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Flashcards

StEOP '17 Methodologie _ 3

Cat Fischer Soziologie German 45 cards

Cards in this deck (45)

  1. 1Paul F. Lazarsfeld (1901-1976)- Soziologe, Mathematiker
    - erste Ehe mit Marie Jahoda
    -
  2. 2Lazarsfeld II-1930 erste Pläne für Marienthal-Studie
    - Sozialpsychologie: quantitatives Studium von Massenerscheinungen
    - will komplexe Erlebnisweisen empirisch erfassen
    - Reformen in Wien Anfang 20er nahmen für Lazarsfeld bedenkliche Entwicklung an
  3. 3Entwicklungspsychologie Charlotte Bühlers-> konkrete Beobachtung zwischenmenschlicher Beziehungen
    -> Kategorien von Zielsetzungen in verschiedenen Lebensaltern
    -> umfasst gesamten Lebenslauf
  4. 4Marie Jahoda (1907-2001)Grundgedanke: es gibt eine Wechselwirkung zwischen menschlichen Handlungen und gesellschaftlichen Formen -> deshalb muss Sozialpsychologe über Organismus, soziale Zustände und Ideen der Soziologie informiert sein
    - Promotion bei Charlotte Bühler
    - Emigration nach GB, dann USA
  5. 5Hans Zeisel (1905-1992)Statistiker und Rechtswissenschaftler
    - 1938 Emigration in USA
    - Marktforscher, Mitarbeiter im Büro of Applied Social Research, etc.
    - Professor of Law, Statistics and Sociology
  6. 6Wirtschaftspsychologische Forschungstelle Wien (1927-1938)- gegründet von Lazarsfeld und Zeisel
    - geprägt durch konkrete Beobachtungen zwischenmenschlicher Beziehungen von Charlotte Bühler
  7. 7Methodologie: Entwicklung-Erfahrung mit Methoden
    - Aufbau und Komplexitätsgrad der Untersuchung
    - Metastudien
    --> methodologischer Erfahrungstransfer
  8. 8cross-examinationkontrollierte Verarbeitung verschiedenster Daten
  9. 94 Regeln "WIener Erfahrungen" (1933)1. objektive Beobachtungen und introspektive Berichte
    2. statistisches Material und Fallstudien
    3. Durchschnittsinformationen und entwicklungsgeschichtliche Informationen
    4. natürliche Daten und experimentelle Daten
  10. 10Marienthalstudie- erstmalige Erscheinung 1933 anonym
    - bearbeitet und herausgegeben von Österreichischer Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle
    - Bücherverbrennung
  11. 11Hans Zeisel: Geschichte der Soziographie- erste soziographische Untersuchung 1641
    - Petty: methodische Klärung der Auswahl relevanter Merkmale nach soziologischen Problemstellungen (Sinnzusammenhänge)
  12. 12Hans Zeisel: Geschichte der Soziographie II- Problemstellung Quételets -> für eine adäquate BEschreibung sozialpsychologischer Vorgänge noch nicht ausreichend
    - VOrbild Le Play: alle erreichbaren Detailmerkmale als Inventar aufzeichnen
    -
  13. 13Hans Zeisel: Geschichte der Soziographie III-Ernst Engel findet Zusammenhänge zwischen Gesambudget und Verteilung der Ausgaben - Carrol D. Wright ergänzt diese AUfzeichnungen im Sinne Le Plays
    - Max Weber: Enquête über das Zeitungswesen
  14. 14soziale Reportage- zufällige Eindrücke, journalistisch Arbeit
    - nicht methodengeleitet
    -->man will die Lücke zwischen nackter Statistik und zufälligen Eindrücken füllen
  15. 15"Ein soziographischer Versucht"Ferdinand Tönnies: Verbindung von theoretischen Überlegungen und systematischen Beobachtungen
    --> systematische Soziologie benötigt konkretes Material. das nach bestimmten MEthoden gesammelt werden muss
    Kritik an Deskription = "theorieloser Empirismus"
  16. 16Soziographiegesellschaftliche BEschreibung
    -> 1913 von Steinmetz gegründetete sozialwissenschaftliche Sonderdisziplin
    --> soll soziale "Gegenwartstatsachen" in ihrer vollen Komplexität abbilden
  17. 17SoziometrieSoziogramm: graphische Darstellung sozialer Verhältnisse
  18. 18"Leitformel"Resultate verschiedener empirischer Untersuchungen zusammenfassen
  19. 19Idee hinter Marienthalstudie- Methode der Darstellung, die die Verwendung exakten Zahlenmaterials mit dem Sicheinleben in die Situation verbindet
    -> Kontakt
    -> objektiv formulierbares Erfassen
    -> möglichst kleine Zahl von Haupttatsachen
  20. 20zwischen sozialer Reportage und Statistik1. naürliche Quellen
    2. Indikatoren
    3. Datenniveau
  21. 21natürliche Quellenaus dem sozialen Leben gehen
    generierte Berichte
  22. 22Indikatorenobjektiv= Verhalten
    subjektiv = Einstellung
  23. 23Datenniveauqualitativ
    quantitativ
  24. 24Marienthal (Herbst 1931 - Mai 1932: Planung und Durchführung der Erhebung=n = 478 Familien
    objektive Daten (vorhanden/für Untersuchung)
    Erlebnis Arbeitslosigkeit
  25. 25Marienthal: vorhandene objektive Daten- im Konsumverein
    - auf der Gemeinde
    - in Vereinen
  26. 26Marienthal: objektive Daten für Untersuchung- Essenverzeichnisse (n=40)
    - Zeitverwendungsbögen (n = 80)
    - Beobachtungsprotokolle
  27. 27Marienthal: Erlebnis Arbeitslosigkeit- gelegentliche Äußerungen
    - ausführliche Antworten auf Fragen
    - Erzählungen der Gemeindefunktionäre
    - zufällig gefundene Tagebücher und Briefe
    - Lebensgeschichten (n= 32Männer, 30Frauen)
  28. 28Marienthal: UntersuchungszielDie Auswirkung von Arbeitslosigkeit auf..
    - politisches Interesse
    - Familienleben
    - Bedürfnisreduktion beim Essen
    - die Dorfgemeinschaft
    - Zeitverschwendung
    - persönliche Lebensplanung und Zukunftsperspektiven
  29. 29Marienthal: Erhebungsmethoden- Beobachtung
    - Zeitverwendungsbögen
    - Ess- und Haushaltsinventarverzeichnisse
    - Biographien
    - Schulaufsätze
    - Gespräche
    --> konvergierende Validität
  30. 30KonvergenzvaliditätKonvergenzvalidität (englisch convergent validity) oder konvergente Validität bezeichnet in der multivariaten Statistik einen Teilaspekt der Konstruktvalidität (nicht verfälscht) und liegt vor, wenn die Messungen eines Konstrukts mit unterschiedlichen Methoden übereinstimmen.
  31. 31Marienthal: Aktionismus- Rolle der beteiligten ForscherInnen (für die Gemeinscahft nützliches Mitglied; kein Mitglied sollte sich als Feldforscher vorstellen - ethische Bedenken)
    - Kleideraktion
    - politische Mitarbeit
    - Schnittzeichenkurs
    - ärztliche Behandlung und Erziehungsberatung
    - Mädchenturnkurs
  32. 32Marienthal: Methode der InterpretationDas Gemeinsame von quantitativen Daten wird in Form einer integralen Interpretation so zu einem Begriffsbild zusammengefasst (z.B. "müde Gemeinschaft", "Zusammenbruch der Zeitstruktur"), dass weitere Folgerungen ableitbar sind.
    -> "Zwischending zwischen Analogie und Modell"
  33. 33Marienthal: müde Gemeinschaft- Park verwildert
    - Kindergarten geschlossen
    - Theater spielen ohne Lust
    - Entlehnungszahlen in der Bibliothek sinken
    - Unterhaltung statt Politik
    - geringere Vereinstätigkeit
  34. 34Marienthal: Haushaltstypen- Ungebrochene
    - Verzweifelte
    - Apathische
    - Resignierte
  35. 35Prinzipielles zur Soziographie (Lazarsfeld 1934)heuristische Achsen:
    subjektive vs. objektive Daten
    Einzeldaten vs. Statistik
    gegenwärtige vs. vergangene Daten
    natürliche vs. experimentell gewonnene Daten
    elementare vs. komplexe Einheiten
  36. 36Soziographie am Beispiel Marienthal: subjektive Daten- Beobachtungen: langsames und müdes Bewegen der Bewohner
    - Protokoll über Äußerungen: verstären den müden Eindruck (= Erleben der Arbeitslosigkeit)
  37. 37Soziographie am Beispiel Marienthal: objektive Daten- Messungen: Bewegungsgeschwindigkeit 3,7km/h (aber fehlende Vergleichsdaten)
    - Verhalten und Leistung: Der Park wird nicht mehr gepflegt
  38. 38Soziographie am Beispiel Marienthal: Beispiel Fragebogen - subjektive Daten- Antworten: persönliche Einschätzung
    - Kaufbegründung: Ablaufbegründungen, Merkmalsbegründungen
    -> Motivation intrinsisch? extrinsisch?
  39. 39Soziographie am Beispiel Marienthal: Beispiel Fragebogen - objektive Daten-Handlungen: Kauf bestimmter Marken/Produkte
    - Statistik
  40. 40Soziographie am Beispiel Marienthal: Einzeldaten vs. Statistik- Auffälligkeiten vs. Wie oft kommen sie vor?
    - Unterstützung des Zusammenhangs vs. Zusammenhänge entdeckt
  41. 41Soziographie am Beispiel Marienthal: Vergangenheit vs. Gegenwart- Kindheitseindrücke
    - Traditionen einer Gesellschaft/Gruppe
    - Traditionen einer Religion
    - Ereignisse
    - saisonale Schwankungen
  42. 42Soziographie am Beispiel Marienthal: natürliche Datennon-reaktiv
    - amtliche Statistiken
    - manifestes Material
  43. 43Soziographie am Beispiel Marienthal: experimentell gewonnene Datenreaktiv
    - Befragung
    - Aufzeichnung
    - reines Experiment
  44. 44Soziographie am Beispiel Marienthal: elementare Dateneine Variabel
    --> monetär: jede PErson im Haushalt extra
  45. 45Soziographie am Beispiel Marienthal: komplexe datenKombination mehrerer Variablen
    --> Haushaltseinkommen
    monetär+Sachbezüge

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Soziologie (StEOP Univie'17_Methodologie) Flashcards on StEOP '17 Methodologie _ 3, created by Cat Fischer on 01/06/2017.
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Cat Fischer
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