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Der Nahe Osten im 20. Jahrhundert.

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Der Nahe Osten im 20. Jahrhundert

Die Aufteilung des Nahen Ostens nach dem ersten Weltkrieg

Die politische Landschaft wurde im Friedensvertrag von

Sèvres neu geordnet. (1920) Als Grundlage diente das Sykes-Picot-Abkommen von

1916. Man fand einen Kompromiss zwischen den britsch-französischen Interessen

und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker wie es der 14-Punkte-Programm von

US-Präsident Wilson vorsah. Die arabischen Provinzen des ehemaligen Osmanischen

Reiches bekamen die Fähigkeit der Selbstregierung zugesprochen. Gleichzeitig

sollten sie als „unabhängige Nationen“ anerkannt werden.

Bis sie anerkannt wurden, sollte die Verwaltung und

Entwicklung durch eine Mandatsmacht übernommen werden. Diese mussten nur

jährlich einen Jahresbericht am Völkerbunds Sitz in Genf abgeben um die

Mandatsherrschaft zu prüfen. Die Dauer des Mandats war nicht begrenzt 25 Jahre

galten aber als Richtschnur. Die Mandatsmächte wurden als Feigenblatt

bezeichnet, da die Kolonien unter einem andern Namen weitergeführt werden

konnten.

Frieden von Sèvres

Mandatsmächte für die ehemaligen arabischen Provinzen wurden

Frankreich und Grossbritannien. All ihre Versprechen gegenüber der arabischen

Nationalbewegung und den jüdischen Einwanderer blieb unerfüllt.

Die britischen Mandate in Palästina/Transjordanien und im

Irak wurden vorallem durch die Sicherung des Seewegs durch den Suez Kanal und

die Kontrolle über das irakische Erdöl geprägt.

Die Entwicklung bis zum Ende des 2. Weltkriegs

Syrien und Libanon

In Syrien wählten die Araber einen Generalkongress, der die

Unabhängigkeit Syriens und des Iraks forderte. Am 8.03.1920 wurde die

Unabhängigkeit Syriens erklärt und Emir Feisal wurde zum König ernannt. Für

Frankreich war das aber kein Grund zum Rückzug im Gegenteil. Die Franzosen

übernahmen dort die Kontrolle. Die Araber hatten mit ihrem militärischen

Widerstand nicht viel Chance und so wurde König Feisal aus Syrien vertrieben

und nach Italien ins Exil geschickt. Libanon wurde von Syrien getrennt. Dort

gab es eine bedeutende christliche Bevölkerungsgruppe, bei der die Franzosen

auf Unterstützung hofften. 1925/26 formierte sich ein Aufstand der syrischen

Bevölkerung der aber schnell niedergeschlagen wurde. So wurden bis zum 2.

Weltkrieg Verhandlungen ohne gültige Abmachungen gemacht. ( Charles de Gaulles??)

Palästina

Auch in Palästina leisteten die Araber Widerstand. Nach

Beduinenaufständen wurde Transjordanien 1921 durch den Völkerbunds Beschluss

als eigenständiges Emirat vom

Mandatsgebiet Palästina abgespalten. Bis 1945 blieb es jedoch unter britischer

Verwaltung. Die Abhängigkeit von Grossbritannien blieb aber bestehen.

(militärische Sonderrechte und finanzielle Abhängigkeiten)

Die Mitgliedschaft der UNO wurde aus dem Grund abgelehnt,

das Land galt in den Augen der USA immer noch nicht als unabhängig. Im

westlichen Palästina hatten die Araber das Ziel die Zahl der jüdischen

Einwanderer zu senken und zu beschränken. Doch im Zuge mehrerer

Einwanderungswellen kamen bis 1938 über 300‘000 Juden ins Land (insbesondere

aus dem nationalsozialistischen Deutschland). Den Juden Palästinas den Jischuw

gelang es einen weitgehend unabhängigen Staat innerhalb des Mandatsgebiets zu

errichten. Die Briten unterstützten die Jüdischen Einwanderer aber und so kam

es 1938 zum Aufstand der Araber worauf die Wende in der britischen

Palästina-Politik folgte.

Infolge dessen wurde die Einwanderungszahl der Juden

drastisch beschränkt.

Die Jischuw unterstützen im 2. Weltkrieg die Briten doch

dann gewann der radikale Flügel des Zionismus (Rückkehr der Juden nach

Palästina und Bildung eines jüdischen Staates). Somit kam es zum offenen

Konflikt mit der Mandatsmacht.

Irak

Es kam zu Unruhen, als die Briten dem Irak die

Selbständigkeit verweigerten. Nach dem in Syrien König Feisal von den Franzosen

vertrieben worden waren kam es zu einem landesweiten Aufstand. Das

Kolonialministerium unter Winston Churchill ging nach erfolgreichen Aufständen

der Rebellen zu einer indirekten Herrschaftsform über. Dazu wurde der König

Feisal wieder aus dem Exil geholt und errichteten im Irak eine Monarchie unter

britischer Kontrolle. In einem Bündnisvertrag wurde die irakische Regierung

gezwungen, jede gegen britische Interessen gerichtete Massnahme zu unterlassen.

Das irakische Parlament konnte aber erst durch starken militärischen Druck zur

Annahme des Vertrags gezwungen werden. Die Unruhen gingen aber nicht vorüber

und Grossbritannien sah sich gezwungen der staatlichen Unabhängigkeit

zuzustimmen. Mit der Aufnahme in den Völkerbund 1932 erlosch das britische

Mandat endgültig. Gewisse Rechte hatte sich Grossbritannien aber gesichert z.B.

Britische Luftwaffenstützpunkte, Durchmarschrechte für Truppen und die

Kontrolle des Ölsektors.

Ägypten

Ägypten hatte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

eine weitgehende Selbstständigkeit vom Osmanischen Reich erkämpft, war aber mit

dem Bau des Suez-Kanals immer mehr in wirtschaftliche Abhängigkeit von

Grossbritannien und Frankreich geraten. Ein Aufstand ägyptischer Offiziere

führte 1882 zu vorübergehenden Besetzung des Landes durch Grossbritannien. 1914

wurde es aber endgültig vom Osmanischen Reich gelöst. Nach dem 1. Weltkrieg

entwickelte sich ein nationaler Befreiungskampf gegen die britische Herrschaft.

Anfangs 1919 wurde der Aufstand jedoch niedergeschlagen. Aber das Land kam

nicht zur Ruhe. Die Britten errichteten eine formal unabhängige Monarchie,

behielt sich jedoch weiter die Kontrolle:

·

Grossbritannien hatte Truppen in der

Suez-Kanalzone

·

besass Flottenstützpunke

·

kontrollierte die ägyptische Armee und Polizei

Saudi Arabien

Das erste Staatsgebilde von Saudi Arabien wurde im Auftrag

des Sultans zerschlagen. Zu beginn des 20. Jahrhunderts, gelang es der wieder

erstarkten Fürstenfamilie einen Staat zu bilden. Die nomadischen Stämme wurden

zur Sesshaftigkeit gezwungen. Der neue Staat war absolutistisch und

theokratisch. Beduinenaufstände zwischen 1928 und 1930 wurden niedergeschlagen.

Die saudische Regierung übertrung der Standard Oil of California (später

Chevron) die Rechte zur Ausbeutung der Ölvorkommen. Die Förderung bis Ende des

2. Weltkriegs blieb jedoch gering.

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Lehrabschluss Geschichte Note on Der Nahe Osten im 20. Jahrhundert., created by franca.margadant on 24/03/2015.
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franca.margadant · Mar 2015
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Dec 21, 2016
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