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Eriksons Modell psychosexueller und psychosozialer Entwicklung im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter

Lena S. Pädagogik Abitur German 3.7Average rating 3.7 out of 5 (6 ratings) 15 slides

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  1. Inhalt

    • Erik H. Erikson
    • Das epigenetische Prinzip
    • Stufenmodell psychosexueller Entwicklung
    • 1. Phase
    • 2. Phase
    • 3. Phase
    • 4. Phase
    • Kritik
    • 5. Phase
    • 6. Phase
    • 7. Phase
    • 8. Phase
    • Kritik
  2. Erik H. Erikson (1902 - 1994)

    • Psychoanalytiker
    • Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
  3. Das epigenetische Prinzip

    • Die Entwicklung hat einen Grundplan, das heißt alle Phasen sind miteinander verbunden.
    • Phasen bauen aufeinander auf
    • jede Krise hatte schon Vorläufer in der Entwicklung und ist auch nach "Bewältigung" noch als Thema vorhanden
    • die Lösung der Probleme hängen von der richtigen Entwicklung zur rechten Zeit ab
    • Die Entwicklung ist ein Prozess von Neubildungen, die auf der Basis der vorangegangenen Entwicklung entstehen
    • Psyche ist nicht von Geburt an festgelegt, sondern der Mensch entwickelt seine Persönlichkeit auf Basis seiner Anlagen weiter
    • Entwicklung immer innerhalb vob Beziehungen
    • Ge- und Misslingen hängt maßgeblich von Verhalten der Bezugspersonen ab
  4. Stufenmodell psychosexueller Entwicklung

    • Kindheit:
    • Phase 1 - 4
    • Mögliches extremes Fehlverhalten der erwachsenen Bezugspersonen kann zu bestimmten Folgen für die weitere Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen führen.
    • Jugend- und Erwachsenenalter:
    • Phase 5 - 8
  5. 1. Phase (ca 0 - 1,5 Jahre)

    • Urvertrauen vs. Urmisstrauen
    • - enge Anknüpfung an Freuds "orale Phase"
    • - Kind ist völlig von Mutter abhängig
    • - Gefühl der tiefen inneren Geborgenheit = Urvertrauen
    • ----> diffuses Gefühl
    • ----> basiert auf Erfahrungen mit der eigenen Mutter, aber bedeutet nicht Vertrauen in sie
    • - Enttäuschungen sind unvermeidbar
    • ----> Urvertrauen wird erschüttert
    • - entwicklungsfördernd
    • - "innere Unruhe" im Kind
    • ----> positive Folge möglich: Entwicklung von eigenen Aktivitäten
    • - Aufgabe: Balance zwischen Urvertrauen und Urmisstrauen herstellen
    • --> kein Urvertrauen: später keine Zuversicht, keine
    • Aufgabenbewältigung, innerliche Unruhe
    • --> kein Urmisstrauen: Gefährdung der Entwicklung,
    • kann kaum
    • Zurückweisungen oder Niederlagen hinnehmen
    • ---------> Eltern dürfen Kinder nicht grob
    • vernachlässigen, aber auch
    • nicht NUR verwöhnen und liebkosen
    • Hyperaktivität kann Folge beider Extrema sein
    • "stabile", liebevolle Bezugspersonen sind wichtig
  6. 2. Phase (ca. 1,5 - 3 Jahre)

    • Autonomie vs. Scham und Zweifel
    • - enge Anknüpfung an Freuds "anale Phase"
    • --> Kind würde einerseits etwas gerne tun, weiß jedoch, dass es
    • verboten ist
    • - Einschränkung der "Autonomie" des Kindes durch Verbote
    • --> häufig Wut und Aggressivität
    • - innerer Konflikt, wenn das bevorzugte Handeln verboten ist und
    • gleichzeitig als "schlecht" dargestellt wird
    • --> Scham, Gefühl von Mitmenschen auf Grund von Handeln /
    • Eigenschaften als minderwertig wahrgenommen zu werden
    • enstehende Krise ist sinnvoll:
    • Lernen von Regeln und Verboten
    • Lernen, dass nicht immer der eigene Wille durchgesetzt werden kann
    • Trieb- und Bedürfniskontrolle
    • Lernen, die Reaktionen der Anderen schrittweise einzuschätzen
    • Erfahren, dass Handeln Folgen nach sich zieht
    • extreme Erziehung & Folgen:
    • nur Ge- und Verbote: zwanghafte Gehorsamsorientierung, Ablehnung von Ge- und Verboten, geringe Ordnungsbereitschaft, keine Anerkennung von Autoritäten
    • keine Ge- und Verbote: Suche nach Autoritäten
  7. 3. Phase (ca. 3 - 6 Jahre)

    • Initiative vs. Schuldgefühl
    • Anknüpfung an Freud: Ödipuskonflikt ist bedeutsam
    • --> Entstehung von Schuldgefühl wegen Konkurrenzdenken
    • gegenüber dem gleichgeschlechtlichen Elternteil und
    • gleichzeitiger Liebe zu diesem
    • --> Erikson: Rivalität und Konkurrenz auch im Kindergarten oder
    • unter Geschwistern
    • ------> Eltern müssen vorbildlich handeln, Grenzen aufzeigen, aber
    • Kind nicht abweisen
    • --> gleichgeschlechtlich: aktiver Partner zum bewundern
    • --> andersgeschlechtlich: Stellenwert des Lebenspartners
    • verdeutlichen
    • Gewissensbildung des Kindes (fremdbestimmt, heteronom)
    • --> basierend auf Liebe, Bewunderung, Unterwerfung
    • rigide Macht / Abweisung: Kinder lernen nicht die Initiative zu ergreifen, Kinder wollen nicht gefallen, Kinder sehen kein Vorbild
    • --> keine Eigeninitiative, kaum eigenes Gewissen, schnelle
    • Unterwerfung gegenüber (vermeintlichen) Autoritäten
    • ODER
    • --> hektische Ergreifung der Initiative, ständig neue Beziehungen,
    • keine langen Beziehungen
    • Eltern sollten Forderungen und Entscheidungen immer begründen!!!
  8. 4. Phase (ca. 6 - 12 Jahre)

    • Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl
    • große Relevanz
    • Entstehung von Werksinn
    • --> Schule ist wichtig und sinnvoll
    • ------> Bewusstsein, dass bestimmte Leistungen noch nicht erbracht
    • werden können
    • -------------> Gefühl von Unterlegenheit gegenüber der Eltern und
    • älteren Kindern
    • -----------------> Minderwertigkeitsgefühl (prinzipiell)
    • entwicklungsfördernd
    • --------------------> Motivation sich anzustrengen, Ehrgeiz
    • - ständige Abwertung
    • ---> Arbeitsverweigerung, Furcht vor Ablehnung,
    • Leistungsdruck
    • - ständiges Loben
    • ---> unrealistische Einschätzung der eigenen
    • Leistungen
    • WICHTIG:
    • Gleichaltrige
    • Leistungsvergleiche in der Schule
    • Regelspiele
  9. Kritik

    • nicht frei von bestimmten kulturellen Einstellungen des Autors
    • nur Orientierung, keine "erzieherischen Rezepte"
    • fraglich, ob das Modell heutzutage noch ausreicht
  10. 5. Phase

    • Identität vs. Identitätsdiffusion
    • physische Geschlechtsreife und körperliche und hormonelle Veränderungen --> Phase des Übergangs von Kindheit ins Erwachsenenalter
    • Ausbildung einer eigenen Persönlichkeit
    • Zunehmende Ablösung von der Familie, Mündigkeit
    • Gruppe der Glecihaltrigen hat hohe Bedeutung
    • Wer bin ich und wer will ich sein??
    • Hinterfragen von ideologischen Perspektiven
    • Kritische Betrachtung der Um- und Mitwelt
    • Entdeckung von Schwächen und Fehlern der Menschen im unmittelbaren Umfeld.
    • Bestimmte Erwartungen können nicht erfüllt werden oder man will es nicht
    • Mühevolle Erarbeitung der Identität
    • --> zu viele Identitätsangebote
    • ------>manche schaffen es nicht eine Identität auszubilden
    • -----------> Identitätsdiffusion
    • Viele bedürfen eines Moratoriums
    • Gruppen/Orte, wie Sportvereine, haben große Bedeutung
    • Mädchen: innige Beziehungen zu Tieren --> Lebenssinn in Tierpflege
    • Jugendliche müssen Verantwortung übernehmen, sollen für Folgen ihres Tuns einstehen, Berücksichtigung von moralischem Denken und Werten
  11. 5. Phase

    • rigide Vorgaben und Verbote:
    • --> Identität bleibt auf kritiklose Unterwerfung unter Autoritäten ausgerichtet
    • ODER
    • --> radikale Ablehnung aller Autoritäten, keine positive Identität
  12. 6. Phase

    • Intimität und Solidarität vs. Isolierung
    • Lernen intime Beziehungen einzugehen
    • --> besondere Verantwortung für den Anderen übernehmen
    • --> besondere Zuwendung erfahren
    • ANSONSTEN: Zustand der Isolierung
  13. 7. Phase

    • Generativität vs. Stagnation
    • Fähigkeit und Wunsch sich für den Fortbestand der Gemeinschaft einzusetzen
    • Zeugen und Gebären von Kindern
    • Bereitschaft für die nachwachsende Generation Verantwortung zu übernehmen
    • kriminelles Verhalten = misslungenes generatives Verhalten / sinnvolle generative Lebenseinstellung
  14. 8. Phase

    • Integrität vs. Verzweiflung
    • Möglichkeit auch im Alter noch Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken.
    • Am Ende des Lebens muss das eigene Leben vor sich selbst bewertet werden.
  15. Kritik

    • Folgt bestimmten kulturellen Orientierungen
    • Erwachsene nehmen im Moratorium weiter Einfluss
    • Moratorium kann immer nur zeitlich begrenzt gewährt werden
    • während des Moratoriums könnte sich eine Identitätsdiffusion noch ausweiten
    • ----> Bezüge zur Realität notwendig

Information

Description
Das Modell von Erikson
Created by
Lena S. · Apr 2016
Updated
Jan 12, 2017
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