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Regeln guter wissenschaftlicher Praxis Zusammenfassung SB

Natascha Kracheel German 1 page

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Kurs

3402-Regeln guter wissenschaftlicher Praxis

Zusammenfassung

Studienbrief

Fallstricke in der Wissenschaft, Bsp. Fall Herrmann/Brach

(1996)

Hildt suchte seinen Doktorvater auf u. legte Daten vor, von

denen er dachte, sie mögen gefälscht sein

(v. Herrmann, seinem Vorgesetzten)à sind tatsächlich gefälscht;

Lebensgefährtin von Herrmann (Brach) auch involviertà Skandal & 10 Jahre

Debatte ; „Fall Herrmann/Brach“

Führt zu: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) Kommission: „Selbstkontrolle

in der Wissenschaft“

Arbeitsauftrag der DfG Komission:

-die Ursachen von Unredlichkeit im Wissenschaftssystem

erkunden

-präventive Maßnahmen entwickeln

-die bisherigen Kontrollmechanismen überprüfen

Ergebnisse der DfG Komission nach Schneider:

-

Es existiert kein Mangel an Regeln guter wissenschaftlicher

Praxis (va. Medizin- Hippokratischer Eid; ethische Grundsätze und gesetzl.

Regelungen)

-

Bekannte Regeln oft gebrochen da Missachtung

geduldet und Unrechtsempfinden nicht ausgeprägt

-

Tabuisierung der Regelverstöße

-

Institutionelle Einrichtungen zur Verfolgung von

Regelverstößen existierten bis 1996 nicht

-

Universitäten haben keine Kompetenz um mit

Verstößen umzugehen

-

Wissenschaftlicher Nachwuchs in Problemfällen

auf s. allein gestellt, da keine unabhängigen Institutionen

Empfehlungen der DfG

Komission:

16 Empfehlungen, um Missstände zu bekämpfen und Situation zu

verbessern

Dazu folgende strategische Ansätze (zur

Besserung/Prävention):

-Problembewusstsein fördern (diskutieren, Enttabuisierung)

-Pflege wiss. Nachwuchses (Konzepte entwickeln)

-Hochschulleitungen in Verantwortung für Aufsicht,

Konfliktregelung und Qualitätssicherung ziehen

-Regelungen zum Umgang mit Fehlverhalten (Vertrauensperson

und generelles Verfahren festlegen)

-Standards zur wiss. Tätigkeit benennen (Daten 10 Jahre

aufbewahren, Transparenz z.B. bei Notenvergabe, Regelungen zur Autorenschaft)

Leistung der DfG zur Verbesserung des Umgangs mit

Fehlverhalten:

-DFG-Ombudsmann à

kann bei wissenschaflichem Fehlverhalten als unabhängige Instanz eingesetzt

werden; „Beratungs-und Vermittlungseinrichtung“, „Fair, vertraulich,

transparent“à

jährl. Bericht

Dfg Ombudsmann befasst sich mit:

- falschem Umgang mit Daten

-Autorenschaftsstreitigkeiten

-Forschungsbehinderung

-Plagiatsvorwürfen

Definition der Regeln

guter wissenschaftlicher Praxis:

Was ist gute wissenschaftliche Praxis?--> wird von der

jew. Forschungseinrichtung bestimmt, z.B. HRK (Hochschulrektorenkonferenz)

Inhalte zu den Regeln wissenschaftlicher Praxis bei der HRK:

Definition von wissenschaftlichem Fehlverhalten (von der

HRK): wissenschaftliches Fehlverhalten liegt vor, wenn in einem

wissenschaftlichen Zusammenhang bewusst oder grob fahrlässig Falschangaben

gemacht werden, geistiges Eigentum anderer verletzt oder sonstwie deren

Forschungstätigkeit beeinträchtigt wird. Entscheidend sind jeweils die Umstände

des Einzelfalles.

Schwerwiegendes Verhalten laut HRK:

-Falschangaben

-Verletzung geistigen Eigentums (dh. Bezug auf ein von einem

anderen geschaffenen, urheberrechtlich geschütztes Werk oder von einem anderen

stammende wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse, Hypothesen, Lehren oder

Forschungsansätze)

-Inanspruchnahme der (Mit-) Autorenschaft eines anderen ohne

dessen Einverständnis

-Sabotage von Forschungstätigkeit (Beschädigen, Zerstören,

Manipulieren)

-Beseitigung von Primärdaten

Arbeiten von Studierenden: besondere Vorsicht, kein Plagiat

zu verfassen (trotz „copy/shake & paste“ Kultur)

è

Weber und Wulff (2007): „Fremde Federn Finden“;

Onlinekurs zur Hilfe bei Plagiatsaufdeckung

Ethische Richtlinien

der DGPs und des BDP:

Viele Bsp. Für Wissenschaftsbetrug aus der Medizin (hohe

Konkurrenz, viele finanzielle Förderungen z.B. durch DfG und Pharmaindustrie,

hohes Prestige)

Betrugsfälle in der Psychologie:

Burt-Affaire- Sir Cyril Lodowic Burt; Schulpsychologie,

später Professor für Pädagogische Psychologie in London; Begründer der

pädagogischen Psychologie in England

Themenschwerpunkt von Burts Arbeiten: Intelligenzforschung

Fragl. Fall: Scores von Intelligenzmessungen getrennt

aufwachsender eineiiger Zwillinge korreliert mit Korrelationskoeffizient r=

.771 (deutete er als Indiz für hohe Erblichkeit der Intelligenz und

gleichzeitig relative Unbedeutsamkeit der Umwelteinflüsse)

è

R in 2 aufeinanderfolgenden Studien trotz neuer

Zwillingspaare gleich-à

Vorwurf der Datenmanipulation nach seinem Tod

Umgang mit sensiblen

Patientendaten/Schweigepflicht:

-Offenlegung sensibler Patientendaten können zum Nachteil

des Klienten führenà

Schutz des Patienten : §203 des

Strafgesetzbuchs (StGB) (gilt auch für Ärzte, Pfarrer, Priester)

à

unbefugt fremdes Geheimnis verratenà

bis zu 1 Jahr Freiheitsstrafe oder

Geldstrafe

Geheimnis bezieht sich auf Fragen:

-ob jemand Therapie aufsucht oder Beratung

-welche Problematik vorliegt

-seit wann /wie lange die Beratung oder Therapie durchgeführt

wird

-auf alle Informationen, die sich auf die Verhältnisse und

das Leben der Klientin oder des Klienten beziehen

Gesetzl. Bestimmungen

zur zu Rechten und Pflichten von Psychologinnen und Psychologen:

Gesetz über die

Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und

Jugendpsychotherapeuten- PsychThG

Ethische Richtlinien:

vom Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) und der Deutschen Gesellschaft

für Psychologie (DGPs)= „Ethische Richtlinien der DGPs und des BDP“

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Note on Regeln guter wissenschaftlicher Praxis Zusammenfassung SB, created by Natascha Kracheel on 28/11/2014.
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