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4.5.4 Ablauf und Termine (3.04)
Definition
Ablauf und Termine umfassen die Identifizierung und Strukturierung aller Komponenten eines Projekts
in zeitlicher Reihenfolge, um die Durchführung zu optimieren.
Zweck
Dieses Kompetenzelement erfüllt den Zweck, den Einzelnen in die Lage zu versetzen, alle Komponenten,
die für die Lieferung der vereinbarten Ergebnisse des Projekts notwendig sind, zu definieren, in eine
zeitliche Abfolge zu bringen, zu optimieren, zu überwachen und zu steuern.
Beschreibung
Das Ziel der Zeitplanung ist, zu bestimmen, welche Vorgänge wann ausgeführt werden müssen, um die
Durchführung des Projekts zu optimieren. Für Projekte umfassen die Vorgänge oder Komponenten z. B.
Arbeitspakete und -phasen, für Programme auch Projekte, und für Portfolios sowohl Projekte als auch
Programme.
Im Fall von Projekten müssen diese Vorgänge analysiert und in eine zeitliche Abfolge gebracht, ihre
Dauer geschätzt und in einem Ablaufplan dargestellt sowie Personen oder Teams zugewiesen werden,
damit sie in optimaler Reihenfolge ausgeführt werden. Ablauf und Termine deckt auch die Überwachung
von Varianzen und Abweichungen ab. Abweichungen bei der Ausführung des Ablauf- und Terminplans,
entweder durch externe Einflüsse (Änderungen der Lieferobjekte, Anforderungen,
Ressourcen- oder
Geldknappheit usw.) oder interne Einflüsse (z. B. späte oder nicht den Anforderungen entsprechende
Lieferungen) verursacht, können eine neue Terminplanung erforderlich machen.
Der Ablauf- und Terminplan sollte in regelmäßigen Abständen mit der Basisplanung verglichen und wenn
nötig angepasst werden. Bei iterativer Planung kann der Ablauf- und Terminplan in Zeitfenster mit einer
bestimmten Länge eingeteilt werden. Bei jeder Iteration kann eine bestimmte Abfolge von Vorgängen
(z. B. Design, Durchführung, Test und Einführung) definiert werden. Die allgemeine Projektplanung
konzentriert sich dann auf die Zahl der Iterationen und anderer Vorgänge (z. B. Vorbereitung, Überwachung
usw.). Wenn Unsicherheit bezüglich des benötigten Zeitrahmens für eine bestimmte Phase
oder Tätigkeit besteht, sollte ein Zeitpuffer oder Spielraum in den Ablauf- und Terminplan eingefügt
werden.
Wissen
• Planungsarten
• Schätzmethoden
• Nivellierung
• Methoden zur Ablauf- und Terminplanung, z. B. Balkenterminplan, Kanban-Diagramme
• Ressourcenzuweisung
• Netzplantechnik
• Bezugsbasen
• Planung des kritischen Pfads
• Verdichtung des Terminplans
• Timeboxing
• Phasen
• Meilensteine
• Fast Modelling und Prototyping
• Spiralförmiger/iterativer/agiler Entwicklungsprozess
Fertigkeiten
• Aktivitäten aus Arbeitspaketen definieren
• Abhängigkeiten definieren
• Zeitliche Abfolge von Komponenten festlegen
• Aktivität, Ressourcen und Dauer abschätzen
Zugehörige Kompetenzelemente
• Alle weiteren technischen Kompetenzelemente
• 1.02: Governance, Strukturen und Prozesse
• 1.03: Compliance, Standards und Regelwerke
• 2.03: Persönliche Kommunikation
• 2.05: Führung
• 2.08: Vielseitigkeit
• 2.09: Verhandlungen
Kompetenzindikatoren
• 4.5.4.1 Aktivitäten definieren, die nötig sind, um das Projekt (ab)liefern zu können
• 4.5.4.2 Arbeitsaufwand und Dauer von Aktivitäten festlegen
• 4.5.4.3 Vorgehensweisen für Termine und Phasen, gegebenenfalls Sprints, festlegen
• 4.5.4.4 Abfolge der Projektaktivitäten bestimmen und einen Ablauf- und Terminplan
erstellen
• 4.5.4.5 Fortschritt anhand des Terminplans überwachen und notwendige Anpassungen
vornehmen