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Module 5 of 148 · Text

2.3.3 Ansätze für die Entwicklung individueller Kompetenzen

Fritz Pexa

• Selbstentwicklung

 z. B. das Lesen von Büchern, Standards, Fallstudien und Artikeln, hilft beim
Erwerb von Wissen, beim Nachdenken über die Anwendung in der Praxis und beim entsprechenden
Ableiten von Erkenntnissen. Andere Möglichkeiten der Selbstentwicklung sind das Studieren, das
Experimentieren oder das Learning by Doing. Letzteres unterstützt das Sammeln von Erfahrungen
in einem bestimmten Kontext oder die Entwicklung bestimmter Fertigkeiten.


• Peer-Entwicklung

 z. B. gemeinsames Überlegen mit Kollegen, wie die Dinge laufen; Fragen nach
Feedback zur eigenen Leistung und zu Möglichkeiten, wie diese verbessert werden kann. Lernpartner
aus verschiedenen Disziplinen können dazu beitragen, eine Situation aus einem anderen
Blickwinkel
zu betrachten und die Entwicklung zum Vorteil der Kollegen zu nutzen, z. B. durch die
gestellten Fragen oder die Einblicke, die zur Verfügung gestellt werden.


• Weiterbildung und Training

 z. B. Teilnahme an Seminaren, Vorlesungen und Schulungseinheiten,
in denen der Trainer spezielles Know-how vermittelt. Das kann durch Präsentationen, Interaktionen
zwischen Teilnehmern und dem Trainer sowie die Verwendung von Fallstudien, Gruppenübungen
und Planspielen geschehen. Die Entwicklung individueller Kompetenzen kann von der Zahl der Teilnehmer,
dem Mix der verwendeten Methoden und der Dauer der Einheiten abhängen.

• Coaching und Mentoring

 z. B. Erhalt von Feedback, Ratschlägen und Unterstützung durch einen
Coach, eine Führungskraft oder einen Mentor bei der Durchführung bestimmter Tätigkeiten oder
während der Entwicklung bestimmter Kompetenzen. Typischerweise ist ein Coach, eine Führungskraft
oder ein Mentor eine Person mit großer Erfahrung, die keine direkten Antworten gibt, aber
den Einzelnen durch Fragen herausfordert, die die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte lenken
und das Suchen nach einer passenden Antwort erfordern.


• Planspiele

z. B. Entwicklung von Kompetenzen durch fallbasierte Simulationsspiele (Brett- oder
Computerspiele); Nachdenken über Interaktionen und Verhaltensweisen Einzelner, die in einer
solchen Umgebung gezeigt werden. Häufig beinhalten Planspiele und andere Formen des spielbasierten
Lernens einen Mix mehrerer Ansätze, z. B. ermöglichen sie Selbstentwicklung kombiniert
mit Peer-Entwicklung und Coaching in einer gemeinsamen Trainingsumgebung. Es kann auch hilfreich
sein, diese Ansätze angesichts der bereits vorhandenen Erfahrungen, der Entwicklungsstufe
des Einzelnen oder der Möglichkeiten, die eine Organisation in ihrer jeweiligen Situation hat, zu
kombinieren.

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