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Imperialismus

Nina Lehmann Geschichte Berufsmaturität German

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Imperialismus

  1. Bedeutung

    • Der Begriff (lat. Imperium = Reich) meint zunächst die Ausdehnung der Herrschaft eines Staates über andere Länder durch Eroberung, Annexion oder Durchdringung.
    • Eine seiner Formen ist der Kolonialismus oder die Kapitaldurchdringung (z. B. Dollarimperialismus).
    • Die Herrschaft wird formell (direkt) durch Besetzung und Einrichtung einer Kolonialregierung oder informell (indirekt) durch Kontrolle über die einheimische Regierung ausgeübt.
    • Für die Zeit seit der Hochindustrialisierung bedeutet Imperialismus ein deutliches wirtschaftliches und politisches Abhängigkeits- und Ausnutzungsverhältnis zwischen industriell fortgeschrittenen und wirtschaftlich gering entwickelten Staaten oder Regionen, häufig zur Ablenkung von eigenen inneren sozialen Problemen (Sozialimperialismus). Vor allem die Zeit von 1880 bis 1918 gilt als Epoche des Imperialismus.
  2. Kolonialismus

    • Die Errichtung von Handelsstützpunkten und Siedlungskolonien in militärisch und politisch schwachen Ländern (vor allem in Asien, Afrika und Amerika) sowie deren Inbesitznahme durch überlegene Staaten (insbesondere Europas) seit dem 16. Jahrhundert.
    • Die Kolonialstaaten verfolgten dabei vor allem wirtschaftliche und militärische Ziele (neue Märkte, Rohstoffe, billige Arbeitskräfte).
  3. Ursachen

    • Wirtschaft
      • Kapitalüberschuss
      • Produktionsüberschuss
      • Internationale Konkurrenz
    • Politik
      • Grossmachtstreben
      • Beteiligung des Staates an der Wirtschaft
      • Ablenkung von inneren Schwierigkeiten (“soziale Frage”)
    • Ideologie
      • Nationalismus
      • Sendungsbewusstsein
      • Rassenstolz, Recht des Stärkeren
  4. Ziele

    • Wirtschaft & Gesellschaft
      • Investition des Kapitals
      • Sicherung des Absatzes
      • Billige Rohstoffe
    • Politik
      • Sicherung von Interessen
      • Sicherung von Absatzmärkten, Vermeidung von zukünftigen Wirtschaftskrisen
      • Neue Siedlungsgebiete
    • Ideologie
      • Ausbreitung der europ. Zivilisation
      • Christliche Mission
      • Herrschaft über “unterentwickelte” Regionen der Welt
  5. Sozialdarwinismus

    • Anwendung der biologischen Auslesetheorie (Evolutionstheorie) Charles Darwins auf das soziale Leben.
    • Überleben der anpassungsfähigsten Tier- oder Pflanzenart (The survival of the fittest).
    • Übertragen auf die menschliche Gesellschaft: „Kampf ums Dasein“ die Tüchtigsten und Stärksten siegen
  6. Imperialismus in Afrika

    • Kongo
      • 1885 Kongokonferenz
        • Kongo wird Privatbesitz von Leopold II -> König Belgiens
          • Ausbeutung durch den König
            • Kongo hatte viele Rohstoffe
              • z. B, Elfenbein & Kautschuck
              • 1908 Abgabe der Kolonie an Kongo zurück (10 Millionen Tote)
                • 1960 Kongo unabhängig, nach 30-jähriger Diktatur
                  • Nach Sturz der Diktatur unzählige Bürgerkriege
                • Sklaverei offiziell verboten! aber inoffiziell nicht..
      • Afrikaner sind in den Augen der Weissen keine Menschen!
        • Klischee: Afrikaner werden als Faul bezeichnet.
          • Widerspruch: Die Weissen arbeiten so hart wir ein Neger!
      • Folter, Missbräuche & Morde
        • Sklavenhandel
        • abgehackte Hände = Schreckenszeichen
        • Peitschenhiebe (100 Hiebe = Tod)
        • Geiselnahmen
          • Frauen & Kinder
      • Kongolesen als Soldaten eingesetzt
  7. Kolonialismus im 21. Jahrhundert

    • Gemeinsamkeit
      • Land wird besetzt, Menschen enteignet, vgl. «neues Proletariat». Wirtschaftliche Ziele.
    • Unterschiede
      • Nationales Prestige, Sendungsbewusstsein ist nicht mehr vorhanden
      • Firmen kaufen/pachten das Land. Sie besetzen es nicht mit Waffengewalt.
      • Die Gewalt kommt von den eigenen Regierungen oder Machthabern.
    • Lösungsansätze
      • Differenzieren: Investitionen sind auch positiv  Infrastruktur, Arbeitsplätze
      • Problem: Infrastruktur nicht im Interessen des Landes.
      • Ambongo: – Druck der Bev. auf eigene Regierung (vgl. Madagaskar) – Druck der Industriestaaten auf die Firmen (vgl. Glencore)
  8. Folgen

    • Verschärfung der internationalen Konkurrenz und Spannungen (Erster Weltkrieg)
    • «Europäisierung» der Welt
    • Ehemalige Grenzen beibehalten
    • Weiterwirkende Abhängigkeit ärmerer Staaten -> keine Industrialisierung, Entwicklung von Monokulturen
  9. Methoden

    • Flächendeckende Ausdehnung
    • Grossmächte hielten oftmals gegen die Aufstände der Kolonien zusammen ("Boxer"-Aufstand in China 1900/01). Die europäischen Grossmächte schreckten davor zurück, untereinander in den Kolonien in kriegerische Auseinandersetzungen zu geraten, denn die Folgen für Europa waren für sie nicht kalkulierbar.
    • Kolonien
      • Formelle Kolonien: Herrschaftsgebiete werden durch politische und militärische Machtapparate des Mutterlandes unterworfen
      • Informelle Kolonien: Blieben unabhängig, unterlagen aber einer indirekten politischen und wirtschaftliche Abhängigkeit von den Grossmächten. Gewährung von Anleihen führte dazu, dass die abhängigen Staaten den Geldgebern Einfluss auf das Land sicherten. Die Grossmacht baute Verkehrswege oder die wirtschaftliche Erschliessung vorantrieb, was dazu führte, dass sie abhängig vom Kapital und dem technischen Wissen wurden.
    • Europäisches Konfliktpotenzial -> verlagert in ausseneuropäische Welt

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Berufsmaturität Geschichte Mind Map on Imperialismus, created by Nina Lehmann on 08/01/2016.
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Nina Lehmann
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