Modul 94 von 148 · Text
4.4.10 Ergebnisorientierung (2.10)
Definition
Ergebnisorientierung bedeutet, dass der Einzelne den kritischen Fokus auf die Ergebnisse des Projekts
jederzeit behält. Der Einzelne priorisiert die Mittel und Ressourcen, um Probleme, Herausforderungen
und Hindernisse zu überwinden, damit das optimale Ergebnis für alle beteiligten Parteien sichergestellt
werden kann. Die Ergebnisse werden bei Diskussionen stets in den Vordergrund gestellt und das Team
strebt nach diesen Ergebnissen. Ein kritischer Aspekt der Ergebnisorientierung ist die Produktivität, die
als eine Kombination von Effektivität und Effizienz gemessen wird. Der Einzelne muss Ressourcen
effizient planen und einsetzen, um die vereinbarten Ergebnisse zu erreichen und effektiv zu sein.
Zweck
Dieses Kompetenzelement dient dazu, den Einzelnen in die Lage zu versetzen, sich auf die vereinbarten
Ergebnisse zu konzentrieren und danach zu streben, das Projekt zum Erfolg zu führen.
Beschreibung
Der Großteil der Arbeit im Verlauf von Projekten fällt für die Definition und die Verwaltung von
Aufgaben und das Lösen kleinerer und größerer Probleme an. In dieser Phase müssen wiederholt
Entscheidungen über Prioritäten, Zuteilung, einzusetzende Techniken usw. getroffen werden.
Die Ergebnisorientierung erleichtert diese Entscheidungen durch die Definition eines grundlegenden
Kriteriums: „Wird die aktuelle Arbeit die gewünschten Ergebnisse realisieren oder den Prozess schneller,
günstiger und/oder besser machen?“
Ergebnisorientierung bedeutet, die Aufmerksamkeit des Einzelnen und des Teams auf wichtige Ziele zu
lenken und das optimale Ergebnis für alle Beteiligten zu erreichen. Der Einzelne muss dafür sorgen,
dass die vereinbarten Ergebnisse alle relevanten Stakeholder zufriedenstellen. Das gilt auch für alle
Veränderungen,
die im Projektverlauf vereinbart wurden. Während er seine Aufmerksamkeit auf die
Ergebnisse lenkt, muss der Einzelne dennoch auf eventuelle ethische, rechtliche oder ökologische
Probleme, die sich auf das Projekt auswirken, achten und darauf reagieren. Zur Ergebnisorientierung
zählt auch, den Fokus des Teams und der relevanten Stakeholder darauf zu lenken, die erwünschten
Ergebnisse zu liefern, Probleme zu identifizieren, Techniken für die Suche nach den Ursachen einzusetzen
und Lösungen zu finden und einzuführen.
Um die Ergebnisse zu liefern, die von relevanten Beteiligten gefordert und mit ihnen vereinbart wurden,
muss der Einzelne herausfinden, was die einzelnen Akteure des Projekts für sich selbst vom Projekt
erwarten. Der Einzelne muss den Einsatz und die Entwicklung der Teammitglieder steuern und dabei ihre
Erwartungen berücksichtigen.
Wissen
• Organisationstheorien
• Effizienzprinzipien
• Effektivitätsprinzipien
• Produktivitätsprinzipien
Fertigkeiten
• Delegieren
• Effizienz, Effektivität und Produktivität
• Unternehmergeist
• Integration sozialer, technischer und ökologischer Aspekte
• Gespür für organisatorische Besonderheiten
• Erwartungsmanagement
• Identifizieren und bewerten alternativer Optionen
• Behält den Überblick und die Aufmerksamkeit für wichtige Details
• Nutzenanalyse
Zugehörige Kompetenzelemente
• Alle weiteren Persönlichen und Sozialen Kompetenzelemente
• 1.01: Strategie
• 3.01: Projektdesign
• 3.02: Anforderungen und Ziele
• 3.06: Qualität
• 3.10: Planung und Steuerung
• 3.11: Chancen und Risiken
• 3.12: Stakeholder
Kompetenzindikatoren
• 4.4.10.1 Alle Entscheidungen und Handlungen hinsichtlich ihrer Auswirkung auf den
Projekterfolg und die Ziele der Organisation evaluieren
• 4.4.10.2 Bedürfnisse und Mittel aufeinander abstimmen, um Ergebnisse und Erfolge zu
optimieren
• 4.4.10.3 Gesunde, sichere und produktive Arbeitsumgebung schaffen
und aufrechterhalten
• 4.4.10.4 Das Projekt, seine Prozesse und Ergebnisse promoten und „verkaufen“
• 4.4.10.5 Ergebnisse liefern und Akzeptanz erhalten