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Flashcards

Sozialpsychologie II - Personwahrnehmung

Clara Vanessa Sozialpsychologie 2 Semester German 5.0Average rating 5.0 out of 5 (1 rating) 66 cards

Cards in this deck (66)

  1. 1Unterschied Personenwahrnehmung/ObjektwahrnehmungErschließen verborgener Eigenschaften
  2. 2Was nehmen wir an P. wahr?-Äußere Erscheinung
    -Verhalten
    -Persönlichkeitsmerkmale
    -Emotionen
  3. 3Wie zutreffend sind unsere Wahrnehmungsurteile?Bei Emotion, Verhalten besser als bei Persönlichkeitsmerkmalen
  4. 4Wie können wir die Wahrnehmungsgenauigkeit überprüfen?- objektive psychologischen Tests
    - Vergleich Selbst- und Fremdeinschätzung
    - Fremdbeurteilungen z.B durch Arbeitskollegen
    - Direkt beobachtbare Merkmale/Verhaltensweisen
  5. 5Was könnte unsere Wahrnehmungsurteile beeinflussen? ,,Mythos unvoreingenommener Beobachter''- Stereotype
    - Wahrgenommene Ähnlichkeiten/ Unähnlichkeiten (Attraktivitätsforschung)
    - Stimmung
    - Wahrnehmungsverzerrungen
    - Implizite Persönlichkeitstheorien
  6. 6Gebiete der sozialen Wahrnehmung vs Personenwahrnehmung -> soziale Wahrnehmung- Mitmenschen
    - Beziehungen zwischen Personen
    - Soziale Situationen und Prozesse
    - Gruppen, Institutionen
  7. 7Personenwahrnehmung - Prozess generell; mit welchem Ziel werde Wahrnehmungsurteile gefällt und auf welcher Art von Prozessen beruhen sie?- Bildung von Eindrücken, Gefühlen, Meinungen über Mitmenschen
    - Wahrnehmungsurteile werden mit Ziel Antizipation (=Voraussage) fremden VHs u. Möglichkeit Anpassung des eigenen Verhaltens gefällt
    -W.urteile basieren auf Inferenzprozessen
  8. 8Eindrücke/Urteile im Alltagsleben variieren in Abhängigkeit von:- Menge an zur Verfügung stehenden Info über Zielperson
    - Möglichkeit zur Interaktion mit Zielperson
    - Enge der Beziehung zur Zielperson
  9. 9Welches Experiment gibt es zu den zentralen und peripheren PersönlichkeitsmerkmalenKonfigurationsmodell zur Eindrucksbildung (Solomon Asch)
  10. 10Erklären Sie das Experiment von Solomon AschEs geht um zentrale/periphere P.merkmale: Im Experiment änderten Begriffe warm und kalt die zentralen Persönlichkeitsmerkmale und somit die Eindrucksbildung. Die Begriffe höflich und ungehobelt hatten jedoch keinen Effekt.
  11. 11Definieren Sie den Begriff zentrales Persönlichkeitsmerkmal- Eigenschaft, die die äußere Wahrnehmung der Gesamtperson in entscheidendem Maße beeinflusst
    - Eigenschaften in der Stimulusliste sind dann zentral, wenn Sie mit den meisten Eigenschaften in der Adjektivliste stark zusammenhängen
  12. 12Peripheres Persönlichkeitsmerkmal– Eigenschaft, die die Wahrnehmung der Gesamtperson nicht in entscheidendem Maße beeinflusst – Eigenschaften in der Stimulusliste sind dann peripher, wenn sie mit den Eigenschaften in der Adjektivliste schwach bzw. gar nicht korreliert sind
  13. 13Wahrnehmungsverzerrungen - AffektheuristikStimmung hat Effekt auf Wahrnehmungsurteile, bei guter Stimmung werden Menschen/Objekte tendenziell positiver beurteilt
  14. 14Wahrnehmungsverzerrungen; Reihenfolgeeffekte: Der Primacy EffektErste Eigenschaften in Liste haben prägenden Einfluss auf Gesamturteil:
    – Abnahme Aufmerksamkeit
    – Abwertung nachfolgender inkonsistenter Informationen
    – Assimilierung nachfolgender an die ersten Informationen
  15. 15Wahrnehmungsverzerrungen; Reihenfolgeeffekte: Regency EffektLetzte Eigenschaften in Liste haben prägenden EInfluss auf Gesamturteil
  16. 16Kontrasteffekte: pos/neg KontrasteffektPos.: P., die mittlere Bewertung erhält wird rel. pos. bewertet wenn ihr P. vorausgeht, die neg. bewertet wurde
    Neg.: P., die mittlere Bewertung erhält wird rel. neg. bewertet wenn ihr P. vorausgeht, die pos. bewertet wurde
  17. 17Negativ-VerzerrungenNegative Informationen haben stärkeres Gewicht – bietet größerem Informationsgehalt bei der Unterscheidung zwischen guten und schlechten Menschen – wegen höherer Glaubwürdigkeit
  18. 18Halo-EffektPositiver bzw. negativer Gesamteindruck bzw. eine hervorstechende Eigenschaft einer Person färbt auf Beurteilung anderer Eigenschaften ab z.B. Schönheit
  19. 19Implizite Persönlichkeitstheorien-Bündel von Vorstellungen wie Eigenschaften i.d.R: in Person organisiert sind, kog Schema, das Vorstellungen beinhaltet welche Charakterzüge zusammengehören (freundlich=großzügig)
  20. 20Gefahr implizite PersönlichkeitstheorienAusgehend von wenigen bekannten Zügen, wird auf andere Personmerkmale geschlossen → Tendenz zur guten Gestalt, zu „stimmigem“ Gesamtbild
    • Gefahr: falsche Annahmen, stereotype Denkmuster
  21. 21Implizite Persönlichkeitstheorien & KulturImplizite Persönlichkeitstheorien sind kulturabhängig; sie entwickeln sich mit der Zeit, aus Erfahrung, werden von Generation zu Generation weitergegeben z.B. ,,Künstlertyp'' kreativ, ernsthaft, temperamentvoll, unkonventiell in China nicht bekannt
  22. 22Selbsterfüllende Prophezeiung am Beispiel AttraktivitätsstereotypAttraktivitätsstereotyp – Was schön ist, ist auch gut führt zur Zuschreibung einer Reihe weiterer positiver Eigenschaften und dazu, dass man attraktiven Menschen positiv begegnet womit selbige Ihrerseits wiederum mit positiven Verhalten antworten
  23. 23SelbstbestätigungseffektBewusste Veränderung eigenen Verhaltens um falschen Eindruck einer anderen Person zu korrigieren
  24. 24AtibutionstheorienTheorien darüber wie Laien eigenes und fremdes Verhalten erklären, wie man diesem VH Ursachen zuschreibt bzw. es erklärt
  25. 25Warum Attibutionen?• Menschen haben zentrales Bedürfnis, VH kausal zu erklären
    • Verständnis für Ursachen und Gründe hilft uns die soziale Umwelt besser zu verstehen und vorherzusagen
    • Insbesondere Erwartungs- und wissensdiskrepante Ereignisse führen zu Warum-Fragen
  26. 26Naive Handlungsanalyse nach Haider; allgemeinMenschen Amateurwissenschaftler&naive,intuitive Psychologen -> konstruieren sich kausale Theorien menschlichen VH's
  27. 272 zentrale Attibutionen nach HaiderBevorzugt: internale Attribution: Ursachen werden Merkmalen einer Person zugeschrieben
    externale Attribution: Ursachen werden Umgebung/Situation zugeschrieben
  28. 28Naive Handlungsanalyse: ProzessPerson (Motivation, Fähigkeit) + Umwelt (Schwierigkeit, Zufall) = Handlung
  29. 29Wovon hängen Handlungsergebnisse nach der naiven Psychologie ab?Personale (internale) Faktoren=in Summe die effekive Kraft der Person & Umgebungsfaktoren (externale) in Summe effektive Kraft der Umgebung; additiv miteinander verknüpft (wenn p=0,alles abh. von e.; wenn e=0 alles abh. von u)
  30. 30Woraus besteht die effektive Kraft der Person?Motivation x Fähigkeit
  31. 31Woraus besteht die effektive Kraft der Umgebung?Schwierigkeit/Zufall bzw. Gelegenheit
  32. 32KönnenFähigkeit - Schwierigkeit/Zufall
  33. 33HandlungsergebnisMotivation x Können
  34. 34Auf welche 4 Ursachen können Handlungen zurückgeführt werden? Welche zentrale Rolle spielen diese?• Fähigkeit
    • Anstrengung (Motivation)
    • Schwierigkeit
    • Zufall
    Diese 4 Ursachen spielen eine zentrale Rolle bei der Interpretation von Erfolg und Misserfolg
  35. 35Attibution von Erfolg und MisserfolgLokation der Ursachen:
    – Internal: Fähigkeit, Anstrengung – External: Schwierigkeit/ Zufall
    • Zeitliche Stabilität der Ursachen – Stabil: Fähigkeit, Schwierigkeit – Variabel: Anstrengung, Zufall (Glück/ Pech)• Kontrollierbarkeit der Ursachen – kontrollierbar vs. Unkontrollierbar
  36. 36Welche Ursachen sind kontrollierbar&stabil?- Können
    - dauerhafte situative u. soziale Ressourcen
  37. 37Welche Ursachen sind kontrollierbar und instabil?- Anstrengung
    - temporäre situative u. soziale Ressourcen
  38. 38Welche Ursachen sind unkontrollierbar und stabil?- Begabung
    - Schwierigkeit der Aufgabe
  39. 39Welche URsachen sind unkontrollierbar und instabil?Energie
  40. 40Welche Attibution von Erfolg impliziert keine Notwendigkeit sich künftig mehr anzustrengen?Internale, stabile und unkontrollierbare Attribution
    ,,Ich bin eh fähig und strenge mich immer an, das ist konstant und ich habe externale Faktoren wie Begabung oder Prüfungsschwierigkeit nicht in der Hand''
  41. 41Welche Attibution von Misserfolg impliziert die Unmöglichkeit etwas an der Situation zu ändern? (vgl. erlernte Hilflosigkeit)Internale, stabile und unkontrollierbare Attribution von Misserfolg
    ,,ich bin unfähig, faul, das wird sich nie ändern, Begabung habe ich auch keien und wie schwer die Prüfung wird habe ich nicht in der Hand''
  42. 42Welche Attibution impliziert die Notwendigkeit sich künftig mehr anstrengen zu müssen, um Erfolg zu haben?Internale, variable und kontrollierbare Attribution von Misserfolg (auf fehlende Anstrengung)
    ,,Ich habe mich dieses Mal einfach nicht genug angestrengt!''
  43. 43Welche Attibution von Misserfolg impliziert ein besseres Abschneiden bei der nächsten Prüfung?Externale, instabile und kontrollierbare Attribution von Misserfolg (dieses Mal extra schwere Prüfung und eigene unzureichende Vorbereitung)
  44. 44Theorie der korrespondierenden SchlussfolgerungProzess bei dem aus beobachtetem, freiwilligem VH korrespondierende Dispositionen/Absichten erschlossen werden
  45. 45Welche Art von Attibution präferieren Menschen und warum?Präferenz für dispositionale/ internale Attributionen da Sie Vorhersage künftigen VHs erlauben und somit Kontrolle suggerieren
  46. 465 Voraussetzungen für korrespondierende Schlussfolgerung (wenn diese erfüllt ist sie sehr erfolgreich)- gezeigtes VH: freiwillig
    -VH produzierte unerwarteten Effekt
    -VH= sozial unerwünscht
    -VH: große Konsequenzen f. Person
    -Handlung sollte anderer person helfen/schaden
  47. 47Prozess der korrespondierenden Schlussfolgerung- alle möglichen Handlungen des Akteurs werden berücksichtigt um seine Absichten/sispositionen zu erschließen
    - jede Handlung unterschdl. Auswirkungen mit unterschld. Erwünschtheit
    -Analyse der nicht gemeinsamen Ausw
  48. 48Analyse der nicht gemeinsamen AuswirkungenAuswirkungen der gewählten Handlung werden mit den Auswirkungen der gewählten Handlung verglichen -> Erwünschtheit der Handlung wird berücksichtigt
  49. 49Welche 3 Informationen benötigt due Attribution laut der Kovariationstheorie von Kelly?Konsensinformationen
    Distinktheitsinformationen
    Konsistenzinformationen
  50. 50Konsensinformation– Wie verhalten sich andere Menschen zum gleichen Stimulus?
    – Hoch: wenn bei verschiedenen Personen gleiches Verhalten auftritt, d.h. bei geringer Variation
  51. 51DistinktheitsinformationWie reagiert die Person auf andere Stimuli, die einander mehr o. weniger ähnlich sind? – Hohe Distinktheit: wenn VH nur bei dem einen Stimulus auftritt und bei anderen nicht. Niedrige D., wenn VH bei allen/mehreren Stimuli auftritt.
  52. 52Konsistenzinformation– Inwieweit verhält sich die Person über verschiedene Zeitpunkte/ Situationen hinweg gleich gegenüber diesem Stimulus? – Hoch: wenn das Verhalten zu/in unterschiedlichen Zeitpunkten/ Situationen immer wieder auftritt.
  53. 53Korrespondenzverzerrung = fundamentaler AttributionsfehlerMacht des situationalen Einflusses wird unterschätzt, Persönlichkeitsmerkmale als Indikator für VH überschätzt
  54. 54Experiment von Jones & Harris (1967)Vpn sahen Pro und Contra Castro Reden – Variation: Pro bzw. Contra Position frei gewählt bzw. Pro bzw. wurde den Rednern zugeteilt.auch wenn bekannt war, dass das Essaythema nicht frei gewählt war, wurde angenommen, dass Essay Position des Autors widergibt!
  55. 55Erklärungen für den fundamentalerAttributionsfehler/die Korrespondenzverzerrung• Anker- Anpassungsheuristik
    • Perzeptuelle Salienz
    • Akteur Beobachter Divergenz
    • Zweistufiger Attributionsprozess
    • Verzerrung aufgrund eins fehlerhaften Konsensus
  56. 56Anker - u AnpassungsheuristikBei Attribution wird das, was gerade im Mittelpkt. d. Aufmerksamkeit steht als Urteilsanker verwendet. Erste Info=Ankerwert, es erfolgt zwar Korrektur Ankerwert durch Berücksichtigung sit. Aspekte aber zu schwach -> dispositonale Attribution bleibt erhalten
  57. 57Experiment zur perzeptuellen Salienz von Taylor & Fiske (1975):• Kennenlern-Unterhaltung zw. 2 Studierenden (Konfidenten)
    • Sechs Vpn wurden Plätze zugewiesen, die sich in Hinblick auf perzeptuelle Salienz unterschieden
    • Im Anschluss an Unterhaltung mussten Vpn beantworten wer Unterhaltung dominiert
  58. 58Akteur-Beobachter-DivergenzVH anderer wird tendenziell dispositional/internal erklärt, während eigenes eher situational/external erklärt wird (Neigung zum fundamentalen Attributionsfehler stärker bei Erklärung von VH anderer)
  59. 59Akteur-Beobachter-Divergenz - Erklärung 1 & 2• Erklärung 1: Vielfalt an Infos aus unterschiedlichen Situationen für eigenes VH stützt Situationsattribution, fehlende Info über transsituationale Variation des VHs anderer begünstigt Personattribution • Erklärung 2: Unterschiede in der perzeptuellen Salienz bei eigenem und fremdem VH
  60. 602 Stufen im kausalen Attributionsprozess (Bsp. Kommilotone falsche Antwort Vorlesung)Verweilen auf 1. Schritt =internale/ Attibution : bei Ablenkung und wenig Motivation, sonst übergehen zu Schritt 2: Berücksichtigung situativer Faktoren, Urteilsanpassung
  61. 61Verzerrung aufgrund eines fehlerhaften Konsenswir gehen fälschlicherweise davon aus, dass andere Personen unsere Einstellungen und Werte teilen
    Bsp.: wir denken andere haben genauso viel Angst vor Rede wir wir, sehen jmd, der ruhig ist und gestehen ihm fälschl. viel Selbstsicherheit zu
  62. 62Motivierte Wahrnehmungsverzerrungen Selbstwertdienliche Attributionen•Selbstwertsteigernde Verzerrung:
    Pos. Ereignisse/ Erfolge werden internal/ personal attribuiert
    • Selbstwertschützende Verzerrung: Negative Ereignisse/ Misserfolge werden external/ situational attribuiert
  63. 63Gründe für selbstwertdienliche Attributionen- Aufrechterhaltung Selbstwert (besonders bei Versagen ohne Verbesserungsaussicht)
    - Strategie d. Selbstpräsentation (Maskierung eigenes Versagen)
    - zur Vfg. stehende Infos: immer gute Noten, Student attribuiert unfaire Prüfg.
  64. 64Motivierte Wahrnehmungsverzerrungen Defensivattributionen• Tragische Erlebnisse selbst fremder Personen =Bedrohung Selbstwert
    • Defensivattributionen =Erklärungen, die uns vor Gefühl eigener Sterblichkeit/ Verwundbarkeit schützen• Z.B. Gerechter-Welt-Glaube: schlechte Dinge, passieren nur schlechten Menschen
  65. 65Motivierte Wahrnehmungsverzerrungen Above-Average-Affekt (=über Mittelwert)• Personen schätzen sich systematisch als fähiger als den Durchschnittsmenschen ein
  66. 66—

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2 Semester Sozialpsychologie Flashcards on Sozialpsychologie II - Personwahrnehmung, created by Clara Vanessa on 01/05/2016.
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Clara Vanessa
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