tendenz zur Mitte
    Gedankenlose Reproduktion (ähnliche Fragen werden gleich beantwortet)
    Primacy-Effekt (vorherige Antworten beeinflussen folgende)
    Halo-Effekt (ein Merkmal strahlt auf andere)
  73. 73Klassische TesttheorieIn einen gemessenen Testwert gehen der Wahre Wert der Person [theoretische Größe] und ein Fehleranteil (Messfehler) ein; der mittlere Testfehler ist Null
  74. 74probabilistische TesttheorieIm Fokus seht die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person mit bestimmter Merkmalsausprägung ein Item positiv beantwortet.
  75. 75Güte von TestsHomogenität
    Differenzierung
    Distinktionsfähigkeit
  76. 76Homogenität (Test)Es wird nur eine Merkmalsausprägung innerhalb des Tests gemessen, nicht mehrere
  77. 77Differenzierung (Test)Es werden möglichst viele Ausprägungsgrade des interessierenden Merkmals erfasst [auch Inhaltsvalidität]
  78. 78Distinktionsfähigkeit (Test)Testskala erlaubt eindeutige Unterscheidung zwischen VPn mit hoher und niedriger Merkmalsausprägung
  79. 79Schwierigkeit (Testitem)Prozentsatz aller untersuchter Personen, die das Item positiv beantwortet haben
    [je größer die Schwierigkeit, desto kleiner die Trennschärfe]
  80. 80Trennschärfe (Testitem)wie gut ist gesamtes Testergebnis anhand eines einzelnen Items vorhersagbar
    [je größer die Schwierigkeit, desto kleiner die Trennschärfe]
  81. 81divergentes DenkenFähigkeit eine Reihe ungewöhnlicher Lösungen für ein Problem hervorzubringen
  82. 82konvergentes DenkenFähigkeit, verschiedene Informationsquellen zu bündeln, um ein Problem zu lösen
  83. 83deduktives SchließenSchlussfolgerung aus logischer Gewissheit [alle Pflanzen brauchen Wasser, Blumen sind Pflanzen, also brauchen Blumen Wasser]
  84. 84induktives SchließenSchlussfolgerung aufgrund von Wahrscheinlichkeiten
    [ein teures Restaurant in einer noblen Gegend, in dem gut gekleidete Gäste speisen akzeptiert mit großer Wahrscheinlichkeit Kreditkarten]
  85. 85Soziale GruppeEine Menge von Individuen, die sich selbst als Mitglieder derselben sozialen Kategorie wahrnehmen und ein gewisses Maß emotionaler Bindung bezüglich dieser gemeinsamen Selbstdefinition teilen. [Subjektiv, keine Interaktion nötig]
  86. 86StereotypeDie sozial geteilten Überzeugungen bezüglich der Attribute, Eigenschaften, Verhaltensweisen etc., hinsichtlich derer die Mitglieder einer Gruppe einander ähneln.
  87. 87VorurteileDie positive oder negative Bewertung einer sozialen Gruppe und ihrer Mitglieder aufgrund der ihr zugeschriebenen Merkmale, der mit der Gruppe assoziierten Affekte und verhaltensbezogener Informationen.
  88. 88Paternalistische StereotypeStatus niedrig (Kompetenz niedrig)
    / Wettbewerb niedrig (Wärme hoch)
    [z.B. alte Menschen, Behinderte, Hausfrauen]
  89. 89Bewundernde StereotypeWettbewerb niederig (Wärme hoch)
    / Status hoch (Kompetenz hoch)
    [z.B. Alliierte, Prominente]
  90. 90Verächtliche StereotypeWettbewerb hoch (Wärme niedrig)
    / Status niedrig (Kompetenz niedrig)
    [z.B. Sozialhilfeempfänger, Erwerbslose]
  91. 91Neidvolle StereorypeWettbewerb hoch (Wärme niedrig)
    / Status hoch (Kompetenz hoch)
    [z.B. Juden, asiatische Einwanderer]
  92. 92Intergruppaler WettbewerbSind "die anderen" Freund oder Feind? Wird um dieselben Ressourcen konkurriert (Wettbewerb hoch/Wärme niedrig) oder nicht (Wettbewerb niedrig/Wärme hoch)
  93. 93Stereotype Content ModellFiske, Cuddy, Glick, und Xu (2002)
    Modell macht spezifische Vorhersagen darüber, welche Eigenschaften Menschen in fremden Gruppen zugeordnet werden in den Dimensionen Wärme und Kompetenz
  94. 94Stigmanegativ bewertetes Attribut, durch welches der Träger von normativen Erwartungen abweicht und in den Augen anderer derartig diskreditiert, dass er den Anspruch auf gesellschaftliche Gleichberechtigung verliert
  95. 95Soziale DiskriminierungAblehnung oder Benachteiligung von Personen aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit.
  96. 96EthnizitätEine ethnische Gruppe ist eine Menschengruppe mit Glauben an eine gemeinsame, sie von anderen Gruppen unterscheidende Abstammung, gemeinsame Geschichte sowie für die Gruppe typische kulturelle und soziale Gemeinsamkeiten
  97. 97MigrationshintergrundEine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt
  98. 98Rassismusgesellschaftliches oder kulturelles Muster von weit verbreiteten Vorurteilen und Diskriminierungen gegen Einzelpersonen oder Gruppen von Menschen aufgrund ihrer Ethnizität
  99. 99Traditioneller Rassismuswird als „heiß, nah und direkt“ beschrieben, weil er mit sehr starken negativen Emotionen verbunden ist.
    [z.b. bestimmte ethnische Gruppen seien minderbegant und weniger intelligent]
  100. 100Ambivalenter Rassismusgleichzeitig sowohl positive als auch negative Einstellungen gegenüber ethnischen Minderheiten; werden je nach Thema aktiviert
  101. 101Symbolischer Rassismusklar negative Affekte gegenüber fremdethnischen Gruppen; Status quo der gesellschaftlichen Benachteiligung bestimmter ethnischer Gruppen soll nicht geändert werden; abstrakte moralische Begründungen (verstößt gegen Tradition)
  102. 102Moderner RassismusForderungen nach Gleichstellung benachteiligter ethnischer Gruppen wird abgelehnt, jedoch berücksichtigen die Angehörigen von Mehrheitsgruppen dabei nicht, welche Vorteile sie durch ihre eigene, meist privilegierte Gruppenmitgliedschaft haben
  103. 103Aversiver Rassismusunbewusste negative Einstellungen gegenüber fremdethnischen Gruppen; Die Personen sehen sich als vorurteilsfrei an, empfinden aber Unsicherheit und Ablehnung gegenüber fremden ethnischen Gruppen.
  104. 104sex & Gender‚sex‘ =zumeist das biologische Geschlecht, also die Unterschiedlichkeit in Geschlechtschromosomen;
    Gender = Ausdruck für soziokulturelle Dimension von Geschlecht (nicht die physische Tatsache, sondern die soziale Kategorie)
  105. 105Geschlechterstereotypekognitive Strukturen, die sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Frauen bzw. Männern enthalten
  106. 106Sexismus (allgemein)vorurteilsbesetzte Einstellungen und diskriminierende Verhaltensweisen gegenüber Personen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit.
  107. 107Traditioneller Sexismus(1) Geschlechtsunterschiede werden betont
    (2) das weibliche Geschlecht als minderwertig beurteilt
    (3) traditionelle Geschlechtsrollen werden unterstützt
  108. 108Moderner Sexismus- Überzeugung, Gleichstellung sei erreicht
    - Widerstand gegen Forderungen vonseiten der Frauen
    - Mangel an Unterstützung für politische Hilfe und Unterstützung für Frauen
  109. 109Ambivalenter Sexismushostiler Sexismus (feindselig)
    benevolenter Sexismus (scheinbar positiv)
  110. 110transfer-adäquate Verarbeitunggeht davon aus, dass das Gedächtnis am besten funktioniert, wenn die Prozessart beim Enkodieren sich auf den für den Abruf notwendigen Prozess überträgt
  111. 111Theorie der Verarbeitungstiefenimmt an, dass je tiefer (inhaltlich) die Informationen verarbeitet wurden, desto wahrscheinlicher werden sie dem Gedächtnis überstellt
  112. 112PrimingMaß für das implizite Gedächtnis; gibt an, inwieweit Teilnehmer/innen in Untersuchungen in Wortergänzungstest Worte aus zuvor gesehenen Listen ergänzen
  113. 113Hermann Ebbinghaus (1850-1909)Pionier auf dem Gebiet der Erforschung des Vergessens
    [lernte Listen mit sinnlosen Silben um zu prüfen, wann er sie wieder vergessen hatte und wie schnell sie wiedererlernt werden konnten]
  114. 114Proaktive Interferenzalte Infos erschweren Erwerb von neuen Infos
  115. 115Ageismbezeichnet Stereotype, Vorurteile und/oder Diskriminierung gegen Menschen aufgrund ihres Alters oder ihrer Wahrnehmung als „alt“ [kann jede Altersgruppe betreffen]
  116. 116Retroaktive Interferenzneue Infos erschweren das Behalten älterer Infos
  117. 117Elaborierendes WiederholenStrategie um das Encodieren zu verbessern; Wiederholung wird mit Elaborieren [Ausarbeiten] verbunden (sowohl inhaltlich als auch bildhaft)
  118. 118Mnemotechnikmentale Strategien zur Verbesserung der Gedächtnisleistung;
    z.B. Methode der Orte [bekannter Weg wird an markanten Stellen mit Begriffen oder Bildern bestückt], Wäscheleinenmethode [Reime "Eins ist Heinz"]
  119. 119Metagedächtnisdas Wissen, über eine bestimmte Erinnerung zu verfügen, obwohl sie trotz fortgesetzter Anstrengung nicht abgerufen werden kann; Gefühl Lehrstoff zu beherrschen etc.
  120. 120J.T. Hart (1965)Pionier in der Forschung zu dem Phänomen des "Gefühls etwas zu wissen" [Metagedächtnis]
  121. 121Konzepte [Langzeitgedächtnis]mentale Repräsentationen von Kategorien;
    Konzept "Hund" bezeichnet die Menge mentaler Repräsentationen von Erfahrungen mit Hunden
  122. 122Basisebene [Langzeitgedächtnis]Ebene auf der Menschen ab besten kategorisieren und über Objekte denken können;
    z.B. "Apfel" wird im Geschäft nicht als "Obst" oder "Golden Delicious" sondern als "Apfel" kategorisiert [kann sich mit zunehmender Kenntnis vertiefen]
  123. 123Schematakonzeptuelle Rahme oder Bündelungen von Wissen, die sich auf Objekte, Menschen und Situationen beziehen [durchschnittliche Erfahrung von Situationen in der Umwelt]
  124. 124Skript [Gedächtnis]spezifischer Typ einer Gedächtnisrepräsentation; gibt Auskunft darüber, wie sich Ereignisse im Verlauf der Zeit entwickeln werden
  125. 125PrototypTheorie [Gedächtnisstruktur]Theorie: wird für jedes Konzept gebildet; Repräsentation des zentralsten oder durchschnittlichsten Angehörigen einer Kategorie [im Gegensatz zur Exemplar-Theorie]
  126. 126Exemplar-Theorie [Gedächtnisstruktur]Theorie geht davon aus, dass Erinnerungen an viele verschiedene Exemplare einer Kategorie im Gedächtnis behält [im Gegensatz zum Prototypen] Daten stützen großteils die Exemplar-Theorie
  127. 127rekonstruktives GedächtnisGedächtnisinhalte werden nicht spezifisch abgerufen, sondern sozusagen logisch rückgeschlossen
    ["Gab es im Jahr 2001 einen 7.Juli?"]
  128. 128Sir Frederic Bartlett (1886-1969)stellte bei Forschungen fest, dass Studierende Geschichten aus anderen Kulturkreisen beim Wiedererzählen signifikant abänderten
  129. 129Erinnerungsverzerrung [nach Bartlett]Nivellierung: Vereinfachen der Geschichte
    Akzentuierung: Hervorheben und Überbetonen bestimmter Details
    Assimilation: Details änder zwecks Übereinstimmung mit eigenem Hintergrund
  130. 130BlitzlichterinnerungErinnerungen an öffentliche Ereignisse/unter hoher emotionaler Anspannung
    werden als besonders akkurat empfunden, sind es jedoch nicht
  131. 131Elisabeth Lofthusführte wichtige Untersuchungen zum Gedächtnis bei Zeugenaussagen durch; [Gedächtnisinhalte sind störanfällig]
  132. 132Falschinformationseffekt [Gedächtnis]Wenn in Fragen falsche Informationen eingebaut werden, werden diese zur bestehenden Erinnerung adaptiert bzw. die Erinnerung entsprechend verändert
  133. 133Engrammphysikalische Gedächtnisrepräsentation;
    [existiert nicht bzw. ist im gesamten Gehirn verteilt]
  134. 134Striatumkomplexe Struktur im Vorderhirn;
    verm. Basis für Gewohnheitsbildung & Reiz-Reaktions-Verbindungen
  135. 135Cerebellum [Gedächtnis]prozedurales Gedächtnis; durch Wiederholung erworbene Gedächtnisinhalte; Reaktion beim klassischen Konditionieren
  136. 136cerebraler Cortex [Gedächtnis]sensorisches Gedächtnis; Assoziationen zwischen Sinneseindrücken
  137. 137Hippocampus [Gedächtnis]weitgehend deklaratives Gedächtnis; Verantwortlich für das Zusammenführen räumlicher Erinnerungen
  138. 138Amygdala [Gedächtnis]Bilden und Abrufen emotional bedeutungsvoller Erinnerungen
  139. 139AmnesieGedächtnisverlust über eine längere Zeitspanne hinweg
  140. 140anterograde AmnesieErinnerungen können nicht mehr gespeichert werden/gelangen nicht ins Langzeitgedächtnis
    z.B. durch Korsakov-Syndrom bei chron. Alkoholismus
  141. 141retrograde AmnesieHirnschädigung verhindert, das Sicherinnern an Gedächtnisinhalte, die vor einer Verletzung abgespeichert wurden [oft auch nur über gewisse Gedächtnisspanne, z.B. bei Schlag auf den Kopf nur direkt davor liegendes]
  142. 142Alzheimer´sche KrankheitVerfall von Hirngewebe durch Plaques;
    erst Probleme beim Speichern von Gedächtnisinhalten, dann zunehmender Gedächtnisverlust
  143. 143Psychologische DiagnostikDer Einsatz festgelegter Testverfahren zur Messung interindividueller Unterschiede bzw. von Fähigkeiten, Eigenschaften und Neigungen von Personen.
  144. 144Sir Francis Galton (1822-1911)Cousin von Charles Darwin;
    formulierte vier wichtige Grundsätze zur Intelligenz (quantifizierbar, messbar, normalverteilt, korreliert); Begründer der Eugenik (Verbesserung der Menschheit durch Paarung überlegener Exemplare; Intelligenz wird ausschließlich vererbt)
  145. 145Verfahren formaler Diagnostikmüssen
    1) valide sein
    2) reliabel sein
    3) standardisiert sein
  146. 146interne Konsistenz (Testdiagnostik)Korrelation einer Hälfte der Testitems mit der anderen (z.B. gerade und ungerade Itemnummern) [Maß für Reliabilität; auch Testhalbierungs-Methode]
  147. 147Inhaltsvalidität [Testdiagnostik]Test besitzt Inhaltsvalidität, wenn möglichst ganze Bandbreite des interessierenden Gebiets abgedeckt wird
    [vgl. Differenzierung/Testtheorie]
  148. 148Kriteriumsvalidität [Testdiagnostik]Ergebnisse aus einem Test werden mit Kriterien verglichen, die mit dem gemessenen Merkmal in Beziehung stehen
    [z.B. Studienerfolg und Klausurnoten]
  149. 149Konstruktvalidität [Testdiagnostik]der Grad, in dem ein Test das zugrundeliegende Konstrukt adäquat misst. [Konstrukte von Persönlichkeitseingeschaften; es gibt kein einzelnes Kriterium]
  150. 150Normen [Diagnostik]Bezugsrahmen für die Interpretation von Testergebnissen. Meist durchschnittliche Ergebnisse derselben Altersgruppe, desselben Geschlechts o.ä.
  151. 151Standardisierung [Diagnostik]Gleicher Test wird unter denselben Bedingungen in derselben Art und Weise bei den zu untersuchenden Personen angewendet. [Voraussetzung für die Bildung von bedeutungsvollen Normen]
  152. 152Intelligenz[mehrere Definitionen]
    allgemeine Fähigkeit u.a. zu schlussfolgerndem Denken, Planen, Problemlösen, abstraktem Denken, raschem Auffassen, schnellem Lernen und verstehen komplexer Ideen.
  153. 153Alfred Binet (1857-1911)Entwickete mit Theodore Simon den ersten Intelligenztest; Konzept von Intelligenzalter und Lebensalter; Testete Schulkinder auf Förderbedarf hin
  154. 154Theodore Simon (1873-1961)Entwickelte zusammen mit Alfred Binet den ersten Intelligenztest für Schulkinder, um Kinder mit Förderbedarf zu identifizieren
  155. 155Gruppen von IQ-TestsStanfort-Binet-Skalen
    &
    Wechsler-Skalen
  156. 156Lewis TermanErweiterte Binet´s Test und entwickelte Grundlage für den IQ, ermittelte Normwerte; Ergebnis als Stanfort-Binet-Skalen (weil Terman in Stanfort lehrte)
  157. 157IQ (Intelligenzquotient)Früher: Intelligenzalter / Lebensalter * 100
    Heute: Punktzahl wird direkt mit Punktzahl anderer Personen im selben Alter verglichen
    Mittelwert lt. Norm: 100 (50% desselben Alters hatten weniger Punkte)
  158. 158David WechslerEntwickler der Wechsler-Skalen zur Intelligenzdiagnostik; (deutsch: Hamburg-Wechsler Intelligenztest für Erwachsene; HAWIE); entwickelte verbale und nonverbale Testteile
  159. 159HAWIE-RAktuell gültige Version(von2) der Wechsler-Skalen zur IQ-Messung für Erwachsene; enthält 14 Untertests; ermittelt verbalen IQ, Handlungs-IQ und Gesamt-IQ
  160. 160WAIS-IVaktuell gültige Version (von2) der Wechsler-Skalen zur IQ-Messung; ab 18 Jahren;
  161. 161Hamburg-Wechsler-IntelligenzskalenHAWIE-R (ab 16)
    WAIS-IV (ab 18 Jahren)
    WISC-IV und HAWIK-IV (6-16 Jahre)
    WPPSI-III (4-6 Jahre)
    HAWIVA-III (2,5 - 7 Jahre)
  162. 162Verbal-IQ, Handlungs-IQ & Gesamt-IQmessbar mit
    HAWIE-R
    HAWIK-IV
    HAWIVA-III
  163. 163Geistige Behinderung (IQ)Wenn Menschen unter 18 Jahren valide IQ-Werte erreichen, die 2 Standardabweichungen (15 Pkt.) oder mehr unter dem Durchschnitt liegen, ist Kriterium für Diagnose geistige Behinderung erfüllt (wenn auch Einschränkung im angepassten Verhalten)
  164. 164LernbehinderungTatsächlicher IQ und Leistung stimmen nicht überein; andere Ursachen für Leistungsminderung müssen ausgeschlossen sein (magelnde Motivation, physische Einschränkung [Sehkraft])
  165. 165Joseph Renzulli (2005)"Drei-Ringe"-Konzeption zur Diagnose von Hochbegabung;
    Überd. Fähigkeiten
    Kreativität
    Zielstrebigkeit
  166. 166PsychometrieTesten mentaler Fähigkeiten
    [Persönlichkeitsdiagnostik, Eignungsdiagnostik, Intelligenzdiagnostik]
  167. 167Psychometrische IntelligenztheorieUntersuchen statistischer Beziehungen zwischen der Intelligenz zugeordneten Merkmalen; Faktorenanalyse als statistisches Verfahren (Spearman)
    "g-Faktor" (allgem. Intelligenz)
  168. 168g-Faktor"Generalfaktor der Intelligenz"
    Faktor der allgemeinen Intelligenz nach Charles Spearman / Psychometrische Intelligenztheorie
    [einzelne dem untergeordnete Bereiche: s-Faktor]
  169. 169Raymond Cattell (1963)postulierte, dass sich Intelligenz in zwei voneinander unabhängige Komponenten zerlegen lässt:
    kristalline und fluide Intelligenz
  170. 170Kristalline Intelligenz[nach Cattell]
    erworbenes Wissen, Fähigkeit auf dieses Wissen zuzugreifen (Wortschatztest, Rechentest etc.)
  171. 171Fluide Intelligenz[nach Cattell]
    Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erfassen/erkennen und Probleme zu lösen (Matritzenaufgaben, Logik-Aufgaben)
  172. 172Robert Sternberg (1999)Entwickelte die triarchische (dreiteilige) Intelligenztheorie;
    [analytische, kreative, praktische Intelligenz]
  173. 173Rosenthal-Effekt"selbsterfüllende Prophezeihung" in Versuchen; Projektion des Versuchsleiters überträgt sich auf Teilnehmer ("Diese Ratten sind besonders schlau!"/"Diese Ratten sind besonders dumm!")
  174. 174triarchische Intelligenztheorie[nach Sternberg]
    erfolgreiche Intelligenz =
    1) analytische Intelligenz +
    2) kreative Intelligenz +
    3) praktische Intelligenz
  175. 175Howard Gardener (1999, 2006)Entwickler der Theorie multipler Intelligenzen (8 Intelligenzen)
  176. 1768 Intelligenzen nach GardenerLogisch-Mathematisch; Linguistisch; Naturalistisch; Musikalisch; Räumlich; Körperlich-kinästhetisch; Intrapersonal; Interpersonal; Existenziell
  177. 177Emotionale IntelligenzFähigkeit, Emotionen genau wahrzunehmen, einzuschätzen, auszudrücken, zur Unterstützung von Denkvorgängen einzusetzen, zu verstehen, analysieren und emotionales Wissen einzusetzen, regulieren.
  178. 178Henry Goddart (1866-1957)Psychologe, der sich dafür aussprach, Immigrant*innen auf ihren IQ zu testen um solche mit "geistigen Defekten" auszuselektieren
  179. 179Erblichkeitsschätzungbasiert auf dem Anteil der Variabilität einer bestimmten Eigenschaft in Tests, der auf genetische Faktoren zurückgeführt werden kann (Zwillingsstudien)
  180. 180Claude SteeleTheorie der "Bedrohung durch Stereotype" (auch: Anfälligkeit für Stereotype)
  181. 181Bedrohung durch StereotypeBedrohung, ein negatives Stereotyp über die eigene Gruppe zu erfüllen (z.B. schlechtes Ergebniss in IQ-Test durch Teilnehmer aus schwachem ökonimischem Umfeld)
  182. 182Varianz [Formel]Summe der Abweichungen vom Mittelwert zum Quadrat, geteilt durch n
  183. 183Standardabweichung [Formel]Wurzel aus der Varianz;
    Wurzel aus der Summe [der Abweichungen vom Mittelwert zum Quadrat geteilt durch n]
  184. 184t-Wert [Formel]t ist der Stichprobenmittelwert minus Populationsmittelwert geteilt durch [die geschätzte Populationsvarianz geteilt durch die Wurzel aus n (gleiche Gruppengrößen)]
  185. 185Wahrscheinlichkeit [Formel]p(A) = Anzahl der Elementarereignisse in A geteilt durch alle Ereignisse im Ergebnisraum
  186. 186Korrelation [Formel]Zusammenhang zwischen zwei Variablen:
    Korrelationskoeffizient = Summe aller Kreuzprodukte mal 1 durch n, geteilt durch das Produkt der Standardabweichungen von x und y
  187. 187t-testparametrisches Verfahren; misst Differenz zwischen Stichrobenmittelwert und angenommenem Populationsmittelwert in Einheiten des Standardfehlers; abhängige und unabhängige Stichproben
  188. 188Signifikanztestdienen zur Überprüfung von Hypothesen; geben an, wie (un-)wahrscheinlich ein gefundenes Stichprobenergebnis ist, gegeben H0 wäre zutreffend
  189. 189Fehler erster Ordnung / alpha-Fehler"Irrtumswahrscheinlichkeit"
    Die Wahrscheinlichkeit, mit der die Alternativhypothese angenommen wird, obwohl H0 zutrifft (meist 5%)
  190. 190Fehler zweiter Ordnung /beta-FehlerDie Wahrscheinlichkeit, mit der die Nullhypothese angenommen wird, obwohl H1 zutrifft.
  191. 191Teststärke [Power][1 - beta]
    Wahrscheinlichkeit, die Alternativhypothese anzunehmen, gegeben sie ist richtig (heißt: WSK einen angenommenen Effekt auch zu entdecken).
    Beeinflusst durch: alpha/beta, Stichprobengröße, Homogenität d. Population
  192. 192p-Wert"Überschreitungswahrscheinlichkeit"
    wenn p < alpha wird der Test signifikant (Ergebnis zu unwahrscheinlich um rein auf Zufall zu begründen)
  193. 193Effektgrößedeskriptives Maß zur Bestimmung des Unterschieds zwischen Populationswerten;
    dienen der Einschätzung der Bedeutsamkeit von Populationsunterschieden; sind abhängig vom Untersuchungsgrad
  194. 194Normative UntersuchungenUntersuchungen vieler Individuen einer bestimmten Gruppe zur Entwicklung normativer Standards zu Vergleichszwecken
  195. 195Entwicklungsaltervgl. "Intelligenzalter" normativer Wert; wann erreicht eine Mehrheit an Personen im jeweiligen Alter spezifische Entwicklungsstufen
  196. 196Längsschnittstudieauch "Längsschnittplan";
    mehrere Personen werden im Laufe der Zeit immer wieder im Hinblick auf dasselbe Merkmal untersucht
    [veränderliche soziale Umstände kommen nicht zum Tragen/Rückschlüsse aber nur auf Kohorte]
  197. 197QuerschnittstudieUntersuchung vieler Idividuen unterschiedlichen chronolischen Alters zum selben Zeitpunkt -> Vergleich
    [Nachteil: multiple Konfundierung möglich; Vorteil: kostengünstig und schnell]
  198. 198Bernoulli-ExperimentWahrscheinlichkeitsexperiment mit genau 2 möglichen Ausgängen (Treffer oder Niete)

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Lernkarten für FUH Psychologie Bsc. M1/M2 komplett Teil 2
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