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Flashcards

Bildungspsychologie

Miriam Brunner Psychologie German 30 cards

Cards in this deck (30)

  1. 1Was ist Angewandte Psychologie?= Sammelbegriff für Teilfächer & Arbeitsfelder
    Ziel: wissenschaftsgestützte Problemlösung in den versch. Bereichen des gesellschaftlichen Lebens
  2. 2Wer waren Karl-Heinz Ingenkamp (1925-2015) und Benjamin Samuel Bloom (1913-1999)?- Ingenkamp: Erziehungswissenschaftler & Schriftsteller
    "Wir wissen viel, können viel ändern, aber die Praxis hinkt 50 Jahre hinterher!" (Bloom) => Untertreibung
    - Bloom = amerikan. Psychologieprofessor => Beschäftigung mit Lernzielen
  3. 3Was ist das 2-Sigma Problem?= die Suche nach der Erziehungsmethode, die eine beliebige Person unter die besten 2% bringt (Normalverteilung) => Laszlo Polgar - Bring up the Genius (70er)
  4. 4Was hat sich in den modernen Wissenschaftsgesellschaften seit dem 16. Jhdt. geändert?- Notwendigkeit zur Wissenserweiterung
    - schnelle Wissensvermehrung
    - Wachsende Komplexität => Optimierung von Lernen = lebenslanger Prozess
    - damaliges Wissen stark begrenzt (NYT)
  5. 5Was ist die effektivste Fördermethode?= Mentoring
    - individuell zugeschnittene Lernumgebung
    - Aufbau von Lernkompetenzen
    - motivierendes Lernumfeld
    Bsp. Ernest Rutherford
  6. 6Was sind Ergebnisse der PISA-Studie?- mit der Buchanzahl im Elternhaus steigt die Lesekompetenz der Kinder
    = valider Indikator für sozioökonomischen Background (mehr Freude am Lesen = besser im Lesen)
    => Bücher müssen aber auch gelesen werden => Eltern = 1. Bildungsinstanz (Vorbildwirkung)
  7. 7Was sind Merkmale von selbstreguliertem Lernen?- selbstständige Lernziele setzen
    - angemessene Auswahl & Einsatz von Techniken/ Strategie bzgl. Ziel & Inhalt
    - Aufrechterhaltung der Motivation
    - Bewertung der Zielerreichung während & nach Abschluss des Lernprozesses
    - Korrektur der Lernstrategie (bei Bedarf)
  8. 8Welche Lernstrategien erbringen welche Lerngewinne?- Wiederholung => 1,8 fache
    - Organisation (Mindmaps, Tabellen, anders darstellen,...) => 3,4 fache
    - Elaboration (Neues mit Altem) => 9 fache
    --> Langzeitgewinne in der Merkfähigkeit durch Lernstrategien: 6,4 fache
  9. 9Was sind Gründe für das Anwenden von SRL?- direkt nachweisbare positive Effekte auf die Leistung
    - verbessertes Lernverhalten
    - Motivationszuwachs (mehr Lerninteresse)
    - Grundlage zum lebenslangen Lernen
    - Überwinden von Leistungsbarrieren
  10. 10Was sind die 7 Prozesse des SRL?1. Selbsteinschätzung
    2. Ableitung Lernziel
    3. Strategische Planung
    4. Strategieanwendung
    5. Strategiemonitoring
    6. Evtl. Anpassung der Strategie
    7. Bewertung des Ergebnisses
  11. 11Welche Ebenen von Bildungspsychologie gibt es?1. Formale Ebene
    - Produkt = überdauernde Ausprägungen der Persönlichkeit; "Ich bin gebildet." = Ziel; Ende von einem Ziel
    - Prozess = Aufbau und soz. Vermittlung dieser Persönlichkeitsausprägungen; "Ich bilde mich." = Prozess, Bildung zu erlangen
    2. Inhatliche Ebene
    - "Was sind Inhalte von Bildung?"
  12. 12Was sind Punkte der inhaltlichen Ebene?- histor & soz Beeinfl der Bildungsbewert
    - humanist ganzheitl Bildungsideal vs. gesell. arbeitsmarktpolit Anforderung (=krit Denken, gr. Wissen vs. Berufsqualifikation)
    - derzeit: berufl-fachl Qualifikationen & soziokulturelle Kompetenzen
  13. 13Welche 2 konstitutive Kompetenzen (bestimmend für Bildung) gibt es nach Barz?- verfügbare Wissensbestände und kulturelle Fähigkeiten
    - kommunikative Kompetenz und Ausstrahlung (sieht gebildet aus, drückt sich geb. aus)
  14. 14Welche 6 Maßstäbe (Bildung = schwer messbar) gibt es nach Hentig?1. Abscheu & Abwehr v. Unmenschl
    2. Wahrnehmung von Glück
    3. Fähigkeit & Wille, sich zu verständigen
    4. Bewusstsein von Geschichtlichkeit der eigenen Existenz
    5. Wachheit für letzte Fragen
    6. Bereitschaft zur Selbstverantwortung und Verantwortung in der Res Publica
  15. 15Wie definiert man Bildungspsychologie?= alle Bildungsprozesse, die zur Entwicklung von
    - Bildungskompetenzen beitragen,
    - Bedingungen, Aktivitäten & Maßnahmen, die diese Prozesse gemäß psycholog Theorien beeinflussen können
    Wie entstehen Bildungskompetenzen? => Entwicklungsprozesse
    Wie können wir sie weiterentwickeln? => konkrete Beeinflussung, Weiterentwicklung (aus psych. Perspektive)
  16. 16Was ist Gegenstand der BP?Erforschung von...
    - Bildungsprozessen
    - Bildungsprodukten
    => expliziter Fokus bzgl. direktem Eingriff in Bildungsgeschehen (= Weiterentwicklung)
  17. 17Was will BP?- erforschen
    - unmittelbar verändern
    - Handlungsgrundlage für VÄ liefern
    => evidence based education
  18. 18Welche Ebenen gibt es im Strukturmodell der Bildungspsychologie?- Bildungskarriere = WANN passiert Bildung
    - Handlungsebenen = WO ist Bildung angesiedelt) Auf welche Ebenen sind Aufgaben zu leisten=
    - Aufgabenbereiche = Bildungsprozesse müssen in versch. Aufgabenbereichen durchgeführt werden
  19. 19Was gehört zur Bildungskarriere?- versch. Bildungsinstanzen im Laufe des Leben => weniger strukturiert zu Beginn
    - Erforschung Prozesse & Produkte in versch. Phasen der Bildungskarriere
    - Familie (Eltern), Vorschulbereich, Primärbereich (6-10), Sekundärbereich, Tertiärbereich, Mittleres Erwachsenalter (30-60; beruflich & privat), Höheres Erwachsenenalter (Motive: soz. Kontakt, Kommunikation, ...)
  20. 20Was gehört zu den Aufgabenbereiche?= aktiver Eingriff ins Bildungsgeschehen zum Zwecke der Weiterentwicklung & Optimierung
    - Forschung, Beratung, Prävention, Intervention, Monitoring & Evaluation
  21. 21Was gehört zu Forschung?- Bildungsprozesse beschreiben, verstehen & erklären
    - Theorie- und Modellentwicklung = Basis für prakt. Tätigkeiten & Optimierung des Bildungsgeschehens
  22. 22Was gehört zu Beratung?- kompetente Person erteilt Rat
    - Ziel: Problemsituationen klären, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, Entscheidungshilfe geben
    - KEINE Entscheidungsbefugnis => beratende Tätigkeit
    - Individual- & Organisations- bzw. Systemberatung
    - diagnostische Kompetenz
  23. 23Was gehört zu Prävention?- frühzeitige Maßnahmen zur Verhinderung problematischer Sachverhalte (Aggressionsprävention)
    - Grenze zur Intervention fließend
  24. 24Was gehört zu Intervention?- Maßnahmen zur Beseitigung eines problematischen Sachverhaltes => Trennung zu Prävention schwierig: Bsp. bei Gruppen - manche schon betroffen, andere noch nicht
  25. 25Was gehört zu Monitoring & Evaluation?- Bildungsmonitoring = systematische & regelmäßige Erfassung von Indikatoren für Qualität eines Bildungssystems oder Teilsystem
    - Evaluation = wissenschaftsgestützte Untersuchung der Effektivität & Effizienz von Maßnahmen
  26. 26Welche Handlungsebenen gibt es?- Makroebene (höchste): bildungspolitisch relevante Gesamtsysteme & ihre Rahmenbedingungen
    - Mesoebene: Institutionen & ihre Rahmenbedingungen
    - Mikroebene: individuelle Lernbedingungen
    --> Ebenen beeinflussen sich gegenseitig
  27. 27Aus welchen Teilen besteht das Strukturmodell?- 3 Dimensionen, 15 Segmenten, 105 Modulen
    - jedes Segment hat eindeutige Position auf Dimension => übergreifender Bezug zu anderen 2 Dimensionen
    - jedes Modul hat eindeutige Position auf allen 3 Dimensionen
  28. 28Was für Forschungsschwerpunkte gibt es in der BP?- Life Long Learning: Förderung von Bildungsmotivation & SR in Schule und Hochschule
    - Aggression in Schulen: Bestandsaufnahme & Prävention
    - soziale Beziehungen in multikulturellen Schulen & untersch. Kulturen
    - Genderfairness in Bildungs- und Karriereverläufen
    - Evaluationsforschung
    - Implementationsforschung
    - Transferforschung
  29. 29Was will das Moderatorenmodell?- Potentialumsetzung in Leistung über Transformationsprozess
    - Transformationsbeeinflussung von versch. Faktoren innerhalb Person & in Umwelt = Moderatoren
  30. 30Was ist Mastery und was Perfomance?- Mastery: Kompetenzen & neues Wissen erwerben
    - Performance: besser als andere sein (approach) vs. nicht schlechter als andere sein (avoidance)

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VO zu Bildungspsychologie von Marko Lüftenegger
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Miriam Brunner
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