Flashcards
Entwicklungspsychologie
Cards in this deck (176)
- 1Stadien der Denkentwicklunggradueller und kontinuierlicher Prozess
Phasen unterscheiden sich in Bezug auf Qualität und Quantität
Phasen müssen in Reihenfolge durchlaufen werden - 2sensomotorische Entwicklung: 0-2 Jahre6 Stadien:
1. Übung angeborener Reflexe (1.Monat): Orientierung, Greif-Saug-Schluckreflex, Lächeln, zu-Abwenden, Erkundung der Umwelt
2. primäre Kreisreaktion (1.-4- Monat) : Handlung die zu Ergebnis führt wird wiederholt, selbstzentriert, kein intentionale Verhalten, Einsicht in kausale Zsg
3. Sekundäre Kreisreaktion (4.-8. Monat): best Handlung führt immer wider zu Ergebnis, objektzentriert , Neuerwerb von Verhalten, intentionale Verhalten, Kind wendet sich an Umwelt
4. Koordinierung erworbener VW und Anwendung auf neue Situationen (8.-12. Monat): Handlungen werden auf Gegenstand angewendet, Koordination versch Schemata
5. Tertiäre Kreisreaktion (12.-18. Monat): Entdeckung neuer Handlungsschemata durch Experimente
6. Übergang zur Vorstellung (18.-24. Monat): Objetpermanenz: Gegenstand existiert auch dann wenn er nicht sichtbar ist
Nachahmung: Voraussetzung: innere Repräsentation des beobachteten V
Symbolhandlung: Handlung vollführen, die stellvertretend für andere Handlung ist - 3Präoperatives Denken (2-7 Jahre)Operation: Ereignisabläufe
Denkabläufe verstoßen immer wieder gegen logische Regeln
Invarianz-Problem: Fehlen des Erhaltungbegriffs
1. Übergeneralisierung: fehlerhafte Assismilationen
- animistisches Denken: Gegenstände haben Gefühle
- finalistischs Denken: Naturerscheinenung werden nach Sinn für den Menschen erklärt
-artifizialistisches Denken: Mensch als Schöpfer der Natur
-zirkuläres Denken: Kreiserklärung
2. Verwendung von Symbolen: symbolische V entwickeln sich aus Beobachtung und VW
3. Egozentrismus: eigene Erfahrung wird benutzt um äußere zu deuten
4. Zentrierung:Beschränkung auf einen oder wenige Aspekte
5. Vernachlässigung der Intention und Fokus auf Folgen - 4Konkret-operatorisches Denken (7-12 Jahre)1. Überwindiung von Egozentrismus, Übergeneralisierung, und Zentrierung
2. Begriffsbildung: Kinder können Objekte zu Klassen zusammenfassen
3. Seriation asymetrischer Relationen: Objekte werden hinsichtlich eines Merkmals geordnet
4. mehrdimensionale Seriation: Ordnung von Objekten hinsichtlich mehrerer Merkmale
5. Entwicklung des Zahlbegriffs: Synthese von zwei logischen Ordnungssystemen - 5formale Operation (ab 12 Jahren)Abstraktion
Transfer
Hypothesenbildung
planvolles Experimentieren
Kombinatorische Systeme und Strukturen aufbauen
Proportionen verstehen - 6Beispiel: Pendelversuch: Von welchen Faktoren hängt Frequenz eines Pendels ab?-präoperative Stufe: nur eine der beiden Dimensionen wird beachtet
- konkret-operatorische Stufe : Kombination mehrerer Merkmale
-formal-operatorisches Stadium: lösen von Beobachtung, systematische Kombination der versch Möglichkeiten - 7Kritische Würdigung von Piagets Stufenmodell -pro-großer wissenschaftlicher Beitrag
- Struktur in der Entwicklung
-Individuum ist aktiver Teil seiner Entwicklung - 8Kritische Würdigung -contra-Verschiebung der Entwicklungsstufen kann nicht erklärt werden
- viele individuelle Unterschiede
-Betonung der kognitiven Entwicklung
- nicht alle Kinder erreichen die höchste Stufe
-kognitive Fähigkeiten von Kindern werden unterschätzt - 9Kritik an Piaget (Wygotski)Entwicklung ist abhängig von der umgebenden Kultur: Interaktion mit anderen (soziokulturelle Theorie)
- 10Theorie WygotskisInteraktion zwischen Kind und Umwelt
zunehmende kognitive Selbststeuerung - 11Piagets Theorien (im Gegensatz zu Wygotski)-Sprachäußerungen bei Kindern-> Egozentrik
- Egozentrik kann erst durch soz Kontakte überwunden werden
- Häufigkeit des zu-sich-selbst-sprechens nimmt ab
- kog Entwicklung eilt Lernen voraus
- Kind bestimmt Entwicklung alleine - 12Wygotskis Theorien (im Gegensatz zu Piaget)-egozentrisches Sprechen als Fortschritt in kog Entwicklung
- zuerst Dialog dann Monolog
- privates Sprechen entwickelt sich aus soz Kontakten
-Entwicklung der Selbstkontrolle
-Selbst-Monolog wenn Kind schwierige Situation bewältigen muss
-nach Monolog-> geflüsterte Sprache
- Unterricht wirkt sich auch auf Entwicklung aus
- man kann aktive Einfluss auf Kind nehmen - 13Einfluss von Piaget auf die Unterrichtsarbeit-SuS soll aktive Rolle übernehmen
- aktives Forschen, selbstständiges Fragen
-vermeintliche Fehler haben größere Bedeutung als richtige Antworten
- Assimilation und Akkomodation von neuem Wissen
- Problem der Passung
-wohldosiert: Aufgaben mit mittleren Schwierigkeitsgrad auswählen
- neuer Stoff mit Konkretem verbinden
-Anschauungshilfen aber auch Eigenerkundung der SuS - 14Theorie der kognitiven Entwicklung (Case 1998)Größe des Arbeitsspeichers + Effizienz der zur Verfügung stehenden Operationen = Gesamtverarbeitungskapazität
-Eigenschaften: Stadienkonzept und Übergang in nächstes Stadium durch Reifung, Automatisierung und Entwicklung zentraler Begriffe - 15Entwicklung des Denkens (Bruner)Def: fortschreitende, lebenslange, wechselseitige Anpassung von menschl Organismus und die Umwelt
- 16Merkmale der Entwicklung des Denkens-von Piaget beeinflusst
-6 Orientierungspunkte:
* gr Unabhängigkeit des Verhaltens vom Reiz
* Ereignisse werden in internes Speicher- und Infosystem gebracht
* Ausweitung des Selbstbewusstseins
*Wechselwirkung zw Lehrendem und Lernenden
*Medium der Sprache als Schlüssel zur kognitiven Entwicklung
*gleichzeitig mehrere Alternativen im Blick haben - 17drei Entwicklungsstufen nach Bruner-aktionale Repräsentation: Beobachten/Tun von VW anderer
- ikonische: Vorstellungsvermögen des Menschen, Kind kann sich etwas Konkretes vorstellen und vergegenwärtigen
-symbolisch: Kind repräsentiert Ereignisse und Objekte durch Symbole -> Zuordnung zu Klassen - 18Alternativ: Entwicklung unabhängig vom Lebensalter-Entwicklung basiert auf Reifung
-Entwicklung ist abhängig vom Milieu
-Kind lernt von sich aus durch Interaktion mit der Umwelt (Interaktionstheorie) - 19Theorie von Siegler (1994). Modell der überlappenden Wellen-kein Stufenmodell
-kog Variabilität
-verschiedene Strategien zur Auswahl
-> Effizienzgewinn - 20Gedächtnisentwicklung nach Weiner und Knopf (1983)-stetige Verbesserung während der Kindheit
-im Erwachsenenalter konstant
-danach wieder abnehmend - 21Gedächtnisentwicklung nach Craick:-jüngere und Erwachsene erinnern sich besser spontan
-keine Unterschiede bei Speicherung von Infos (alt und jung)
-Kinder und Ältere: Probleme Infos im Gedächtnis zu speichern durch untersch Infoquellen
-> Verbesserung der Gedächtnisleistung durch Mnemotechniken, Gedächtnistraining - 22Gedächtnisleistung in der Kindheit (1.-4. LJ)Nachblicken
Wiedererkennen (=Identifikation von derzeit wahrgenommenen Ereignissen mit früher wahrgenommenen)
Erinnern ( aktive Vergegenwärtigung früher erfahrener Ereignisse ohne Hilfe von äußeren Reizen
-> bei Weidererkennen: Prozesse des Einspeicherns benötigt
-> bei Erinnern: auch Prozesse des Abrufs
-Entwicklung des Lokalisationsgedächtnisses
-mehr Speichern als Wiedergeben
-niedrige Reproduktion
-Einspeichern von Skripts - 23Gedächtnisleistung in der Kindheit (5.-15. LJ)-Anschauung
Größere Gedächtnisspanne
-neuronale Reifungsprozesse
-GL mit zunehmenden Alter besser
-GL ab 15 Jahren gleichbleibend
-Matthäus-Effekt bei Vorwissen
-strategische Kompetenzen und Weiterentwicklung von nicht-strategischen K - 24GedächtnisstrategienDef: intentionale kognitive Aktivitäten, die dabei helfen sollen, eine Gedächtnisaufgabe besser zu bewältigen
- 25Arten von Gedächtnisstrategien-Wiederholen: mehrere Items in Memorialschleife -> bessere Leistung , Quali nicht Quantität ist entscheidend, bei älteren Kindern spontaner als bei jüngeren
-> Versuch: Kiga, 2. und 5. Klässler sollen sich vorgegebene Items merken: 85 % der 5.Klässler, aber nur 10 % der Kiga können Wörter
-Organisation: Sortierung der Items nach Oberbegriffen beim Enkodieren und Abrufen (erst ab 10 Jahren)
- Elaborieren. sprachlich/bildhafte Assoziationen zw Items aufbauen (spätes Kindesalter ) zB Eselsbrücken - 26Strategienutzungsdefizite-Mediation: Aktivitäten nicht spontan eingesetzt
- Produktion: kaum Benutzen der Strategien, außer bei gezielten Hinweisen
Nutzung: Einsatz ohne Profit (Übergangsphase des Erwerbs) - 27Das Modell von Case-kognitive Prozesse werden im Laufe der Entwicklung automatisiert und effizienter
-> zunehmende Effizienz-> weniger Kapazität benötigt (Zuwachs in der Gedächtnisspanne)
-gesamte Verarbeitungskapazität bleibt jedoch immer gleich
Verarbeitungskapazität aufgeteilt in:
*Arbeitsspeicher
*Kurzzeitspeicher - 28Fuzzy-Trace-Theorie-Existenz unterschiedlicher Gedächtnisse
-beim Denken, Schlussfolgern eher inexakte, kognitive Prozesse ("Fuzzy")
-Optimierungsmodell
*bedeutend: alterabhängige Sensitivität gegenüber Interferenzen
-Cognitive-Triage-Effekt
*Wiedergabereihenfolge von gedächtnisschwachen-> gedächtnisstarken Inhalten (Ziel: Interferenz abwehren) - 29Leistungsmotivation nach Heckhausen (1974)Definition: Handlungen oder-ergebnisse die auf Tüchtigkeitsmaßstab bezogen werden, den man für seine Erfolge bzw Misserfolge verbindlich
- 30LeistungsmotivDefinition: Überlagerung von 2 Motivkomponenten
* erfolgszuversichtlich
*misserfolgsorientiert - 31Integratives Selbstbewertungsmodell (Heckhausen 1966)1. Freude am Effekt (3. Monat)
2. Selber machen wollen (Ende 1. Jahr)
3. Verknüpfung des Handlungsergebnis mit eigener Tüchtigkeit (ab 3, 5 Jahren ): nicht mehr nur effektmotiviert sondern auch leistungsmotiviert
4. Bezugsnormsetzung und Zielorientierung (mit 4,5 Jahren): zuerst individuelle, dann soziale Bezugsnorm (ab 8 Jahren) - 32Entwicklung der Ursachenzuschreibung von Erfolg und Misserfolg (Heckhausen 2006)1. Anstrengung als Erklärung für Leistung (ab 5)
2. Fähigkeit (ab 10)
3.Glück (ab 12) - 33Leistungs- und Anstrengungsvermeidung Selbstwerttheorie nach Covington (1992)-Mensch hat Selbstwertmotiv (Aufrechterhaltung und Entwicklung von pos Selbstbild )
-Problem: Wettbewerb bei leistungsschwachen SS -> Reaktion: Anstrengung wird vermieden (reden sich ein bei Misserfolg zwar fähig aber nicht genug angestrengt) - 34Versuch: soz Kontakt als Bedingung für LM Holodynski (2006)-Lösen von Puzzles
-bei Anwesenheit des Leiters und alleine
-Ergebnis: bei Anwesenheit zeigt Mehrheit Stolz/Scham (leistungsorientiert )
-Freude, Ärger und Enttäuschung (effektbedingt) werden auch allein gezeigt - 35Sozialisationsbedingungen der Eltern-Selbstständigkeitserziehung
-hohes Anspruchsniveau
-Nachahmung
-realistische Leistungserwartung
Unterstützung - 36Sozialisationsbedingungen Schule-Rückmeldung
-Lob
-Individualisierung und Differenzierung
-keine Angst
-Bezugsnormorientierung des L
*individuell: L tadelt auch gute S bei Leistungsabfall, L lobt schwache bei Verbesserung
*sozial: negativ fürs Selbstbild: nur das Ergebnis bewerten: Lob an gute SS auch bei Leistungsabfall-> leistungsschwache SS sind erfolgsmissorientiert - 37Entwicklung der Emotion Definition nach Campos und Barrett 1989)Definition: Emotionen bewerten Geschehnisse und Handlungsresultate und signalisieren dies der Person über interne Gefühlsempfindungen und richten die nachfolgenden Handlungen in motivdienlicher Weise aus
- 38angeborene emotionale AusdrucksreaktionenSchreien, lächeln, Nase rümpfen, visuelle Aufmerksamkeitsfokussierung und Schreckreflex
- 39Phasen der emotionalen Entwicklung1. Säuglings- und Kleinkindalter
-Aufbau einer Repertoires an Emotionen und Handlungen
-5 Vorläuferreaktionen: Distress, Wohlbehagen, Interesse, Ekel und Erschrecken
-Empathieentwicklung
-Emotionen mit Regulationsfunktion
-emotionale Ausdrucksfähigkeit - 40Phasen der emotionalen Entwicklung-Kleinkind- und Vorschulalter :
Bewältigung einer begrenzten Zahl von emotionsauslösenden Situationen ohne Hilfe der Bezugsperson
-ab Vorschulalter: willentlicher Ausdruck, Anpassung an Darbietungsegeln, in alleinigen Situationen weniger Emotionsausdruck - 41Das Rubikonmodell nach Heckhausen4 Handlungsphasen
-prädezisional: Auswahl von Motivationstendenzen (Abwägen)
-postdezisional: Auswahl zielgerichteter Handlungen (Planen)
-aktional: Auswahl zielführender Handlungen (Handeln)
postaktional: Bewertung der Handlungsergbnisse (Bewerten) - 42Funktionen von Volitionen-Intentionsbildung: welche Motivation wird zu Intention
-Handlungsinitiierung: welche Intentionen werden tatsächlich realisiert
-Intentionsdeaktivierung: nach Vollzug der Handlung - 43Weiterentwicklung des Rubikonmodells nach Wygotski-Grundlage: Handlungen durch sprachliche Anweisungen regulierbar
1-durch situative Reize zB Kind soll Ball bei Lichtsignal drücken
2. durch fremde Sprechanweisung initiiert: Sprechen ist handlungsinittierender Appell
3. durch eigene Sprechanweisung initiiert: Sprache zunächst nur als Impuls
4. H durch Bedeutung der eigenen Sprechanweisung gesteuert: zB durch lautes Sprechen - 44Reflexive Emotionsregulation:Definition(nach Fiedlmeier 1999): die Regulation der Dauer, Intensität , Ausdrucksweise und Qualität mittels Handlungen oder Selbstinstruktionen
- 45Emotionsregulationsstrategien-Verhaltensstrategien zB Flucht
-Symbolische Strategien: Umdeutungen
-antezedente Strategien: Vermeidung - 46Erlernen durch-Anweisungen der Eltern
-Belohnungsaufschub
-Umdeutung des Anlasses
-Modelllernen
-Diskurs über Emotionen - 47Moral Definition nach ZimbardoSystem von Glaubenssätzen und Werthaltungen, dem urteilen über richtige und falsche Handlungen zugrunde gelegt wird
-Menschen halten Verpflichtungen gegenüber anderen Menschen ein
-Rechte und Interessen der Anderen werden nicht verletzt - 48Moralische Entwicklung nach Piaget-heteronome Moral:an Autoritäten orientiert , durch Zwang und einseitige Achtung gekennzeichnet , entwickelt sich zu autonomer Moral (gegenseitige Achtung und Anerkennung)
-4-8 Jahre:
Regeln als heilig und unantastbar, immanente Gerechtigkeit, objektive Verantwortlichkeit (heteronom)
-jugendliche: Regeln als gegenseitige Vereinbarungen,
Änderung mit gegenseitigem Einverständnis möglich, Selbstverpflichtung, Urteil auf der Grundlage von subjektiver Verantwortlichkeit (autonom) - 49Neuere Forschungen zum Stadium der Heteronomie-moralische Normen: zB andere schlagen
-konventionelle Normen: zB Tischmanieren - 50Entwicklungsstufen nach lawrence KohlbergI präkonventionelle Moral:
Stufe 1 : Orientierung an Strafe und Gehorsam:Schmerzvermeidung und sich-nicht-erwischen-lassen
Stufe 2 . Kosten-Nutzen-Orientierung:Reziprozität und Auge um Auge
II konventionelle Moral
Stufe 3: Braves-Kind-Orientierung:Anerkennung gewinnen und kritikvermeidung
Stufe 4: Recht-Ordnung-Orientierung: Den Regeln gehorchen und Autoritäten nicht missfallen
III postkonventionelle Moral
Stufe 5: Orientierung an soz Vertrag : Sich für das Wohl der Gesellschaft einsetzen
Stufe 6: Orientierung an ethischen Prinzipien: der Gerechtigkeit dienen und Selbstverdammung vermeiden - 51Entwicklungsstufen nach Kohlberg-4 Behauptungen:
*Jedes Individuum kann sich nur auf einer der Stufen befinden
*man durchläuft die Stufen der Reihe nach
*jede Stufe ist komplexer und umfassender als Vorherige
-*Stufen gibt es in allen Kulturen - 52Weiterentwicklung des Modells durch Kohlberg-zwei Fragen
*Was ist moralisch geboten? Was soll man tun? (deontisches Urteil)
*Was ist für mich verbindlich? Warum soll ich das tun?
(Verantwortungsurteil)
-> Beantwortung der beiden Fragen muss unabhängig voneinander sein - 53Vergleich von Piaget und Kohlberg-1.-3. Stufe wurden von allen Menschen erreicht
-Stufen 4-6 aber nicht
*Moralentwicklung hängt von kog und sozialer Stimulierung ab
*höherstufige Umwelt regt moralische Entwicklung an - 54Beziehung zw dem Selbst und den gesellschaftlichen Regeln-3 Arten
*konkret-individuelle Perspektive (moralische Denkebene I): bis 9. LJ , Individuum versteht gesellschaftlichen Regeln noch nicht und kann sie noch nicht unterstützen
*perspektive eine Mitglieds der Gesellschaft (moral Denkebene II), Individuum entspricht Erwartungen, Regeln und Konventionen der Gesellschaft und Billigung dieser Regeln
*der Gesellschaft vorgeordnete Perspektive: (moral Denkebene III): Verstehen der Regeln und Akzeptanz da allg moralische Prinzipien - 55Bezug zu Kohlberg und piagetzu 1. Präkonventionelle Ebene
-entspricht heteronomer Moral nach Piaget
-Gehorsam gegenüber Autoritäten
-bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
zu 2. Konventionelle Moral
-entwickelt sich im frühen Jugendalter
-Anpassung an soz Normen
-ZieL: Aufrechterhaltung der soz Ordnung
zu 3. postkonventionelle Ebene
-Rollenübernahme
-Werte und Gesetze sind nur unter best Bedingungen zu ignorieren oder zu verändern - 56Möglichkeiten der Perspektivenänderung nach höher erreichter Stufe1. Stufe: Bewertung von Konflikten aus Interessenslage
2. Stufe : Mitmenschen können andere Perspektive haben als man selbst
3. Stufe: Koordination von versch Blickwinkeln
4. Stufe: Vergengenwärtigung der Perspektive, die für die Gesellschaft als Ganzes gilt
5. Stufe:Betrachtungsweise die schon vor der Entstehung der Gesellschaft vorhanden war
6. Zugang zu allg gültigen ethischen Prinzipien - 57Kritik an Kohlbergs Stufenmodell-Universalität der ersten 4 Stufen
-erst ab Stufe 5 Besonderheiten in der versch Kulturen
-Dilemmata-Geschichte: hypothetische Konstrukte aber keine reale Verantwortung
-Ansatz nach Kurtines und Greif:
*Bewertung des moralischen Urteilens sagt nichts über tatsächliche Moralität aus
-> Urteilen ist nicht identisch mit HAndeln
-postkonv Moral ist höchstes Erziehungsgut aber nur wenige erreichen diese
-geschlechterspez Differenzierung nach Gilligan
*Frauen: Fürsorge im moralischen Urteilen (stufe 3)
*Männer: Orientierung an Standard der Gerechtigkeit (stufe 4) - 58Anspruch von KohlbergEmanzipation und Moral miteinander versöhnen um rationale und fundierte Moralerziehung zu begründen
-keine Indoktrination und romantische Reifungstheorien - 59Förderung der Moralentwicklung Möglichkeiten-Rollenspiele
-Bereitschaft der Eltern, Diskurse über Wertprobleme zuzulassen
-peer-Group-Aktivitäten
-in der Schule: Diskussion moralischer Dilemmata - 60Ideen nach Schläfli (1986)-Auseinandersetzung mit moralischen Problemen
-langfristige Förderkurse
-aktive SS-Beteiligung
-Meinungstreit
-> Erfolge va bei Erwachsenen - 61integrativer Ansatz nach Lickona-Diskussion von moralischen Konfliktsituationen
-Herausforderung der soz-emotionalen und Verhaltensebene
-konkrete Bsp zum Hineinversetzen
-Vergehen werden häufiger toleriert wenn anonyme Institutionen betroffen sind
-SS sollen nicht nur das Gute tun sondern auch wissen - 62Lickonas Vorstellungen von moralischer Erziehung1.Förderung des Selbstwertgefühls in einer mensch Gesellschaft
- SS sollen Selbstwertgefühl entwickeln
-Kontakt zu Mitmenschen
-Hinwenden zu Anderen
2. Förderung kooperativen Lernens und Schaffung von gegenseitiger Hilfe
-SS sollen mit- und voneinander lernen
-gegenseitige Unterstützung
3. Förderung des moralischen Reflektierens
-kog Aspekte zB Lesen, Nachdenken oder Diskutieren über Sachverhalte
4. Treffen von gemeinsamen Entscheidungen
-Anerkennung moralischer Probleme und Entwicklung von Normen daraus
-Handeln ist situationsabhängig
-> L muss hinter moralischer Erziehung stehen, Gemeinschaft muss da sein , alle 4 Punkte müssen zusammenwirken - 63Versprechenskonzept nach Keller und Edelstein 1993Stufen
0: Probanden können keine Erklärung für Versprechen abgeben
1: Regelgeltung und Ansicht der Autoritätsperson
2: persönliche Verbindlichkeit und Folgen für Interaktionspartner
3: Gegenseitigkeit , Verlässlichkeit und Vertrauen in soz Beziehungen - 64Stufen des Freundschaftskonzeptes nach Keller und Edelstein 1993Stufe
0: Freunde sind zum spielen da
1: Häufigkeit des Kontakts als Freundschaftskriterium
2: Wechselseitige Nähe und Vertrauen als Kriterium
3: Gegenseitige Vertrautheit und Verlässlichkeit , man teilt Erfahrung und Gefühle - 65moralisches Handeln und Selbstbild Versuch nach Lydon und Zanna 1992Studenten mit 8-wöchigem Praktikum im soz Bereich
-> Befragung nach Verhältnis von Engagement für die Aufgabe und Absicht, Dienstleistung fortzuführen
-Ergebnis
*bei geringer Selbstbildrelevanz: Engagement geringer umso höhere Belastung
*bei hoher Selbstbildrelevanz: Engagement für Aufgaben und Absicht, auch weiter zu machen - 66Methodische Ansätze zur Anlage-Umwelt-Problematik1. endogene Anlage -> Reifung
2. exogene Umwelt -> Lernen
3. autogenes Individuum -> Selbststeuerung - 67Erbtheoriemehr gescheite Kinder in der Oberschicht wegen gescheiten Eltern
-> Annahme, dass Intelligenz eine unveränderliche vererbte Größe ist - 68Milieutheoriein Mittel- und Oberschicht gibt es mehr gescheite Kinder weil sie durchs Milieu besser herausgefordert werden
-> Annahme:
-gleiche Anlagen
-unterschiedliche Lernmöglichkeiten im Milieu
-Methode des Rassenvergleichs nach Jensen (1959):
*Gen-Differenzen der Rassen
*Schwarze haben niedrigere Durchschnittsleistungen in IQ-Tests
-> Widerlegung: IQ-Differenzen dadurch, das Schwarze andere Lebensbedingungen ab früher Kindheit vorfanden - 69Familienforschung-Korrelation zwischen Intelligenzleistung und Verwandtschaft -> Vererbung des Potentials ?
Problem: Einflüsse von Vererbung und Umwelt können nur sehr schwer getrennt werden - 70Zwillingsuntersuchungen-bestätigen endogene Einflüsse
-Bracken (1969): Korrelation zwischen Intelligenzleistung bei eineiigen zwillingen hoch , auch wenn sie getrennt aufwachsen
-> Problem: getrennt aufwachsende Zwillinge häufig im selben Milieu
-zweieiige Zwillinge unterscheiden sich wenn sie getrennt aufwachsen nicht wesentlich
-getrennt aufwachsende Geschwister zeigen höheren Grad der Übereinstimmung als Kinder die nicht miteinander verwandt sind und gemeinsam aufwachsen
-> Umwelt ist trotzdem von Bedeutung - 71Adoptivkinder-bestätigen exogene Einflüsse
-bei Adoptivkinder in der Regel kein genetischer Zusammenhang
-Untersuchung über die Ähnlichkeit des Milieu, des Sozialisationsumfeld und der Intelligenz der Eltern auf Adoptivkinder
-> Ergebnis: Ähnlichkeit im Vorschulalter hoch, danach abnehmend
-> zunehmende Ähnlichkeit zu biologischen Eltern - 72Ergebnis nach Mietzel-Zusammenwirken von Anlage und Umwelt als Prozess
-Gene bestimmen welche Erfahrungen Kinder sammeln
-je älter die Kinder, desto mehr Freiheiten
*1. Lbsj: Kind erfährt va Aktivitäten der Eltern
*ab KIGA: Kinder sammeln Erfahrungen außerhalb der Familie , sie wählen Umweltreize aktiver aus
*Nischen -Auswahl: genetische Möglichkeiten kommen voll und ganz darin zur Geltung - 73Test mit Adoptivkindern-sie wurden im Laufe der Jahre immer wieder mit ursprünglicher Mutter verglichen
-> je älter die Kinder desto ähnlicher wurden sie der Mutter
-> Nischen-Auswahl ist genetisch mitbestimmt - 74Konvergenztheorie-pos Umwelteinflüsse und genetische Determinanten ergänzen sich
-genetisch intelligentes Kind entwickelt sich am besten in Umwelt die die Anlagen pos verstärkt
-> sonst: Verkümmerung der Anlagen
-weder Umwelt noch Anlage sind für die Entwicklung des Menschen allein verantwortlich - 753 Arten der Anlage-Umwelt-Passung-passiv: Eltern gestalten das Leben ihrer Kinder
-evokativ: Eltern entdecken Talente im Kind und fördern diese
-aktiv: Kind wählt selbst aus
(nimmt im Laufe des Lebens zu) - 76Folgen für die Schule vErsuch nach Mietzel-Mathevergleich zwischen amerik und japanischen SS
*unter den 100 schlechtesten : 67 Amis
*unter den 100 besten: 1 Ami
-> Grund :
-Amis setzen Erbmaterial für gute Leistungen voraus
- Japaner setzen auf Fleiß
-> frühe Eigenständigkeit und Zufriedenheit der SS - 77Fremdgesteuertes Lernenklassische behaviorale Lerntheorien :
-Steuerung durch Umweltreize
-Mensch als passives manipulierbares Wesen
-kog Prozesse: Black Box - 78Fremgesteuertes Lernen1. Theorie : klass Konditionieren
- freundliche Worte und Gesicht des L
-positiver Lernfreude und Gefühle auslösen
-keine direkte Steuerung des Lernens - 79fremdgesteuertes Lernenzweite Theorie:
-Verstärkung va extrinsisch durch Lob, Token, ..
-> Problem: Schwächung der intrinsischen Motivation
-Korrumpierungseffekt: ursprünglich intrinsische Motivation wird durch schulische Belohnung (Lob) entwertet - 80Lehrmodelle von fremd- und selbstgesteuertem Lernenfremdgesteuert: Direkte Instruktion
selbstgesteuert:
-Entdeckenlassendes Lehren (Bruner)
-situiertes Lernen
-kooperative Lernformen - 81Selbststeuerung beim kognitiven Lernen-kog Lernstrategien (WH, Organisation und Elaboration)
-Metakognition (Wissen und Strategien)
-Motivation
-Stützstrategien (external und internal) - 82Selbstgesteuertes Lernen Definition nach Shiefele und pekrun 1996)-Form des Lernens bei der Person in Abhängigkeit der Art ihrer Lernmotivation selbstbestimmt ein oder mehr Selbststeuerungsmaßnahmen (kog, motivational und verhaltensmäßig)ergreift und den Fortgang des Lernprozesses selbst überwacht
- 83versch Ansätze undModelle selbstgest Lernens1. Bandura-Selbstregulationsansatz
2. Wygotski: Verinnerlichung der Fremdsteuerung über Verinnerlichung der selbstbezogenen Sprache
3. Zimmermann
4. Boekaerts
5. Schiefele und Pekrun - 84Zimmermann: Zyklus der Selbstregulation (neuer Ansatz)-zyklischer Prozess :
-Lernvorbereitung: Selbstbeobachtung und -bewertung , Festlegung von Lernzielen und Strategien
- Lernphase: Einsatz von Lernstrategien und Überwachung
- und -nachbereitung : Bewerten der Lernergebnisse im Hinblick auf das Lernziel - 85Boekaerts: Drei-Schichten-Modell (1999)-nicht nur Beschränkung auf kog prozesse
-motivationale Selbstregulation und Verknüpfen mit kog Ebene wichtig
-innere Ellipse: kog prozesse und Lernstrategien (Behalten des Textinhalts)
-mittlere Ellipse: metakognitive prozesse (Kontrolle über Behalten der Hauptaussagen des Textes)
-äußere Ellipse: motivationale prozesse : Stützstrategien, Fähigkeitsselbstkonzept,.. (Warum soll ich Text lesen?) - 86Dreiphasiges Rahmenmodell nach Schiefele und Pekrunsiehe Dornheim Folie
- 87selbstgesteuertes Lernen: empirische Befunde-intrinsische M: elaborative Lernstrategien
extrinsische M: WH-Strategien
-Einfluss von WH, organisation und metakognitiven Strategien auf Leistung
-kein Einfluss von Elaboration au Leistung - 88fremdgesteuertes vs selbstgesteuertes Lernen-Entwicklung von Fähigkeiten zur Selbststeuerung nicht ohne Fremdsteuerung
*verbale Selbstinstruktion
*Vermittlung von Lernstrategien
-Motivationsdefizite bei starker Fremdsteuerung
-Bedürfnis nach Autonomie als menschl Grundbedürfnis
-moderner U: Anleitung zur Selbssteuerung und Ausweitung der Selbststeuerung
-Gefahr der Überforderung führt zu Abbruch - 89Entwicklungspsychologie-Änderung im Verhalten und ihrer inneren Begründung
-Zusammenhang zwischen Einflüssen (Anlage und Umwelt) - 90Bedeutung der Entwicklungspychologie-Orientierung über Lebenslauf
-Vorhersage von Stabilität und Veränderung von Merkmalen
-Begründung von Entwicklungs- und Interventionszielen
-Planung von Interventionsmaßnahmen
-Evaluation von Interventionen - 91-Methoden der Entwicklungspsychologie-Querschnittverfahren: Stichproben von verschiedenen Altergruppen zur gl Zeit unter gleichen Bed und unter denselben Verfahren
+Vorteil: Ökonomie
+Nachteil:gl Zusammensetzung , Generationeneffekt, Messinstrumentenwahl - 92Methoden der Entwicklungspychologie (2)-Längsschnittverfahren : Eine Stichprobe wird über längere Zeit hinweg beobachtet
*Vorteil: keine pauschalen Altersstufen
*Nachteil: Drop outs, Stichprobengewinnung schwierig , Testungseffekt - 93Entwicklung Definition-Ergebnis einer Wechselwirkung von Lern- und Reifeprozessen
- 94Entwicklung Begriffe-Ontogenese: V über Lebenslauf hinweg
-Aktualgenese: V zu best Zeitpunkt
Phylogenese: stammesgeschichtliche Entwicklung
-latente Struktur zb Aggressivität
-Manifestes Verhalten (zB schlagen)
-> gleiche latente Struktur kann zu unterschiedl Verhalten führen - 95Kontinuität und Diskontinuität bei der Entwicklung-absolute Stabilität: keine Veränderung
-normative Stabilität: Position des Individuums bleibt in Bezug auf Vergleichsgruppe gleich - 96Volzlugsformen der Entwicklung:-Differenzierung: Ausgliederung der Details, Verfeinerungen
-Integration: gegenläufiger Prozess zu Differenzierung, isolierte Einzelteile werden zueinander in Beziehung gesetzt
-Zentralisierung : Handlungen des Kindes verlieren an Zufall und werden bewusster gesteuert
-Kanalisierung: Umwelt lässt nicht alle VW zu die Kind zeigt , Entwicklung in best Bahnen
-Stabilisieren: Verfestigen der VW im Laufe der Entwicklung zB schreiben, rechnen - 97Reifung Definition nach Oerter-Montadagenetisch gesteuerte Entfaltung der biologischen Strukturen und Funktionen
- 98Reifung-spez organische Veränderungen machen spez Fähigkeiten möglich
-dafür sind keine vorhergehenden Lernvorgänge nötig
-negative Definition: wenn Erwerb nicht auf Erfahrung, Übung Erziehung und Sozialisation zurückgeführt werden kann - 99Lernen Definition nach Bower und HilgardVeränderung im Verhalten oder Verhaltenspotential des Individuums
-Grundlagen:
+Anregung durch Erfahrungen
+relativ überdauernde Verhaltensänderung
+nicht zu beobachten
+Motivation ist Schlüssel zum Lernen : geweckt durch das Beobachten von Anderen - 100Reifung und Lernen nach Schenk-DanzingerReifung schafft zu best Zeitpunkten optimale Lernbedingungen für best Angebote der Umwelt
-für jede Leistung gibt es kritische bzw sensible Phase in denen spezifische Erfahrungen pos oder negative Wirkungen haben können - 101Eigenschaften der kritischen Perioden-zeitl Spielräume
Verzögerungen durch unzureichende Herausforderungen sind aufholbar
-wenn krit Phase vorbei , jedoch nicht alles aufholbar
-> Grundlage für die Förderung von benachteiligten Kindern im Vorschulalter und zur Erreichung einer gew Chancengleichhheit - 102Kritische Periode Versuch nach Bloom 1964-sind die ersten LJ eine sensible Periode der Intelligenzentwicklung?
Ergebnis: IQ stabilisiert sich schnell in Vorschulzeit
-> Folge: benachteiligte Kinder unbedingt fördern
-> allerdings: Bloom wurde wiederlegt: Längsschnittstudie nach Palmer und Rees 1970:
+ Umwelt hat auch noch nach dem Vorschulalter Einfluss auf den IQ - 103Phase, Abschnitt, Stufe, Stadium, Periode-Entwicklung ist diskontinuierlich
-untersch Entwicklungsstufen und -niveaus - 104Grundlage von Stufenmodellen-Fortschreiten auf Endzustand hin
-Stufen immer in der selben Reihenfolge
-eine Stufe baut auf vorheriger auf - 105Kennzeichen von Stufenmodellen-best seelischer Entwicklungs- und Reifezustand beim Kind für längere Zeit
-> keine wesentl Veränderungen während dieser Zeit sondern Verfestigung und Ausbau des Erreichten
-längerer Zustand: Stufe
-kürzerer Zustand: Phase
-zwischen zwei Stufen liegt Einschnitt: Krisenzeiten und Entwicklungsübergänge
-Stufen folgen in irreversibler Folge aufeinander
-Entwicklung beruht auf innerer Gesetzesmäßigkeit und ist unabhängig von soz Einflüssen
-keine genauen Angaben über Dauer eines Abschnitts und keine Angabe vom Alter - 106Säuglingsphase-ich-zentrierte Körperzuwendung
erstes Wissen um sich selbst - 107erstes Kleinkindalter (9 Monate bis 2,5 Jahre)-ich-zentrierte Gegenstandszuwendung
-Greifalter - 108zweites Kleinkindalter (2,5-5,5 Jahre)ich-zenetrierte Gegenstandseinordnung
-Betrachtung der Beziehung der Gegenstände untereinander - 109Phase der Schulfähigkeit (6-9 Jahre)ich-zentrierte Aufgabenhaftigkeit
Handlung hat nicht nur Anfang sondern auch Ende (LM) - 110Volle Kindheit (9-12 Jahre)-erste Objekthinwendung
Unterordnung des Ichs unter das Objektive durch Leistung - 111Vorpubertaät (ab 12 Jahre)Akt- und Worthinwendung
- 112Pubertät (ab 13 Jahren)Sinnzuwendung
- 113Krit Lebensereignisse-betreffen einzelne Personen und kl Gruppen
-durch plötzliche Veränderungen verursacht
-Anpassung an neue Anforderungen kann zu veränderten Gewohnheiten führen - 114Kategorien von krit Lebensereignissen-normativ: eng an des Lebensalter gebunden , zb Einschulung
-nichtnormativ: unabhängig von biolo und kultureller Strukturierung, können Menschen in jeder Lebensphase treffen, zB Erkrankung oder Tod eines Angehörigen
historisch: betreffen gr Gruppen , Alter egal zB Krieg - 115Entwicklungsaufgaben Definition nach HavighurstAufgabe die sich dem Individuum in best Lebensperiode stellt
-> erfolgreiche Bewältigung führt zu Glück und Erfolg , Versagen führt zu Unglück - 116Entwicklungsaufgaben allgemein-müssen von jedem Individuum bewältigt werden
-Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen
-Bindeglied zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftl Anforderungen
Leben =Abfolge von geschlechtsspez Entwicklungsaufgaben - 117Bewältigung der Entwicklungsaufgaben-erfolgreich:
Zufriedenheit und Erfolg
-Versagen:
persönliche Unzufriedenheit , Ablehnung durch Gesellschaft, Misserfolg bei weiteren Aufgaben - 1183 Quellen für Entwicklungsaufgaben-biologische Veränderungen : Pubertät oder Menopause
-Gesellschaftliche Anforderungen und Erwartungen
-Individuelle Faktoren zB Werte und Ziele des Individuums - 119Strukturmodell für Entwicklungsaufgaben-subjektive Struktur: momentaner Entwicklungszustand eine Person und deren Handlungskompetenzen
-objektive Struktur: Fülle der Handlungsmöglichkeiten die Erfüllt erden sollen bzw müssen
-> Diskrepanz zw sub und obj Struktur lässt Wunsch nach Veränderung erscheinen - 120Charakteristika von Entwicklungsaufgaben-kulturabhängig: einige bleiben kulturell unverändert andere gelten nur innerhalb be,st Gesellschaften
-Zeitpunkt: einige überstrecken sich über die gesamte Lebensspanne, andere werden in einem Abschnitt begonnen und beendet - 121Bewältigungsgrad von Entwicklungsaufgabensie unterliegen nicht dem Alles-oder-Nichts Prinzip
keine max Anpassung (wäre vollkommene Anpassung an Norm -> kaum Ziel der Selbstgestaltung) - 122Entwicklungsaufgaben nach Havighurst 19481. frühe Kindheit (0-2)
-Anhänglichkeit
-Objektpermanenz
-Sensomotorische Intelligenz
-motorische Funktionen
2. Kindheit (2-4)
-Selbstkontrolle
-Sprachentwicklung
-Phantasie und Spiel
-Verfeinerung motorischer Funktionen
zB Laufen, essen lernen Sprechen lernen - 123Entwicklungsaufgaben nach Havighurst 1948 (2)3. frühes Schulalter
(5-7)
-Geschlechtsrollenidentifikation
-einfache motorische Unterscheidungen treffen
-konkrete Operationen
-Spiel in Gruppen
4. mittleres Schulalter (6-12 Jahre)
-soz Kooperation
-Selbstbewusstsein
-Erwerb von Kulturtechniken
-Spielen und Arbeiten im Team
zb soz Rolle erlernen, grundlegende Fertigkeiten , Gewissen und Moral entwickeln
5. Adoleszenz (13-17)
-körperliche Reifung
-formale Operationen
-Gemeinschaft mit Gleichaltrigen
-heterosex Beziehungen
6. Jugend (18-22)
-Autonomie von Eltern
-Identität in der Geschlechterrolle
-internalisiertes moralisches Bewusstsein
-Berufswahl
zB Akzeptanz des eigenen Körpers , Vorbereitung auf Heirat und Familiengründung - 124Entwicklungsaufgaben nach Havighurst 1948 (3)7. Frühes Erwachsenenalter(23-30)
-Heirat
-Geburt von Kindern
-Arbeit und Beruf
-Lebensstil finden
zB Partnerwahl, Kindererziehung
8. mittleres Erwachsenenalter (30-50))
-Heim und Haushalt führen
-Kinder aufziehen
-berufliche Karriere
zB Familiengründung
9. spätes Erwachsenenalter (51 und älter)
-Ernergien auf neue Rollen lenken
-eigenes Leben akzeptieren
-Haltung zum Sterben entwickeln - 125Entwiklngsaufgaben nach Dreher und Dreher (1985)-Aktualisieren Havighurst
1. mittlere Kindheit (6-12)
-Erlernen von körperlicher Geschicklichkeit
-Aufbau von pos Einstellung
-Lernen mit Altersgenossen zurecht zu kommen
-soz Rollenverhalten lernen
-Fertigkeiten wie lesen, schreiben lernen
-Entwicklung von Konzepten und Denkschemata
-Entwicklung von Gewissen Moral und Wertskala
-unabhängig sein
-Entwicklung von Einstellung gegenüber soz Gruppen - 126Entwicklungsaufgaben nach Dreher und Dreher (2)2. Adoleszenz (12-18)
-neue und reifere Bez zu Altersgenossen entwickeln
-männl oder weibl Geschlechterrolle übernehmen
-Akzeptieren des eigenen Körpers
-emotionale Unabhängigkeit von Eltern
-Vorbereitung auf Ehe und Familie
-Vorbereitung auf berufl Karriere
-Erlangung von Werten und ethischen System
-Erstreben von sozial verantwortlichem Verhalten - 127Entwicklungsaufgaben nach Dreher und Dreher (3)3. frühes Erwachsenenalter (18-30)
- Auswahl des Partners
-mit Partner leben
-Gründung einer Familie
-Versorgung und Betreuung der Familie
-Haushalt organisieren
-Berufseinstieg
-Verantwortung als Staatsbürger ausüben
angemessene soz Gruppe finden - 128Sozialisation DefinitionEntstehung individueller Verhaltensmuster, Werte, Maßstäbe, Fähigkeiten und Motive in der Auseinandersetzung mit den entsprechenden Maßstäben einer best Gesellschaft
- 129Entwicklungsaufgaben von Jugendlchen nach Hurrelmann-E intellektueller und soz Kompetenz zB Beruf
-E eigener Geschlechterrolle
Bsp als BAsis für Kindererziehung
-E eines eigenen Werte- und Normensystems
-> langfristig verantwortliches Handeln
-E eigenen Lebensstils
-> autonom gesteuerter und bedürfnisorientierter Umgang mit Angeboten - 130Probleme im Jugendalter-keine Jugend in vielen Kulturen -> als Erfindung um Jugendliche vom Arbeitsmarkt fern zu halten
-kindl Abhängigkeit von Eltern wird abgelöst durch Unabhängigkeit
-Jugendliche müssen aktive Integrationsarbeit leisten um Entwicklungsfortschritte zu sichern
-Jugendliche entwickeln eigenen Lebensstil und Wertemaßstäbe
-großer Einfluss : Peer-Group
-Zeit des Abschieds durch ablösen von Familie - 131mögliche Verhaltensprobleme mit Beginn der Pubertät (im Jugendalter)-Delinquenz
-Drogenkonsum
-Depression
-Magersucht
-Selbstmord
-stressbedingte Veränderungen durch überzogene Leistungserwartungen der Eltern - 132Soziale Ängste bei Jugendlichen-15% leiden darunter
-best Ausmaß ist normal
-Ursache: Suche nach verbindl Handlungsmaßstab
-eigene VW werden kritisch mit den Alterskollegen verglichen -> Anderssein macht Angst
-Formen:
+soz Fertigkeitsmangel: soz Rückzug, Panik
+ soziale Ängste: soz Phobie, Lebensbedingungen haben Entw behindert
+ scheinbar soz Ängste: Depression - 133Soz Ängste bei Jugendlichen-Folgen:
+Aufbau von Selbstbewusstsein auf Leistung und Statussymbolen
+Überanpassung an Gruppe
+schlechte Schulleistungen
+Überspielen von soz Ängsten durch Aggression und gefährliche Mutproben - 134Soziale Ängste Bewältigung-Konfrontation
-Selbstsicherheitstraining
-Analyse der neg angsterzeugenden und -verstärkenden Denkmuster - 135Bewältigungstrategien bei Entwicklungsaufgaben1. Coping. günstige Strategien
-ich lasse mir nichts anmerken und tue als wäre alles ok
-ich mache meinem Ärger Luft durch Schreie
-abreagieren durch Musik oder Sport
-klar machen, dass es immer iwelche Probleme gibt
2. Defending: nicht-verarbeitende ungünstige Strategien
-Kompromisse schließen
-nachdenken über Problem und gedanklich Lösungen durchspielen
-Diskussion des Problems mit anderen Erwachsenen
-Trost und Zuwendung suchen bei Leuten mit ähnlichen Problemen
-ernster Fall: Suizid - 136Intelligenzentwicklung DefinitionZunahme der Fähigkeiten von einfachen zu abstrakten
und von konkreten zu abstrakten Schemata zu gelangen - 137Entwicklungsmodell nach Piaget 4 Phasen-sensomotorische Intelligenz
-präoperative Intelligenz
-Konkret-operatorische Intelligenz
-formale Intelligenz - 138Prinzipien der Qualitativen Denkentwicklung: Assimilation und AkkomodationWie gewinnen Menschen Erkenntnisse -> durch Adaption (erfolgt durch Assimilation und Akkomodation)
Assimilation: Anpassung der Umwelt an eigene kog Schemata , Anwendung von bekannten Denkweisen eines vorhandenen Schemas auf neues Problem
-Akkomodation: Anpassung der kog Schemata an Umwelt , Veränderung von Denkweisen eines vorhandenen Schemas um neuen Problem gerecht zu werden
-Adaption: Prozess der besseren Passung der eigenen Schemata mit Umwelt: Assimilation und Akkomodation
-Organisation: managt Adaption im Organismus
-> Entwicklung als Äqulibrationsprozess (Gleichgewichtsstreben) - 139Prinzipien der qualitativen Denkentwicklung-Bsp1 nach Mietzel:
Mensch bekommt Apfel -> muss ihn vor dem Schlucken zerkleinern -> um in Magen zu gelangen
-> Assimilation in vorhandene Strukturen
-Bsp 2b
Kind versucht Keks wie Brot zu biegen -> bricht immer wieder ab
-> Assimilation: Kind kennt Brot und will Kekse auch biegen
-> Akkomodation: Kind muss sein Wissen erweitern da sich Keks nicht biegen lässt - 140Schema Definition nach Piaget-innere Repräsentation des Objekts und die Bereitschaft sich damit auseinander zu setzen
- 141Schemabegriff nach Kagan 1970-Repräsentationen von Erfahrung
-Repräsentation einer potentiellen Handlungsbereitschaft des Individuums gegenüber Objekt - 142Schema allgemein-abstrahierendes und generalisierendes Wissen von Handlungen , Gegenständen und Erlebniszuständen
-durch Interaktion mit Umwelt konstruiert
-Bereitstellung eines Verständnisrahmen für zukünftige Erfahrungen
Bsp: nach Mietzel: Säugling mit angeborenem Greif- und Saugreflex
-Schemata verändern sich: Gründe
+ Auseinandersetzung mit Umwelt
+Anpassungsfähigkeit des Kindes - 143Mechanismen kog Entwicklung nach piaget 19611. Reifung: des NS
2. aktive Erfahrung :
- unter Kontrolle des Kindes : selbstständige Arbeit an Problemen, Umwelt (Lehrer) stellen Material bereit
3. soz Interaktionen:
-mit Gleichaltrigen , Kooperation förderlich
4.Streben nach Gleichgewicht:
-Diskrepanzerlebnisse können helfen Lernende zu motivieren - 144zentrale Entwicklungsaufgabe: Entwicklung einer eigenen stabilen Identität-einzigartige Persönlichkeitsstruktur
-Definition nach Erikson (1968): Fähigkeit, sich trotz ständiger Veränderungen sowohl in Übereinstimmung mit seinem früheren Selbst als auch in Übereinstimmung mit dem Bild das die anderen von einem machen, zu erleben - 145Selbst, Selbstkonzept und Identität als Prozess-Selbst:
+das Wesentliche eines Menschen, was ihn als Person kennzeichnet
+Bestimmung: Außenperspektive: Handlungen der Person, Innenperspektive: Prozess des Selbsterkennens
-Selbstkonzept
+kognitiv: Selbstwahrnehmung und Wissen über sich selbst
+affektiv: Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
-Identitätsentwicklung als konstruktiver, kreativer und produktiver Prozess:
+sich selbst erkennen und gestalten
-Identität als System von Zielen, Werten und Überzeugungen das Mensch im Laufe der Entwicklung aufbaut und dem er sich verpflichtet fühlt - 146psychosoz Entwicklungstheorie nach Erikson Grundgedanken-Erweiterung von Freud
-Ich-Entwicklung, Erringen von Identität
-Ich-Entwicklung unter der Perspektive gesellschaftl Herausforderungen
-Ich= organisiertes System von Einstellungen, Motiven und Bewältigungsleistungen
-Aufbau von Ich-Identität über bewältigen von Krisen in aktiver Auseinandersetzung mit der Umwelt
-Persönlichkeitsentwicklung über gesamte Lebensspanne hinweg
-man weiß wer man ist - 147Entwicklungskrisen bei Erikson-körperliche Reifung und Anforderungen der Gesellschaft schaffen 8 Krisen
-jede Krise ist für Lebensphase bestimmend
-in jeder Krise: pos oder negativer Ausgang
-bei pos Lösung der Krise: Gewinn von Autonomie
-zentrale Krise: Identitätsfindung im Jugendalter - 1488 Stadien der psychosoz Entwicklung nach Erikson1. Vertrauen vs Misstrauen (1 Jahr)
2. Autonomie vs Scham und Zweifel (2./3. J)
3. Initiative vs Schuldgefühl (4./5. J)
4. Werksinn vs Minderwertigkeitsgefühl (6-12 J: Latenzzeit)
5. Identität und Ablehnung vs Identitätsdiffusion (Jugendalter)
6. Intimität und Solidarität vs Isolierung (junge Erwachsene)
7. Generativität vs Selbstabsorption (mittleres E)
8. Integrität vs Verzweiflung (ältere E) - 149Identitätskrise im Jugendalter: Moratorium-Identitätsbildung erreicht Höhepunkt
-Identitätsgewinnung beruht auf Bewältigung von Anforderungen
-Integration von vergangenen und gegenwärtigen Erfahrungen mit zukünftigen Erwartungen
-Bewältigung durch Entwicklung der Ich-Identität und Aufbau von Selbstkonsistenz
-Phase des Moratoriums: Integrationsleistung braucht Zeit und Handlungsspielraum zB Aufschub von erwachsenen Verpflichtungen - 150Rolle der Identifikation-frühe und mittlere Adoleszenz: Aufbrechen bestehender Identifikationen und Verlust der bisherigen Selbstdefinition , Entstehen diffuser Selbstrepräsentationen
-späte Adoleszenz: Erlangen von stabilen integrierten Persönlichkeitsstrukturen zB Entwickeln eines eigenen Standpunkts übernimmt Verantwortung
-Herausbilden von neuer Identität auf Basis übernommener Identifikationen - 151Identitätsdiffusion-bei Misslingen der Identitätsbildung
-> Zersplitterung der Persönlichkeit, Verwirrung
+keine Verbindung von bisherigen Erfahrungen und Zukunftserwartungen
+Überanpassung
+Pseudoidentität
+Arbeitslähmung
-Orientierung durch Peer-Group - 152Marcia (1980): Verfahren zur Erfassung des Identitätsstatus-mit Hilfe von Interview auf 3 Dimensionen
1. Verpflichtung: Umfang an Engagement und Festigkeit der Einstellung
2. Erkundung: selbstständige Auseinandersetzung mit einem Bereich -> Ziel: Entscheidungsfindung
3. Krise: Ausmaß an Unsicherheit und Rebellion, mit Erkundung verbunden - 1534 Formen der identitat nach Marcia-diffuse Identität
+Bsp Berufsfindung
+geringe Erkundung: wenig mit Thema Beruf auseinandergesetzt zB mit den Vor- und Nachteilen
+geringe Verpflichtung: keine Entscheidung, keine Praktika um Entscheidung zu unterstützen
-übernommene Identität:
+wenig Erkundung: keine Infos eingeholt
+höhere Verpflichtung: Entscheidung auf Anraten der Eltern
-kritische identität/Moratorium:
+höhere Erkundung: Suche nach Infos ist typisch
+niedrige Verpflichtung: noch nicht entschieden
-erarbeitete Identität
+höhere Erkundung: sorgfältige Erkundung der Möglichkeiten und Abwägen der Fähigkeiten
+höhere Verpflichtung: Entscheidung für Ausbildung getroffen - 154Verläufe der Identitätsentwicklung nach Waterman 1982-progressiver V: von kritisch zu erarbeitender Identität
-regressiver V : krit Identität endet in diffuser
-stagnierender V: Verweilen bei diffuser oder übernommener Identität - 155Formen diffuser Identität nach Marcia 1989-Entwicklungsd: Übergangsstadium zur krit Identität
-sorgenfreie D: angepasst und soz kontaktfreudig, aber oberflächliche Kontakte und unverbindl Werte
-Störungsd: soz Isolation in Folge von krit Lebensereignis
-kulturell adaptive D: Patchwork Identity, entwickelt sich wenn Unverbindlichkeit kulturell gefordert wird - 156Identitätsentwicklung im frühen Jugendalter (11-14 J)-Themen:
+eigene körperl Veränderungen, soz Status in peer-Group , Sorgen über spätere Arbeitsrolle und Beziehungen
-Aufgaben:
+Integration der körperlichen Veränderungen und Geschlechtsrolle in die eigene Identität
-Einflussfaktoren:
+gesellschaftl Reaktionen auf körperliche Veränderungen
+ Kontakte zu Gleichaltrigen wichtig und krit Bewertung elterlicher Werte
+Einfluss von Eltern und Gleichaltrigen - 157Identitätsentwicklung im mittleren Jugendalter (15-17 J)-Themen
+Wirken auf anderes Geschlecht und Popularität
+berufl Zukunft
+Werte, Gerechtigkeit und Erwartungen an Gesellschaft
-Aufgaben
+Beginn der Erkundung
+erste Liebesbeziehungen und Erleben von Intimität
-Einflussfaktoren
+Schule
+Familie
+peer-Group - 158Identitätsentwicklung am Ende des Jugendalters (18-22 J)-Themen
+Fähigkeit zur Elternrolle
+Bedeutung langfristiger Beziehungen
+Werte, Ideale, Moralvorstellungen
-Aufgaben:
+angemessener Ausdruck der Sexualität
+Stabilität der eigenen Identität
+Verantwortung fürs eigene Leben
-Einflussfaktoren:
+größere Institutionen: Betriebe, Uni
+mehr Einfluss der Gesellschaft - 159Misslingen von Entwicklungsaufgaben-Ausgangspunkt: Stressverarbeitungsmodell nach Lazarus
-Zusammenspiel von Anforderungen und Ressourcen bestimmt Ausmaß an Belastung im Jugendalter und damit die Funktionstüchtigkeit
+Anforderungen: Entwicklungsaufgaben, schulische A und krit Lebensereignisse
+Ressourcen: persönliche (Gesundheit, Fähigkeiten, Motivationen und Persönlichkeit), soz Ressourcen (sozioökonomischer Status der Familie Beziehungen in der Familie)
-> Belastung entsteht wenn Anforderung größer als Ressourcen die zur Bewältigung zur Verfügung stehen , Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit - 160Misslingen von Entwicklungsaufgaben : Bedeutung von Coping-Strategien zur Bewältigung von Anforderungen im Jugendalter-aktives Coping: Versuch Situation durch aktives Handeln zu verändern zB prüfung wiederholen
-internales Coping: Versuch Situation emotional anders zu bewerten
-> Ziel: Wiederherstellung des Wohlbefindens in schwierigen Lebenssituationen - 161Lehrstrategien-vom L eingesetzte Vorgehensweisen zur Realisierung von Lehrzielen
-kennzeichnen individuelle Art und Weise des Handelns von Lehrpersonen
-abhängig von allgemeinen und spezifischen Lehrzielen die ein Lehrender verfolgt
-Pendant zu Lernstrategien (vom Lerner eingesetzt)
-Bestandteil der Wechselbeziehung von Lernen und Lehren (machen U aus) - 162Determinanten von Lehrstrategien-Ergebnis längerfristiger Tätigkeit von Lehrern
-Einflussfaktoren auf Lehrstrategien
+theoretische Kenntnisse
+praktische Erfahrungen
+Routinen
+jeweilige U-Situation
+spezifischer U-Stoff
+Persönlichkeit des L - 163verhaltensorientiert-empirische Lehrstrategie-behavioristischer Ansatz
-im Vordergrund: Wissenerwerb durch Assoziationen und Reaktionslernen
-kleinschrittige Darbietung, wiederholtes Üben und Verhaltenskontrolle durch direkte Ergebnisrückmeldung (Verstärkung)
-veraltet - 164kognitivistische Lehrstratgie-Wissenserwerb durch Infoverarbeitung
-im Vordergrund:Veränderung kog Strukturen (im LZG) durch aktives Lehren (Anleiten Darbieten und Erklären)
-Ziel:Verstehen
-Förderung kog Prozesse :
+Aktivierung des Vorwissens
+Förderung der aktiven Verarbeitung von neuen U-Inhalten - 165konstruktivistische Lehrstrategie-ddurch subj Erzeugung von Wissen (Piaget und Wygotski)
-Betonung der Eigenaktivität
Betonung der Passung
-Lehrstrategien: Unterstützen, Beraten und Anregen
-Piaget: Selbsttätigkeit, entdeckendes Lernen und Problemsituationen
-kooperatives Lernen, soz Anleitung und zunehmende Selbststeuerung - 1664 Arten von Lehrstrategien und ihre unterrichtsmethodische Darbietung-darstellende Lehrstrategie: Wissenstrasport vom Lehrenden zum Lernenden (direkte Instruktion)
-problemorientierte Lehrstrategie: selbsttätiges oder gelenktes Nachentdecken von Zshg
(entdeckendes oder situiertes Lernen)
-kollaborative Lehrstrategie: kooperatives Lernen in Gruppen
-offene U-Form: selbstgesteuertes Lernen - 167darstellende Lehrstratege-Ziel: optimale Planung des Lhr-Lern-Geschehens um Lerninhalt zu vermitteln
-Systematik und Sequenzierung des Lerngegenstands
-Wissenserwerb als rezeptiver prozess
-Inhalt muss nicht selbst entdeckt werden
- - 168Darbietendes Lehren nach Ausubel 1975 5 Kernelemente-vorangestellte Orga-Hilfen zurAktivierung von Vorwissen
-Präsentation des Lernstoffs vom allgemeinen zum Besonderen
-Verbindungen der Lerninhalten und zum Vorwissen aufzeigen um Wissensintegration zu erleihtern
-ausreichend Darbietungszeit zur elaborativen Infoverarbeitung
-Konsolidierung und Festigung des Gelernten durch Übung - 169Direkte/adaptive Instruktion nach Bloom 1976-Zerlegen des Lernstoffs in kl Einheiten
-Einheiten in sachlogischer Konsequenz präsentieren
-Lernstandsdiagnose nach jeder Lerneinheit wegen Kenntnislücken
-Beseitigung der Lücken durch adaptive Maßnahmen (zusätzliche Lernzeit) - 170Formen direkter Instruktion-Frontal-U
-Darbietender U : wie Frontal-U aber Darbietung des Stoffs in untersch soz Organisationsformen
-Unterrichtsvortrag: Prototy des Frontal-U
-gelenktes U-Gespräch: lehrergesteuertes Austauschen von Fragen und Antworten in Kombi mit darbietender Stoffentwicklung - 171Problemorientierte Lehrstrategien-häufiges Problem: Träges Wissen
-selbst erkanntes wird besonders gut gelernt weil es wegen eigener Anstrengung auf vielfältige Weise mit VW verbunden ist
-beim Entdecken: Selbststeuerung und Eigeninitiative
-zentral: Lernender muss in Problemsituation gebracht werden
-dazu: Vorkenntnisse - 172situiertes Lernen als Form des problemorientierten Lernens-aufsuchen von Anforderungssituationen in Alltagspraxis
-klass situierte Lehrstrategien:
+kog Meisterlehre
+Lernen mit Verstehensankern
(anchored instruction) - 173kog Meisterlehre (cognitive apprentieship)-Lernender wird schrittweise in Bewältigung von Anforderungen eibezogen
-Lernen als kooperativer Prozess von Anleitung - 174anchored instruction-aus kindgemäßer erzählter Erlebnisgeschichte ergibt sich offene Problemstellung
-Lernende sollen in kooperativer Zusammenarbeit relevante Infos aus Handlung entnehmen und sie in Bez setzen
szenisch-narrative Verankerung soll Aufmerksamkeit binden
- - 175kollaboratives Lehren-Gruppenprozesse beim Lernen
-wechselseitige Steuerung durch S
-Merkmale
+gegenseitiger Austauch unter Gleichen (alle sitzen in einem Boot)
+kein Wettbewerb und soz Vergleich
+Zuammenarbeit durch Austausch - 176offene U-Formen und Selbststeuerung-selbstbestimmte und eigenverantwortliche Auseinandersetzung mit Lerngegenstand
-Lehernder gestaltet Lernumgebung und regt Interaktion an, ist Helfer und Berater
-Formen: Freiarbeit, Werkstattarbeit
-Vorteil: Entwicklung von Eigeninitiative und intrinsische M
-Problem: hohe Anforderungen an Lehrenden
Information
- Description
- Flashcards on Entwicklungspsychologie , created by lisa-susanne.lei on 07/01/2015.
- Created by
- lisa-susanne.lei
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