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Flashcards

msd

Philipp Lang MSD Praxis English 200 cards

Cards in this deck (200)

  1. 1AktorenBegriff für alle Arten von Ausgabeelementen für Bewegungen, Kräfte und
    Momente, die sowohl analog als auch binär wirken können
  2. 2ÄhnlichkeitsmodellPhysikalisches Modell, das nur Teile des Produktes abbildet
  3. 3analytisches ModellAbstraktes mathematisches Modell aus einem Satz von
    Gleichungen, die das Produkt und seine Eigenschaften beschreiben.
  4. 4Algorithmus:Eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems
    oder einer Klasse von Problemen
  5. 5Attribut:Jedes System zeigt gegenüber der Umgebung gewisse Kennzeichen,
    Merkmale, Eigenschaften, die Attribute genannt werden
  6. 6Black BoxGrafische Darstellung eines Systems als Block, dessen Zustandsgrößen
    unbekannt sind.
  7. 7Coulomb’sche Reibung:Die Reibkraft ist proportional zur auf die Reibflächen wirkenden Normalkraft. Der Reibkoeffizient  (Proportionalitätsfaktor) hängt von
    den aufeinander reibenden Werkstoffen und deren Oberflächenqualität ab.
  8. 8d’Alembert’sches PrinzipSagt aus, dass die Summe aller an einer Masse angreifenden Kräfte gleich Null sein muss.
  9. 9destruktive Interferenz:Auslöschung einer Schwingung durch Überlagerung
    (Addition) einer um 180° phasenverschobenen Schwingung gleicher Amplitude.
  10. 10DiodeElektrischer Gleichrichter aus zwei Schichten in Kontakt stehender unterschiedlich dotierter Halbleitermaterialien.
  11. 11Durchlassrichtung:Bei richtiger Polarität an den Elektroden der Diode kann ein
    größerer Durchlassstrom durch die Diode fließen. Bei umgekehrter Polarität sperrt
    die Diode den Stromfluss (Sperrrichtung) bis die Spannung die Durchbruchspannung erreicht, bei der ein Kurzschluss mit sehr hohem Stromfluss auftritt.
  12. 12dissipieren:Ein System, das mechanische oder elektrische Energie in Wärme umwandelt wird als dissipativ bezeichnet.
  13. 13Domäne:Unterschiedliche Fachgebiete der Ingenieurwissenschaften, wie Maschinenbau, Elektrotechnik, usw
  14. 14dynamisch:Voll innerer Bewegung, mit schneller Veränderung.
  15. 15Effizienz:Ein effizientes Modell ist so einfach wie möglich.
  16. 16Einmassenschwinger:Modell einer schwingfähigen, mechanischen Struktur aus
    Masse, Feder und Dämpfer.
  17. 17Erkennen:Interpretation von wahrgenommenen Informationen aus der Umgebung.
  18. 18Freiheitsgrad:Ein mechanisches System hat 6 Freiheitsgrade im Raum, 3 translatorische in Richtung der Achsen des Koordinatensystems und 3 rotatorische um
    die Achsen des Koordinatensystems.
  19. 19gewöhnliche Differentialgleichung:Dies ist eine Differentialgleichung, bei der zu
    einer gesuchten Funktion nur Ableitungen nach genau einer Variablen auftreten.
    Abkürzung GDGL oder engl. ODE (ordinary differential equation).
  20. 20gleichförmige Bewegung:Idealisierter Bewegungsvorgang mit konstanter Geschwindigkeit.
  21. 21Gültigkeitsbereich:: Bereich der Modellfunktion, in der die Abweichung zwischen
    Modell und Realität tolerierbar ist.
  22. 22Hooke’sches Gesetz: EEs besagt, dass die Dehnung x eines elastischen Elementes der
    angreifenden Kraft F proportional ist, der Proportionalitätsfaktor heißt Federkonstante, Federrate oder Steifigkeit k
  23. 23idealer Hebel:Hebel mit der Modellannahme, dass er nicht verformbar ist.
  24. 24Kontinuitätsgleichung:Auch Erhaltungssatz der Form, besagt für den Volumenstrom durch ein Rohr (Fließgeschwindigkeit × Querschnitt), dass dieser Volumenstrom immer konstant is
  25. 25konzentriertes Bauelement:Darunter versteht man solche Bauelemente, deren
    Eigenschaften durch einen einzelnen Parameter beschrieben werden können.
  26. 26konzentrierte ParameterSystem, dessen Parameter nur von der Zeit und nicht
    vom Ort abhängen.
  27. 27Lehr’sches Dämpfungsmaß:Dimensionsloser Parameter, mit dem die Dämpfung
    in einem schwingungsfähigen System charakterisiert wird. Sie ist das Verhältnis
    der tatsächlichen Dämpfung zur kritischen Dämpfung. Dies ist der Dämpfungswert, von dem ab eine Schwingung im System möglich ist.
  28. 28Lichtschranke:Optischer Sensor aus Lichtsender und Lichtempfänger. Reagiert auf
    Unterbrechung des Lichtstrahls.
  29. 29Mathematischer PunktGeometrische Modellvorstellung, mit der Eigenschaft
    „Ort ohne räumliche Ausdehnung“.
  30. 30Mechatronik-Design:: Konstruktionstechnik in der Mechatronik
  31. 31Modell:Modelle dienen zur Beschreibung der Eigenschaften und der Struktur
    eines Systems
  32. 32Modellgültigkeit:Das Verhalten des Modells muss im Rahmen des Modellzwecks
    (Gültigkeitsbereich) dem realen Systemverhalten entsprechen.
  33. 33Modulation:Aufprägung eines Schwingungsmusters auf eine physikalische Größe
  34. 34Ordnung des Systems:Wird durch die Anzahl der im System enthaltenen Speicher
    festgelegt.
  35. 35parasitäre Eigenschaften:Eigenschaften von Systemen, die in einfachen Modellen
    vernachlässigt werden, aber in anderen Gültigkeitsbereichen eine starke Wirkung
    entfalten können.
  36. 36partielle Differentialgleichungen:Viele physikalische Prozesse lassen sich nur
    dann beschreiben, wenn man die Veränderung einer Größe bezüglich mehrerer
    voneinander unabhängigen Variablen betrachtet. Die partielle DGL [PDGL oder
    engl. PDE (partial differential equation)] enthält partielle Ableitungen nach mehreren Variablen.
  37. 37physikalische Transparenz:Die Modellelemente müssen klar definiert, eindeutig
    beschreibbar und in sich widerspruchsfrei sein.
  38. 38Piezoelektrischer Effekt:Druckelektrischer Effekt, durch den in bestimmten Nichtleitern Spannungen durch Ladungstrennung hervorgerufen werden.
  39. 39Pilotmodell:Physikalisches maßstäbliches Modell, z. B. im Maßstab 1 : 10 zur
    Visualisierung des Produktes.
  40. 40Prototypmodell:Im Maßstab 1:1 angefertigtes physikalisches Modell des Produktes mit höchster quantitativer und qualitativer Ähnlichkeit.
  41. 41reaktives Verhalten:Stets gleichartiges Verhalten bei Auftreten einer bestimmten
    Art von Reiz.
  42. 42Regeneratives RatternSchwingungsvorgang zwischen Werkzeug und Werkstück
    bei spanenden Fertigungsverfahren wie beispielsweise Drehen
  43. 43Relation:Beziehungen zwischen Subsystemen
  44. 44Sensor:Sammelbegriff für Messwertaufnehmer, mit denen man physikalische oder
    chemische Größen erfassen kann und deren Wert vom Sensor in der Regel in ein
    elektrisches Signal gewandelt wird.
  45. 45Simulationsmodell:Auf einem Digitalrechner erstelltes mathematisches Modell,
    dessen Modellgleichungen durch numerische Integration simultan gelöst werden.
  46. 46Simulationssystem:Computerprogramm, mit dem mathematische Modelle eingegeben, numerisch integriert und anschließend die Modellfunktionen grafisch dargestellt werden können.
  47. 47Sprungantwort:Änderung der Ausgangsgröße eines Systems auf eine sprungförmige Änderung der Eingangsgröße.
  48. 48starrer Körper:Modellannahme, die von der Nichtverformbarkeit des Bauteils ausgeht.
  49. 49stationärer Zustand:Auch Beharrungszustand oder Gleichgewichtszustand genannt, dadurch gekennzeichnet, dass die zeitveränderlichen Größen des Systems
    konstant sind.
  50. 50statisch:Im gleichen Zustand verharrend, unbewegt, unverändert.
  51. 51Steifigkeit:Widerstand einer elastischen Struktur gegen Verformung, Maßeinheit
  52. 52Struktur:Menge der Relationen eines Systems.
  53. 53Subsysteme:Teilgebiete eines Systems, die untereinander durch Relationen verbunden sind.
  54. 54SystemEin System ist ein von seiner Umgebung in irgendeiner Weise abgegrenzter
    Gegenstand. Die Abgrenzung eines Systems ergibt sich häufig nicht aus seinen
    physikalischen Grenzen, sondern aus der Fragestellung der Systembetrachtung.
  55. 55Trägheitskraft:Eine zur Beschleunigung proportionale Kraft, die auf eine beschleunigte Masse entgegen der Bewegungsrichtung wirkt. Die Masse m ist der
    Proportionalitätsfaktor.
  56. 56Überschwingen:Schwingungsvorgang bei einem System 2. oder höherer Ordnung,
    mit dem die Sprungantwort des Systems in den Endwert übergeht.
  57. 57verteilte Parameter:System, dessen Parameter außer von der Zeit auch noch vom
    Ort oder anderen Zustandsgrößen abhängen.
  58. 58Viskoser Dämpfer:Dämpfer mit geschwindigkeitsproportionaler Dämpferkraft
  59. 59Wahrnehmen:Aufnahme von Informationen aus der Umgebung
  60. 60Werkzeugmaschine:Eine Werkzeugmaschine ist eine Arbeitsmaschine, die ein
    Werkzeug an einem Werkstück unter gegenseitiger bestimmter Führung zur Wirkung bringt.
  61. 61Zeitkonstante:Zeitwert mit dem Variablennamen T, nach welchem die sich zeitlich
    ändernde Größe den 0,632 fachen Endwert erreicht hat.
  62. 62zielorietiertes Verhalten:Unterschiedliche Reaktion abhängig von einer bestimmten Ausprägung eines Reizes.
  63. 63Zustand:Eigenschaft eines Systems, die durch eine Zustandsgröße (unabhängige
    Variable) beschrieben wird.
  64. 64allgemeine Lösung der DGL:Die Menge aller Lösungsfunktionen einer DGL n-ter
    Ordnung, die durch n Parameter gegeben sind, welche als Integrationskonstanten
    bei der Integration der DGL auftreten.
  65. 65Amplitudengang:Verlauf des Betrages des Frequenzgangs.
  66. 66Anfangsbedingungen:Werte der in einer DGL enthaltenen Zustandsgröße und
    ihrer Ableitungen zum Zeitpunkt t = 0.
  67. 67aperiodischer Grenzfall:Nichtperiodisches Verhalten eines schwingungsfähigen
    Systems, in dem die Dämpfung gleich der kritischen Dämpfung ist. Dies ist der
    Übergang von einer gedämpften Schwingung zu einem Kriechvorgang.
  68. 68Bildbereich:Durch eine Transformationsvorschrift wird eine Funktion in den so
    genannten Bildbereich transformiert, in dem die Lösung mathematischer Aufgabenstellungen erleichtert wird. Danach muss die Lösung aus dem Bildbereich
    in den Originalbereich zurücktransformiert werden.
  69. 69bleibende Regelabweichung:Abweichung vom angestrebten Sollwert nach einem
    Eingangssprung bei Systemen ohne I-Anteil
  70. 70Blockschaltbild:: Grafische Darstellung des Ein-/Ausgangsverhaltens mit Hilfe von
    Blöcken, die eine Übertragungsfunktion enthalten.
  71. 71Bondgraph-Methode:Objektorientiertes Modellbildungsverfahren, bei dem die
    Modellkomponenten den realen Systemkomponenten entsprechen. Die Modellelemente sind durch Leistungsflüsse untereinander verbunden, die im grafischen
    Modell als Bonds bezeichnet werden. Die Leistung ist dabei immer das Produkt
    aus Effort und Flow.
  72. 72C-Element:Grundlegendes Bauelement des Bondgraphen, das Energie verlustlos
    speichert. Dies geschieht, indem es Flow aus dem System aufintegriert.
  73. 73charakteristisches Polynom:Durch Anwendung des klassischen Lösungsansatzes
    wird eine gewöhnliche Differentialgleichung in eine algebraische Gleichung umgewandelt. Die linke Seite der Gleichung ist das charakteristische Polynom.
  74. 74Delta-Dirac-Impuls:Theoretisches Signal mit unendlich hoher Amplitude, das
    unendlich kurz anhält. Seine Laplace-Transformierte hat den Wert „1“
  75. 75Differentiationssatz:Rechenregel der Laplace-Transformation, die besagt, dass die
    jeweilige Bildfunktion einer zeitlichen Ableitung bei verschwindenden Anfangsbedingungen durch folgende Korrespondenzen gegeben ist:
    2
    x( ) ( ), ( ) ( ), ( ) ( ) t X s xt s X s t s X s     x
  76. 76D-Verhalten:Verhalten von Strecken mit Ausgleich, bei denen die Ausgangsgröße
    der Ableitung der Eingangsgröße proportional ist.
  77. 77Effort, Flow:Allgemeiner Name für eine der beiden Zustandsgrößen, deren Produkt
    die Leistung ergeben. Der Effort ist in der Regel die Ursache für einen Leistungsfluss, während die andere Zustandsgröße, der Flow, die Wirkung des Efforts beschreibt.
  78. 78Eigenkreisfrequenz:Kreisfrequenz bei einem Eigenvorgang in einem schwingungsfähigen System.
  79. 79Eigenvorgang:Dynamisches Verhalten eines Systems, das nur aufgrund seiner
    Eigenschaften ohne äußere Einflüsse auftritt.
  80. 80Eigenwert:Lösungen des charakteristischen Polynoms, das durch Anwendung des
    Exponentialansatzes aus einer DGL ermittelt wurde.
  81. 81experimentelle Identifikation:Ermittlung des Systemmodells durch Messungen an
    Anlagen oder Prototypen.
  82. 82Frequenzbereich:Definitions- oder Bildbereich einer mit Hilfe der Laplace- oder
    Fourier-Transformation transformierten Zeitfunktion.
  83. 83FrequenzgangFunktion die man erhält, wenn man in die Laplace-Transformierte
    der DGL eines Systems für den komplexen Parameter s den Wert i einsetzt. Aus
    ihr kann man die Funktionen Amplitudengang und Phasengang ableiten.
  84. 84Führungs-ÜbertragungsfunktionÜbertragungsfunktion der Regelstrecke, die als
    Eingangssignal die Führungsgröße und als Ausgangssignal den Anteil am Gesamtausgangssignal hat, der sich ohne Störsignal ergibt.
  85. 85funktionsorientierte Methodik:Ermittlung des Systemmodells aufgrund von Bilanzgleichungen über bekannte Zustandsgrößen wie Massen, Kräfte, Spannungen, Energien.
  86. 86Gegenkopplung:Rückkopplung mit negativem Vorzeichen am rückgekoppelten
    Ausgangssignal.
  87. 87generalisierte Variablen:Variablentyp der Bondgraph Methodik, der in den verschiedenen Domänen unterschiedliche Bedeutung hat. Es gibt die vier Variablen
    Effort, Flow, Impuls und Verschiebung.
  88. 88generalisierter Impuls:Zeitintegral über den Effort.
  89. 89generalisierte Verschiebung:Zeitintegral über den Flow.
  90. 90Halbpfeil:Symbol im Bondgraphen für einen Leistungsbond, der zur Unterscheidung von anderen Vektoren verwendet wird.
  91. 91homogene Lösung der DGL:Lösung einer DGL, deren rechte Seite Null ist, d. h.
    es wirken keine äußeren Einflüsse auf das System ein, für das dieses mathematische Modell steht.
  92. 92Icon:Grafische Symbole für Bauelemente aus unterschiedlichen Domänen, die
    direkt verwendet werden können, um mit Rechnerunterstützung ein mathematisches Modell eines Systems zu erstellen.
  93. 93I-Element:Grundlegendes Bauelement des Bondgraphen, das Energie verlustlos
    speichert. Dies geschieht, indem es Effort aus dem System aufintegriert.
  94. 94Istwert:Am Ausgang einer Regelstrecke durch Messung ermittelter Wert, der durch
    Regelung verändert bzw. eingehalten werden soll.
  95. 95I-Verhalten:Verhalten von Strecken ohne Ausgleich, bei denen ein Eingangssignal
    zum Ausgangssignal aufintegriert wird.
  96. 96Junction:Verzweigungselement im Bondgraphen mit mindestens 3 Ports, das keine
    Energie verbraucht oder speichert.
  97. 97Kaskadenregelung:Mehrschleifiger Regelkreis, in dem nicht nur die Regelgröße,
    sondern auch deren Ableitungen in die Regelung mit einbezogen werden
  98. 98klassischer Lösungsansatz:Als Lösung x(t) für eine gewöhnliche DGL wird das
    Produkt einer Amplitude und einer e-Funktion mit einem komplexen zeitabhängigen Exponenten (Exponentialansatz) gewählt.
  99. 99konzentrierte Bauelemente:Bauelemente, die durch einen einzelnen Parameter
    charakterisiert werden können und deren Verhalten nur von der Zeit abhängt.
  100. 100Korrespondenztabelle:Tabellarische Übersicht über die Korrespondenz von Zeitfunktionen mit den zugehörigen Bildfunktionen im Frequenzbereich, die durch
    Berechnung des Laplace-Integrals ermittelt wurden. Entsprechende Tabellen enthalten auch die Korrespondenzen für die Rücktransformation.
  101. 101Kriechvorgang:Nicht periodisches Verhalten eines dynamischen Systems, bei dem
    die Lösung der DGL sich exponentiell einem Endwert annähert.
  102. 102Lageregelung:Regelkreis, in dem die Position einer Bewegungsachse auf einen
    bestimmten Zielwert hin geregelt wird.
  103. 103Laplace-Transformation:Funktionaltransformation, mit welcher Funktionen aus
    dem Zeitbereich in den Frequenzbereich transformiert werden, um Rechenoperationen dort einfacher durchführen zu können. Die inverse Transformation
    transformiert das Ergebnis des Frequenzbereichs zurück in den Zeitbereich.
  104. 104Leistungsbond, Leistungsport:Ein Leistungsbond ist die Verbindung (Bond)
    zweier Modellobjekte in einem Bondgraphen, entlang dem in Richtung des
    Halbpfeils Leistung fließt. Der Leistungsbond verbindet die Leistungsports
    zweier Modellobjekte.
  105. 105Lösung der DGLZeitabhängige Gleichung für die Zustandsgröße einer DGL, in
    der nur noch Parameter und Anfangswerte der Zustandsgröße der DGL oder ihrer
    Ableitungen zu festgelegten Anfangsbedingungen auftauchen. Setzt man die
    Lösung sowie ihre Ableitungen in die DGL ein, so muss die DGL korrekt erfüllt
    werden.
  106. 106Mitkopplung:Rückkopplung mit positivem Vorzeichen am rückgekoppelten Ausgangssignal.
  107. 107Multiport:Modelleigenschaft eines Modellelementes des Bondgraphen. Ein Element des Bondgraphen enthält dann 3 oder mehr Ports.
  108. 108objektorientierte Modellbildung:Modellbildungsverfahren wie die BondgraphMethode, bei der die Objekte, aus denen sich ein System zusammensetzt, auch
    als Objekte im Modell auftauchen.
  109. 109Originalbereich:Definitionsbereich einer Funktion.
  110. 110Ortskurve:Funktionsgraph in der komplexen Zahlenebene, dessen Verlauf man
    durch Ermittlung von Real- und Imaginärteil des Frequenzgangs oder aus
    Amplituden und Phasengang ermitteln kann.
  111. 111Phasenfunktion:Funktion ( ),   die die Abhängigkeit der Winkelgeschwindigkeit
    vom Phasenwinkel  darstellt.
  112. 112Phasengang:Verlauf der Phasenverschiebung zwischen Ein- und Ausgangsschwingung des Frequenzgangs.
  113. 113Quelle:Grundlegendes Bauelement des Bondgraphen. Eine Effortquelle liefert dem
    System Effort, entsprechend eine Flowquelle dem System Flow. Die jeweils
    andere generalisierte Variable wird durch die Systemeigenschaften vorgegeben.
  114. 114Regler:Regeleinrichtung, mit der entweder die Regeldifferenz zwischen Soll- und
    Istwert auf den Wert Null gebracht wird, oder mit deren Hilfe die Ausgangsgröße
    des Regelkreises einer sich ändernden Führungsgröße nachgeführt wird.
  115. 115RegeldifferenzDifferenz zwischen dem als Führungsgröße vorgegebenen Sollwert
    und dem durch Messung ermittelten Istwert der Ausgangsgröße eines Regelkreises.
  116. 116R-Element:Grundlegendes Bauelement des Bondgraphen, das Energie dissipiert
    ohne Speicherfähigkeit
  117. 117Rückkopplung:Wirkprinzip, bei dem das Ausgangssignal eines Blockes zum
    Summenpunkt am Eingang in den Block vorzeichenbehaftet rückgeführt wird.
  118. 118Sollwert:Vorgabewert am Eingang einer Regelstrecke, der zu einem bestimmten
    Ausgangswert führen soll.
  119. 119stationärer Zustand:Zustand eines Systems, bei dem der Verlauf der Ausgangsgröße nicht mehr von der Zeit abhängig ist. Dies kann nach dem durch Dämpfung
    abgeklungenen transienten Vorgängen durchaus eine Schwingung sein, bei der
    aber keinerlei zeitliche Änderung eintritt.
  120. 120Störgröße:Von außen auf ein System einwirkende physikalische Störung, die das
    Ausgangssignal eines Systems beeinflusst.
  121. 121Stör-Übertragungsfunktion:Übertragungsfunktion, die als Eingangssignal die
    Störgröße und als Ausgangssignal die Einwirkgröße auf das Ausgangssignal der
    Regelstrecke hat.
  122. 122Strecke:Bezeichnung in der Regelungstechnik für Übertragungssysteme, deren
    Verhalten geregelt werden soll. Strecken ohne Ausgleich streben zum Endwert
    „Unendlich“, Strecken mit Ausgleich nehmen nach Änderungen einen endlichen
    Endwert an.
  123. 123strukturorientierte Methodik:Ermittlung des Systemmodells aufgrund der körperlichen Anordnung (Struktur) der Subsysteme eines realen Prozesses.
  124. 124Summationsstelle, Summenpunkt:Grafisches Symbol in Form eines Kreises, in
    dem Eingangsgrößen vorzeichenbehaftet zu einer Ausgangsgröße aufsummiert
    werden.
  125. 125Totzeit:Systemeigenschaft, die dazu führt, dass bei vorhandenem dynamischen
    Eingangssignal, das Ausgangssignal erst nach Verstreichen der Totzeit sich
    ändert.
  126. 126transientes VerhaltenDynamisches Systemverhalten, das nach einer Übergangszeit aufgrund der Systemdämpfung abklingt.
  127. 127Übergangsfunktion:Verlauf der Sprungantwort eines Systems.
  128. 128überkritische Dämpfung:Das Lehr'sche Dämpfungsmaß D ist größer als 1 und der
    Funktionswert ist nicht periodisch, sondern ein Kriechvorgang.
  129. 129verschwindende Anfangsbedingungen:Eine zeitabhängige Größe und ihre
    Ableitungen sind zum Zeitpunkt t = 0 gleich Null.
  130. 130Verstärkungsfaktor:Wert Kp, um den die Ausgangsamplitude eines Systems
    gegenüber der Eingangsamplitude verstärkt wird. Der Wert kann auch kleiner als
    1 sein, was zu einer Abschwächung führt.
  131. 131Windungsfluss:Dies ist das Zeitintegral über die Spannung und wird mit dem
    griechischen Buchstaben  abgekürzt.
  132. 132Wortmodell:Objektorientiertes grafisches Modell, bei dem die Systemkomponenten in Form ihrer Namen im Modell auftreten. Die Worte sind durch
    Leistungsbonds untereinander verbunden.
  133. 133Zeitbereich:Definitionsbereich einer Zeitfunktion.
  134. 134Abbruchfehler:: Fehler in der Berechnung des nächsten Funktionswertes bei der Iteration durch Verwendung einer Taylor-Reihenentwicklung mit Abbruch nach
    dem 1. Glied. Kann durch die Berechnung des 2. Gliedes der Taylor-Reihe abgeschätzt werden.
  135. 135algebraische Schleife:Konfiguration im Blockschaltbild, die eine Funktion enthält,
    deren Funktionswert gleichzeitig Argument ist. Sie bereiten Schwierigkeiten bei
    der numerischen Integration und müssen aus dem Blockschaltbild entfernt werden. Auch in Bondgraphen können algebraische Schleifen auftreten.
  136. 136Blockschaltbild-Editor:Simulationsprogramm zur grafischen Eingabe mathematischer Modelle mittels Blockschaltbildern.
  137. 137Euler-Cauchy-Regel (Einschrittverfahren):Vorgehensweise bei einer numerischen Integration, bei der der i+1-te Funktionswert aus dem i-ten durch Entwicklung der Funktion in eine Taylorreihe und Abbruch nach dem 1. Glied gewonnen
    wird.
  138. 138explizite Verfahren:Numerische Integrationsverfahren, bei denen im Abstand eines
    Zeitintervalls t ausgehend von einem Funktionswert i x der Funktionswert i 1 x 
    ermittelt wird. Dabei ist die Bestimmungsgleichung nach i 1 x  aufgelöst (explizite Darstellung).
  139. 139Gyrator:2-Port Element der Bondgraph-Methodik, das Leistung am Eingangsport
    aufnimmt und Effort und Flow mit einem Gyratorfaktor multipliziert. Am Ausgangsport wird dann die Leistung ohne Verluste wieder ausgegeben. Dabei bestimmt der Eingangseffort den Ausgangsflow und der Eingangsflow den Ausgangseffort.
  140. 140History-Block:Block in einem Blockschaltbild, der einen Anfangswert besitzt, welcher entweder beim Start der Simulation vorgegeben wird, oder aber in vorangegangenen Rechenschritten bestimmt wurde.
  141. 141implizites Verfahren:Bei solchen Verfahren ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt it
    der Steigungswert i 1 x   nicht explizit bekannt, sondern nur implizit, d. h. bei jedem Iterationsschritt muss erst eine Rechnung zur Bestimmung der aktuellen
    Steigung vorgenommen werden.
  142. 142Kausalitätsprinzip:In unserer physikalischen Welt bezeichnet der Begriff Kausalität (engl. causality) den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Um
    aus einem Bondgraphen das mathematische Modell in Form von Gleichungen
    gewinnen zu können, muss das Konzept der Kausalität dem Graphen hinzugefügt
    werden.
  143. 143Kausalitäts-Querstrich:Ein-Bit Information über die Kausalität eines Leistungsbonds. Der Querstrich am Anfang oder am Ende eines Leistungsbonds gibt die
    Richtung des Efforts an. Die Flowrichtung ist immer entgegengesetzt.
  144. 144Mehrschrittverfahren:Verfahren zur numerischen Integration, bei denen für die
    Berechnung des Funktionswertes i 1 x  nicht nur Werte aus dem Schritt i, sondern
    auch Werte aus den Schritten davor (i-1, i-2,…) verwendet werden.
  145. 145modulierter Transformer:Transformer, dessen Transformerfaktor m keine Konstante ist, sondern eine beliebige Funktion sein kann. Als Symbol wird im Bondgraphen MTF verwendet. Die Modulation des Transformerfaktors wird durch einen Informationsbond vorgenommen.
  146. 146Nicken:Drehung der Karosserie eines PKW um die Schwerpunktachse, die senkrecht zur Bildebene steht.
  147. 147Numerische Integration:Mathematische Näherungsverfahren zur Ermittlung des
    Integrals einer Zeitfunktion auf einem Computer.
  148. 148Rundungsfehler:Fehler, der bei der Berechnung eines Funktionswertes durch Runden des Ergebnisses entsteht. Nimmt mit der Anzahl der Rechenschritte aufgrund
    der Größe des abnehmenden Intervalls dt zu.
  149. 149SIDOPS+:(Structured Interdisciplinary Description Of Physical Objecta)
    Beschreibungssprache
  150. 150Tauchen:Bewegung der Karosserie eines PKW senkrecht zum Fahrwerk.
  151. 151Transformer:2-Port Element der Bondgraph-Methodik, das Leistung am Eingangsport aufnimmt und Effort und Flow mit einem Transformerfaktor m multipliziert.
    Diese wird am Ausgangsport ohne Verluste wieder ausgegeben. Dabei bestimmt
    der Eingangseffort den Ausgangseffort und der Eingangsflow den Ausgangsflow.
  152. 152Zeitschrittweitensteuerung:Verfahren bei der numerischen Integration, bei dem
    gleichzeitig mit unterschiedlichen Schrittweiten interpoliert wird. Dadurch kann
    bei starker Steigung die Schrittweite verkleinert werden, um in solchen Bereichen
    eine bessere Auflösung zu erhalten.
  153. 153Zustandsraumdarstellung:Darstellung des mathematischen Modells mit Hilfe
    sogenannter Zustandsvariablen in Form von n DGL‘s 1. Ordnung bzw. weiterer
    algebraischer Gleichungen. Dabei spannen die n Zustandsvariablen einen n-dimensionalen Zustandsraum auf.
  154. 154Zustandsvariablen:Hilfsvariablen eines mathematischen Modells, die die für das
    System relevanten physikalischen Beschreibungsgrößen beinhalten.
  155. 155Analog-/Digital-WandlerSchaltung zur Digitalisierung der analogen Messspannung eines Messfühlers, zur Weiterverarbeitung als binärer Wert oder Dualzahl
    in einem Digitalrechner.
  156. 156Ankerverstellung:Drehzahlverstellung eines fremderregten Gleichstrommotors
    durch Änderung der Ankerspannung bei gleichzeitig konstanter Erregung im Feld.
  157. 157Effort-Sensor:Symbol in einem Bondgraphen für ein Bauelement, dass Leistung
    unverändert durchleitet und dabei den Effort misst. Der Messwert wird über einen
    Informationsbond zur Verfügung gestellt.
  158. 158Energiesteller:Einrichtung, die das Stellsignal eines Reglers der Hilfsenergie aufprägt, die im Energiewandler in Bewegungen oder Kräfte umgesetzt wird.
  159. 159Energiewandler:Einrichtung, die aufgrund eines physikalischen Prinzips die modulierte Hilfsenergie aus dem Energiesteller in Kräfte oder Bewegungen umsetzt.
  160. 160Feldbus:Ein Feldbus ist ein Bussystem, das in einer Anlage Feldgeräte wie Sensoren und Aktoren zwecks Kommunikation mit einem Automatisierungsgerät
    verbindet. Wenn mehrere Kommunikationsteilnehmer ihre Nachrichten über dieselbe Leitung senden, dann muss festgelegt sein, wer (Kennung) was (Messwert,
    Befehl), wann (Initiative) sagt. Hierfür gibt es normierte Protokolle.
  161. 161Feldverstellung:Drehzahlverstellung eines fremderregten Gleichstrommotors durch
    Veränderung der Felderregung (Feldschwächung) bei gleichzeitig konstanter
    Ankerspannung.
  162. 162Festkörperreibung:Reibung zwischen zwei Körperoberflächen, die auch trockene
    oder COULOMB’sche Reibung genannt wird. Ihre Größe hängt vor allem von der
    Kraft ab, mit der die beiden Reibflächen aufeinandergedrückt werden (Normalkraft FN ) und ist unabhängig von der Gleitgeschwindigkeit.
  163. 163Flüssigkeitsreibung:Reibungstyp zwischen einem Festkörper und einem Fluid, die
    auch als viskose Reibung bezeichnet wird. Die Reibkraft ist proportional zur
    Relativgeschwindigkeit zwischen Festkörper und Fluid.
  164. 164Formgedächtnislegierung:FGL’s ändern bei Erreichen einer bestimmten Temperatur schlagartig ihren Zustand, ziehen sich zusammen, dehnen sich aus, oder
    werden superelastisch. Die als Ein- oder Zweiwegeffekt auftretende Formänderung beruht auf einer Umwandlung des austenitischen in ein martensitisches
    Kristallgitter einer Nickel-Titan-Legierung bei einer bestimmten Umwandlungstemperatur.
  165. 165Fußpunkterregung:Die Kraftanregung eines Einmassenschwingers findet nicht an
    der Masse selbst, sondern am Ort der Aufhängung bzw. Lagerung der Feder-/
    Dämpfer-Kombination statt.
  166. 166Frequenzumrichter:Leistungsfähiger Wechselstromgenerator einstellbarer Frequenz zur Speisung der Wicklung einer Synchon- oder Asynchronmaschine, deren Drehzahl von der Frequenz der Speisespannung abhängig ist.
  167. 167Gleichstrommotor:Elektromotor, bei dem die Magnetkräfte zweier Gleichfelder
    aufeinander einwirken. Diese Magnetkräfte können durch Spulen erzeugt werden, die als feststehende (Ständer) oder rotierende Wicklungen (Läufer) ausgelegt
    sind. Wahlweise kann entweder der Ständer oder der Läufer auch ein Permanentmagnet sein. In einer der Spulen muss synchron die Gleichfeldrichtung umgekehrt werden (Kommutator), damit es zu einer fortschreitenden Drehbewegung
    kommt.
  168. 168Haftreibung:Reibung zwischen zwei Festkörpern bei Gleitgeschwindigkeit Null.
  169. 169Hilfsenergie:Die einem mechatronischen System von außen zugeführte Energie in
    Form von elektrischer oder fluidischer Energie, die entweder einem Energienetz
    oder einem Speicher entnommen wird.
  170. 170Kammantrieb:Elektrostatischer Mikroantrieb mit ineinandergreifenden, kammartigen Strukturen.
  171. 171Kommutator:In Gleichstrommotoren verwendete elektromechanische Schaltvorrichtung aus Schleifbahnen und Kohlebürsten, über die abwechselnd die Ankerspannung umgepolt wird, um eine fortschreitende Drehbewegung zu erzeugen.
  172. 172Komparator:Spannungsvergleicher auf Basis eines Operationsverstärkers mit sehr
    hoher Verstärkung KV . Sind die beiden zu vergleichenden Spannungen exakt
    gleich, so hat das Ausgangssignal den Wert Null. Ansonsten wird die Spannungsdifferenz an den beiden Eingängen sehr hoch verstärkt, so dass das Ausgangssignal je nach Polarität der Eingangsdifferenz in die positive oder negative Sättigung springt.
  173. 173Leerlauf:Winkelgeschwindigkeit, bei der das Beschleunigungsmoment des Motors
    Null wird, so dass er nicht weiter beschleunigt.
  174. 174Messabweichung:Ein Begriff aus der Messtechnik bzw. Metrologie. Die Messabweichung ist definiert als die Differenz zwischen Messwert und Referenzwert.
    Die Bezeichnung Messfehler wird in der gegenwärtigen Norm nicht mehr verwendet, da nicht klar definiert ist, ob damit die Messabweichung, die Messunsicherheit oder gar ein grober Fehler (Messfehler)gemeint ist. Das Wort Fehler
    wird in der Messtechnik allerdings in Verbindung mit anderen Wörtern noch wieterhin verwendet (Fehlerrechnung, Fehlergrenze, Fehlerfortpflanzung).
  175. 175Messfühler:Element, das die Messgröße über einen physikalischen Messeffekt in
    ein elektrisches Messsignal umwandelt.
  176. 176Messgröße:Eine durch Messung ermittelte physikalische Größe, bei der der Wert
    durch einen Vergleich mit einer bekannten Referenzgröße bestimmt wird.
  177. 177Messprinzip:Physikalische Grundlage der Messung. Dieses erlaubt anstelle der
    Messgröße eine andere Größe zu messen, um aus ihrem Wert eindeutig den der
    Messgröße zu ermitteln. Es beruht auf einem physikalischen Effekt mit bekannter
    Gesetzmäßigkeit zwischen der Messgröße und der anderen Größe.
  178. 178Mikrosystemtechnik:In Mikrosystemen wirken Sensoren, Aktoren und Datenverarbeitung zusammen. Für die Herstellung komplexer Mikrosysteme werden daher Verfahren und Methoden aus unterschiedlichen Mikrotechniken kombiniert.
    Dazu zählen die Mikromechanik, die Mikrofluidik und die Mikrooptik (Sensoren,
    Aktoren) sowie die Mikroelektronik (Datenverarbeitung, elektronische Schnittstellen).
  179. 179Mischreibung:Reibverhalten mit Anteilen von Festkörper- und Flüssigkeitsreibung
    bei kleinen Gleitgeschwindigkeiten.
  180. 180Nebenschlussverhalten, Reihenschlussverhalten:Werden die beiden Magnetfelder eines Elektromotors durch Spulen erzeugt, so kann man diese durch separate
    oder durch eine einzige Stromquelle speisen. Bei separater Speisung spricht man
    vom Nebenschluss, beim Reihenschluss sind die beiden Wicklungen hintereinandergeschaltet und werden von einer gemeinsamen Quelle gespeist
  181. 181Operationsverstärker:Integrierte elektronische Schaltung, die die Differenzspannung an den beiden Eingängen um einen sehr hohen Verstärkungsfaktor verstärkt. Neben dem Verstärkungsfaktor sind wichtige Kenndaten der Ein- und der
    Ausgangswiderstand sowie die Betriebsspannung.
  182. 182Parallelumsetzung:Verfahren bei A/D-Wandlern, bei dem alle Datenbits gleichzeitig mit hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit ermittelt werden. Zur Erreichung
    einer hohen Wortbreite des Digitalwertes ist ein sehr hoher Schaltungsaufwand
    erforderlich.
  183. 183piezoelektrischer Effekt:Der piezoelektrische (druckelektrische) Effekt besteht
    darin, dass bei einer Belastung eines solchen Stoffes mit einer äußeren mechanischen Spannung elektrische Ladungen auf gegenüberliegenden Oberflächen
    getrennt werden, Man kann dann zwischen den Oberflächen eine elektrische
    Spannung messen. Der reziproke Effekt äußert sich in einer Dickenänderung des
    piezoelektrischen Materials beim Anlegen einer äußeren elektrischen Spannung
  184. 184Polarisierung:Dabei wird ein starkes elektrisches Feld von einigen kV/mm an eine
    Piezokeramik angelegt. Das elektrische Feld sorgt für eine Umorientierung der
    spontanen Polarisation des Ausgangsmaterials. Gleichzeitig wachsen Domänen
    mit günstiger Orientierung zur Polungsfeldrichtung, solche mit ungünstigerer
    Orientierung schrumpfen. Die Domänenwände werden dabei im Gitterverband
    verschoben. Nach dem Polungsprozess bleibt der größte Teil der Umorientierungen auch ohne elektrisches Feld erhalten. Dadurch werden die piezoelektrischen Eigenschaften der Keramik festgelegt.
  185. 185Potentiometer:Ein elektrisches Widerstandsbauelement, dessen Widerstandswerte
    mechanisch (durch Drehen oder Verschieben) veränderbar sind. Es hat mindestens drei Anschlüsse und wird vorwiegend als stetig einstellbarer Spannungsteiler
    eingesetzt.
  186. 186pyroelektrischer Effekt:Hierbei erfolgt eine Ladungstrennung wie beim piezoelektrischen Effekt bei einer Temperatüränderung des Materials.
  187. 187Rampenverfahren:Verfahren bei A/D-Wandlern, bei der die Zeitdauer digitalisiert
    wird, die ein Sägezahn vom Beginn bis zum Erreichen der Messspannung benötigt. Innerhalb des Zeitintervalls werden höherfrequente Zählimpulse in einem
    Zähler registriert und der Zählerstand stellt am Ende des Intervalls den Messwert
    dar. Dieses Verfahren ist nur für niedrigere Signalfrequenzen des Analogsignals
    geeignet, ermöglicht aber bei vertretbarem Aufwand eine hohe Wortbreite des
    Digitalwertes.
  188. 188Sättigung:Nichtlineares Übertragungsverhalten eines Operationsverstärkers, bei
    dem die Ausgangsspannung aufgrund der hohen Spannungsverstärkung schon
    bei kleinen Differenzspannung an den Eingängen den Maximalwert der Betriebsspannung annimmt.
  189. 189Schrittmotor:Synchronmaschine, deren Wicklung nicht mit sinusförmigem Wechselstrom, sondern aus einem speziellen Generator mit rechteckförmigen Impulsen
    gespeist wird. Pro Impuls macht dann der Motor einen definierten Winkelschritt.
  190. 190seismische Masse:Masse, bei der nur ihre Trägheitswirkung genutzt wird.
  191. 191Sensor:Ein Sensor wandelt die zu messende physikalische Größe und ihre Änderungen in elektrische Größen und ihre Änderungen um und verarbeitet diese so,
    dass sie leicht übertragen und weiterverarbeitet werden können. Je nach Aufbau
    und Integrationsgrad unterscheidet man zwischen Sensoren, integrierten Sensoren
    und intelligenten Sensoren. Eine an der Funktion orientierte Unterscheidung ist der
    zwischen signalbearbeitenden und rezeptiven Sensoren. Der erstgenannte nimmt
    eine aktive Verarbeitung des Messsignals vor, während der letztgenannte das Signal nur passiv aufnimmt.
  192. 192Stapeltranslator:Linearer Aktor aus aufeinandergestapelten Scheiben aus Piezokeramik für kurzhubige Stellbewegungen.
  193. 193Stick-Slip Effekt:Nichtlinearer Vorgang in Gleitführungen bei kleinen Gleitgeschwindigkeiten im Mischreibungsgebiet. Der Vorgang ist durch zeitweises Haften und anschließendes Gleiten gekennzeichnet (Ruckgleiten).
  194. 194Synchron-/Asynchronmotor:Synchronmotoren sind Drehfeldmaschinen, bei denen
    der Ständer eine oder mehrere Wechselstromwicklungen trägt, die ein im Ständer
    umlaufendes Feld erzeugen. Da durch die Wechselspannungsspeisung des Ständerfeldes bereits ein sich drehendes Feld vorhanden ist, kann im Gegensatz zum
    Gleichstrommotor der Läufer ein Magnet mit konstanter Feldrichtung sein. Bei der
    Asynchronmaschine ist der Ständer ähnlich wie beim Synchronmotor aufgebaut,
    wohingegen die Läuferwicklung nicht mit einer externen Spannungsquelle verbunden ist. Das im Ständer umlaufende Drehfeld induziert in der Läuferwicklung eine
    Spannung, die einen Stromfluss und damit ein weiteres Magnetfeld hervorruft, das
    mit dem Drehfeld im Ständer wechselwirkt.
  195. 195Tiefpass:Übertragungsglied mit der Charakteristik eines Verzögerungsgliedes, das
    von der Eckfrequenz ab höhere Frequenzen entsprechend dämpft. Der Tiefpass
    kann zum Herausfiltern höherfrequenter Störungen aus einem Nutzsignal verwendet werden.
  196. 196Wälzkörperlager:Rotationssymmetrische Lager mit Innen- und Außenring, welche
    durch Wälzkörper in Kugel-, Zylinder- oder Kegelform getrennt sind. Durch die
    nur punkt- oder linienförmige Berührung ist die Lagerreibung besonders gering.
  197. 197Baustruktur:Sie berücksichtigt die räumlichen Zusammenhänge und die Anforderungen der Fertigung, der Montage etc. In ihr werden Bauräume, später Bauteile
    und Baugruppen mit ihren zugehörigen Verbindungen festgelegt, die das konkrete Erzeugnis darstellen.
  198. 198Corioliskraft:Bei der Corioliskraft handelt es sich um eine Trägheitskraft in einem
    rotierenden Bezugssystem. Ihre Größe ist von der Rotationsgeschwindigkeit des
    Bezugssystems und von der Relativgeschwindigkeit der Masse im rotierenden
    Bezugssystem abhängig.
  199. 199Differentialbauweise:Auflösung einer Einzelkomponente in mehrere Bestandteile
    durch Funktionstrennung. Gründe: Funktionssicherheit, Verfügbarkeit von Standardkomponenten, erleichterte Herstellung und Wartung.
  200. 200Funktionsstruktur:Blockschaltbild aus Teilfunktionen, die über Stoff-, Energieund Informationsflüsse untereinander verbunden sind und die Gesamtfunktion eines Produktes oder Prozesses aufgliedern.

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mechatronishe systeme
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Philipp Lang
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