Ökologie fürs Abitur - Lernfolien
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- In der Biologie wird der Lebensraum von Lebewesen als Biotop bezeichnet.
- Die Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen in einem Lebensraum bilden eine
- Lebensgemeinschaft, die auch Biozönose genannt wird. Fasst man den
- Lebensraum und die Lebensgemeinschaft zusammen, so erhält man ein ganzes
- Ökosystem.
- Wichtig für ein Ökosystem sind dabei folgende Merkmale:
- offen: Ökosysteme sind offene Systeme. Somit tauschen Ökosysteme mit denen ihnen umgebenden Systemen Stoffe, Wärme etc. aus
- Ernährung: Die Organismen in einem Ökosystem kann man in der Regel in Erzeuger, Verbraucher und Zersetzer einteilen.
- dynamisch: Ökosysteme befinden sich meist nicht im
- Gleichgewicht, sondern es finden auf verschiedenen räumlichen und
- zeitlichen Ebenen Veränderungen statt. Es gibt langfristige
- Selbstorganisations- und Anpassungsprozesse, die ein Ökosystem immer verändern können.
- komplex: Ökosysteme haben unterschiedlichste
- Elemente und Strukturen; diese sind durch ein Netzwerk ökologischer
- Wirkungs- und Wechselwirkungsbeziehungen miteinander verbunden.
- Gliederung: Ökosysteme sind in der Regel in
- Schichten gegliedert. Bei einem Wald gibt es zum Beispiel eine Schicht
- auf bzw. unter der Erdoberfläche (Bodenschicht mit Wurzeln ), eine
- flache Krautschicht, eine Strauchschicht und darüber eine Baumschicht.
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- Am Ende dieser Einheit solltest du fähig sein diese Fragen zu beantworten:
- Was versteht man unter einer Nahrungskette?
- Was versteht man unter einem Nahrungsnetz?
- Erkläre den Zusammenhang zwischen Konsumenten, Destruenten und Produzenten.
- Was versteht man unter Eutrophierung?
- Wodurch kippt ein See um?

- Caption: Gehe den Fragen auf den Grund!
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Stoffkreislauf in einem Ökosystem

- Der Stoffkreislauf beschreibt in Ökosystemen den sich wiederholenden Vorgang der zyklischen Umwandlung von organischen und
- anorganischen Stoffen. Dabei wirken 3 Organismenarten im jeweiligen Ökosystem zusammen.
- Produzenten: primär Pflanzen und Algen. Sorgen durch ihr Wachstum bzw. ihre
- Vermehrung für eine hohe Produktion von Biomasse. Dazu benötigen sie lediglich Sonnenlicht und
- anorganische Stoffe (Nährstoffe), die sie aus ihrer Umwelt erhalten.
- Konsumenten: mindestens zwei Teilgruppen:
- Pflanzen- (Herbivore) und Fleischfresser (Carnivore). Während sich die Pflanzenfresser von den
- Produzenten ernähren, fressen die Fleischfresser andere
- Konsumenten. Beispiele für Pflanzenfresser sind zum Beispiel Rinder, Grillen, Elefanten; Beispiele
- für Fleischfresser sind Eisbären, Krokodile, Frösche, Hunde etc.
- Caption: Ein beispielhafter Stoffkreislauf
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Stoffkreislauf in einem Ökosystem
- Destruenten: Ihre Aufgabe ist der Abbau und die Remineralisierung von
- abgestorbenem, organischem Material. Sie zersetzen die toten Produzenten & Konsumenten, und
- wandeln sie wieder in anorganische Stoffe um, wodurch der Kreislauf geschlossen wird. Zu den Destruenten
- zählen insbesondere Bakterien und Pilze

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Ökosystem See (aquatisches System) I
- Gesunder See:
- Prinzip des Fressens und Gefressen werden.
- In der Regel fressen größere Tiere die kleineren Tiere, >Nahrungskette: Pflanzliche Organismen > Pflanzenfresser > Fleischfresser
- Da ein
- fressendes Tier mehrere verschiedene Beutearten hat, spricht man oft
- auch von einem Nahrungsnetz anstatt von Nahrungskette.
- Pflanzliche Organismen in einem See nehmen die
- Nährsalze und Kohlendioxyd aus dem Wasser auf und produzieren
- Sauerstoff. Aus diesem Grund auch Produzenten
- (Hersteller) genannt. Sie stellen lebenswichtige Stoffe her.

- Caption: Das aquastrische System
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Ökosystem See (aquatisches System) I
- Die
- Tiere im See ernähren sich von Pflanzen
- und Tieren und sind somit die Konsumenten (Verbraucher) des Sees.
- 3.Gruppe im See: Destruenten
- (Zerstörer). Sie bauen tote Pflanzen und Tiere
- ab und wandeln sie in anorganische Stoffe - zum Beispiel Kohlendioxyd
- und Salze - um. Und damit sind wir wieder am Anfang des Kreislaufes,
- denn nun können die pflanzlichen Organismen diese Stoffe wieder
- verbrauchen.
- Ziemlich cool: Hier kannst du ein Spiel dazu spielen und das Ökosystem im See versuchen zu kontrollieren! http://store.steampowered.com/app/341720/
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- Was passiert, wenn der Mensch schädlich auf das gesunde Ökosystem einwirkt und durch Schadstoffe belastet?
- Mancherorts: Industriereste direkt in die Umwelt/ins Abwasser gekippt anstatt vorher in die Kläranlage
- Ebenfalls negativ: Schifffahrt oder starke landwirtschaftliche Düngung (starke Hinzufügung von Nährstoffen). Durch die vielen Nährstoffe wachsen verstärkt Pflanzen
- und Algen, der See färbt sich grün (Eutrophierung).
- Dadurch steigt auch die Zahl der Fische, denn diese finden verstärkt
- Nahrung und vermehren sich. Sterben nun die Algen in Massen ab, werden
- diese von den Bakterien (Destruenten) unter Verbrauch von Sauerstoff abgebaut

- Caption: Ein See kippt um
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- Durch den Verbrauch beim Zersetzen der toten Pflanzen/Algen
- wird soviel Sauerstoff verbraucht, dass die Tiere im See nicht mehr
- atmen können und ebenfalls sterben. Die Destruenten schaffen die große
- Anzahl an totem, organischem Material nicht mehr abzubauen, der
- Seeboden wird mit Tier- und Pflanzenleichen überdeckt.
- Es bildet sich Faulschlamm und schlecht riechende Gase
- (Schwefelwasserstoff und Methan).
- Gleichgewicht des Sees ist
- vollkommen aus den Fugen geraten: See ist "umgekippt"

- Caption: Ein See kippt
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- In einem Lebensraum befindet sich eine dominante Tierart (Räuber),
- die eine andere Tierart frisst (Beute). Man geht dabei davon aus, dass
- sich sich die Räuber primär von dieser einen Art Beute ernährt.
- Die Räuber und die Beute sind somit voneinander abhängig. Die Anzahl
- der Räuber steigt, wenn die Anzahl der Beutetiere hoch ist, da viel
- Nahrung für die Räuber zur Verfügung steht. Da sich die Anzahl der
- Räuber durch mehr Nahrung vergrößert wird immer mehr Beute gejagt und
- der Bestand der Beute sinkt. Da nun weniger Beute verbleibt, haben die
- Räuber weniger Nahrung und deren Bestand schrumpft. Durch weniger Räuber
- kann nun der Bestand der Beute wieder steigen.

- Caption: Die Anzahl der Räuber ist erhöht, wenn viel Beute zu fressen ist. Die Anzahl der Räuber sinkt, wenn wenig Futter vorhanden ist.
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- Um den Zusammenhang zwischen Räuber und Beute deutlich beschreiben zu
- können, haben die Mathematiker Lotka und Volterra drei Regeln
- aufgestellt:
- Die Populationsdichten schwanken periodisch und sind zeitlich
- zueinander verschoben. Die Maxima der Beute- und der Räuberpopulation
- werden daher auch als Phasenverschoben bezeichnet. Vorausetzung dafür
- sind konstante Umweltbedingungen.
- Die über genügend lange Zeiträume gemittelten Größen der Räuber-
- bzw. Beutepopulation sind konstant. Die Größe der Mittelwerte hängt nur
- von den Wachstums- und Schrumpfungsraten der Populationen, nicht aber
- von den Anfangsbedingungen ab.
- Je mehr Beute vorhanden ist, desto mehr Räuber können sich ernähren.
- Bei einer starken Verminderung der Anzahl von Räuber und Beute erholt
- sich die Population der Beute schneller als die der Räuber.
- https://www.youtube.com/watch?v=62jBpWhjQ2c (Embed)
- Caption: Lerntutorial zu den Regeln
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- Unter einer Nahrungskette versteht man eine Abfolge von Lebewesen, die
- in Bezug auf ihre Ernährung voneinander abhängig sind. Wichtig dabei
- ist, dass bei einer Nahrungskette eine
- Art von Lebewesen - und nicht mehrere - von einer anderen abhängt.
- Bei
- einer typischen Nahrungskette steht am Anfang eine Pflanze bzw.
- pflanzliches Produkt. Dieses wird von einem Pflanzenfresser gefressen.
- Und der Pflanzenfresser wird von einem Fleischfresser gefressen (bzw.
- dieser wiederum von einem anderen Fleischfresser).
- Pflanzen: Sind Produzenten in Ökosystemen. Von ihnen ernähren sich
- die Pflanzenfresser, welche oftmals auch als Primärkonsumenten
- bezeichnet werden.
- Pflanzenfresser: werden oftmals von Fleichfressern
- (Sekundärkonsumenten) aufgefressen.
- Tertiärkonsument: Wenn der Sekundärkonsument von
- einem anderen Fleischfresser aufgefressen wird.
- Endkonsument: Das letzte Glied der Nahrungskette

- Caption: Eine Nahrungskette
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- In der Natur ernähren sich bestimmte Lebewesen nicht nur von einer
- einzigen Art, sondern von vielen verschiedenen Arten von Tieren oder
- Pflanzen. Diese Art des "Fressen und gefressen werden" ist deutlich
- komplizierter als eine einfach Nahrungskette und wird daher als
- Nahrungsnetz bezeichnet.
- Am Beispiel Meer soll ein solches Nahrungsnetz einmal verdeutlicht
- werden. Wie die Grafik zeigt, werden zum Beispiel Algen von Krebsen
- gefressen. Und Menschen essen wiederum Krebse. Zu dem wird aber auch
- tierisches Plankton von Ringelwürmern gefressen.

- Caption: Nahrungsnetz Meer
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- Bei einer Nahrungspyramide versucht man die Menge der Nahrung in einer
- Übersicht zu zeigen. Um dies zu demonstrieren sehen wir uns eine
- Nahrungspyramide am Beispiel des Meeres einmal kurz an.
- Ganz oben bei
- der Nahrungspyramide steht zum Beispiel ein Raubwahl, der die eine Ebene
- tiefer liegenden Heringe frisst.
- Die Heringe wiederum fressen
- Zooplankton, welche wiederum Phytoplankton fressen. Dabei steigt die
- Anzahl der gefressenen Tiere zum unteren Ende der Pyramide stark an.
- So
- frisst ein Raubwahl deutlich weniger Heringe als Phytoplankton von
- Zooplankton gefressen wird.

- Caption: Nahrungspyramide des Meeres
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Hast du alles verstanden? Teste dich!
- https://www.youtube.com/watch?v=3rv1OKP1cvg (Embed)
- Ökosystem Fliessgewässer
- Kennst du dich mit Ökologie aus? Quiz
- Caption: Was ist eine ökologische Niesche? Lernvideo
Information
- Description
- Verschaffe dir einen umfangreichen Überblick über das Abiturthema! Quellen: http://www.biologie-schule.de/oekologie.php http://www.frustfrei-lernen.de/biologie/pflanzen-oekosysteme-biologie.html
- Created by
- Laura Overhoff · Jul 2015
- Updated
- Jan 28, 2019
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