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Päda l Vl. 7 - Transfer

Akw B Pädagogik German

Päda l Vl. 7 - Transfer

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Päda l Vl. 7 - Transfer

  1. = Lerninhalte auf neue Kontexte, Domänen oder Problemtypen übertragen

    • Spezifischer Transfer
      • gemeinsame Wissenselemente von Lernsituation & Transfersituation (Stromkreis, Wasserkreis)
    • Unspezifischer Transfer
      • Unspezifische Generalisierung von Lernsituation auf Transfersituation (z.B. Schach für Problemlösen)
    • Nahtransfer
      • Lernsituation & Transfersituation ähnlich (Oberflächenmerkmale & Tiefenstruktur)
    • Ferntransfer
      • Lernsituation & Transfersituation sind sich unähnlich (zumindest Oberflächenmerkmale)
    • Positiver Transfer
      • Erlenen eines Inhalts begünstigt Erlernen eines anderen Inhalts
    • Negativer Transfer
      • Erlernen eines Inhalts erschwert Lernen eines anderen Inhalts
  2. Theorie der Formalen Disziplin

    • Kernhypothese : Unspezifischer Transfer möglich
      • Gehirn lässt sich analog zu Muskeln trainieren
        • Training durch formal anspruchsvolle Tätigkeiten (e.g. Schach, Musik)
          • Formales Training wirkt positiv auf alle anderen Inhaltsbereiche (e.g. Beruf, Partnerschaft)
    • Problem: Kein nachgewiesener Transfer von Intelligenztrainings (z.B. verbessert Programmiersprache Lernen nicht Logisches Denken)
    • Studie zu Formaler Disziplin (Haag & Stern, 2000) --> Globale & Spezifische Transfereffekte des Lateinunterrichts
      • Längsschnittstudie (4.-8.Klassem 4 MZP), 4 Jahre Latein vs. 2 Jahre Latein oder gar kein Latein
        • 1 MZP --> keine Gruppenunterschiede bzgl. Mathe- und Deutschnoten, sowie Intelligenz (KFT --> sprachliches Denken)
          • MZP 2
            • Diskussion
              • Lateinlernen hat keinen Einfluss auf Intelligenz, Mathe, Logisches Denken, Deutsches Textverständnis
                • Kein unspezifischer Ferntransfer
                  • Theorie der Formalen Disziplin funktioniert nicht
                    • Aber: Spezifischer Transfer einer Sprache auf eine andere möglich (z.B. Französisch zu Spanisch) aber nur bei identischen Elementen
  3. Theorie der Situierten Kognition

    • These: Kognition (Wissen) ist immer situationsgebunden (Bsp. Südamerikanische Straßenkinder rechnen schnell und richtig auf Straße aber langsam und falsch in der Schule)
      • Wissen
        • = Relation zwichen Person und Umwelt
          • Kein abstraktes, kontextunabhängiges Wissen
            • Wisssn ist immer auf die Lösung eines konkreten Problems ausgerichtet
      • Affordances & Constraints
        • Transfer nur zwischen Situationen mit denselben affordances & constraints möglich
          • Training für einen Inhaltsbereich in möglichst praktischen, lebensnahen Kontexten
            • Z.B. in Communities of Practice = Lernen & Besserwerden durch Interaktion mit anderen Lernenden
      • Probleme
        • affordances & contraints unscharf definiert, empirisch schwer testbar
        • abstraktes Wissen existiert (z.B. in Wissenschaft)
        • abstrakter Transfer ist möglich
  4. Theorie der identischen Elemente (Thorndike)

    • = Transfer findet in dem Maße statt, in dem zwei Aufgaben dieselben Elemente beinhalten
      • Was sind die Elemente?
        • Behaviorismus = Stimulus-Response-Assoziationen
        • Kognitive Erweiterung
          • Elemente = Wissenselemente im AG
          • Knoten im Netzwerk konzeptuellen Wissens = deklarativer Transfer
          • Produktionsregelen (Strategien) = prozeduraler Transfer
      • Es kommt nicht auf die tatsächliche Identität der Elemente an, sondern auf die wahrgenommene Identität
      • Implikationen für Transferförderung
        • Fokus auf Tiefenstruktur eines Elements
        • Abstrakte unterliegende Regeln explizieren
        • Veranschaulichung = Abstraktes sichtbar machen
        • Multiple Repräsentationen des Elements / der Aufgabe
        • Vergleiche anregen --> zur Wissensinegration
        • Konsequenzen
          • Einfaches (Teil) muss vor Schwerem (Ganzem) gelernt werden
          • Hierarchie von Teilkompetenzen
          • Systematischer Aufbau der Hierarchie wichtig
  5. Transferförderung (im Studium)

    • Meaningful Learning statt Auswendiglernen
      • Bedeutungshaltiges Wissen wird besser im LZG gespeichert + transferiert
        • Wissensstrukturen (Zusammenhänge) werden besser transferiert als isolierte Wissenselemente
          • Implikation: Transfer nicht nach kurzen Lernphasen sondern nach mehrjährigem Lernen eines Wisseninhalts
            • Transfer erforder Zeit --> Trade-Off zwischen Breite und Tiefe des Stoffs
          • Implikation: Abstrakte Repräsentationen /Allgemeines Verständnis (Diagramm) werden besser transferiert als spezifische (konkrete Situation / einzelner Fakt)
    • Je ähnlicher sich Transfer- und Lernsituation sind, desto eher kommt es zu Transfer
      • Implikation: Alltagsnahe bzw. jobnahe Lernszenarien + komplexe Probleme (die eher dem Alltag entsprechen)
    • Mehrere Beispiele (aus unterschiedliche Perspektiven)
      • Vergleiche zeigen Gemeinsamkeiten (wichtiges) und Unterschiede (unwichtiges) auf
    • zeitliche Nähe zwischen Lern- und Transfersituation erhöht Transferwahrscheinlichkeit
    • Häufigerer Transfer, wenn dieser durch sozialie Umgebung erwartet und ermutigt wird
    • Transferaufgaben bearbeiten, um Lernerfolg zu indizieren
      • Wichtig: Nahtransfer zu nah = Trivial / Ferntransfer zu fern = unmöglich --> Aufgaben mit einigen Unterschieden aber auch identical Elements wählen

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  • Päda l Vl. 7 - Transfer

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Pädagogik Mind Map on Päda l Vl. 7 - Transfer, created by Akw B on 12/01/2017.
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