Flashcards
EURO-FH ALPS 2 Glossar
Cards in this deck (53)
- 1Absichtsüberlegenheitseffektbeschreibt das Phänomen, dass unerledigte Handlungen im Vergleich zu abgeschlossenen in einem Zustand erhöhter Aktivität im Gedächtnis verharren
- 2Abwehrmechanismusnach Freud ein Mechanismus des Ich, inakzeptable Triebwünsche des Es abzuwehren
- 3AkquisitionsphaseLernphase bei der klassischen Konditionierung, in der der CS zusammen mit dem US präsentiert wird;
bei der operanten Konditionierung die Phase, in der dem Verhalten ein Verstärker - 4AmygdalaKern im vorderen Temporallappen von der Größe und Form einer Mandel;
nimmt wichtige Rolle bei der Furchtkonditionierung ein - 5Anspruchsniveauim Bereich der Leistungsmotivation der Gütemaßstab, den eine Person für eine künftige Leistung in einer ihr bekannten Aufgabe explizit zu erreichen versucht
- 6Appraisaltheorieunter diesen Begriff werden Theorien der Emotionsgenese zusammengefasst, die die kognitive Einschätzung der Situation für das Zustandekommen einer Emotion als wesentlich ansehen
- 7Arbeitsgedächtnisvon Baddeley und Hitch formulierte Konzeptualisierung des KZG, bei dem die Funktion eines solchen Kurzzeitspeichers im Vordergrund steht;
Komponenten des AG sind die Phenologische Schleife, der räuml.-visuelle Notizblock, die Zentrale Exekutive und der episodische Puffer - 8attributionale Motivationstheoriehat zum Gegenstand, wie sich die wahrgenommenen Ursachen von Handlungen auf Erwartung und Wert und damit auf die Auswahl und Ausführung von künftigen Handlungen auswirken
- 9Attributionstheorienimmt an, dass eine bestimmte Art von Kognition, nämlich Zuschreibungen (Attributionen), wichtige Auswirkungen auf Emotion und Motivation haben;
eine wichtige Form der Zuschreibung ist die Kausalattribution (Ursachenzuschreibung) - 10Bewusstseinslageim Rubikon-Modell der Handlungsphasen versteh man unter der B. eine bestimmte kognitive Einstellung und Art der Informationsverarbeitung, die den jeweiligen Anforderungen der Handlungsphasen gerecht wird;
realitätsorientierte B. ist gekennzeichnet durch objektive, offene, unparteiische Informationsaufnahme und -Verarbeitung;
realisierungsorientierte B. ist gekennzeichnet durch subjektive, parteiische und eher fokussierte Verarbeitung - 11Blockingim Bereich der klassischen Konditionierung der Effekt, dass ein CS, der bereits einen US zuverlässig ankündigt, die Assoziation eines zusätzlichen CS mit eben diesem US verhindert (blockiert);
Effekt widerspricht Prinzip der Kontingenz - 12CircumplexmodellEmotionsmodell von Russel, das die Emotionen in einem Koordinationssystem mit den beiden Dimensionen Valenz und Arousal aufspannt
- 13Darbietungsregel (Display rules)kulturspezifische regeln, die das Zeigen von Emotionen betreffen;
soll erklären, dass das Zeigen von Emotionen kulturellen Regeln unterworfen ist, während emotionsspezifische Gesichtsausdrücke sich zwischen den Kulturen kaum unterscheiden - 14Effektantizipationmentale Vorwegnahme eines Handlungseffekts
- 15Emulationslernenbeim Emulationslernen wird durch Beobachtung etwas über die Funktion von Objekten in der Welt gelernt
- 16episodisches Gedächtnisim episodischen LZG werden autobiografische Erinnerungen im raum-zeitlichen Kontext gespeichert
- 17evaluative Konditionierungbei der e. K. wird ein affektiver Reiz mit einem neutralen Reiz gepaart;
in der Folge kommt es zu einer Valenzverschiebung bei dem vormals neutralen Reiz, der die Valenz des affektiven Reizes annimmt;
im Gegensatz zur k. K. ist die e. K. extrem löschungsresistent und nicht abhängig von Kontingenz - 18Extinktionauch Löschung genannt;
ist bei der k. K. die Phase nach der Akquisitionsphase, wenn der CS allein dargeboten wird;
während der E. lässt die CR nach bis der CS keine CR mehr auslöst;
bei der o. K. ist jeder Durchgang, in dem der Verstärker nicht gegeben wird, eine E. - 19Facial-Feedback-HypotheseAnnahme, dass die Wahrnehmung der Veränderung der eigenen Mimik die entsprechende Emotion auslösen kann
- 20FeldtheorieMotivationstheorie von Kurt Lewin;
danach erzeugen Wünsche und Absichten einen Spannungszustand, der zum Handeln drängt;
Gegenstände oder Ereignisse die geeignet sind den Spannungszustand zu beenden erhalten Aufforderungscharakter; diese wirken als Feldkräfte in dem Sinne, dass sie psychische Prozesse und die Motorik beeinflussen;
die durch den Aufforderungscharakter veranlassten Handlungen führen zur Sättigung des Quasibedürfnisses und damit zum Ausgleich der Spannung - 21GedächtnisspanneMenge an Informationen, die im Kurzzeitgedächtnis kurzfristig aufrecht erhalten werden kann, beträgt 7 + / - 2 Chunks
- 22Generalisierungbei der k. K. wird die CR nicht nur durch den CS sondern auch auf Reize gezeigt, die dem CS ähnlich sind;
die CR generalisiert - 23Gesetz des Effektsvon Thorndike formuliertes Lernprinzip, das besagt, dass aus einer Menge von Handlungen diejenigen mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgeführt wird, die in der Vergangenheit zu positiven Konsequenzen geführt hat
- 24HabitGewohnheit;
Komponente in der Verhaltensgleichung der Triebreduktionstheorie von Hull;
Stärke des Habit hängt von der Anzahl der verstärkten Lerndurchgänge in der Vergangenheit ab;
Habit gibt dem Verhalten eine Richtung - 25HippocampusGedächtnisstruktur im medialen Temporallappen;
anteriorer Teil des Hippocampus scheint insbesondere für die Gedächtniskonsolidierung expliziter Gedächtnisinhalte von Bedeutung zu sein - 26Implementierungsintentionauch: Vorsatz;
Wenn-Dann-Regel, wobei im Wenn-Teil möglichst spezifisch Zeit, Ort und Mittel zur Zielerreichung festgelegt werden sollten, und im Dann-Teil eine konkrete Handlung spezifiziert wird - 27klassische Konditionierungvon Ivan Pawlow entwickeltes Lernparadigma, bei dem ein zunächst neutraler Reiz mit einem unkonditionierten Reiz (US), der eine unkonditionierte Reaktion (UR) auslöst, gepaart wird;
nach mehreren Paarungen wird der vormals neutrale Reiz zum konditionierten Reiz (CS) und löst allein die konditionierte Reaktion aus (CR) - 28kognitive Theorie des sozialen Lernensvon Bandura formuliertes Modell, dass verschiedene Einflussfaktoren des sozialen Lernens berücksichtigt;
es unterscheidet die Prozesse Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Reproduktion und Motivation - 29KompetenzLernen muss sich nicht unbedingt im Verhalten zeigen, sondern kann zunächst im nicht direkt beobachtbaren Kompetenzerwerb münden
- 30KonsolidierungProzess der Verfestigung von Gedächtnisinhalten im LZG
- 31KontexteffekteÄhnlichkeiten zwischen Enkodier- und Abrufkontext unterstützen die Gedächtnisleistung;
Kontexteffekte wurden für räumliche, zeitliche, physiologische, kognitive und emotionale Merkmale gefunden - 32Korrespondenzproblemdamit wird die Schwierigkeit bezeichnet, mit der die sensorische Information der Beobachtung in ein motorisches Programm der Nachahmung übersetzt wird
- 33latentes LernenLernen kann auch ohne Verstärkung stattfinden, es kommt zum Kompetenzerwerb;
damit das Verhalten dann auch gezeigt wird, bedarf es eines Anreizes - 34Mehrspeicher-Modellauch: Drei-Speicher-Modell;
von Atkinson und Shiffrin aufgestelltes Gedächtnismodell das drei Speicher, das sensorische Register, das KZG und LZG annimmt - 35Mikroexpressionschnelle und meist schwache Mimikveränderungen die nur schwer kontrollierbar sind und Aufschluss über den "wahren" emotionalen Zustand liefern
- 36MimikryNachahmung einer Verhaltensweise, ohne dass der nachahmende die Ziele des Modells verstehen muss
- 37nicht-deklaratives GedächtnisTeil des LZG, dessen Inhalte sich in der Regel nicht verbalisierend lassen, sondern sich eher in der Performanz ausdrücken;
hierzu gehören motorische Fertigkeiten und regelhafte Ereignisabfolgen - 38OCC ModelModell der Klassifizierung von Emotionen;
es werden objekt-, ereignis- und handlungsbezogene Emotionen unterschieden - 39PerformanzZeigen des Gelernten im Verhalten
- 40Prospect-Theorievon Kahnemann und Tversky formulierte Erweiterung der SEU-Theorie, die unterschiedliche Nutzenfunktionen für Gewinne und Verluste annimmt, die berücksichtigt, dass Menschen kleine Wahrscheinlichkeiten häufig überschätzen
- 41Risiko-Wahl-ModellModell der Leistungsmotivation von Atkinson, das Wahlen von Aufgabenschwierigkeiten in Leistungssituationen vorhersagen soll
- 42Rubikon-ModellRubikon-Modell der Handlungsphasen beschreibt den Handlungsverlauf motivationaler und volitionaler Phasen von der Zielsetzung bis zur Zielrealisierung und Bewertung;
dabei werden die unterschiedlichen kognitiven Anforderungen in den einzelnen Handlungsphasen berücksichtigt - 43Semantisches Gedächtnisumfasst das im Laufe eines Lebens angeeignete Sach- und Bedeutungswissen eines Menschen und ist damit Teil des LZG
- 44SEU-TheorieEntscheidungstheorie, die vorhersagt, dass diejenigen alternativen gewählt werden, die den größten subjektiv erwarteten Nutzen erbringen
- 457 Sünden des Gedächtnissesvon Daniel Schacter vorgeschlagene Nomenklatur zur Einordnung von Gedächtnisfehlern;
3 Sünden des Vergessens: Zerfall, Geistesabwesenheit, Blockierung
3 Sünden des falschen Erinnerns: Fehlattribution der Quelle, Beeinflussbarkeit, Verzerrung
7. Sünde: Persistenz von Gedächtnisinhalten, die unkontrollierbar ins Bewusstsein drängen - 46somantische Markergespeicherten körperlichen Empfindungen als effektive Folgen einer früheren Entscheidung;
gemäß der Theorie der somantischen Marker werden diese Marker bei künftigen Entscheidungen reaktiviert und leiten die Handlungsauswahl - 47SpontanerholungWiederauftauchen der CR nach erfolgter Löschung bei der k. K.;
S. spricht dagegen, dass während der Löschung die Assoziation zwischen CS und US vollständig rückgängig gemacht wird - 48Thematischer Apperzeptionstest (TAT)projektiver Verfahren zur Messung von Leistungs-, Macht- und Anschlussmotiv;
dabei werden mehrdeutige Bilder vorgegeben, zu denen die Versuchspersonen Geschichten erzählen sollen;
wegen schlechter Gütekriterien umstritten - 49Verstärkungsplanlegt Regeln fest, nach denen eine Belohnung oder Bestrafung gegeben wird;
kontinuierliche Pläne, bei denen jede gewünschte Reaktion verstärkt wird (-> schneller Verhaltensaufbau);
intermittierende Pläne, bei denen nicht jede Reaktion verstärkt wird (-> löschungsresistenter) - 50Zwei-Wege-TheorieZwei-Wege-Theorie der Furcht von Joseph LeDoux;
beschreibt zwei Wege der Furchtentstehung:
kurzer Weg (low road): Informationsverarbeitung vom Thalamus direkt zur Amygdala;
langer Weg (high road): kortikaler Weg über neokortikalen Assoziationsareale zur Amygdala - 51Patientin A. J.Patientin mit autobiographischem Gedächtnis
- 52Fall des kleinen AlbertPhobie vor weißen Ratten hervorgerufen durch k. K. und Vermeidungslernen
- 53Fall des kleinen PeterBeseitigung von Kleintierphobie durch Desensibilisierung und Modelllernen
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- Flashcards on EURO-FH ALPS 2 Glossar, created by Romi J on 14/07/2017.
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