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Der Erste Weltkrieg

Laura Overhoff Geschichte Fortgeschritten German 5.0Average rating 5.0 out of 5 (2 ratings) 17 slides 2,324 views

Slides in this set (17)

  1. Der Erste Weltkrieg

    • Der Erste Weltkrieg
  2. Übungsfragen

    • Nach diesen Lernfolien solltest du in der Lage sein folgende Fragen zu beantworten:
    • Wie kam es zum 1. Weltkrieg? Wieso war die Stimmung in Europa aufgeheizt und welche Aktion war letztlich "das Zünglein an der Waage"?
    • Welche Folgen hatte der Krieg für Deutschland?
    • Beschreibe die Situation der Soldaten und der Daheimgebliebenen
    • Was machte den 1. Weltkrieg "besonders"/neuartig?
    • Wer stand sich im 1. Weltkrieg gegenüber?
    • Übungsfragen
  3. Bündnispolitik vor dem 1. WK

    • unversöhnliches Machtstreben der europäischen Großmächte vor WK I
    • Frankreich: Nach dem verlorenen Krieg 1870/71 gegen Dt. war man darauf bedacht Elsaß-Lothringen
    • zurückzuerobern, welches als Kriegsbeute an das Kaiserreich ging. Zudem sollte die deutsche
    • Militärmacht und die außenpolitische Position des Reiches geschwächt
    • werden. Man fürchtete quasi permanent um die eigene Sicherheit.
    • Russland: Die Gefahr eines einseitigen deutschen
    • Angriffes fürchtete man nicht allzu sehr. Der eigentliche Konkurrent
    • Russlands war Österreich-Ungarn. Beide hatten gemeinsame Interessen im Bereich des
    • Schwarzmeeres, Osteuropa und dem Osmanischen Reich. Ziel war es, die
    • Macht Österreich-Ungarns einzudämmen, so dass man die eigene Position
    • festigen und ausbauen konnte.
    • Österreich-Ungarn: Das Vielvölkerreich der
    • Donaumonarchie war seit geraumer Zeit bereits am bröckeln. Verschiedene
    • Ethnien forderten ihre Unabhängigkeit von dem Habsburgischen Kaiserhaus
    • mit der Gründung eigener Republiken. Diese Republiken standen zumeist in
    • der Gunst und unter dem Schutz des russischen Zarenhauses. Man
    • befürchtete außerdem, dass das Osmanische Reich wieder erstarken könnte
    • und Anspruch auf die ehemaligen Gebiete in Europa erheben würde.
  4. Bündnispolitik vor dem 1. WK

    • Bündnispolitik vor dem 1. WK
    • England: das Britische Empire war nicht allzu sehr
    • auf einen Krieg bedacht, die Sicherheit ihres Kolonialreiches stand an
    • 1.Stelle, weshalb es oft in Konflikt mit Frankreich geriet. Ihnen
    • ging es überwiegend um das Gleichgewicht
    • der Mächte auf dem Kontinent. Keine der Großmächte sollte übermächtig sein. Die Aufrüstung der Marine des
    • Kaiserreiches ließ allerdings ihre Alarmglocken schrillen. Man war sich
    • bewusst, dass das deutsche Kaiserreich bereit war nach der Macht zu greifen.
    • Deutschland: Die Kolonialpolitik Deutschlands begann sehr viel später als die der anderen Großmächte in Europa. Daher
    • gab es nur noch wenige Flecken auf der Weltkarte, die man für ein
    • eigenes Kolonialreich nutzen konnte. Zudem fürchtete man einen Angriff
    • von französischer Seite. Das Verhältnis zu dem westlichen Nachbarn war
    • seit dem Krieg 1870/71 tief gespalten. Man versuchte sich stets
    • gegenseitig außenpolitisch zu isolieren.
  5. Kriegsauslöser und -eintritte

    • Der Auslöser war das Attentat von Sarajevo: Am 28.
    • Juni 1914 verübte eine Gruppe junger serbischer Nationalisten
    • hintereinander zwei Attentate auf den
    • östereichischen Thronfolger Franz Ferdinand, welcher dabei ums Leben kam.
    • Österreich-Ungarn vermutete die serbische Regierung als Drahtzieher. Mit der Unterstützung des Deutschen Reiches
    • erklärte Österreich am 28. Juli Serbien den Krieg. Als Folge der
    • Kriegserklärung gegen Serbien begann Russland mit der Mobilisierung.
    • Da
    • der Schlieffen-Plan aber vorsah, Frankreich zu erobern,
    • bevor Russland aufmarschiert hatte, musste das Deutsche Reich schnell
    • handeln. Das Deutsche Reich erklärte am 1. August Russland und am 3.
    • August Frankreich den Krieg. Wie im Schlieffen-Plan vorgesehen,
    • marschierten die deutschen Truppen in die neutralen Länder Belgien und
    • Luxemburg ein. Am 4. August trat schließlich Großbritannien mit der
    • Kriegserklärung an das Deutsche Reich in den Krieg ein.
    • Kriegsauslöser und -eintritte
    • Caption: Das Attentat von Sarajevo
  6. Kriegsverlauf - Kriegsbeginn

    • 2 Lager durch die Bündnispolitik: Entene (FR, GB, Russland) und Achsenmächte (Ö-Ungarn & Dt Reich)
    • Osten: Dt. Truppen gelang tiefer Vorstoß nach Russland. Front wurde von Heimat ferngehalten.
    • Westen:
    • dt. Vormarsch hatte sich im September 1914 festgerannt und in einen Stellungskampf
    • verwandelt.
    • Schon nach wenigen Monaten entsprach der Krieg in
    • FR und Belgien in keiner Weise mehr den Vorstellungen eines
    • kurzen und entschiedenen Waffenganges o. den überkommenen
    • soldatischen Idealen eines heldenhaften Kampfes Mann gegen Mann
    • Auch auf dem Meer scheitern die Pläne: Mitte September beginnt
    • „Wettlauf zum Meer“. Ziel: Einnahme wichtiger Häfen &
    • Einkreisung der Alliierten im Norden bzw. seitens der Alliierten die
    • Einkesselung der Deutschen. Pläne scheitern. Aus dem
    • Bewegungskrieg wird ein Stellungskrieg. Am 02.11. erklärt Großbritannien die Nordsee zum Kriegsgebiet
    • Kriegsverlauf - Kriegsbeginn
    • Caption: Allianzen in Europa
  7. Kriegsteilnehmer

    • Kriegsteilnehmer
    • Caption: Grün: Allierte, Orange: Achsenmächte, Grau: Neutral
  8. Kriegsverlauf - 1915

    • 19.1. Zeppelin-Luftschiffe attackieren Großbritannien.
    • 7.-25.2.
    • Winterschlacht in Masuren: Russland zieht sich endgültig aus Ostpreußen
    • zurück, 100.000 russische Soldaten geraten in deutsche Gefangenschaft.
    • 22.4.
    • Erster dokumentierter Großeinsatz von Giftgas: Bei Ypern setzt das
    • Deutsche Reich mehr als 160 Tonnen Chlorgas gegen französische Soldaten
    • ein.
    • 7.5. Ein deutsches
    • U-Boot versenkt den britischen Passagierdampfer "Lusitania"; fast 2.000
    • Menschen sterben, darunter mehr als 100 US-Bürger. Der uneingeschränkte
    • U-Boot-Krieg wird eingestellt.
    • Kriegsverlauf - 1915
    • Caption: Malerei zu einem Zeppelinangriff
  9. Kriegsverlauf - 1916

    • 21.2. Beginn der zehnmonatigen Materialschlacht um die Festung Verdun, die rund 700.000 Menschenleben kostet.
    • 31.5.-1.6. In der bis dahin größten Seeschlacht vor dem Skagerrak fallen 6.094 britische und 2.551 deutsche Seeleute.
    • 29.8. Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff bilden die neue 3. Oberste Heeresleitung (OHL).
    • 24.6.-26.11.
    • In der Schlacht an der Somme misslingen britisch-französische
    • Durchbruchsversuche trotz erstmaligem Einsatz von Panzern. Mehr als eine
    • Million Soldaten werden verwundet oder getötet.
    • Kriegsverlauf - 1916
    • Caption: Hindenburg, Wilhelm II. und Ludendorf
  10. Kriegsverlauf - 1917

    • 1.2. Erneut eröffnet das Deutsche Reich den uneingeschränkten U-Boot-Krieg.
    • 6.4. Die USA erklären dem Deutschen Reich den Krieg. Grund war der U-Boot-Krieg und die Versenkung des britischen
    • Passagierdampfers "Lusitania". Am 7. Mai 1915 waren rund 1200 Menschen
    • beim Angriff ums Leben gekommen, darunter rund 140 Amerikaner. Als die Deutschen 1917 erneut Versorgungsschiffe mit U-Boot angriffen,
    • reagierten die USA konsequent und traten in den Krieg ein.
    • 7.7. Die Deutschen starten ihren bis dahin größten Luftangriff auf London.
    • 7.11. Beginn der Oktorberrevolution in Russland. Die Bolschewisten kommen an die Macht und errichten die Sowjetrepublik.
    • 15.12. Waffenstillstand zwischen Sowjetrussland und den Mittelmächten.
    • Kriegsverlauf - 1917
    • Caption: Eine US-Zeitung berichtet über den Lusitania-Angriff
  11. Kriegsverlauf - 1918

    • 8.1. US-Präsident Wilson legt dem US-Kongress sein 14-Punkte-Programm vor, das die US- Friedensbedingungen enthält. Das Deutsche Reich lehnt es ab.
    • 3.3.
    • Die Bolschewiki unterzeichnen den Frieden von Brest-Litowsk durch den
    • die Mittelmächte militärischen Handlungsspielraum im Westen gewinnen.
    • 21.3.
    • Dt. dringt in der 2. Marne-Schlacht 60
    • Km vor und nimmt 90.000 Gefangene. Angesichts massiver
    • Nachschubprobleme bricht die OHL die Offensive ab. Aufgrund der
    • französisch-amerikanischen Gegenoffensive im Juli werden die Deutschen
    • nahezu in die Position von September 1914 zurückgedrängt.
    • 8.8.
    • Großangriff der Alliierten bei Amiens. Die dt. Verteidigung bricht zusammen
    • 26.9. Aliierte Verbände drängen dt. Truppen zwischen den Argonnen und der Maas entscheidend zurück.
    • 29.9. Hindenburg und Ludendorff fordern von der Reichsregierung die Aufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen.
    • 3.10.
    • Die Reichsregierung bittet Wilson um einen Waffenstillstand und
    • Friedensverhandlungen auf der Grundlage der "14 Punkte". Die von
    • amerikanischer Seite geforderte Abdankung des Kaisers beantwortet die
    • OHL mit der Wiederaufnahme der Kriegshandlungen.
    • 29.10. Mit der Meuterei von Matrosen der Kriegsmarine in Wilhelmshaven beginnt ein landesweiter Aufstand (Novemberrevolution)
    • 9.11. Max von Baden verkündet
    • die Abdankung des Kaisers und übergibt die Regierungsgeschäfte an
    • Friedrich Ebert. Philipp Scheidemann ruft die Republik, Karl Liebknecht
    • die sozialistische Republik aus.
    • 11.11. Das Deutsche Reich unterzeichnet bei Compiègne den Waffenstillstand.
  12. Folgen des Krieges für Deutschland

    • Im Versailler Friedensvertrag wurde am 28. Juni 1919 vom neuen Außenminister Hermann Müller und Verkehrsminister Johannes
    • Bell im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet. Der Vertrag trat am
    • 10. Januar 1920 in Kraft. Teile des Vertrages waren u.a.:
    • Rückgabe von Elsaß-Lothringen an Frankreich
    • Absetzung des Kaisers
    • Einführung der Republik
    • Reparationszahlungen Deutschlands an die Kriegsgegner
    • Weitere Gebietsabtretungen, v.a. in den Ostgebiete
    • Festschreibung der alleinigen deutschen Kriegsschuld
    • Zusammen mit der Dolchstoßlegende wurde der
    • Versailler Vertrag in folgenden Jahren zu heftigster Agitation gegen
    • die Weimarer Republik und das Ausland genutzt. U.a. die extreme
    • Rechte warf den republikanischen Kräften vor, mit der Unterzeichnung des Vertrags zu einer Erniedrigung des
    • Dt. Reichs beigetragen zu haben.
    • Folgen des Krieges für Deutschland
    • Caption: Die Unterzeichnung des Vertrages
  13. Technologie im 1. WK

    • Der Krieg erlangte schnell einen Charakter des ersten großen technologischen Krieges. Er brachte eine bis dahin weitgehend unbekannte technische "Modernisierung" und Totalisierung mit sich.
    • Durch Materialschlachten dem Einsatz modernen Kriegsgerätes setzte an der Westfront ein bis
    • zu diesem Zeitpunkt beispielloses Töten ein.
    • Die Steigerung der Gewalt
    • im Verlauf des Krieges zum industrialisierten Massentod, die
    • Brutalisierung des Kampfes und die Erfindung immer neuer Techniken des
    • Tötens und Verletzens mittels Giftgas,
    • Flammenwerfer oder durch den Luftkrieg prägten nicht nur nachfolgende
    • Kriege, sondern auch das Denken fast eines jeden Soldaten.
    • Technologie im 1. WK
    • Caption: Gasmaske und Handgranate
  14. Video zur Kriegstechnologie

  15. Soldaten im 1. Weltkrieg

    • Soldaten
    • wurden als einzusetzendes Kriegsmaterial betrachtet.
    • Der Tod als ständiger
    • Begleiter der Frontsoldaten
    • Befestigungsbollwerke sollten gegen Beschuss und feindliche
    • Angriffe schützen
    • Kämpfe: Für die Angreifer war ein Sturm auf die
    • gegnerischen Schützengräben weit verlustreicher als für die Verteidiger,
    • reihenweise starben sie im Abwehrfeuer der Maschinengewehre.
    • Insbesondere die "großen Offensiven", die an den ausgebauten
    • Grabensystemen der Verteidiger zusammenbrachen, sorgten für die größten
    • Opferzahlen.
    • Die gigantische "Abnutzungsschlacht" um Verdun
    • 1916 wurde zum Inbegriff der Grausamkeit des Krieges und zum Symbol
    • des sinnlosen Todes.
    • Nie zuvor wurden so viele Soldaten in einem
    • kriegerischen Konflikt eingesetzt wie zwischen 1914 und 1918.
    • Nach dem Krieg: Wer überlebte, litt oft an Posttraumatischer Belastungsstörung.
    • Soldaten im 1. Weltkrieg
    • Caption: Britische Soldaten der Royal Irish Rifles in einem Schützengraben an der Somme, Herbst 1916
  16. Heimatfront

    • Kriegsanfang: In den großen deutschen Städten wurde der Beginn des Krieges am 1.
    • August 1914 nur zum Teil mit offener Begeisterung aufgenommen. Es
    • überwogen in sich gekehrte Nachdenklichkeit und Sorge über die
    • Unkalkulierbarkeit der kommenden Auseinandersetzung, v.a. aber
    • Zuversicht über einen glücklichen Ausgang des Kriegsgeschehens und der
    • Glaube an den Sieg.
    • Kriegsverlauf: Der Krieg blieb auch nicht von den Daheimgebliebenen fern. Schnell verloren viele Familien ihre Mitglieder und die Situation daheim wurde schwierig.
    • 1915 erste Hungerkrawallen: Versorgungsengpässe, steigende Lebensmittelpreise
    • Massentöten an der Westfront schockiert
    • Von massenhafter Kriegsbegeisterung war nichts zu spühren nach Kriegsbeginn
    • Andauern der Kämpfe ohne Aussicht auf baldigen Erfolg Ausmaß der Verluste führten ab 1916 zu einer allgemeinen tiefen Kriegsmüdigkeit.
    • Heimatfront
    • Caption: Anstehen für Lebensmittel, Berlin 1917
  17. Lernmaterialien

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Erhalte einen umfassenden Überblick über den ersten Weltkrieg
Created by
Laura Overhoff · Jul 2015
Updated
Jan 18, 2017
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