Flashcards
[Korrektur] Biologische Psychologie: Vorlesung 4 - Transmitter
Cards in this deck (61)
- 1Wieviele verschiedene Neurotransmitter gibt es?- über 100
- 2Was sind Neurotansmittersysteme?Gruppen von Neuronen, die den gleichen Transmitter synthetisieren und ausschütten
- 3Was charakterisiert Transmittersysteme?biochemische Prozesse, die für einzelne Transmitter spezifisch sind (Synthese, Wirkung, Abbau)
- 4Durch welche spezifischen Moleküle unterscheiden sich Transmittersysteme? (6 Antworten)- Synthese
- Vesikulären Transport
- Reuptake (Endzytose)
- Enzymatischen Abbau
- Bindung (an Rezeptoren)
- Signalweiterleitung (z.B. second messenger) - 5Was ist Konvergenz?Verschaltung von einer Vielzahl an präsynaptischen Neuronen auf wenige postsynaptische Neurone
Bsp.: in der Retina - 6Was ist divergente Verschaltung von Neuronen?Starke Verzweigung präsynaptischer Neurone, um möglichst viele postsynaptische Neurone zu erreichen
- 7Was vertseht man unter dem Begriff der Integration?Transmitter können an viele verschiedene Rezeptoren binden und so unterschiedliche Wirkungen haben
- 8Kann ein Endknöpfchen mehrere Transmitter gleichzeitig ausschütten?Ja
- 9Welche Wirkung hat ein Agonist an einem ligandengesteuerten Rezeptor?Er aktiviert den Rezeptor und hat somit die selbe Wirkung wie der natürliche Ligand
- 10Welche Wirkung hat ein Antagonist an einem ligandengesteuerten Rezeptor?Er blockiert den Rezeptor und verhindert so eine Aktivierung
- 11Wie werden Rezeptoren nach der Rezaptor-Nomeklatur meistens benannt?Bennenung nach ihrem Transmitter mit Anhang der Silbe -erg
Bsp.: Glutamat -> glutamaterg - 12Wie werden spezifische Rezeptoren der benannt (Rezaptor-Nomeklatur)?Benennung nach ihrem Agonisten mit Anhang der Silbe -erg
Bsp.: Nikotin -> nikotinerg - 13Welche Neurotransmitterklassengibt es? (4 Antworten)•Biogene Amine (kleine Moleküle)
-Monomaine
> Katecholamine (Dopamin, Nor-Adrenalin); Histamin; Serotonin
•Aminosäuren (kleine Moleküle)
•Peptide (große Transmitter)
•Andere (große Transmitter) - 14Zu welcher Transmiterklasse gehört Acetylcholin und weche Wirkung hat es allgemein?- gehört zu den biogenen Aminen
- im ZNS an Lernen und Gedächtnis beteiligt - 15Welche Rezeptoren hat ACh und wie wirkt es jeweils? (2 Antworten)- Muskarinerger Rezeptor: metabotrop, verlangsamt Herzschlag, wirkt im ZNS und vegetativen Nervensystem
- Nikotinerger Rezeptor: ionotrop, depolarisierend, kommt vor allem an Kontaktstellen zwischen Muskelfasern und Neuronen vor - 16Zu welcher übergeordneten Transmitterklasse gehören Monoamine und welche Eigenschaften bzw. Wirkungen haben sie?- gehören zu den biogenen Aminen
- Neuromodulatoren
- Wirkung im ZNS als Transmitter
- Wirkung im Körper als Gewebshormone - 17Welche Rezeptoren hat Glutamat und wie wirkt es jeweils? (4 Antworten)•AMPA-Rezeptor
–Ionotrop, depolarisierend
•Kainat-Rezeptor
–Ionotrop, depolarisierend
•NMDA-Rezeptor
(extra Frage dazu)
•Metabotrope Rezeptoren
-kann dort inhibitorisch wirken - 18Wie wirkt Glutamat am NMDA-Rezeptor und welche Funktion übernimmt diese Wirkung?–Ionotrop, depolarisierend, ligandengesteuert und spannungsgesteuert
-maßgeblich an synaptischen Lernprozessen beteiligt - 19Wie wirkt Glutamat meistens (nicht immer)?Glutamat ist der häufigste exzitatorische Transmitter im Gehirn, wirkt aber teils metabotrop auch inhibitorisch
- 20Was sind die Vooraussetzungen für die Öffnung eines NMDA-Rezeptors und wordurch wird er normalerweise geblockt?•Öffnet nur, wenn Glutamat bindet und das Membranpotential -30 mV überschreitet
•Ein Magnesium-Ion blockt den Rezeptor für gewöhnlich - 21Wie wirkt GABA meistens (nicht immer)?GABA ist der wichtigste inhibitorische Transmitter im Gehirn, wirkt aber durch Interaktion mit Kotransmittern teils auch exzitatorisch
- 22Welche Rezeptoren hat GABA und wie wirkt es jeweils? (4 Antworten)•GABA"a"-Rezeptor
–Ionotrop, inhibitorisch
•GABA"b"-Rezeptor
–Metabotrop, inhibitorisch
–Prä-und postsynaptisch
•GABA"c"-Rezeptor
–Ionotrop, inhibitorisch - 23Warum ist Inhibition im ZNS von so hoher Bedeutung?•Zu viel Inhibition: Bewusstseinsverlust, Tod
•Zu wenig Inhibition: Überreizung, epileptischer Anfall
->Inhibition muss vom Nervensystem genau kontrolliert werden - 24Wie wirkt Glycin überwiegend?meist ionotrop und inhibitorisch
- 25Welche Monoamine gibt es?- Serotonin und Histamin
- Unterklasse: Katecholamine mit Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin - 26Aus was wird Serotonin synthetisiert und wo findet die Synthese statt?- Synthese aus Tryptophan
- findet in den Raphé-Kernen statt - 27Wie wird Serotonin auch bezeichnet und wie viele Rezeptoren bzw. Familien sind bekannt?- 5-HT
- 7 Familien it 17 Rezeptoren - 28Wie wirkt Serotonin im ZNS bzw. im Körper?- ZNS: Schlaf-Wach-Rhythmus Aggression, Appetit, Stimmung, Verhaltensinhibition
- Körper: Kontraktion der Blutgefäße, Gerinnungsreaktion, Verdauung - 29Wo wird Histamin synthetisiert?- in den Hypothalamuskernen
- 30Woraus bestehen alle Katecholamine und wie werden sie alle abgebaut?- Synthese aus Tyrosin
- Abbau durch Reuptake in präsynaptische Zelle und dort enymatischer Abbau durch MAO - 31Wofür steht MAO?Monoaminoxidase
- 32Was lässt sich zur Synthese von Monoaminen allgemein sagen?- werden nur in sehr kleinen Arealen synthetisiert, können allerdings durch große Divergenz der Axone weit verbreitet ausgeschüttet werden
- 33Welchen Transmittergruppen werden Kathecholamine zugeordnet?- Biogen Amine
- Monoamine - 34Welche Transmitter werden den Katecholaminen zugeordnet?- Dopamin
- Noradrenalin
-Adrenalin - 35Wie wirkt Dopamin am Rezeptor und welche Aufgaben hat es im ZNS bzw. im Körper?- immer metabotrop
- im ZNS: Bewegungssteuerung, Belohnungssystem und Motivation
- im Körper: vegetative Funktionen - 36Wo wird Dopamin synthetisiert?- in der substantia nigra und den ventralen Kernen
- 37Wie wirken die einzelne Dopaminrezeptoren?- D1 und D5: exzitatorisch
- D2, D3 und D4:inhibitorisch
- Spezialfall D2: wirkt auch als Autorezeptor - 38Wie wird Noradrenalin auch genannt und was ist seine Besonderheit?- auch Norepinephrin genannt
- hat eine enorm hohe Divergenz - 39Wo wird Noradrenalin synthetisiert?- im locus coeruleus
- 40Welche Wirkung hat Noradrenalin?- Erregung, Emotion und Wachheit
- 41Wie wirken Nor- und Adrenalin im Körper?- Wirkung als Hormone an Skelettmuskulatur, Bronchialmuskulatur, Herzmuskel
- vegetative Funktionen - 42Welche Transmitter gehören zu den Aminosäuren?- GABA
- Glutamat
-Glycin - 43Wofür steht GABA?- Gamma-Amino-Buttersäure
- 44Welche Eigenschaften hat GABA?- wirkt vor allem inhibitorisch zur selektiven Wahrnehmung
- 45Welche Eigenschaften haben die einzelnen GABA-Rezeptoren?- GABA-A und GABA-C: ionotrop, inhibitorisch durch Öffnen von Cl-Kanälen
- GABA-B: metabotrop, inhibitorisch durch Öffnung von K-Kanälen und Schließen von Ca-Kanälen - 46Wie wirkt Glutamat?- vor allem exzitatorisch
- 47Welche Rezeptoren hat Glutamat?- AMPA
- Kainat
- NMDA
- metabotrope Rezeptoren mGluR1 - mGluR8 - 48Wie wirkt AMPA?- ionotrop, exzitatorisch
- 49Wie wirkt Kainat?- ionotrop, exzitatorisch
- 50Wie wirkt NMDA?- ionotrop exzitatorisch
- gleichzeitig spannungs- und ligandengesteuert
-> Aktivierung ab -30 mV - 51Wie wirken die metabotropen Rezeptoren von Glutamat?- meist inhibitorisch
- 52Welche Eigenschaften hat Glycin und wie bzw. wo wirkt es überwiegend?- meist inhibitorisch durch Cl-Kanäle
- komm vor allem im Rückenmark und Hirnstamm vor - 53Welche Antagonisten hat Glycin?- Strychnin
- Tetanustoxin - 54Wie wirkt Strychnin und welche Folgen hat das?- blockiert Glycinrezeptoren und verhindert somit hemmende Wirkung von Glycin
- Folgen:Krampfanfälle, Atemnot - 55Wie wirkt Tetanustoxin und welche Folgen hat das?- verhindert Ausschüttung von Glycin und GABA aus der Präsynapse
- Folgen: Krampfanfälle, Atemlähmung - 56Welche Eigenschaften haben Neuropeptide, aus was bestehen sie und wie viele sind bisher bekannt?- Neuromodulatoren
- bestehen aus Aminosäureketten
- 50 Neuropeptide bekannt - 57Welche Neuropeptide gibt es und wofür sind sie zuständig?- Opioide: Hunger- und Schmerzinhibition
- Oxytocin: Sozialverhalten
- Neuropeptid Y: Hunger und Angst
- Substanz P: Schmerzwahrnehmung - 58Wo werden Endocannabinoide synthetisiert und wo bzw. wie wirken sie meistens?- von der postsynaptischen Zelle synthetisiert
- diffundieren durch Membran zu umliegenden Zellen
- meistens metabotrop
- wirken fast immer hemmend auf präsynaptische Zelle - 59Nenne ein Beispiel für ein Endocannabinoid- Anandamid
- 60Wie sehen die Überträger der Endocannabinoide aus?- kleine membranpermeable Lipidmoleküle
- 61Wo und wie wirken Pharmaka und Drogen und warum sind sie teilweise so gefährlich?- wirken meist auf synaptische Übertragung
- können an jedem Übertragungsschritt an der Synapse wirken
- oft unspezifische Effekte: Bindung an mehrere Rezeptoren oder Abbauenzyme möglich
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- Created by Hannah Schmitt · Nov 17, 2017
- Copied by Mandy Quach · Jan 4, 2018
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