Fichas
Fachbegriffe MODUL 1C
Fichas del conjunto (39)
- 1WeiterbildungsspiraleBeschäftigungsaussichten verbessern sich nicht/nur kaum
Soziale Ungerechtigkeit bei Zugang zu Arbeitsplätzen u. Berufskarrieren kaum kompensiert
wiederholte Teilnahme --> Kumulation
nur stigmatisierende Reperaturmaßnahme - 2Unterschied Weiterbildung und FortbildungWeiterbildung:
- muss in keinem direkten Bezug zu Job stehen
- eigenes Qualifikationsprofil ausbauen
- in verschiedensten Bereichen möglich
- kein konkreter betrieblicher Zweck verfolgt
- kann, aber muss nicht von AG finanziert werden
Fortbildung:
- konkrete Weiterqualifizierung im Fokus
- bezieht sich auf ausgeübten Job
- gezielter Erwerb weiterführender Fähigkeiten für Job
- beruflicher Aufstieg
- in der Regel von AG übernommen - 3ÜbergangssystemBildungsangebot für Jugendliche, die nicht direkt in reguläres Ausbildungsverhältnis wechseln
Bsp: Berufsgrundbildungsjahr, Berufsvorbereitungsjahr, Berufseinstiegsjahr
fördern Ausbildungsreife, erleichtern Übergang in duales System
Kritik: Mangel Effektivität bei Einsatz finanzieller Mittel u. Personal
Überlick verschwimmt
-> grundsätzlich aber unverzichtbar - 4EntkoppelungBestimmte Schulabschlüsse können auf verschiedene Art und Weise erreicht werden
erhöht Vielfalt der Bildungsgänge, die formal zu selben Zielen führen
Lösung von Schulform und in ihr erworbenen Abschlüssen - nicht mehr nur starr über vorgegebenen Weg zu erreichen - 5DurchlässigkeitMöglichkeit des individuellen Wechsels innerhalb und zwischen den Bildungsbereichen
getroffene Entscheidungen können "korrigiert" werden - 6Tripartismusgemeinsame Verantwortlichkeit von Staat, Gewerkschaften und Verbänden -> Vermeidung von Marktversagen u. Staatsversagen
1) korporativer Tripartismus:
- Staat bezieht nicht hoheitliche Entscheidungsträger/Akteure in Entscheidungsprozesse ein (Staat, Vertreter von AG/AN), Legitimation durch BBiG
-> Hauptausschuss des BIBB = Bsp. für konkrete Ausgestaltung: Staat, AG/AN
2) tripartistisches Arrangement:
- Akteuere= Staat (Bund, Länder), AG/AN Verbände (zB. Kammern)
- nicht nur staatliche, sondern auch nicht hoheitliche sind an Entscheidungen mit kollektiver bindender Wirkung beteiligt, auch in Form von Gesetzen
- finden auf allen drei Ebenen der betrieblichen Ausbildung statt (BIBB, Landesregierung, zuständige Stellen) - 7VerdrängungswettbewerbSchulabsolventen mit "geringsten" Vorbildungen von Absolventen mit "höherer" Vorbildung verdrängt
- 8Ausbildungsordnungbundeseinheitliche Standards betrieblicher Ausbildung
Inhalt: Bezeichung Ausbildungsberuf, Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild, Prüfungsanforderungen, Ausbildungsdauer
regelt: sachliche und zeitliche Gliederung
Erlassung durch: zuständiges Fachministerium im Einvernehmen mit Bundesministerium für Bildung und Forschung [BMBF] (-> also Bund) - 9arbeitsprozessorientiertes Lernenzielt auf Erwerb übergreifender Handlungskompetenzen ab (einschließlich: Zielsetzung, Planung, Durchführung, Bewertung eigene Arbeit)
arbeitsgebundenes Lernen:
klare Trennung von Arbeits- und Lernsituation, Lerninhalte von Arbeitsprozess bestimmt
arbeitsimmanentes Lernen:
Lernen anhang Arbeitsprozess
arbeitsbezogenes Lernen:
nur noch gewisse Beziehbarkeit der Lerninhalte auf Arbeitsprozess gefordert - 10Subsidaritätsprinzipnationalstaatliche Souveränität u. bildungspolitische Eigenständigkeit der Mitgliedsstaaten gewährt
definierte Rangfolge staatlich-gesellschaftlicher Maßnahmen
bestimmt prinzipielle Nachrangigkeit nächster Ebene: jew. größere Einheit soll nur dann, wenn kleine nicht in der Lage dazu ist, aktiv werden und regulierend/kontrollierend/helfend eingreifen
Aufgaben soweit wie möglich von kleinerer Instanz allein unternommen - 11Qualifikationsparadoxnachweisbare Bildungserfolge = unabdingbare Voraussetzung, andererseits garantiert Nachweis immer weniger erfolgreiche Erwerbskarriere
Entwertung der Abschlüsse - 12Bildungsexpansionstatistische Ausweitung der Teilnahme an weiterführender Bildung
junge Menschen verbleiben immer länger im Bildungssystem -> höhere Bildungsabschlüsse
jüngere Menschen teilweise höhere Bildung, als deren Eltern
immer mehr Abiturienten unter Azubis - 13EmplyoabilityFähigkeit zur Teilnahme am Arbeits- und Berufsleben
Bologna Prozess zielt auf Erweiterung der Beschäftigungsmöglichkeiten nach Hochschule ab
überfachliche Kompetenzen:
Initiative, Aktivität, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Selbstreflexion - 14Strukturkonservatismusan gegebenen Strukturen festhalten
- 15Vertikale SubstitutionBesetzung von Ausbildungsplätzen vermehrt mit Hochschulabsolventen
AG stellen lieber Bewerber mit höherem Abschluss ein -> fehlende Ausbildungsplätze für Bewerber mit niedrigem Abschluss - 16ProzessUnterrichtsgestaltung, Lernmaterialien, Kooperation im Lehrerkollegium
- 17OutputZeugnisse, Abschlüsse, erworbene Kompetenzen
- 18InputQualifikation Lehrer, Bildungszeiel, finanzielle Ausstattung, Anforderungen an Schüler
- 19Outcomegesellschaftliche Position, berufliche Erfolge, sozialer Status
- 20DualitätsprinzipAusbildung praktisch: Lernort Betrieb
theoretisch: Lernort Schule
Ausbildung ganzheitlich, nicht nur auf einen Betrieb ausgerichtet - 21BerufsprinzipArbeitsprozesse beruflich organisiert
Ausbildung qualifiziert für Beruf, nicht für Betrieb
Beruf besteht aus Bündel an Kompetenzen, die bundesweit erworben und vorausgesetzt werden können -> Betriebs- und landesübergreifende Mobilität - 22NeokorporatismusEinbindung von Interessen der Verbände in die Politik
Teilhabe an der Formulierung/Ausführung von politischen Entscheidungen
Bsp: Entwicklung Ausbildungsordnung - 23PolitiyFormen und Strukturen in denen Politik abläuft
institutionelles Normengefüge und die sich daraus ergebenden Ordnungen, politischen Verfahren etc. - 24PoliticsProzesse, in denen Vielzahl von Akteuren politisch agieren
aktiver, durch Verhandlung, Konflikt und Konsens gekennzeichneten Prozess politischer Gestaltung (zB Interessenverbände) - 25PolicyInhalte und Problembereiche, die Gegenstand politischer Programme/Vereinbarungen sind, auf die sich politisches Handeln bezieht
- 26Bürgerliche VertragsfreiheitFreiheit selbst zu entscheiden, ob und mit wem Vertragsabschluss vorgenommen wird und welchen Inhalt dieser besitzt
Grenzen bei Gesetzes-/Sittenwidrigkeiten - 27Mittelbare StaatsverwaltungStaat lässt Verwaltungsaufgaben durch rechtlich selbstständige Organisation wahrnehmen
nicht durch eigene Behörden in eigener Trägerschaft (-> unmittelbare Staatsverwaltung)
Gibt es sowohl auf Bundes, als auch auf Landesebene
Bsp: Handelskammer, Kammern, Gemeinden - 28Meritokratische LogikLeistungsprinzip entscheidet über individuelle Biographie
beschreibt Folgen des Zusammenhangs von Bildung und Beschäftigung (=Hierarchie nach Leistung)
soziale und berufliche Positionen werden über schulische Leistung und deren Zertifizierung zugewiesen (Bildungsmeritokratie)
je höher erreichter Abschluss, desto höher gesellschaftliche Position, die eingenommen werden kann
-> kann zu Schwächung des dualen Systems führen -> erreichen von Hochschulabschluss erscheint erstrebenswerter - 29Berufsprinzip: 1) ErwerbsfunktionNormalmodell gesellschaftliche Reproduktion + Integration für Sicherung des Lebensunterhalts
- 302) Sozialisationsfunktionbezieht sich auf Berufsvorstellungen + Positionen über angemessene Umgangsformen, Konsumgewohnheiten, Freizeitbeschäftigung, Orientierung + Interessen innerhalb und außerhalb der Arbeit
berufliche Position ist Ausdruck persönlicher Identifizierung und erfasst über Arbeitsqualifikation hinaus gesamte Persönlichkeit:
"Wast du bist, bestimmt dein Beruf" - 313) AllokationsfunktionAN-Seite -> Bündelung persönlicher Fähigkeiten und Orientierungen zu Handlungs- und Verhaltenspotenzialen
AG-Seite -> Bündelung Arbeitsinhalte zu standardisierten Mustern betrieblicher Arbeit
-> die Zuweisung der Berufsinhaber zu Berufspositionen
-> Dominanz der berufsfachlichen Arbeitsmärkte erleichtert Betrieben Personaltausch über externen Arbeitsmarkt und Berufsinhabern dem Betriebswechsel ohne Qualitätsverlust - 324) SelektionsfunktionOptionen Berufsinhaber bestimmt durch berufliche Qualifikation + Handlungsrahmen betrieblicher Personalpolitik
durch berufsspezifische Organisation erhält Bildungssystem Funktion als Zuteilungsapparatur von Lebenschancen zugeschrieben -> berufliches Zertifikat entscheidet über offene Karrierewege
-> Auslese für die hierarchische Struktur beruflicher Positionen auf der Grundlage eines beruflichen Zertifikates des Berufsbildungssystems - 335) StatuszuweisungBeruf dient als Medium gesellschaftlicher Sicherung und Positionszuweisung
- 346) Strukturierungsfunktionindividuelle Ebene des Lebenslaufs (Erwerbsbiografie -> Beruf ermöglicht stufenweise Entfaltung von Lebensplänen + ist entscheidendes STrukturierungselement des gesamten Lebenslaufs)
betriebliche Ebene der Arbeitsorganisation (Beruf bestimmt Einsatz- und Verwertungsbedingungen der Arbeitskraft + arbeitsorganisatorisch-technische Gestaltung der Arbeitsabläufe)
gesamtgesellschaftliche Ebene der Sozialbeziehungen und sozialen Sicherung (Beruf dient als normatives Fundament für Vertragsabschlüsse, Versachlichung, Arbeitsvermittlung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung)
Arbeitsmarkt [-> Arbeitsmarktsegmentation] (Beruf ist für Arbeitsmarkt = Steuerungselement: Zugangschancen, Selektions- und Allokationsprozesse werden über Nachweis normierter, strukturierter und standardisierter Zertifikate gesteuert)
Effekt: überbetriebliche Verwertung der Berfusausbildung und Vermarktbarkeit der Arbeitsfähigkeit - 35Konsensprinzipeinvernehmliche Vorgehensweise verschiedener politischer Akteure
Weg zur Entscheidungsfindung in einer Gruppe
Entscheidungen werden ohne Gegenstimme getroffen
Alternative zum Prinzip der Mehrheit - 36Korporatistisches PrinzipFormen der Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen an politischen Entscheidungsprozessen
basiert auf Konsensprinzip - 37Ausschließliche GesetzgebungNUR Länder oder NUR Bund erlassen Gesetze
allein Bund berechtigt, einige Bereiche durch Rechtsnormen zu regeln (Gesetzgebung); einzig wenn Länder dazu ermöchtigt werden, dürfen diese nach Vorschriften des Bundesgesetzes Teilbereiche selbst regeln
(Grundlage Artikel 71&73 GG) - 38Konkurrierende GesetzgebungGesetzgebungsbereiche in denen weder Bund noch Länder über ausschließliche Zuständigkeit verfügen (zB. Recht der Wirtschaft)
Bundesrecht bricht Länderrecht - 39Föderales Prinzippolitische Ordnung, bei der staatlichen Aufgaben zwischen Gesamtstaat und Einzelstaaten aufgeteilt werden
so, dass beide politischen Ebenen für bestimmte Aufgaben selbst zuständig sind
zB. duales System: Bund -> betrieblicher Teil, Länder -> schulischer Teil (Kulturhoheit der Länder)
Información
- Descripción
- - Modul 1C Fichas sobre Fachbegriffe MODUL 1C, creado por Linda Rohde el 06/09/2016.
- Creado por
- Linda Rohde
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