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Flashcards

Kultur- und Sozialpsychologie

anni.mittelbach German 83 cards

Cards in this deck (83)

  1. 1Autoritärer Charakter- von Masochismus und Sadismus geprägt
    Nach Fromm:
    - Unterwürfigkeit gegenüber Autoritäten
    - Destruktivität
    -Selbsterhöhung
    - starre Konformität
  2. 2Radfahrer MentalitätUnterwürfig bei Autoritäten und gleichzeitig autoritär bei anderen Personen.
  3. 3Ethische Prinzipien- Kein Schaden der VP
    - ethische Akzeptanz evaluieren
    - soweit möglich Vorgehen erklären
    - Debriefing bei vorheriger Täuschung
    - VP können aufhören und ihre Antworten unterliegen der Schweigepflicht.
  4. 4MethodeNachgehen, Verfolgen
  5. 5MethodologieLehre über das Vorgehen (welche Methoden sind angemessen?)
  6. 6HauptgütekriterienObjektivität
    Reliabilität
    Validität
  7. 7Ökologische ValiditätKann man Untersuchungsergebnisse auf andere vergleichbare Personen, Situationen und Orte außerhalb des Labors anwenden?
  8. 8Artefaktkünstliches Ergebnis, welches durch die Methode entstanden ist.
  9. 9BeobachtungDirekt
    (teilnehmend; nicht-teilnehmend)
    Indirekt
    (non-reaktiv)
  10. 10Befragungstandardisiert
    (quantitativ)
    nicht standardisiert
    (qualitativ)
  11. 11Korrelationsmethodestatistische Zusammenhang mit pearsons r
  12. 12ExperimentsbedingungenVP aus Zufallsstichprobe
    zufällige Zuweisung zu Versuchsbedingungen
    Variation
    Kontrolle
    Planmäßigkeit
    Replikation
    Kontrollverlauf
  13. 13Faktoren für soziale WahrnehmungArt der Information
    Art der Darbietung
    Vorannahmen
    Erfahrungen mit sich selbst und anderen
  14. 14AffektEmotionale Besetzung von Dingen, Personen usw. die immer das gleiche Gefühl hervorrufen.
  15. 15Annahme der AttributionsforschungMenschen suchen immer nach kausalen Erklärungen für die Geschehnisse in ihrer Umwelt.
  16. 16Naive Handlungsanalyse nach Fritz HeiderInternale Attribution
    (Ursachen in der Person: Motivation/ Fähigkeit)
    Externale Attribution
    (Ursachen außerhalb der Person: Schwierigkeit/ Zufall)
  17. 17Attribution von Erfolg und Misserfolg nach Bernard WeinerDrei Dimensionen
    Lokation: intern oder extern?
    Stabilität: stabil oder variabel
    Kontrollierbarkeit: kontrolliert und unkontrolliert
  18. 18Kovariationsmodell nach KelleyKonsensus:
    Vergleich über Personen hinweg
    Konsistenz:
    Vergleich über Zeit und Situationen hinweg
    Distinktheit:
    Vergleich über Entitität hinweg
  19. 19Kontrollüberzeugung nach J. RotterExternaler Locus of Control:
    externale, instabile und unkontrollierbare Ursachenattributionen
    Internaler Locus of Control:
    internale, stabile und kontrollierbare Ursachenattributionen
  20. 20Selbstverdienliche AttributionEigene Erfolge internal
    Misserfolge external
  21. 21Depressiver AttributionsstilEigene Erfolge external
    Misserfolge internal
  22. 22wenig bedrohliche AttributionUrsache der Zurückweisung ist external, instabil und spezifisch
  23. 23Feindseliger Attributionsstilfeindliche Absichten unterstellen
  24. 24spezifische Attributionen des Verhaltens von Gruppenz.B. Geschlechterrollenstereotype
  25. 25Attribution von VerantwortlichkeitAttribution auf die Zuständigkeit anderer mit dem Ziel der Selbstentlastung
  26. 26Attribution und BeziehungsqualitätAbhängigkeit von der Vertrautheit mit Personen
  27. 27fundamentaler AttributionsfehlerUnterschätzen von Situationseinflüssen und Überschätzen von Personenmerkmalen
  28. 28KorrespondenzverzerrungDie Neigung von Verhalten auf Persönlichkeitseigenschaften zu schließen
  29. 29fehlerhafter Konsensusfalsche Annahme, dass andere Überzeugungen und Meinungen mit einem teilen
  30. 30Actor-Observer-Bias (nach Jones und Nisbett)Akteure attribuieren ihr Handeln auf die Situation.
    Beobachter attribuieren auf die handelnden Personen.
  31. 31Definition von StereotypEin Stereotyp ist eine vorgefasste und allzu vereinfachte Verallgemeinerung über eine Gruppe von Menschen ohne Rücksicht auf Unterschiede innerhalb der Gruppe.
  32. 32Stereotypisierung......wird auch Stigmatisierung oder Labeling genannt.
  33. 33Definition von VorurteilBezeichnet in der SP allgemein eine meist abwertende Einstellung gegenüber bestimmten sozialen Gruppen oder ihren Mitgliedern, wobei diese Einstellung mit einem negativen Gefühl oder dem Ausdruck eines negativen Affekts verbunden ist.
  34. 34Positive Vorurteilekönnen auch zur Diskriminierung führen.
    meist gegenüber der Ingroup oder gegenüber Gruppen mit großem Sozialprestige.
  35. 35Vorurteilaffektive Komponente
  36. 36Stereotypkognitive Komponente ("Unabänderlich")
  37. 37Funktion von Stereotypenschaffen Ordnung
    Komplexitätsreduktion
    Kategorisierung
  38. 38soziale DiskriminierungUngerechtfertigtes, benachteiligendes und/oder abwertendes Verhalten gegenüber Personen oder Gruppen ausschließlich auf Grund ihrer Zugehörigkeit zu dieser sozialen Gruppe.
  39. 39Reziprozität von Vorurteilen und sozialer DiskriminierungKenneth Clark & Mamie Clark (1947)
    afroamerikanische Kinder können unter bestimmten sozio-kulturellen Umständen überzeugt sein, dass es nicht wünschenswert ist, schwarz zu sein
  40. 40Philip GoldbergFrauen lernen, Männer für intellektuell überlegener zu halten
  41. 41Muzafer SherifFerienlager-Studien
    Phasen: 1. Gruppenbildung
    2. Auslösung von Intergruppenkonflikt/-wettbewerb
    3. Konfliktreduktion
    -> Verherrlichung der In-Group und Herabwürdigung des "Gegners"
  42. 42Theorie des realistischen Gruppenkonfliktsknappe Ressourcen
    -> Notwendigkeit von Kooperation oder Konfrontation
    positive Abhängigkeit
    -> kooperativ, unterstützend, freundlich
    negative Abhängigkeit
    -> Fremdgruppendiskriminierung und Eigengruppenfavorisierung
  43. 43Eindämmung von Stereotypen und Vorurteilen (nach G.W.Allport)Kontakt-Hypothese
    Voraussetzungen:
    1) Gerüst institutioneller Unterstützung
    2) Qualität und Quantität des Kontakts
    3) Gleicher Status der Gruppe
    4) Kooperation
    5) Erziehung und Sozialisationsformen
  44. 44Selbstkonzeptkognitive Repräsentation des
    Selbst, die dem eigenen Erleben Sinn und
    Zusammenhang verleiht
  45. 45Selbstschematakognitive
    (bereichsspezifische
    )
    Verallgemeinerungen aus vorangegangenen
    Erfahrungen
  46. 46Selbstaspektweiter als Selbstschemata,
    körperliche Merkmale, Rollen Vorlieben usw., auch
    ohne Bezug zum Selbstkonzept
  47. 47Soziale Komponente der SelbstwahrnehmungDie soziale Umwelt dient als ‚Spiegel‘ für die
    Selbstwahrnehmung (Looking-glass self/
    Spiegelselbst)
  48. 48Affen , die ohne sozialen Kontakt aufgezogen werden , zeigen seltener die Fähigkeit, sich im Spiegel als Selbst zu erkennenSoziale Ko
    -Konstruktion, sowohl von Selbst als
    auch von Identität
  49. 49Kernelemente von IdentitätEin einheitlicher Zusammenhang mit Kontinuität
    Konsistenz oder Kohärenz
    Autonomie
  50. 50Kernannahmen der Theorie der sozialen IdentitätMenschen wollen eine positive Selbsteinschätzung
    erhalten oder herstellen.
    •
    Menschen leiten einen Teil ihrer Selbsteinschät-
    zung, ihre Soziale Identität, aus ihren Gruppenzuge
    -
    hörigkeiten
    und den Bewertungen dieser Gruppen
    hörigkeiten
    und den Bewertungen dieser Gruppen
    ab.
    •
    Die Bewertung einer Gruppe ergibt sich aus dem
    Vergleich dieser Gruppe mit relevanten anderen Gruppen
  51. 51Soziale IdentitätGruppe (oder aus dem Wissen über die Mit-
    gliedschaft in einer sozialen Gruppe / sozialen
    Gruppen)
    • und dem Wert sowie der emotionalen Bedeutung,
    die mit dieser Mitgliedschaft verbunden werden.
  52. 52independentes Selbstkonzepteher separat vom sozialen Kontext
    internal orientiert
    individuell und einzigartig
  53. 53interdependentes Selbstkonzeptverbunden mit sozialem Kontext
    external orientiert
    ähnlich und zugehörig
  54. 54Gordon Allport zu Selbst, Identität und Konformität"Der Körper dient als Anker unserer Selbstempfindung"
  55. 55IdentitätsfrageHerkunft, Gegenwart, Zukunft, Identitätsbewusstsein, Identitätsgefühl, Faktenwissen, Idealvorstellungen, Sehnsüchte
  56. 56SpiegelexperimentTiere und Menschen ohne Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung zeigen beim Spiegelbild soziales Verhalten
    Primaten mit der Fähigkeit zeigen selbstbezogene Reaktion
    Menschen entwickeln die Fähigkeit zwischen dem 18. und 24. Lebensmonat
  57. 57Solomon Asch (1956)Konformitätsverhalten
    informationaler Einfluss
    Majorität in der Guppe als angemessene Interpretation der Realität
    normativer Einfluss
    will Erwartungen andere Gruppenmitglieder erfüllen und Sanktionen entgehen
  58. 58minimal group paradigmelementare Aspekte der Eigengruppenbegünstigung und Intergruppendiskriminierung
  59. 59Tajfel, Bundy, Billig und Flament (1971)Experiment mit Schuljungen/ Kadinsky-Vorliebe
    Gruppe als Kategorie sozialer Zugehörigkeit da typische Gruppenmerkmale im Minimal Group Paradigm nicht gegeben sind.
  60. 60Strategien bei negativen Vergleichsergebnissen1. Individuelle Mobilität
    2. soziale Kreativitä
    3. sozialer Wettbewerb
    -> können soziale Veränderungen herbeiführen.
  61. 61Harry Harlow (1958)Studie mit Rhesusaffen
    Das Bedürfnis nach Wärme und Geborgenheit ist dem Streben nach konstanter Nahrungsaufnahme überlegen
  62. 62Mutter-Kind-Bindung Attachment1. Prä-Attachment Phase
    Säugling schenkt jeder sich nähernden Person Aufmerksamkeit
    2. Differenzierungsphase
    Säugling differenziert nach bekannt und unbekannt
    3. Kontaktaufnahme
    Kind beginnt aktiv und bewusste Kontaktaufnahme
    4. Interaktionsphase
    Kommunikation/ Interaktion mit gemeinsamen Handlungszielen, basierend auf Empathie
    Partnerschaft zwischen Mutter und Kind
  63. 63Mutter-Kind-DyadeSchutz, Trost, Vertrauensbasis als Bedingung für Überleben & Anpassungsfähigkeit des Kindes
  64. 64Mütterliche Feinfühligkeit Responsivitätmuss Reaktionen des Kindes warhnehmen
    kindliche Bedürfnisse richtig interpretieren
    prompt reagieren
    angemessen reagieren
  65. 65Fremde-Situations-Test (nach Mary Ainsworth 1969)Ziel: Bindungsverhalten zu aktivieren um Funktion und Qualität der Bindung zu ermitteln
    8 verschiedene Episoden, mal mit Mutter mal mit Fremder
    Ergebnis: Explorationsverhalten war bei Anwesenheit der Mutter ausgeprägter
  66. 66Klassifikationssystem der BindungsqualitätB-Kinder = sichere Bindung
    A-Kinder= unsicher-vermeidende Bindung
    C-Kinder= unsicher-ambivalente Bindung
  67. 67working modelkognitive und emotionale Einstellungen zu Beziehungen aber auch Einfühlungsvermögen
  68. 68AffiliationBedürfnis nach sozialem Kontakt
  69. 69optimales Affiliationsniveaunicht einsam oder allein sein wollen
    Distanzierung und Rückzug, sobald Geselligkeitsbedürfnis befriedigt ist
  70. 70Theorie des sozialen Vergleichs (nach Festinger & Schachter)Vergleich mit anderen Menschen
    Angemessenheit eigener Gefühle und Einschätzungen beurteilen können
    Informationen darüber erlangen, welches Verhalten am effektivsten ist
  71. 71Zwischenmenschliche Attraktion1) räumliche Umwelt
    2) Ähnlichkeit von Einstellungen
    3) physische Attraktivität
    (Attraktivitätsstereotyp)
  72. 72Trianguläre Theorie der Liebe (nach Sternberg 1986)1) Vertrautheit und Nähe
    2) Leidenschaft
    3) Verpflichtung / Festlegung
    -> 7 unterschiedliche Kombinationstypen von Liebe
  73. 73Equity TheorieZufriedenheit in einer Beziehung hängt davon ab, wie ausgewogen gerecht und fair sie wahrgenommen wird
  74. 74Aggressionkommt von lat. Verb aggredi
    1) biologische Mechanismus zur Verteidigung
    2) Angriff ist absichtliches feindseliges Verhalten
  75. 75Definition von AggressionAggressives Sozialverhalten zielt darauf ab, andere Lebewesen ohne deren Billigung zu schädigen
    instrumentelle Aggression
    -> Mittel zum Zweck
    feindselige Aggression
    -> Ausdruck von Ärger und Feindseligkeit
  76. 76Formen der Aggressionoffen gezeigt
    verdeckt/ indirekt
    körperlich
    verbal
    nach innen gerichtet (autoaggression)
    gesellschaftlich gebilligt (z.B Boxkampf, Notwehr)
    dissozial (gesellschaftlich missbiligt)
  77. 77Sigmund Freud Aggression als TriebTodestrieb thanatos ist dem Mensch eigen, Wiederholunszwang, Wunsch nach Stillstand
    kann auf Vernichtung des Subjekts selbst (Regression) als auch auf andere Personen gerichtet sein (Aggression)
    durch Sublimierung katharsis möglich, reduziert weiteres Aggressionsbedürfnis
  78. 78Konrad Lorenz Aggression als angeborener Triebdient überleben und Arterhaltung
    kann sich bei Aggressionsstau auch ohne Schlüsselreiz entladen
  79. 79Albert Bandura "Bobo-Doll-Experiment"Kinder lernen Vorbildverhalten gleichermaßen, reproduzieren es aber je nach Folgen unterschiedlich.
    Unterschied von Akquisition (Erwerb) und Ausführung (Performanz)
    des beobachteten Verhaltens.
  80. 80John Dollard Frustrations-Aggressions-HypotheseJede Frustration kann zu Aggression führen, jede Aggression kann Folge einer Frustration sein
    Wenn Quelle der Frustration nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann, kann die Aggression sich auf andere richten
    -> Aggressionsverschiebung
  81. 81Stärke der Frustration hängt ab von.... wie viel mir an der Sache liegt
    Stärker der Verhinderung
    Zahl der zusammen auftretenden Frustrationen
  82. 82Leonard Berkowitz Theorie aggressiver Hinweisreizeaggressionsrelevante Faktoren:
    1.) stabile Persönlichkeitseigenschaft
    2.) vorherige Lernerfahrung
    3.) Wahrnehmung bestimmter situativer Aspekte z.B. aggressiver Hinweisreize
  83. 83Philip Zimbardo 1971 Stanford Gefängnis ExperimentLabeling Theorie: Menschen zeigen Verhaltensweisen, weil ihnen eine Gruppenzugehörigkeit per Laben zugewiesen wurde.
    Aufteilung der Versuchsteilnehmer und Wärter und Gefangene
    Rollenverhalten festigt sich schnell
    (Experiment musste frühzeitig nach 6 Tagen aus moralischen Gründen abgebrochen werden)

Information

Description
Flashcards on Kultur- und Sozialpsychologie, created by anni.mittelbach on 26/02/2014.
Created by
anni.mittelbach · Feb 2014
Updated
Oct 12, 2016
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