Das behavioristische Paradigma

Natascha Kracheel
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Mind Map on Das behavioristische Paradigma, created by Natascha Kracheel on 11/23/2014.

Resource summary

Das behavioristische Paradigma
1 Allgemeines
1.1 Psychologie als Naturwissenschaft vom Verhalten
1.1.1 engl. behavior
1.1.2 objektivistische, operationalistische Auffassung von Naturwissenschaft
1.1.2.1 Fortsetzung des erkenntnistheoretischen Empirismus
1.1.2.1.1 Psychisches lässt sich in Elemente zerlegen; in äußere Reize, Verhaltenseinheiten, Reaktionen (vgl. brit. Assozianismus)
1.2 Vertreter hauptsächl. aus den USA
1.3 dt. Verhaltenstheorien; Verhaltenspsychologie
1.4 Begriff ab 1913, John B. Watson (Begründer)
1.5 enge Affinität zu Triebtheorien
1.6 zentrale Annahmen
1.6.1 Objektivismus
1.6.1.1 Reduktionismus
1.6.1.1.1 oll auf intersubjektiv beschreibbaren Prozessen basieren
1.6.2 Ablehnung phänomenologischer Psychologie
1.6.2.1 Ablehnung der Gestaltpsychologie, Psychoanalyse, persönlichkeitstheoretischer Ansätze
1.6.3 Elementarismus und Meschanismus (Koppelung von psychischen Elementen durch raum-zeitliche Nähe (Kontiguität)
1.6.3.1 daraus: Kontingenz abgeleitet; Kopplung von Reizen, Reaktionen und Reiz-Reaktions-Paaren
1.7 Environmentalismus; die Auffassung, dass die Umweltverhältnisse den Organismus kontrollieren (daher ist dieser sehr plastisch)
1.8 Vertreter des klassischen Behaviorismus
1.8.1 John B. Watson
1.8.2 E.L. Thorndike
1.8.3 E. Guthrie
1.8.4 K. Lashley
2 wesentliche programmatische Gesichtspunkte
2.1 objektiv
2.2 Ziele: Vorhersage u. Kontrolle von Verhalten
2.2.1 dabei keine Trennung zw. Mensch und Tier
2.3 Introspektion spielt keine Rolle bei Datengewinnung (Anti-introspektionismus)
2.3.1 die Innenwelt kann nicht Gegenstand einer naturwiss. Programmatik sein
2.3.1.1 Verhalten (als Gegensatz zur Introspektion)
2.3.1.1.1 kann von außen beobachtet und objektiv registriert werden
2.3.1.1.2 Definition: körperliche Veränderungen aller Art; Regungen wie Reflexe, Veränderung von Körperstellungen,Muskelkontraktionen, Speichelfluss....
2.3.1.1.3 systematische Beziehung zwischen Verhalten und Veränderung der Umgebung des Körpers
2.4 Ablehnung des mentalen Vokabulars der Alltagspsychologie
2.4.1 z.B. Seele, Bewusstsein, Geist, Erleben
2.4.2 Reiz und Reaktion als Grundbegriffe; z.B. Sehen als visuelle Reaktion
2.4.2.1 verdecktes Verhalten, inneres Sprechen, verdecktes verbales Reagieren
2.4.2.1.1 Sprache ebenfalls primär unter dem Aspekt des Verhaltens gesehen
2.4.2.1.1.1 Reduktionismus des alltagspsychologischen Vokabulars auf objektiv beobachtbares Verhalten
2.5 Reduktionismus der Erlebensseite
2.6 antimentalistisch
2.6.1 aber: nur radikaler Behaviorismus verneint Bewusstsein/innere kognitive, bewusste Prozesse
2.6.1.1 materialistischer Monismus
2.7 metaphys. Standpunkt soll vermieden werden
3 Formen des Behaviorismus:
3.1 radikaler Behaviorismus
3.2 methodologischer Behavorismus
3.2.1 Forderung nach objektiver Beobachtung/objektiven Messvorschriften um mentale Behauptungen in Objektives zu übersetzen (Operationalisierung)
3.3 Neobehaviorismus
3.3.1 1930-1950; löste klass. Behaviorismus ab
3.4 klassischer Behaviorismus, 1912- etwa 1930
4 Methode
4.1 objektive Beobachtung von Reiz- Reaktions Kovariationen mit dem Ziel, tierisches und menschliches Verhalten möglichst genau und umfassend zu analysieren
4.2 hohe methodische Standards, daher bevorzugt Untersuchung von Tieren (v.a. Ratten, daher auch abwertend "Rattenpsychologie"
4.3 bevorzugt aus experimenteller Psychologie
5 Watson: radikale erzieherische Botschaft
5.1 kann jedes Kind beliebig zu einem Spezialisten in einem bestimmten Bereich machen, z.B. Recht/Medizin
5.1.1 vgl. USA anfang 20. Jhdt; "mit harter Arbeit und guter Erziehung wird jeder großen Erfolg haben"
5.2 (christl. Ansicht); Natur vollkommen beherrschbar
5.3 Erziehungsdeterminismus in abendländ. Tradition
6 Theorie
6.1 Lerntheorien zentral
6.1.1 Verhalten als Muster an Reaktionen; Umgebungsanpassung
6.1.1.1 auf Reiz muss die passende Reaktion gelernt werden
6.1.2 im klassischen Behaviorismus dabei keine Annahme über innere Organisation /angeborene Verhaltensprogramme
6.1.3 ungelernter Reiz
6.1.3.1 führt zu: unmittelbarer, reflexartiger Reaktion (fest zugeordnet; Fähigkeit des ORganismus)
6.1.4 konditionierte Reize
6.1.4.1 konditionierte Reaktion
6.1.4.1.1 KLASSISCHE KONDITIONIERUNG
6.1.4.1.1.1 Reize lassen sich beliebig durch andere Reize ersetzen, solange der lerngeschichtliche Bezug auf die unkonditionierten Reize bestehen bliebt
6.1.4.1.1.2 Verknüpfung von Reizen
6.1.4.1.2 operante Konditionierung
6.1.4.1.2.1 Reaktionslernen
6.1.4.1.2.1.1 Wahrscheinlichkeit best. Reaktionen auf einen zufälligen Reiz oder Reaktion ohne Reiz erhöht sich, wenn diese Reaktion verstärkt wird (belohnt wird)
6.1.4.1.2.1.1.1 Verstärkung nur wenn ein bestimmter Triebzustand besteht
6.1.4.1.2.2 Skinner; Walden two, 1976; Menschliches Verhalten wie das von Tieren von der Umwelt kontrolliert und gesteuert
6.1.4.1.2.2.1 Anm: Lernen von Reizen kann komplex sein; Reize können kombiniert werden--> zweites Signalsystem, Pawlow
6.1.4.1.2.3 Entwicklung von Konditionierungs-Theorien
6.1.4.1.2.3.1 Reaktionen sind immer durch Reize bedingt und gesteuert, wobei aufgrund der Koppelbarkeit komplexe Reizbedingungen herrschen können; = Reiz-Reaktionstheorie oder S-R- Theorie; S= Stimulus, R= Response
6.1.5 va. Iwan Pawlow; Reflexologie Watsons; kleiner Albert
6.1.6 Lernen= Verknüpfung von Reizen (klassische Konditionierung) und Erhöhung der Reaktionswahrscheinlichkeit von Reaktionen durch Verstärkung (operante Konditionierung)
6.1.6.1 Das Lernen von Reizen und Reaktionen ist gewissermaßen die Mechanik des induktiven Schließens vom Einzelfall auf das Allgemeine, wobei das Lernen in der Prädiktion von Reizen (Kontiguität) und der Prädiktion von Effekten durch Reaktionen (oerants; Kontingenz( besteht
6.1.7 allgemeine Lerngesetze
6.1.7.1 law of effect: Erfolg einer Reaktion erhöht deren Auftrittswahrscheinlichkeit (Lernen am Erfolg)
6.1.8 Gedächtnis und Denken durch Lernen reduziert
6.1.9 Motivation und Emotion haben auch eine funktionale Rolle inne beim Fördern/Hemmen von Lernprozessen (positive/negative Verstärkung,; Bestrafung)
7 Antikognitivismus; Ablehnung bedeutungsvoller innerer Prozesse wie Kognitionen
7.1 Organismus ist leer; Organismus als black box
7.1.1 nur die beobachtbaren Input-Output-Beziehungen in Form von Reiz-Reaktionsverbindungen erlauben Aussagen über den Oragnismus
7.1.2 Hypothesen über innere Verbindungen von Reizen und Reaktionen daher auch überflüssig
7.1.2.1 physiologische Korrelate von Triebmechanismen/Gedächtnis/physiologische Grundlagen des Lernens in der Lerntheorie nicht von Bedeutung
7.1.3 = tabula rasa Theorie
7.1.4 estraorganische Reiz-Reaktionsverhältnisse, daher wenige Annahmen zu angeborenen Faktoren
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