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Flashcards

Sozialpsychologie: Vorlesung 5 - Soziale Wahrnehmung und soziale Kognition

Mandy Quach Psychologie 1. Semester German 40 cards

Cards in this deck (40)

  1. 1Wie definiert sich die soziale Wahrnehmung/Eindrucksbildung?- behandelt die Prozesse, wie Menschen einen zu Eindruck über das Verhalten und die Eigenschaften anderer Menschen gelangen
  2. 2Nach welcher Zeitspanne fällt man ein Urteil über andere Menschen und wie verändert sich dieser mit wachsender Beobachtungsdauer?- erstes Urteil wird nach den ersten 100 ms gefällt
    - je länger Person beobachtet wird, desto sicherer fühlt man sich bzgl. der Korrektheit des eigenen Urteils
  3. 3Welches Rahmenmodell beschreibt die soziale Wahrnehmung am besten?- Top Down / Bottom Up
  4. 4Was zeichnet Bottom-Up-Prozesse aus?- Wahrnehmung wird primär von Reizmerkmalen (z.B. Attraktivität) gesteuert
    - reduktiver Prozess
  5. 5Was zeichnet Top-Down-Prozesse aus?- Wahrnehmung wird primär von Gedächtnisinhalten (z.B. Vorurteilen) oder Emotionen gesteuert
    - induktiver Prozess
  6. 6Welche zwei Merkmale kann der Beobachtete bei Bottom-Up-/Top-Down-Prozesse haben?- äußere Merkmale
    - Verhalten
  7. 7Welche äußeren Merkmale gibt es bei Bottom-Up-/Top-Down-Prozessen?- Körperliche Erscheinung: Kleidung, psychische Attraktivität
    - Ähnlichkeit
    - Vertrautheit
    - nonverbale Kommunikation: Mimik, Gestik, Embleme
  8. 8Wie wird bei Verhaltenstendenzen bei Bottom-Up-/Top-Down-Prozessen attribuiert?- aus offen sichtbaren Verhalten wird auf zugrunde liegende Persönlichkeitsmerkmale geschlossen
  9. 9Welche Modelle der sozialen Wahrnehmung gibt es?- arithmetische Modelle/Ansatz der kognitiven Algebra: Summenmodell und Durchschnittsmodell
    - Modelle der zentrale Merkmale: Hypothese des zentralen Merkmals
    - implizite Persönlichkeitstheorien
  10. 10Was besagt das Summenmodell und wie müsste man sich demnach verhalten, um ein möglichst positives Bild von sich zu präsentieren?- Gesamteindruck entspricht der Summe der Werte aller Einzelmerkmale
    - für guten Eindruck solltem man demnach alle positiven Eigenschaften präsentieren
  11. 11Was besagt das Durchschnittsmodell und wie müsste man sich demnach verhalten, um ein möglichst positives Bild von sich zu präsentieren?- Gesamteindruck entspricht dem Durchschnitt der Einzelmerkmale
    - für guten Eindruck sollte man nur möglichst positive Eigenschaften präsentieren
  12. 12Wie realistisch sind die beiden arithmetischen Modelle?- beide Modelle eher unrealistisch, da sie kognitiv zu aufwändig sind
  13. 13Was besagen die Modelle des zentralen Merkmals allgemein?- Gesamteindruck ist nicht die Summe/der Durchschnitt der Einzelinformationen
    -> einzelne Informationen werden nach Kontext betrachtet
    - einzelne Merkmale haben eine größere Bedeutung für den Eindruck als andere
  14. 14Zwischen welchen zwei Persönlichkeitsmerkmalen unterscheidet man in Modellen der zentralen Tendenz?- Central Traits: zentrales Persönlichkeitsmerkmal
    - Peripheral Trait: peripheres Persönlichkeitsmerkmal
  15. 15Was ist ein zentrales Persönlichkeitsmerkmal nach den Modellen der zentralen Tendenz?- hervorstechende Eigenschaft
    - Merkmal einer Person, das von sozial Wahrnehmenden als integraler Bestandteil der Organisation der Persönlichkeit angesehen wird
  16. 16Was ist ein peripheres Persönlichkeitsmerkmal nach den Modellen der zentralen Tendenz?- ein Merkmal einer Person, dessen Vorhandensein nicht/kaum die Gesamtinterpretation der Persönlichkeit verändert
  17. 17Wer hat die Hypothese des zentralen Merkmals begründet?- Asch
  18. 18Welchen Versuch hat Asch zu seiner Hypothese des zentralen Merkmals durchgeführt?- zwei VPn-Gruppen erhielten Liste mit Persönlichkeitsmerkmalen und sollten die entsprechende Person beschreiben
    -> Listen unterschieden sich nur in der Eigenschaft "warm" oder "kalt"
    -> Ergebnis: komplett andere Beschreibung der Persönlichkeit je nach "warm" oder "kalt"
  19. 19Was besagt das "Wärme und Kompetenz Modell"?- Wärme und Kompetenz als fundamentale Dimensionen der sozialen Wahrnehmung
    - Wärme ist wichtiger als Kompetenz
  20. 20Was besagt die "primacy of warmth judgments"?- Wärme ist wichtiger als Kompetenz
  21. 21Was versteht man unter impliziten Persönlichkeitstheorien?- Alltagstheorien über die Kovariation von Eigenschaften = Organisation von Persönlichkeitseigenschaften innerhalb von Personen
    - dienen der Eindrucksbildung
    - vor allem eingesetzte, wenn man wenig von der Person weiß
  22. 22Welche sozialen Wahrnehmungseffekte gibt es?- Halo Effekt
    - Primacy Effekt
    - sich selbsterfüllende Prophezeihung
    - Priming
  23. 23Was ist der Halo Effekt?- ein Merkmal einer Person überstrahlt die Wahrnehmung anderer Merkmale
    - unabhängige Eigenschaften dieser Person werden mit dem überstrahlendem Merkmal in Zusammenhang gebracht
  24. 24Welche Studie gab es zum Halo Effekt?- psychische Attraktivität korreliert mit hoher Bewertung der Qualität von Aufsätzen
  25. 25Was besagt der Primacy Effekt?- früher dargebotene Informationen haben stärkeren Effekt auf die soziale Wahrnehmung als später dargebotene Informationen
    -> unmittelbare Eindrucksbildung nach den früheren Informationen
    -> hinzukommende Informationen treten in den Hintergrund
  26. 26Was versteht man unter eiener sich selbsterfüllenden Prophezeiung?- eine Erwartung über eine Person führt zu deren Bestätigung
    - Erwartung steuert eigenes Verhalten, andere Person reagiert darauf
  27. 27Was versteht man unter Priming?- Reiz wird durch die Verarbeitung eines anderen assoziierten Reizes zugänglicher
  28. 28Welche drei Arten von Priming gibt es?- semantisches Priming
    - konzeptuelles Priming
    - affektives Priming
  29. 29Was versteht man unter semantischen Priming?- erleichterte Reaktion auf semantisch verknüpfte Inhalte (z.B. Finger - Hand)
  30. 30Was versteht man unter konzeptuelles Priming?- Bewertung des Zielreizes vor dem Hintergrund des aktivierten primes
    (z.B. Priming einer Persönlichkeitseigenschaft mit anschließender Bewertung von Personen)
  31. 31Was versteht man unter affektiven Priming?- schnellere Reaktion bei gleicher emotionaler Valenz (z.B. Kakerlake - ekelhaft)
  32. 32Was ist soziale Kognition?- wie wir über uns selbst und andere Menschen denken und wie die beteiligten Prozesse unsere Urteile und unser Verhalten im sozialen Kontext beeinflussen
  33. 33Welche zwei grundsätzlichen Verarbeitungmodi gibt es bei sozialer Kognition?- automatisierter Prozess: unbewusst, schnell, kognitiv sparsam
    -> beruht auf Faustregeln, Abkürzungen und Routinen
    - kontrollierter Prozess: bewusst langsamer, kognitiv aufwendig
    -> systematische und tiefe Informationsverarbeitung
  34. 34Was sind Heuristiken?- Faustregeln bei Urteilsbildung: schnell und kognitiv sparsam
    - führen häufig zu annähernd korrekten Urteilen, aber auch zu Fehleinschätzungen
  35. 35Welche Arten von Heuristiken gibt es?- Repräsentativitätsheuristik
    - Verfügbarkeitsheuristik
    - Verankerungsheuristik
  36. 36Was versteht man unter Repräsentativitätsheuristik?- Objekte werden gemäß ihrer Prototypikalität einer bestimmten Kategorie zugeordnet
  37. 37Welche Faktoren können Repräsentativitätsheuristiken verzerren?- base rate neglect: Kategorie ist wichtiger als die Wahrscheinlichkeit, dass Urteil tatsächlich eintritt
    Insensitivität gegenüber Stichprobengröße
    - Misskonzeption von Zufall
    - Konjuktionsfehler
  38. 38Was versteht man unter Verfügbarkeitsheuristik?- Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Ereignissen wird höher geschätzt, wenn Ereignisse mental leicht verfügbar sind
  39. 39Von welchen vier Faktoren ist die Verfügbarkeitsheuristik abhängig?- Vertrautheit mit dem Urteilsgegenstand
    - Vorstellbarkeit der Ereignisse
    - Salienz und emotionaler Gehalt eines Ereignisses
    - Aktualität
  40. 40Was versteht man unter Verankerungsheuristik?- systematische Verzerrung von Schätzungen und Urteilen in Richtung eines Ankers (=Vergleichswertes)
    - Anker muss nichts mit dem Urteilsgegenstand zu tun haben

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Psychologie 1. Semester (Sozialpsychologie) Flashcards on Sozialpsychologie: Vorlesung 5 - Soziale Wahrnehmung und soziale Kognition, created by Mandy Quach on 15/01/2018.
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Mandy Quach
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