Flashcards
MUK - E1 - Wiederholungsfragen

Cards in this deck (55)
- 1Unter welchen Kategorien lassen sich „Medien“, nach Posner, systematisch sortieren?Physikalisch (Vermittlungsmedium, wie z.B. Licht), Technisch (Apparaturen, wie z.B. Radio), Biologisch (Rezeption, wie z.B. Auge), Kulturell (Genre)
oder
Primäre Medien (für Produktion und Rezeption sind keine technischen Geräte notwendig, wie z.B. Sprache)
Sekundäre Medien (nur zur Produktion ist ein technisches Gerät notwendig, wie z.B. Druck)
Tertiäre Medien (zur Produktion und Rezeption sind technische Geräte notwendig, wie z.B. TV) - 2Welche Aspekte von Medien werden in der Medienwissenschaft, nach Schmidt/Zurstiege, vorrangig unterschieden?Medientechnik (Produktionsgeräte, wie z.B. Drucker)
Zeichensysteme (Kommunikationsinstrumente, wie z.B. Sprache, Bild)
Institutionelle Einrichtungen (wie z.B. Verlage)
Medienangebote (Fertige Medienprodukte, wie z.B. Buch) - 3Nennen und erläutern Sie grundlegende Elemente einer Definition des Begriffs „Kommunikation“Kommunikation ist ein wechselseitiger Interaktionsprozess
Setzt eine vermittelnde Instanz (Medium) voraus
Beruht auf Zuordnung von Bedeutung (Signifikat) zu Zeichen (Signifikant) - 4Nennen Sie die in der Definition von Maletzke benannten Kennzeichnen von Massenkommunikation und erläutern Sie diese kurz"Unter Massenkommunikation verstehen wir jene Form der Kommunikation, in der öffentliche Aussagen durch technische Verbreitungsmittel indirekt und einseitig an ein disperses Publikum vermittelt werden.“
- 5Was sind die zentralen Wurzeln der deutschen Medienwissenschaft?Kunstgeschichte, Philosophie, Theaterwissenschaften, Literatur- und Theaterwissenschaft
- 6Welche Teildisziplinen haben sich innerhalb der Medienwissenschaft ausgebildet?Medientheorie, Mediengeschichte, Medienanalyse
- 7Erläutern Sie, was man unter dem Materialobjekt und dem Formalobjekt einer Wissenschaftsdisziplin versteht.Materialobjekte sind die konkreten Gegenstände (Materialien)
Formalobjekte sind das, was die Wissenschaft aus den Materialobjekten macht - 8Wofür steht der Begriff der Publizistikwissenschaft?Durch Medien hergestellte Öffentlichkeit und Wirkungen der Medien auf die Öffentlichkeit; Begriff für die Wissenschaft, die sich mit allen Möglichkeiten der Mitteilung und Meinungsbildung befasst.
- 9Welche allgemeinen Funktionen haben Theorien in der Medien- und Kommunikationswissenschaft? Warum brauchen wir sie?Systematisierung von Medienphänomenen (Zuordnung zu Genres)
Bereitstellung von Erklärungsmodellen für Zusammenhängen und Wirkungsweise
Bereitstellung von Fachbegriffen - 10Was unterscheidet sozial-, geistes- und kulturwissenschaftliche Theorien? Diskutieren Sie an ausgewählten Beispielen der Vorlesung.Sozialwissenschaftliche -> beschäftigen sich mit sozialem Verhalten und sozialen Strukturen im Mediengebrauch
Geisteswissenschaftliche -> gestalterisch-ästhetische Materialität von Medien - 11Erläutern Sie vier mögliche Zugänge der MedieninhaltsforschungInhaltsanalyse -> Wie ist das Verhältnis zwischen primärer Realität und sekundärer Medienrealität (Spiegelung vs. Kontrolle)
Ideologiekritik und Gender-Perspektive -> Welche Interessen und Absichten äußern sich in Medientexten
Linguistik und Semiotik -> Mit welchen materiellen Zeichen werden welche Bedeutungen ausgedrückt. Strukturen? Genres? Medienvergleich und Intertextualität
Info-Transfer-Modell vs. Cultural Studies -> Welche Effekte haben die Medieninhalte? - 12Nennen Sie fünf Gegenstandsbereiche der kommunikationswissenschaftlichen InhaltsforschungMedieninhalt (content)
Botschaften (messages)
Bedeutung (meaning)
Text (discourse)
Produkt (product) - 13Erläutern Sie die Grundannahmen der beiden wichtigsten Phasen der NachrichtenwertforschungErste Phase: Nachrichtenfaktoren als Merkmalen von Ereignissen der Realität. Beispielhafte Funktionen wären z.B die Aufmachung oder die Platzierung eines Artikels
Zweite Phase (ab 1970er) Nachrichtenfaktoren sind „journalistische Hypothesen von Realität“ und beinhalten auch Sichtweisen von Redakteuren, nicht nur Realität - 14Welche wiederkehrenden Gestaltungsmuster können Sie in Narration und Ästhetik aufweisen?Narration: Gestaltung durch Zeitgestaltung (Erzählzeit-Erzählte Zeit, episodisches Erzählen), Erzählperspektiven, Dramaturgie
Ästehtik: Montage, Ton, Licht, Symbole, Bildkomposition - 15Was leisten Programme im Fernsehen für die Zuschauer?Programm als Ankündigung kommender Medienangebote (Übersicht/Erwartungshaltung/Medienkompetenz/Informationen)
Programm als Programmatik -> Zielgerichtetheit (Strategische Platzierung von Medieninhalten) - 16Was unterscheidet den Genrebegriff im Film vom Formatbegriff im Fernsehen?Genre-> Richtet sich an inhaltliche, ästhetische Charakteristika
Format-> Zielgruppenorientiert entwickelte Angebotsformen - 17Welche unterschiedlichen Gegenstände an Mediengeschichte gibt es?Medientechniken, Zeichensysteme, Medieninstitutionen, Medienprodukte
- 18Was zeichnet eine Medientechnik- und kulturtheoretische Mediengeschichtsschreibung aus?Medientechniktheorien -> technisch-apparative Voraussetzung für die Gestaltung von Kommunikation
Historischer Einfluss verändert die Wahrnehmung
Techniken und Medien prägen unser Verhalten - 19Welche unterschiedlichen kommunikativen Leistungen haben die verschiedenen Massenmedien (Druck, Film, Radio, TV, Internet) den Gesellschaften erbracht?Sachliche Ebene - Veränderung von Aussage und Sprecher
Soziale Ebene - Veränderung der Rezeption
Zeitliche Ebene - Veränderung von zeitlichen Rezeptionsverhältnissen - 20Kommunikative Leistungen des Medium „Druck"Sachlich - Einheitliche Schriftsprache & ökonomisch basierte Standardisierung
Sozial - Alphabetisierung der Bevölkerung, Verbreitung von Wissen
Zeitlich - Speicherung von Wissen und Informationen - 21Kommunikative Leistungen des Medium „Film“Sachlich - Spiegelung/Darstellung der Welt
Sozial - Verbreitung von Wissen durch bewegte Bilder
Zeitlich - Beschleunigung der Wirklichkeitserfahrung - 22Kommunikative Leistungen des Medium „Radio“Sachlich - Weitläufige, akustische Verbreitung
Sozial - Verbreitung von Information
Zeitlich - Live-Übertragung verringert Distanz - 23Kommunikative Leistungen des Medium „TV“Sachlich - Institutionalisierte Produzenten
Sozial - Ausweitung medialer Partizipation in der Gesellschaft
Zeitlich - Live-Übertragung verringert Distanz - 24Kommunikative Leistungen des Medium „Internet“Sachlich - Grenzenloses, kollektives Kommunizieren
Sozial - Grenzüberschreitende Vernetzung von Kommunikatoren und Gruppen
Zeitlich - Simultanes Kommunizieren über Raum- und Zeitgrenzen hinweg - 25Erläutern Sie die Grundzüge des Nutzen- und BelohnungsansatzesMitglieder des Publikums ergreifen die Initiative bei der Auswahl und Nutzung von Kommunikationsinhalten um ihre Wünsche zu befriedigen. Sie sind aktiv.
Es gibt soziale und psychologische Ursprünge von Bedürfnissen, die Erwartungen an die Medien oder andere Quellen stellen. - 26Welches grundlegende Menschenbild liegt dem Nutzen- und Belohnungsansatz zugrund?Das Verhalten ist zielorientiert, absichtsvoll und motiviert. Publikumsmitglieder wählen Medien und Medieninhalte aus.
- 27Beschreiben Sie das System der kontinuierlichen Zuschauerforschung in DeutschlandJedem Haushaltsmitglied wird eine Personentaste zur Aus und Abmeldung zugeordnet. Das Messgerät registriert automatisch, welcher Kanal eingeschaltet wird, ob Teletext, oder Videospiele genutzt werden. Über nacht werden die Daten automatisch an den Zentralen Rechner der GfK in Nürnberg gesendet
Kennwerte: Verweildauer, Sehdauer pro Tag, Nutzerverhalten (Videospiel/Teletext), Marktanteil einzelner Angebote - 28Was versteht man unter der Reichweite eines Radiosenders?Die Anzahl der Personen die durch das Medium täglich erreich werden (Angabe in Prozenten). Für die Erhebung der Zahlen wird zweimal jährlich ein computergestütztes Telefon-IV durchgeführt, in dem die Teilnehmer zu ihrem Tagesablauf befragt werden.
- 29Wie haben sich die Fernseh- und Radioreichweiten in Deutschland in den letzten zehn Jahren entwickelt?Die durchschnittliche Verweildauer hat sich beim TV um 30min verlängert
Die Hörfunkreichweite hat in den letzten Jahren Spitzenwerte erreicht
Die Hördauer ist auch leicht angestiegen
Die Zahl der pro Tag gehörten Programme ist nahezu gleich geblieben - 30Was sind Programme?Der Zusammenhang vieler einzelner Produkte, die in einer zeitlichen Abfolge an einem einheihetlichen Ort (Kanal) Zuschauern als Angebot präsentiert werden
- 31Was leisten Programme im Fernsehen für die Zuschauer?Übersicht über Form, Inhalte und Mitwirkende in Medienangeboten, Informationen zu Zeit, Dauer und Ort des Angebots, lenkt Erwartungshaltungen.
- 32Konzentrisches vs. Lineares ProgrammmodelKonzentrisch -> z.B. Themenwochen, Linear -> Lineare Abfolge von Sendungen mit unterschiedlichen Themen
- 33Welche Funktion haben Genres für Zuschauer und Produzenten?Genres sind Verständigungsbegriffe und dienen der Klassifikation von Medienangeboten.
- 34Was unterscheidet den Genrebegriff im Film vom Formatbegriff im Fernsehen?Formate sind zielgruppenorientiert entwickelte Angebotsformen mit einer ökonomischen Ausrichtung.
- 35Welche Faktoren beeinflussen die Wirksamkeit persuasiver Kommunikation?Der kommunikative Stimulus (Merkmale des Inhalts, z,B. emotionale Appelle)
Merkmale der Rezipienten (z.B. Intellekt, allgemeine Überredbarkeit) - 36Was ist der Two Step Flow of Communication?Die Massenmedien wirken nicht direkt auf die Rezipienten, sondern auf einige Meinungsführer, die die Informationen dann an weniger Interessierte weitertragen.
- 37Wie kann man die Grundannahme des Stimulus-Response-Modells zusammenfassen?Ein Reiz löst eine Reaktion aus. Wenn man zum Beispiel einem müden Menschen ein Bett zeigt (Stimulus), dann wird er gähnen (Response).
- 38Erläutern Sie die Grundzüge des Agenda Setting-Ansatzes! Wie wird die Leithypothese empirisch untersucht?Diejenigen Themen die die Medien hervorheben werden aus diesem Grund auch von den Rezipienten als wichtig betrachtet. Zur Untersuchund werden zwei Rangordnungen von Themen in den Medien und Themen in der Bevölkerung erstellt und verglichen.
- 39Welche Art von Medienwirkung bezeichnet man als „Kultivierung“ im Sinne von George Gerber?Das Medium (bei Gerber Fernsehen) vermittelt soziale Verhaltensmuster und versucht diese zu stabilisieren. Es wird eine Resistenz gegenüber Veränderungen geschaffen.
- 40Was ist der These der wachsenden Wissenskluft und dem Konzept des Digital Divide gemeinsam?Wenn der Informationszufluss in einem Sozialsystem wächst, dann nehmen Menschen mit höherer Bildung diese Informationen schneller an, als Menschen mit niedriger Bildung.
- 41Was ist die Handlungstheorie?Die Theorien des sozialen Handelns sind interaktiv. Daraus entwickelt sich eine Gesellschaft weiter, die nicht starr ist. Hierbei geht es auch um einzelne Personen (z.B. die Aussage „Journalist XY lügt“).
- 42Was ist die Systemtheorie?Hier geht es um ein gesamtgesellschaftliches Bild (z.B. die Aussage „Lügenpresse!“).
- 43Was sind „heiße“ und „kalte“ Medien nach McLuhan?Heiße Medien sind detailreich und beinhalten viele Informationen, sprechen jedoch hauptsächlich einen Sinn an. Kalte Medien übermitteln weniger Informationen, weshalb Rezipienten aktiver beteiligt sind. Kalte Medien gibt es eigentlich kaum noch.
- 44—Gesellschaftliche Wirkungen öffentlicher Kommunikaion

- 45—Grundmodel der Wirkungsforschung

- 46—Feldschema der Massenkommunikation nach Maletzke

- 47Gebe den Text hier ein...Forschungsfelder der Nutzungs- und Wirkungsforschung

- 48Was ist der Unterschied zwischen Plot und Story?Story - Der logische Usammenhang einer Geschichte, die filmisch unterschiedlich realisiert werden kann
Plot - das Arrangement der Ereignisse in einem Film; muss nicht chronologisch sein - 49Was ist die Mehrdimensionalität technisch-apparativer Medien?Medientechnik (Beispiel Film: Kamera, Studio)
Kommunikationsinstrumente (Beispiel Film: Sprache, Bild)
Institutionen (Beispiel Film: Studios, Vertrieb)
Medienprodukte (Beispiel Film: Spielfilm, Dokumentation) - 50Welche kommunikativen Funktionen können Medienprodukte haben?Information, Unterhaltung, Politische Funktion, Kulturelle
- 51Was sind die Unterschiede zwischen Medien- und Kommunikationswissenschaft?Medienwissenschaften: Teil der Geistes- und Kulturwissenschaft
Kommunikationswissenschaft: Teil der Sozialwissenschaften; beschäftigt sich mit Nutzung und Wirkungsweisen - 52Welche verschiedenen Erzählperspektiven gibt es?Auktorial
Personal
Ich-Erzähler - 53Was ist der Unterschied zwischen Gattungen und Genres?Gattungen - Verwendungszweck (z.B. Werbefilm), Modus (z.B. Fiktion vs. Non-Fiktion)
Genres - Medienübergreifend und Gattungsübergreifend - 54Was ist der Unterschied zwischen Gattungen und Genres?Gattungen - Verwendungszweck (z.B. Werbefilm), Modus (z.B. Fiktion vs. Non-Fiktion)
Genres - Medienübergreifend und Gattungsübergreifend - 55Nennen Sie die von Lasswell benannten Grundelemente der KommunikationWho says what in which channel to whom with what effect